Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 19. Januar 2016 (*cli*) Der Fachverband Biogas e.V. und sein indisches Pendant die Indian Biogas Association (IBA) gingen Anfang Dezember eine Kammer- und Verbandspartnerschaft ein. Das Projekt wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert und über die sequa gGmbH durchgeführt. Vorerst ist das Programm auf drei Jahre beschränkt, kann jedoch falls Bedarf besteht um weitere drei Jahre ausgeweitet werden. Durch dieses Konzept soll sowohl die indische Biogasnutzung vorangetrieben werden, als auch die im Jahr 2011 gegründete IBA unterstützt werden.

Der Hauptgeschäftsführer des Fachverbands Biogas, Dr. Claudius da Costa Gomez betont das beachtliche Potenzial für die energetische Biogasnutzung in Indien. Insbesondere durch die konsequente Nutzung der Reststoffe aus Zuckermühlen besteht eine enorme Leistungsfähigkeit. Laut einer Berechnung des indischen Ministeriums für Erneuerbare Energien könnten allein durch die Nutzung dieses Reststoffs 5.000 Megawatt Leistung erzeugt werden. Zusätzlich könnten pro Jahr 500 bis 650 Tonnen Biomasse genutzt werden, die weitere 18.000 Megawatt elektrische Leistung verfügbar machen würden. Indiens Strombedarf liegt bei 700 TWh, das heißt es wäre so möglich 20 Prozent des jährlichen Bedarfs zu decken.

Durch die Verbandspartnerschaft sollen die Rahmenbedingungen für die Biogasnutzung in Indien weiter verbessert werden. Außerdem soll eine auf ihren Mittgliedern basierende Verbandsstruktur etabliert werden. Die IBA hat sich zur Aufgabe gemacht die Interessen ihrer Mitglieder beim Bau und Betrieb von Biogasanlagen zu vertreten. Sie soll kompetent und aktiv den Kontakt mit Regierung und relevanten Stakeholdern halten und das Thema Biogas in der öffentlichen Wahrnehmung verankern.

La Costa Gomez berichtet, dass sich der Fachverband darauf freue seine über fast 25 Jahre gesammelte Erfahrung mit der IBA zuteilen. Auch sein indisches Gegenüber, der IBA Geschäftsführer Gaurav Kedia betont die Freude über die zukünftige Zusammenarbeit und hofft davon profitieren zu können. Weiterhin weist er auf die große Chance hin, welche die Biogasnutzung für Wirtschaft und Umwelt bietet.

Die Partnerschaft des Fachverbands Biogas mit der IBA bietet auch aus deutscher Sicht Potenziale. Deutschen Biogasfirmen, die bereits im indischen Markt aktiv waren und sind, können hierdurch neue Absatzwege gezeigt werden. Denn „Made in Germany“ gilt besonders in Indien weiterhin als Qualitätsmerkmal. Das heißt, diese stetige Zusammenarbeit wird auch hierzulande einen zusätzlichen Wert bieten.

Weitere Informationen dazu unter: http://biogas.org/edcom/webfvb.nsf/id/DE_PM-31-15?open&l=DE&ccm=060100010

 


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