Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 05. November 2014 * (cli) * 2013 wurden circa 17,5 Milliarden m3 Biogas und biogene Abfallgase aus kommunaler Bioabfallsammlung erzeugt. Dadurch könnte man 9 Milliarden m3 Bioerdgas gewinnen, welches mit Erdgas identisch ist. Der Erdgasverbrauch liegt momentan bei rund 87 Milliarden m3. Dieser wird momentan zu knapp 90% aus Importen gedeckt. 2020 könnte die Bioerdgaserzeugung auf knapp 13 Mrd. m3 erhöht werden und dann ebenfalls zur Diversifizierung der Gasmärkte beitragen. Dies entspricht einem Anteil von 15%.

Um dies zu erlangen, sollte man vermehrt Biogas zu Bioerdgas aufbereiten und in die Gasnetze einspeisen. Biogas ist derzeit die wichtigste erneuerbare, heimische Erdgasalternative. Bisher wird es vor allem direkt an der Anlage in Strom und Wärme umgewandelt. Ein zweiter positiver Effekt ist, dass die Bioerdagasaufbereitung und -einspeisung die Energieeffizienz der Biogasnutzung deutlich erhöhen würde. Noch heute werden teils signifikante, von anlagennahen Blockheizkraftwerken erzeugte Wärmemengen nicht genutzt. Ein Zugang zum Gasnetz würde die Nutzung dort erlauben, wo die Nachfrage besteht. Biomethan könnte somit als Wärmequelle, Kraftstoff oder gekoppelte Strom-/Wärmeproduktion eingesetzt werden, zum Beispiel in hocheffizienten Brennwertthermen oder wärmegeführten Heizkraftwerken von Kommunen. So könnte man deutlich höhere Wirkungsgrade erzielen. Dank neuer Verfahren lässt sich die Aufbereitung von Biogas zu Bioerdgas auch bei kleineren Anlagen kostengünstig umsetzen. Heute werden circa 7 Prozent des gesamten Biogases in Deutschland auf Erdgas aufbereitet und in Gasnetze eingespeist.

Weitere Informationen unter http://www.fnr.de/presse/pressemitteilungen/aktuelle-mitteilungen/aktuelle-nachricht/archive/2014/june/article/bioerdgas-koennte-schon-heute-10-prozent-des-erdgasverbrauchs-in-deutschland-ersetzen/


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