Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 19. September 2014 * (cli) * Das Leistungspotenzial von Biogasanlagen kann besser ausgeschöpft werden, wenn man den Fermenterprozess genau überwacht. Dafür entwickelte ein Konsortium aus Bioverfahrenstechnikern der TU Berlin und des KSI Meinsberg ein multipositionelles Lanzenmesssystem mit miniaturisierten Sensoren. Damit sollen Prozessstörungen frühzeitig erkannt werden.

Die bisher installierten Überwachungssysteme messen nur wenige Parameter (nahe der Reaktorwand). Derzeit wird alle paar Wochen eine Probe des Fermenterinhalts an ein Biogaslabor geschickt. Dies führt allerdings zu eher geringen Aussagen über den biochemischen Prozess. Ein weiteres Problem ist, dass oftmals keine homogenen Verhältnisse im Fermenter herrschen und dadurch die relevanten Parameter nicht richtig erfasst werden können. Dies soll sich mit dem Forschungsprojekt „Mulitsens“ ändern, denn hier wird ein mobiles Probennahme- und Sensorsystem entwickelt, welches ohne großen Aufwand in der Anlage installiert werden kann. Das Sensorsystem besteht aus mehreren miniaturisierten Sensoren, die in einer Multiparametersonde zusammengefasst werden. Diese Sonden sind in portable Lanzensysteme integriert und können bis zu vier Meter in das Innere des Biogasreaktors eingebracht werden. Durch den Funkanschluss werden kontinuierlich Daten weitergegeben, welche für den Aufschluss der Prozessstabilität wichtig sind. Für das Einsetzen ist kein Umbau der Anlage nötig. Mit den genauen Daten aus dem Biogasprozess ist für die Betreiber eine frühere Reaktion für eine optimale Gasausbeute möglich.

Weitere Infos unter: https://www.energetische-biomassenutzung.de/de/presse/pressemitteilungen/details/article/multiparametersensorik-fuer-biogasanlagen.html


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