Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Drahtwürmer sind vor allem als Schaderreger bei Kartoffeln bekannt, können aber auch in Mais zu erheblichen Ernteausfällen führen.

Beim Drahtwurm handelt es sich um die Larven von Schnellkäfern. Die Gesamtentwicklung des Käfers dauert drei bis fünf Jahre. Die größte Schadwirkung tritt i.d.R. ab dem zweiten Lebensjahr durch die Würmer auf. Sie fressen die jüngeren Pflanzenteile z. B. Wurzeln oder bohren sich von unten in den Stängel hinein. Dadurch wird die Aufnahme von Nährstoffen und Wasser vermindert, was zu typischen Schadbildern wie Welke, Wachstumsdepressionen und ggf. zum Absterben der Pflanze führt.

Humusreiche Böden, beispielsweise solche mit mehrjährigem Futterpflanzenanbau oder nach Umbruch von Grünland sind besonders gefährdet, da die Eier der Käfer nach dem Schlüpfen auf Nahrung angewiesen sind.

Auch Strohreste, die auf dem Feld verbleiben und zum Humusaufbau beitragen können, sind eine potenzielle Gefahr, den Drahtwurmbefall, zu steigern. Somit ist aus phytosanitärer Sicht die Strohabfuhr wichtig.

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Eine Möglichkeit der Strohnutzung, vor allem für Biogasanlagenbetreiber, ist die Vergärung. Wie dies umgesetzt werden kann, ist unter „Vergärung von Stroh“ nachzulesen. Darüber hinaus ist C.A.R.M.E.N. e.V. an dem Projekt LaRA beteiligt, um u.a. die Strohvergärung zu optimieren.

Allgemeine Bekämpfung von Drahtwürmern:

Aus Mangel an chemischen Behandlungsmethoden sind vorbeugende acker- und pflanzenbauliche Maßnahmen essentiell.

Die Ausbreitung und der Schaden müssen gering gehalten werden u.a. durch:

  • mehrmalige Bodenbearbeitung zur Abtötung der Eier und Larven
  • regelmäßiges Monitoring von Flächen

 

Detailliertere Informationen zur Bekämpfung des Drahtwurms sind auf den Seiten der „LfL Arbeitsbereich Spezieller Pflanzenbau“ zu finden.

Außerdem sind Informationen zum „Drahtwurm in Mais“ und „Drahtwurm in Kartoffeln“ verfügbar.

 


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