Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 26. Februar 2019 * Mit Blick auf den Bestand an Biogasanlagen und ein absehbares Ende der EEG-Vergütung könnte eine technische Umstellung von derzeitigen Biogas-Vor-Ort-Verstromungsanlagen auf Biogasaufbereitung und Biomethaneinspeisung ins Gasnetz auch für vergleichsweise kleine Biogas-Produktionsmengen möglich sein.

Unter welchen Rahmenbedingungen ist die Aufbereitung kleiner Biogasproduktionsmengen sinnvoll und wie groß ist das Potenzial dieser Anlagen in Deutschland? Für welche Biogasanlagen kommt eine Umstellung von Stromeinspeisung auf Biomethaneinspeisung in Frage? Dies sind die grundlegenden Fragen, denen im Forschungsprojekt „Effiziente Mikro-Biogasaufbereitungsanlagen“ (eMikroBGAA) nachgegangen wurde.

Gemeinsam haben Experten vom Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE), der Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH (DBFZ) und der DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH ökonomische Bewertungen der Biogasaufbereitung- und -einspeisung sowie die Analyse der Gasnetzpotenziale im Abgleich mit den Biogaspotenzialen und der Analyse des derzeitigen Biogasanlagenbestandes durchgeführt. In den jeweiligen Teilprojekten der Forschungspartner wurden vollkostenbasierte Vergleiche von Biogasaufbereitungs- und Biomethaneinspeisekonzepten kleiner Kapazität vorgenommen, die entscheidungsrelevanten Aspekte der dezentralen Biomethaneinspeisung bewertet, Methoden zur Abschätzung des MinFlows in Gasverteilnetzen entwickelt und das Potenzial für kleine bzw. Mikro-Biogasaufbereitungsanlagen in Deutschland abgeschätzt.

Für die als vorzüglich erkannten Konzepte wurde anschließend eine betriebswirtschaftliche Bewertung vorgenommen. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Energieagentur dena erfolgte eine akteursbasierte Analyse potenzieller Geschäftsmodelle.

Im nun vorliegenden Forschungsbericht werden die Faktoren und Bedingungen aufgezeigt unter denen ein wirtschaftlicher Betrieb von Mikro-Biogasaufbereitungsanlagen erfolgversprechend sein kann:

  • bei niedrigen spezifischen Investitionen für kleine Aufbereitungs- und Einspeiseanlagen,

  • bei Auswahl der passenden Biogasaufbereitungsanlagentechnik für die am Standort gegebene Druckstufe des Gasnetzes,

  • bei Anpassungen/Verbesserungen der regulatorischen Rahmenbedingungen,

  • bei der Übertragung von Verantwortlichkeiten – insbesondere für die Kompression des Biomethans auf Einspeisedruck - an den Anschlussnehmer.

    Weitere Infos dazu erhalten Sie hier.


Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok