Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 22. Februar 2018 * Am 7. Februar versammelten sich 175 Teilnehmer im Kloster Banz bei Bad Staffelstein, um über aktuelle Rechtsfragen und Herausforderungen für die Biogasbranche zu diskutieren. Es wurden insbesondere rechtsverbindliche Termine für Biogasanlagenbetreiber im Jahr 2018, Anlagensicherheit und die neu in Kraft getretene Düngeverordnung genauer betrachtet. Veranstalter des Seminars war das Beraternetzwerk LandSchafftEnergie des Fachzentrums für Diversifizierung und Strukturentwicklung am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Münchberg (AELF). Durch die Veranstaltung führte der Landtechnikberater Rainer Schubert.

Erster Referent des Tages war Dr. Helmut Loibl, Rechtsanwalt und Gesellschafter der Kanzlei Paluka Sobola Loibl & Partner aus Regensburg. Loibl stellte wichtige Termine für das Jahr 2018 vor. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen standen dabei die neuen Vorschriften bei den Formaldehyd-Grenzwerten. Unterschieden werden müsse hier zwischen genehmigungsrechtlichen Vorgaben, welche bereits seit dem 5. Februar 2018 zu beachten sind und Vorgaben aus dem EEG. Die Grenzwerte für den Formaldehyd-Bonus sinken zum 1. Juli 2018. Loibl verwies in seinem Vortrag außerdem auf zahlreiche weitere Termine unter anderem auf die Abgabe der Konformitätserklärung zum 28. Februar 2018.

Ralf Block vom Ingenieurbüro BIGATEC sprach in seinem Vortrag über die Themen Immissionsschutz und Anlagensicherheit. Der Ende 2017 zur Stellungnahme veröffentlichten Publikation „Technische Regeln für Anlagensicherheit für Biogasanlagen“ (TRAS 120) schenkte der Referent dabei besondere Aufmerksamkeit. Vor allem wiederkehrende Prüfungen und die Anlagendokumentation werden Anlagenbetreiber zukünftig noch stärker in die Pflicht nehmen, so Block. Weitere Punkte seiner Ausführungen waren die Störfallverordnung, das Genehmigungsverfahren nach Bundesimmissionsschutzgesetz, die Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA-Luft), Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) und die Technischen Regeln für wassergefährdende Stoffe TRwS 792 und TRwS 793.

Im dritten Vortrag beschäftigte sich Dr. Stefan Rauh vom Fachverband Biogas e.V. unter anderem mit der stattgefundenen ersten Ausschreibung für Biogasanlagen nach dem neuen EEG 2017. Außerdem wurden Neuerungen wie die Obergrenze von 170 kg N/ha bei der Ausbringung von organischem Dünger und umfangreichere Sperrfristen in der neuen Düngeverordnung von den Teilnehmern angeregt diskutiert. Abschließend erläuterte Rauh aktuelle Änderungen bei Greening-Maßnahmen auf ökologischen Vorrangflächen durch Leguminosen, Honigpflanzen oder Durchwachsene Silphie. Hervorgehoben wurde hier das Demonstrationsprojekt Silphie-Anbau im Projektgebiet Nördliche Frankenalb.


Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok