Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 02. August 2017 * Am 6. Juli 2017 hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) die erste Ausschreibungsrunde für Strom aus Biomasseanlagen eröffnet. Die Ausschreibungen dienen zur Ermittlung der anzulegenden Werte für Strom aus Biomasseanlagen. Dieser Wert ist Berechnungsgrundlage für die Höhe des Zahlungsanspruchs (Marktprämie). Es findet jährlich eine Gebotsrunde statt. Der Gebotstermin für 2017 ist der 1. September.

Das ursprünglich von der Bundesnetzagentur benannte Ausschreibungsvolumen von 150 MW wurde jetzt auf 122,446 MW nach unten korrigiert. Hintergrund ist, dass von dem im EEG festgelegten Volumen die Leistung der im Vorjahr in Betrieb gegangenen EEG-Biomasseanlagen subtrahiert wird.

Die Gebote müssen innerhalb der Zugangsfrist bis zum 1. September 2017 (24:00 Uhr) bei der Bundesnetzagentur mit Standort in Bonn eingegangen sein. Eine weitere Teilnahmevoraussetzung ist eine behördliche Genehmigung zur Errichtung der Biomasseanlage und die Meldung an das Anlagenregister, welche bis zum 11. August 2017 erfolgen muss.

Die Zuschlagswerte im Rahmen der Ausschreibungsrunde werden im Gebotspreisverfahren ermittelt, wonach der Gebotswert des abgegebenen Gebots für die Ermittlung des Zuschlagswerts entscheidend ist. In diesem Jahr beträgt das Ausschreibungsvolumen 122,446 MW und der Höchstwert 14,88 ct/kWh. Für Biomasseanlagen, welche bereits in Betrieb sind, liegt der Höchstwert bei 16,9 ct/kWh.

Für Biomasseanlagen die ab dem 1. Januar 2017 neu in Betrieb gehen und mit einer installierten Leistung von 150 Kilowatt bis 20 Megawatt wird die Höhe der Zahlungen grundsätzlich über Ausschreibungen ermittelt. Ausnahmen gelten nur für Anlagen, die vor dem 1. Januar 2017 nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) oder einer sonstigen Bestimmung des Bundesrechts genehmigt wurden oder die einer Baugenehmigung bedurften und diese erhalten haben, wenn die Anlagen bis zum 31. Dezember 2018 in Betrieb genommen werden.

Unabhängig von einer Mindestgröße können sich Anlagen, die vor dem 1. Januar 2017 ausschließlich mit Biomasse betrieben wurden, an den Ausschreibungen beteiligen. Voraussetzung hierfür ist, dass der Zahlungsanspruch nach dem EEG für den erzeugten Strom zum Zeitpunkt des Ausschreibungstermins noch für maximal acht Jahre besteht.

Weitere Informationen und die Ausschreibungsformulare finden Sie unter:

www.bundesnetzagentur.de 

Informationen zu den zwingend zu beachtenden Formatvorgaben

Teilnahme von Bestandsanlagen