Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 09. Mai 2016 (*cli*) Mit der am 22. April von der Bundesumweltministerin Barbara Hendricks unterzeichneten Pariser Klimaschutzerklärung verpflichtet sich Deutschland, das vereinbarte Weltklimaabkommen einzuhalten. Der deutsche Klimaschutz stützt sich vor allem auf die erneuerbaren Energien, insbesondere auf die Bioenergie. In den letzten 20 Jahren konnten bereits 1,8 Mrd. Tonnen CO2-Äquivalent Treibhausgase eingespart werden. Den größten Beitrag mit knapp der Hälfte der Einsparungen leistet die Bioenergie.

Die klimaschädlichen Emissionen nehmen weltweit weiter zu. Aus diesem Grund einigte sich die Staatengemeinschaft im Dezember 2015 in Paris auf eine Begrenzung der Erderwärmung auf unter 2 °C. Vor allem eine Verringerung der Treibhausgas-Emissionen soll zur Einhaltung dieses Ziels beitragen. Die Energiewirtschaft ist immer noch der größte Emittent klimawirksamer Gase, bietet jedoch zugleich die höchsten Einsparpotenziale. Fossile Energieträger dominieren auch in Deutschland weiterhin, die Energiewende zeigt aber bereits positive Auswirkungen auf die THG-Bilanz. In den letzten 20 Jahren konnte Deutschland seine THG-Emissionen bereits um ca. 20 Prozent reduzieren.

Vor allem die Vielseitigkeit der Bioenergie ist die Ursache für ihren hohen Beitrag zum Klimaschutz. 2015 kamen im Wärmesektor fast 88 Prozent, im Verkehrssektor knapp 92 Prozent der erneuerbaren Energie aus Biomasse. Die regenerative Stromerzeugung konnte zu ca. einem Viertel durch Bioenergie realisiert werden. Durch ihr hohes Maß an Speicher- und Regelbarkeit kann sie damit wetterabhängige Quellen wie Wind und Sonne ergänzen.

Mit Konzepten der Kaskadennutzung ist sie ein Baustein der von der Bundesregierung angestrebten Bioökonomie, d.h. einer Wirtschaft, die auch im stofflichen Sektor auf nachwachsende Rohstoffe baut. Politische Rahmenbedingungen sind ein maßgeblicher Faktor um den hohen Beitrag der Bioenergie zum Klimaschutz weiterhin zu gewährleisten.

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