Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 01. September 2015 * (cli) * Das EEG 2014 hat zu massiven Einschnitten für Biogasanlagen geführt, so dass nur zwei Anlagentypen übrig bleiben, welche sich rechnen: Abfallvergärungs- und Güllekleinanlagen. Zu den Güllekleinanlagen ist nun ein Sonderheft des Fachverbands Biogas erschienen, welches potenziellen Anlagenbetreibern wertvolle Tipps zu Konzeption, Planung und Bau einer Gülle-Kleinanlage gibt. Das Heft ist ein nützliches Nachschlagewerk für alle viehhaltenden Landwirte, die noch keine Biogasanlage haben und beinhaltet diverse positive Praxisbeispiele, gibt einen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen und gibt praktische juristische Tipps, wie zum Beispiel zur Ausgestaltung von Gülle-Lieferverträgen oder zu Wärmenutzungs-Verträgen.

Geschäftsführer des Fachverbands Biogas, Dr. Stefan Rauh, betont dazu: „Biogasanlagen mit einer Leistung von maximal 75 Kilowatt und einem Input von mindestens 80 Prozent Gülle genießen sowohl in der Politik wie auch in der Bevölkerung ein hohes Ansehen. Für den Landwirt ist allerdings primär die Wirtschaftlichkeit seiner Anlage ausschlaggebend. (…) Das Heft ist ein Muss für jeden, der eine Gülle-Kleinanlage bauen will.“. Gülle-Kleinanlagen erhalten auch im EEG eine Sondervergütung von mehr als 20 Cent pro Kilowattstunde. Dies kann sich rechnen und die Biogasanlage zu einem wertvollen Standbein in der Landwirtschaft machen. Dafür sind auch lokale Gegebenheiten wir der Tierbestand, der Bedarf oder die Existenz vorhandener Behälter oder die Arbeitsbelastung der Landwirte entscheidend. Auch gesamtpolitisch haben diese Anlagen eine große Bedeutung, denn die Bundesregierung läuft Gefahr, die Klimaziele für 2020 zu verfehlen. Durch die konsequente Vergärung von Gülle in Biogasanlagen und die damit vermiedenen Methan-Emissionen aus offenen Güllegruben lassen sich rund sieben Millionen Tonnen CO2 einsparen.

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