Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 31. August 2015 * (cli) * Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert ein Projekt zur stofflichen Nutzung lignocellulosehaltiger Gärprodukte für Holzwerkstoffe und konnte so eine Prozesskette zur Kaskadennutzung von Biogassubstraten entwickeln. Nach der energetischen Nutzung in der Biogasproduktion werden die Reststoffe stofflich genutzt für hochwertige Anwendungen wie Spannplatten, mitteldichte oder hochdichte Faserplatten, um dann wieder stofflich durch Recycling und abschließend wieder energetisch genutzt zu werden. Unter der Leitung des nova-Institus wurde die technische Umsetzung der stofflichen Nutzung von Gärresten als Rohstoff für unterschiedliche Holzwerkstoffe erforscht.

Ein Hindernis dabei war der Ammoniumstickstoff, welcher sehr geruchsbelastend ist. Durch ein neuartiges Verfahren konnte der Ammoniak aus den festen und faserhaltigen Bestandteilen entfernt werden. Dadurch kann ein konkurrenzfähiger Rohstoff für die Holzwerkstoffindustrie entstehen, dessen technisches Potenzial bei jährlich circa 1,5 Millionen Tonnen Trockenmasse liegt. Vor allem eine Nutzung bei den Laminat-Böden oder als Holzverbundwerkstoff (Wood-Plastic-Composites, WPC) ist sinnvoll.

 

Weitere Informationen finden Sie unter: http://bio-based.eu/ecology/#Gaerprodukte und http://www.topagrar.com/news/Energie-Energienews-Fussboden-aus-Gaerresten-2114295.html


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