Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 28. August 2015 * (cli) * Mit dem Titel „Bedarfsgerechte Biogasproduktion durch modellprädikative Fütterungsregelung im Praxismaßstab“ hat Erik Mauky den mit 10.000€ dotierten Biogas-Innovationspreis der Deutschen Landwirtschaft in der Kategorie Wissenschaft gewonnen. Dieser wird jedes Jahr im Rahmen des Biogas-Innovationskongresses verliehen, der bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück stattfindet. Erik Mauky ist Doktorand am Lehrstuhl Abfall- und Stoffstromwirtschaft der Unisversität Rostock und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ) in Leipzig.

Er entwickelte gemeinsam mit Kollegen ein simulationsgestütztes Fütterungsmanagement für Bestands-Biogasanlagen, welches die flexible Biogasproduktion unter Berücksichtigung eines Blockheizkraftwerk-Fahrplans und der Abbaugeschwindigkeit unterschiedlicher Substrate ermöglicht. Zur Umsetzung der Regelung wurde die generelle Flexibilität des biologischen Prozesses innerhalb von Biogasanlagen und deren Einfluss auf die Prozessstabilität. Es wurde ein hohes Maß an Flexibilität bei gleichzeitig stabilem Prozess im Technikums- und Praxismaßstab dokumentiert. Auf dieser Basis wurde die modellprädiktive Regelung zur bedarfsgerechten Substratfütterung von Biogasanlagen entwickelt. Die Entwicklung kann Differenzen zwischen Energiebedarf und Energiebereitstellung durch ungeregelte Quellen im Netz kompensieren und dadurch kann der Anlagenbetrieb bei Ausfallzeiten verlust- und emissionsarm gestaltet werden. Die Entwicklung wurde in der DBFZ-Forschungsbiogasanlage und an der Biogasanlage „Unterer Lindenhof“ der Universität Hohenheim getestet. Dank dieser Entwicklung können Verluste vermieden werden sowie Über- und Unterproduktion durch ein präzises Gasspeichermanagement und vorausschauende Prozessführung bei geringem technischem und ökonomischem Aufwand erreicht werden. Zugleich werden Einsparungen zusätzlicher Investitionen in Gasspeicherkapazitäten von bis zu 50% durch flexible Fütterung möglich.

 

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.auf.uni-rostock.de/en/news/details/news-artikel/forschen-fuer-eine-wirksame-flexibilisierung-von-b-1/


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