Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 19. August 2015 * (cli) * In einem fast vierjährigen Verbundverbundvorhaben „BiogasEnzyme“ mit den Partnern Archea Service GmbH, ASA Spezialenzyme GmbH, Biogas Nord Anlagenbau GmbH, Deutsches Biomasseforschungszentrum gGmbH, Prüf- und Forschungsinstitut Pirmasens e.V. unter der Koordination des Leibniz-Instituts für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. untersuchten Wissenschaftler und Praktiker die Wirksamkeit und Wirkungsweise von Enzymen im Biogasprozess. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) förderte das Vorhaben über seinen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V..

Bereits seit Jahren werden Enzympräparate in Biogasanlagen eingesetzt und sollen für einen beschleunigten Substrataufschluss sorgen, die Bildung von Schwimmdecken verhindern und die Betriebskosten senken. Dazu lagen bisher nur wenige wissenschaftliche Nachweise zur tatsächlichen Wirkung von Enzympräparaten vor. In diesem Projekt testeten die Forscher nun in systematischen Versuchsanstellungen in Labor-, Technikums-, und Praxisanlagen verschiedenste Enzympräparate in Verbindung mit verschiedenen Einsatzstoffen, wie zum Beispiel Maissilage oder Hühnertrockenkot. Vor allem bei den typischerweise in der Praxis vorgenommenen Enzymzugaben direkt in einen mesophil betriebenen Fermenter waren keine positiven Effekte aus den Abbaugrad oder die Abbaugeschwindigkeit feststellbar. Die erzeugten positiven Ergebnisse in Batch- und Technikumsversuchen, wie beispielswese ein höherer Gasertrag oder eine Reduzierung der notwendigen Rührwerksleistung konnten dagegen in den Praxisversuche nur ansatzweise bestätigt werden. Den positiven Effekten wie einer höheren Gasproduktion und verringerten Substrat- und Betriebskosten stehen aus ökonomischer Sicht die relativ hohen Kosten für einen Enzymeinsatz entgegen. Es konnten auch keine eindeutigen Auswirkungen auf die Stoffbilanzierung festgestellt werden, allerdings positive Effekte auf die Energiebilanzierung. Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse sollen nun als Grundlage für weitere Forschungen zur Prozessmikrobiologie, für die Weiterentwicklung von Analysemethoden zur Prozessdynamik und die Entwicklung von neuen Enzympräparaten dienen.

 

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