Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 08. Juni 2015 * (cli) *  Weniger als 25 % des vorhandenen Potenzials an Gülle und Stallmist werden bisher in Deutschland genutzt. Um das notwendige Wissen darüber in die Praxis zu tragen, wurde von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft eine zweite Fachtagung zum Thema „ Chancen der Güllevergärung in kleine Hofbiogasanlagen“ veranstaltet. Die Tagung, welche im April in Ulm stattfand wurde in Kooperation mit dem Landwirtschaftlichen Zentrum Baden – Württemberg (LAZBW) durchgeführt und fand bei circa 100 Teilnehmern (v.a. Praktiker aus der Landwirtschaft) viel Anklang. Die Güllevergärung bringt einige Vorteile mit sich. Unter anderem werden keine zusätzlichen Anbauflächen benötigt und der Landwirt kann mit einer stabilen Einnahme planen. Außerdem ist der Gärrückstand ein hervorragender organischer Dünger. Daneben gibt es auch Nachteile, wie z.B. das die Umsetzung eines solchen Projektes durch den geringen Energiegehalt der Gülle und der damit verbundenen begrenzten Transportfähigkeit erschwert wird. Auch die rechtlichen Vorgaben oder die betriebliche Situation müssen überprüft und bedacht werden. Vor allem im Süden von Deutschland gibt es selten große Tierbestände, um so den wirtschaftlichen Betrieb einer kleinen Hofbiogasanlage zu sichern. Die Referenten der Tagung betonten die Chancen für Güllekleinanlagen unter den Bedingungen des EEG 2014, wiesen aber auch darauf hin, dass es kein generelles Konzept dafür gibt. Individuelle Gegebenheiten des Betriebs, wie zum Beispiel der jährliche Gülleanfall oder die eigene Güllequalität, die baulichen Voraussetzungen oder auch die freien Arbeitskapazitäten bestimmen maßgeblich die Planung und die Umsetzung eines erfolgreichen Anlagenkonzeptes. Bei der Planung einer solchen Anlage sind Informationsbeschaffung, die Nutzung der bisher vorhandenen Beratungsangebote, aber auch der Kontakt zu Kollegen der Branche, welche bereits Biogas-Kleinanlagenprojekte umgesetzt haben, zwingend notwendig. Die Veranstaltung beendeten zwei Landwirte mit ihren Erfahrungsberichten.

 

Weitere Informationen und die Unterlagen zur Tagung finden Sie unter: http://veranstaltungen.fnr.de/guellekleinanlagen2015/

 


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