Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 10. April 2015 * (cli) * Aufgrund der vor kurzem stattgefundenen Sonnenfinsternis hatten der Fachverband Biogas und der Biogasrat+ auf die Leistungen der Bioenergie verwiesen. Rainer Weng, Betreibersprecher im Arbeitskreis Direktvermarktung beim Fachverband Biogas e.V., betonte dabei, dass circa 2.200 Biogasanlagen von den rund 8.000 derzeit in Deutschland installierten bereits Stromschwankungen ausgleichen können.

Bodo Drescher vom Fachverband Biogas empfand die Sonnenfinsternis als Chance, das Potenzial von Biogas als flexible und verlässliche regenerative Energiequelle unter Beweis zu stellen. Bei der zu erwartenden Mindereinspeisung von Sonnenstrom hätten die Biogasanlagen die Stromproduktion heruntergefahren und damit die Gasspeicher füllen können. Auch an wolkigen oder windstillen Tagen kann diese flexible und bedarfsgerechte Einspeisung einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Stromversorgung liefern. Drescher betonte: „Wir erhoffen uns von der Politik klare Signale und weitere Unterstützung, um langfristig alle Biogasanalgen in die flexible Fahrweise zu überführen.“ Mit dem EEG 2012 wird der Umbau grundlastfähiger Biogasanlagen auf die flexible Fahrweise gefördert. Dies müsste nach Ansicht von Drescher und Weng konsequenter umgesetzt und auch verstärkt durch den Strompreis angereizt werden. Die Subventionen für fossile Kraftwerke dürften keine falschen Marktsignale senden. Michael Rolland, Geschäftsführer des Biogasrat+, betonte die Arbeit der 165 Biomethananlagen in Deutschland, denn Biogas kann Schwankungen der Sonnen- und Windenergie gezielt auffangen und damit nicht nur die Grundlast bereitstellen, sondern im Bedarfsfall auch flexibel einzuspringen. Auch für die Mobilität bietet Biomethan eine Alternative zu den bisherigen Kraftstoffen. Rolland bedauert: „Leider fehlt es Teilen der Politik an Weitsicht, um die politischen Weichen für Biogas und Biomethan - die nachwachsende, verlässliche, grüne  Energiequelle Nummer 1 - zu ebnen.“

 

Weitere Informationen unter: http://www.biogas.org/edcom/webfvb.nsf/id/DE_PM-04-15 und http://www.biogasrat.de/index.php/presse/finish/8/799


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