Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 10. März 2015 * (cli) * Unter der Leitung der Universität Göttingen wollen Wissenschaftler in einem Verbundprojekt den Einsatz von industriellen Spurenelementen in Biogasanlagen reduzieren und dadurch auch für mehr Diversität sorgen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft fördert dieses Projekt über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) drei Jahre lang mit insgesamt 1,1 Mio. €. Auch das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ) und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) sind an diesem Projekt beteiligt. Die Universität Göttingen fand heraus, dass die Biogasproduktion in über 3.000 Anlagen in Deutschland nur unter Zugabe industriell hergestellter Spurenelemente funktioniert. Diese Anlagen werden hauptsächlich mit Mais betreiben, aber Mais kann nicht die für die Biogasbildung notwendigen Spurenelemente wie Kobalt und Nickel in ausreichender Menge aufnehmen. Industrielle Spurenelemente bergen verschiedene Risiken, verursachen zusätzliche Kosten und stehen im Konflikt mit der Düngemittelverordnung, so Projektleiter Benedikt Sauer vom Interdisziplinären Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE) der Universität. Er sagt: „Andere Pflanzen sind im Vergleich zum Mais deutlich besser in der Lage, die für die Biogasbildung notwendigen Spurenelemente aufzunehmen.“ In einem Freilandversuch wollen die Wissenschaftler die entsprechenden Eigenschaften beispielsweise bei Ackerbohnen, Amarant oder Wickroggen untersuchen. Im Labor soll getestet werden, inwieweit bestimmte Pflanzenmischungen die künstlichen Zugaben bei der Biogasproduktion ersetzen könnten. Zudem sollen die Fragen geklärt werden, welche Konzentration an Spurenelementen in einem Fermenter zur Biogasbildung nötig ist und ab welcher Konzentration die Spurenelemente hemmend oder sogar toxisch wirken können. Im Anschluss sollen die Ergebnisse in einem Folgeprojekt praktisch getestet werden können. Ziel dieses Projektes ist eine höhere Biodiversität im Anbau von Energiepflanzen. Projektleiter Sauer betont die Wichtigkeit dieser: „ Das ist ein wichtiges Argument für die Akzeptanz von Biogasanlagen. (…) Durch die Abkehr von reinen Mais-Monokulturen hin zu einem vielfältigeren Energiepflanzenanbau werden die Nachhaltigkeitsansprüche an die Biogaserzeugung deutlich besser erfüllt.“

 

Weitere Informationen unter: http://www.topagrar.com/news/Energie-Energienews-Natuerliche-Spurenelemente-fuer-Biogasanlagen-1627966.html%20 und http://www.fnr.de/index.php?id=911&alles=1&status=Inhalt&fkz=22012511&suche=Stichwort%20eingeben!&suchefkz=22012511&sucheadresse=Namen%20eingeben!&von=01.04.1992&bis=08.09.2014&zeitraum=formular&minz=0&maxz=1&anzahl=10&zurueck=1

 


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