Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 28. Oktober 2014 * (cli) * Ein Forschungsvorhaben des Technologie- und Förderzentrums (TFZ) untersuchte die Eignung von Buchweizen und Quinoa als späte Zweitfrüchte für die Biogasnutzung. Das dreijährige Projekt wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) gefördert und zeigt, dass beide Kulturen aufgrund der kurzen Vegetationszeit als Zwischenfrüchte für Biogasfruchtfolgen geeignet sind.

Nach der Wintergetreide-Ernte zur Nutzung als Ganzpflanzen-Silage besteht bis zur nächsten Hauptkultur eine Vegetationslücke. Der Erntezeitpunkt variiert je nach Getreideart und Witterungsverlauf von Ende Mai bis Ende Juli. Wenn danach leistungsstarke Arten wie Mais oder Sorghum gesät werden, kann es sein, dass die Abreife nicht mehr vollständig erfolgt und daraus resultieren hohe Wasseraspekte, erhöhte Transportkosten und mehr Sickerwasser im Silo. Seit April 2011 wurden Buchweizen und Quinoa in Feld- und Gewächshausversuchen sowie zum Vergleich auch Einjähriges Weidelgras und Sommerroggen auf die Eignung als späte Zweifrüchte für Biogasproduktion geprüft. Buchweizen und Quinoa haben mit drei Monaten eine relativ kurze Vegetationszeit. Dadurch könnte man die Sorten variabel zur Auflockerung der Fruchtfolgen integrieren.

Die Ergebnisse des Projekts sind vielversprechend. Beide Kulturen haben in 100 Tagen Trockenmasse-Erträge von bis zu 75 dt/ ha erreicht. Ein weiterer Vorteil ist die mögliche Aussaat von Mai bis Juni. Anbauen kann man nach Ganzpflanzen-Getreide und nach Gerste/Roggen zur Körnernutzung. In Fruchtfolge mit Ganzpflanzen-Getreide können TM-Erträge von 1700dt/ ha möglich sein. Vor allem Quinoa hat viele Vorteile wie den hohen TS-Gehalt, Frühreife, Trockenstresstoleranz und höhere Wassernutzungseffizienz. Quinoa hat auch einen höheren Anteil an gut vergärbaren Inhaltsstoffen. Beide Sorten liefern auch die Spurenelemente Cobalt und Nickel, die essentiell für die Bakterien im Biogasfermenter sind und die Prozessstabilität verbessern. Der Methanertrag wird mit im Mittel 1.300 Nm3/ ha angegeben. Die Ergebnisse zeigen, dass beide Seiten sehr gut in Biogas- und Marktfruchtfolgen integriert werden können und somit kann man die Vegetationslücke im Sommer optimal nutzen. Dadurch wird die Flächenproduktivität gesteigert, Arbeitsspitzen entzerrt und die Flächenkonkurrenz mit Nahrungsmitteln entschärft. Die positive Vorfruchtwirkung kann auch zur Senkung der Produktionsintensität in nachfolgenden Kulturen führen und so Ressourcen schonen. Zudem bereichern Buchweizen und Quinoa die Agrarlandschaft.

Weitere Infos unter: http://www.fnr.de/presse/pressemitteilungen/aktuelle-mitteilungen/aktuelle-nachricht/archive/2014/august/article/buchweizen-und-quinoa-eine-bereicherung-fuer-biogasfruchtfolgen/?tx_ttnews%5bday%5d=27&cHash=48b287c11328194c71dbe571fabdc44c und http://www.fnr.de/index.php?id=911&alles=1&status=Inhalt&fkz=22012910&suche=Stichwort%20eingeben!&suchefkz=22012910&sucheadresse=Namen%20eingeben!&von=01.04.1992&bis=27.08.2014&zeitraum=formular&minz=0&maxz=1&anzahl=10&zurueck=1


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