Saccharose
Sägespäne
Sauerstoff (O2)
Schäben
Scheiter
Schichtraummeter
Schichtholz
Schlacke
Schlempe
Schmierfähigkeit
Schrot
Schüttraummeter
Schüttkubikmeter
Schwade
Schwarten
Schwefeldioxid (SO2)
Schwermetalle
Schwingen
Sekundärenergieträger
Sekundärfasern
Selbstverträglich
Sinterpunkt
Sommersmog
Spälter
Spaltholz
Späne
Spreißel
Spritzguss
Stamm
Stärkeblend
Stärkeether / Stärkeester
Staub / Partikel
Steinkohleneinheit (SKE)
Ster
Stickstoffoxide (NOX)
Stilllegungsflächen
Stirlingmotor
Stromeinspeisungsgesetz
Stromkennzahl
Stückholz
Substrat
Sulfatbildung
Saccharose
(Rohrzucker, Rübenzucker) farblose, süßschmeckende Kristalle.
Chemische Summenformel C12H22O11; Saccharose
ist ein Zweifachzucker (Disaccharid) und besteht aus einem Molekül
Glucose und einem Molekül Fruktose. Saccharose ist in zahlreichen
Pflanzen in kleinen Mengen anzutreffen. Größere Zuckergehalte
finden sich in Zuckerrübe und Zuckerrohr.
Sägespäne
beim Sägen von Holz anfallende Späne bis ca. 0,5 cm.
Sauerstoff (O2)
Natürlicher Bestandteil der Atmosphäre. Farb- und geruchloses
Gas, das mit fast allen Elementen außer Edelgasen reagiert. Seine
Reaktionsprodukte nennt man Oxide. Sauerstoff ist lebensnotwendig für
alle Lebewesen auf der Erde.
Schäben
Schäben werden die Holzbestandteile des Flachs- oder Hanfstrohs
genannt. Bislang meist Abfall, werden sie heute als Brennstoff, Pilzsubstrat,
Pferde- und Kleintierstreu und v. a. m. eingesetzt.
Scheiter
Stückholz mit einer Länge von 25 bis 50 cm.
Schichtraummeter
Raummeter geschichteter Holzteile (z.B. ®Scheiter). Abkürzung:
Rm, rm.
Schichtholz
Sortiment aus Rund- und/oder Spaltholz, das nach Masse oder Stapelvolumen
gemessen wird.
Schlacke
Fester Verbrennungsrückstand; Asche, die geschmolzen war und wieder
erstarrt ist.
Schlempe
Bei der Alkoholdestillation wird der Alkohol aus der vergorenen Maische
abgetrennt. Das organische, flüssige Restsubstrat wird als Schlempe
bezeichnet.
Schmierfähigkeit
Fähigkeit eines Stoffes, die Reibung zwischen bewegten Teilen zu
vermindern. Dieselkraftstoff muss als zusätzliche Anforderungen
eine Schmierwirkung - vor allem in der Einspritzpumpe des Dieselmotors
- übernehmen. Schwefelfreie Kraftstoffe besitzen eine eingeschränkte
Schmierfähigkeit. Zur Verbesserung der Schmierwirkung werden dem
Kraftstoff Additive zugegeben.
Schrot
Bei der Ölgewinnung aus Ölsaaten mit anschließender
Extraktion fällt als Nebenprodukt der feste Rückstand Schrot
an. Schrot ist in Abhängigkeit von der Ölsaat ein eiweißreiches
Futtermittel für die Viehzucht und ersetzt am Beispiel von Rapsschrot
das Futtermittel Sojaschrot.
Schüttraummeter
Ein Kubikmeter Schüttgut (z. B. Hackgut, Sägespäne oder
andere Granulate). Abkürzung: S-m3, Srm, SRm.
Schüttkubikmeter
Schüttraummeter
Schwade
Vorgang bei der Flachsernte, bei dem nach der Raufe mehrere Pflanzenreihen
gleichzeitig aufeinander, parallel abgelegt werden. Die Raufmaschine
nimmt hierzu mehrere Reihen gleichzeitig auf, die dann zusammengeführt
und gemeinsam abgelegt werden.
Schwarten
Beim Einschneiden von Rundholz anfallende Randzonen
Schwefeldioxid (SO2)
ist ein farbloses, stechend riechendes Gas. Es entsteht überwiegend
als unerwünschtes Nebenprodukt bei der Verbrennung schwefelhaltiger
fossiler Energieträger wie Kohle oder Öl. SO2 ist
in der Atmosphäre einer Reihe von Umwandlungsprozessen unterworfen,
als deren Folge beispielsweise schweflige Säure, Schwefelsäure,
Sulfite, Sulfate u. a. Stoffe entstehen können. Diese führen
vermischt mit Wasser und Salpetersäure (Stickstoffoxide) zur Bildung
des sauren Regen, der für das Waldsterben mitverantwortlich ist.
Natürliche Vorkommen an Schwefeldioxid finden sich u. a. in vulkanischen
Gasen und teilweise im Erdgas. Gesetzliche Maßnahmen zur Entschwefelung
von Verbrennungsanlagen sind im wesentlichen im Bundesimmissionsschutzgesetz
(TA Luft) und in der Großfeuerungsanlagenverordnung festgeschrieben.
Es konnte dadurch erreicht werden, dass die SO2-Emissionen in Deutschland
von rund 3,7 Mio t im Jahre 1970 auf etwa 1 Mio t im Jahre 1990 zurückgingen.
Schwermetalle
kommen in der Natur (Gesteine, Böden, Wasser, Pflanzen) nur in
sehr geringen Konzentrationen vor. Die Quellen für die Schwermetall-Immissionen
sind teils natürlichen Ursprungs (Vulkane, Verwitterung), teils
anthropogen als Folge der Industrialisierung. Schwermetalle werden bei
Verhüttungs- und Wärmegewinnungsprozessen, im Kraftfahrzeugverkehr,
durch Korrosion technischer Bauwerke, im Bergbau und bei der Abfallbehandlung
freigesetzt. In Böden können sich Schwermetalle durch Verwitterung,
Immissionen und Abfallstoffe anreichern. Einige sind als Spuren- oder
Mikronährstoffe für den Stoffwechsel von Mikroorganismen,
Pflanzen und Tieren essentiell. Andererseits entfalten zahlreiche Schwermetalle,
nicht nur als elementarer Staub, sondern besonders in Form der löslichen
Salze schon in sehr geringen Konzentrationen toxische Wirkungen. Als
giftig gelten insbesondere Blei, Cadmium und Quecksilber.
Schwingen
Mechanische Methode zum Aufschluss der Flachsfasern. In der Schwinge
werden die Rundballen mit dem Flachsstroh abgewickelt und das Stroh
wird von Bändern aufgenommen. Anschließend werden über
Schwingen (rotierende Messer) die Holzteile von den Fasern abgetrennt.
Sekundärenergieträger
Energieträger, die in der dargebotenen Form in der Natur nicht
vorkommen. Sie werden durch Umwandlungsprozesse aus Primärenergieträgern
(Biomasse, Erdgas, Kohle) hergestellt. Ein Beispiel für einen Sekundärenergieträger
ist Wasserstoff.
Sekundärfasern
Cellulosefasern, die durch die Aufbereitung von Altpapier gewonnen werden.
Selbstverträglich
Die meisten Pflanzen sind nicht selbstverträglich, d.h. sie reagieren
bei nochmaligem Anbau der gleichen Fläche ertragsmindernd bis extrem
ertragsmindernd. Ausnahmen: Roggen, evtl. auch Mais und Gerste.
Sinterpunkt
Zusammenkleben der Aschepartikel an ihren Grenzflächen tritt auf.
Sommersmog
Erhöhte Ozonkonzentration in der Atmosphäre in Bodennähe,
die durch das Zusammenwirken von Luftschadstoffen und starkem Sonnenschein
entsteht.
Spälter
Stückholz mit einer Länge von 1 m.(=Rugel)
Spaltholz
Holz, das sich durch Spalten von Rundholz ergibt.
Späne
Fallen bei der Holzverarbeitung an und sind nur für spezielle Feuerungen
geeignet.
Spreißel
Beim Besäumen von Schnittholz anfallende Teile, die Reste der Rundholzoberfläche
mit oder ohne Rinde zeigen.
Spritzguss
Verfahren zur Herstellung von Formstücken aus thermoplastischem
Material, das im formbaren Zustand in eine geschlossene Hohlform gespritzt
wird.
Stamm
Vom Wurzelstock getrennter, gezopfter und entasteter Schaft.
Stärkeblend
Thermoplastische Stärke wird im Extruder mit weniger wasserempfindlichen
synthetischen BAWs, wie z. B. Poly-e-Caprolacton gemischt (Handelsnamen
"Mater Bi", "Bioflex"). Dabei werden möglichst
auf molekularer Ebene die unterschiedlichen Polymerketten im Extruder
miteinander vermengt. So hergestellte kunststoffanaloge Stärkeblends
enthalten je nach Anwendungsgebiet bis zu 70 % Stärke.
Stärkeether / Stärkeester
Sammelbezeichnung für Stärke-Derivate, die durch Veretherung/Veresterung
der freien Hydroxylgruppen entstehen. Stärkeester bzw. -ester sind
deutlich hydrophober als Stärke und i.d.R. biologisch abbaubar.
Staub / Partikel
In der Luft verteilte feste Teilchen aus natürlichen oder vom Menschen
zu verantwortenden Quellen. Feinstaub mit einer Teilchengröße
unter fünf Mikrometern bleibt bis zu 14 Tagen in der Atmosphäre
und kann in dieser Zeit über große Strecken transportiert
werden.
Steinkohleneinheit (SKE)
Maß für den Energiegehalt fossiler Brennstoffe. Normiert
wird auf den Heizwert von Steinkohle. 1 kg SKE entspricht dabei 29 308
kJ.
Ster
siehe Raummeter (Rm)
Stickstoffoxide (NOX)
für alle Oxide des Stickstoffs wie z.B. Stickstoffmonoxid NO, Distickstoffoxid
N2O und Stickstoffdioxid NO2. Stickstoffoxide
greifen die Schleimhäute der Atmungsorgane an und begünstigen
Atemwegserkrankungen. In der Luft reagieren die Stickoxide in Verbindung
mit Wasser zu Salpetersäure und sind für den Sauren Regen
mitverantwortlich und sind damit auch für Pflanzen schädlich.
Stickstoffoxide tragen auch in komplizierter Weise zur Entstehung des
photochemischen Smogs bei (Ozon).
Stickstoffoxide entstehen vor allem als ungewollte Nebenprodukte bei
Verbrennungsprozessen mit hohen Temperaturen sowohl in Kraftfahrzeugmotoren
und Kraftwerken wie auch in der chemischen Industrie bei der Düngemittelherstellung.
In der Natur entsteht NOX aus durch Bodenbakterien produziertem N2O
(Denitrifikation), insbesondere beträgt die N2O-Produktion tropischer
Regenböden etwa das 10fache normaler Böden. Das klimarelevante
N2O entsteht auch als Nebenprodukt bei der Denitrifikation (besonders
bei starker Stickstoff-Düngung) und z.T. auch bei der Nitrifikation.
Stilllegungsflächen
Flächen, die nicht mehr zur Nahrungsmittelproduktion benötigt
werden. Sie werden stillgelegt, um bestehende Nahrungsmittelüberschüsse
abzubauen. Für die dadurch entgangenen Gewinne wird eine Ausgleichsprämie
von der EU gezahlt.
Stirlingmotor
ein Heißgasmotor, bei dem ein im Motor oszillierendes Arbeitsgas
erhitzt und wieder abgekühlt wird und auf diese Weise z.B. für
den Antrieb eines Generators und zur Erzeugung von elektrischem Strom
dienen kann. Ein wesentlicher Unterschied zu normalen Verbrennungsmotoren
ist, dass die Wärmezufuhr von aussen erfolgt, während bei
Diesel- oder Ottomotoren die Verbrennung innerhalb des Motors stattfindet.
Das hat den Vorteil, dass der Stirlingmotor wesentlich materialschonender
und geräuschärmer betrieben werden kann. Für die Nutzung
von Bioenergie ist jedoch besonders interessant, dass mit dem Stirlingmotor
auch Festbrennstoffe, also z.B. Holz, zur Bereitstellung mechanischer
Energie herangezogen werden können.
Stromeinspeisungsgesetz
Im Stromeinspeisungsgesetz hat der Gesetzgeber die Abnahme und Vergütung
von Strom geregelt, der aus erneuerbaren Energien stammt. Elektrizitätsversorgungsunternehmen
(EVU) sind danach verpflichtet, den in ihrem Versorgungsgebiet erzeugten
Strom abzunehmen und zu vergüten. Die Vergütung für Strom
aus Biomasse beträgt mindestens 80 % des Durchschnittserlöses
pro Kilowattstunde aus der Stromabgabe von EVU an Letztverbraucher.
Zum Vergleich: Die Vergütung für Strom aus Sonnenenergie und
Windkraft beträgt mindestens 90 % des Durchschnittserlöses.
Stromkennzahl
(von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen) Verhältnis von elektrischer
Leistung zu Wärmeleistung
Stückholz
Ofenfertiges Holz: für den Einsatz als Brennstoff aufbereitetes
Holz
- kurzes Stückholz Stücklänge über 15 cm bis ca.
50 cm
- langes Stückholz Stücklänge über 50 cm bis ca.
100 cm.
Substrat
Substanz, die z.B. bei Gärungsvorgängen abgebaut wird.
Sulfatbildung
Kraftstoffschwefel verbrennt zu Schwefeldioxid. Im Dieselmotor eingesetzte
Oxidationskatalysatoren verwandeln das gasförmige Schwefeldioxid
zu festen Sulfatverbindungen - eine unerwünschte Reaktion, da feste
Sulfatkomponenten die Partikelmenge des Dieselmotors erhöhen.