Glossar

P

Pellet
Phagen
Photosynthese
Phytopathogene Bakterien
PME
Polyfructosan
Polymilchsäure (Polylactid)
Polysaccharid
Presskuchen
Presslinge
Primärenergie(bedarf)
Primärfasern (Frischfasern)
Primärenergieträger
Prozessenergie
Pyrolyse
Pyrolysegas

Pellet
Aus kleinstückigem oder staubförmigem Gut durch Pressen gewonnenes kompaktes Formstück, z.B. Holzpellet.

Phagen
Viren unterschiedlicher Größe und Morphologie, die Bakterien befallen und oft vernichten.

Photosynthese
Bildung von Kohlenhydraten (Zuckern) aus Kohlenstoffdioxid und Wasser, die in grünen Pflanzen im Sonnenlicht erfolgt, wobei unter Mitwirkung von Chlorophyll Sonnenenergie in chemische Energie umgewandelt wird. Damit ist die Photosynthese die grundlegende Stoffwechselreaktion der Pflanzen und einer der wichtigsten biologischen Energie-Direktumwandlungs-Prozesse.

Phytopathogene Bakterien
Bakterien, die bei Pflanzen Krankheiten verursachen.

PME
Pflanzenöl-Methyl-Ester wird durch die Umesterung von Pflanzenöl mit Hilfe des Alkohols Methanol erzeugt. Die technischen Eigenschaften von PME unterscheiden sich stark von denen des Ausgangsproduktes und entsprechen in etwa den Eigenschaften von handelsüblichem Dieselkraftstoff.

Polyfructosan
Ein Molekül aus vielen Fructose-Einheiten

Polymilchsäure (Polylactid)
Polyester auf Basis von Milchsäure, biologisch abbaubar

Polysaccharid
Sammelbezeichnung für makromolekulare Kohlenhydrate, die aus mindestens 10 (meist viel mehr) glycosidisch miteinander verknüpfter Monosaccharid-Moleküle bestehen.

Presskuchen
Der Rückstand der Pressung von Ölsaaten wird als Presskuchen bezeichnet.

Presslinge
Aus Holz- und/oder Rindenteilchen erzeugte Pressformen (z.B. Briketts, Pellets) verschiedener Größe, die mit oder ohne Bindemittel hergestellt werden.

Primärenergie(bedarf)
Primär- oder Rohenergie ist der Energiegehalt von Energieträgern, die noch nicht umgewandelt wurden. Primärenergieträger sind z. b. fossile Brennstoffe, Kernbrennstoffe oder auch erneuerbare Energieträger wie Biomasse.

Primärfasern (Frischfasern)
Cellulosefasern, die durch chemische oder mechanische Verfahren z.B. aus Holz gewonnen werden.

Primärenergieträger
sind Energieträger, die noch keiner Umwandlung unterworfen wurden. Primärenergieträger sind sowohl fossile Brennstoffe wie Stein- und Braunkohle, Erdöl und Erdgas sowie Kernbrennstoffe als auch erneuerbare Energien wie Wasserkraft, Sonnenenergie, Windkraft und Erdwärme.

Prozessenergie
Energie meist in Form von Wärme im Temperaturbereich über 100 °C für gewerbliche und industrielle Produktions- und Fertigungsverfahren.

Pyrolyse
Zersetzen von Stoffen durch Hitze, dabei entsteht das sog. Pyrolysegas.

Pyrolysegas
s. Pyrolyse



Q


Quellstärke
physikalisch modifizierte Stärke. Man stellt eine wässrige Suspension her, die durch Erhitzen vorverkleistert und nach dem Trocknen vermahlen wird. Dadurch ist Quellstärke bereits in kaltem Wasser löslich und nimmt große Mengen Flüssigkeit auf. Aus Quellstärken werden beispielsweise Papierleime hergestellt.


R

Raffination
Raffiniertes Öl
Rapsölmethylester (RME)
Raufe
Raummeter (Rm)
Regeneratcellulose
Regenerative Energien
Reisholz
Rekultivierung
Restholz
Retention
Retrogradation
Rezente Biomasse
Rhizom
Rinde
Rohdichte
Rohfaser
Rohholz
Rohrzucker
Rübenzucker
Rugel
Rundholz
Rückgewinnen mechanischer Energie
Rücklieferung

Raffination
Verarbeitungsschritt bei der Zuckerherstellung, bei dem durch verschiedene Verfahrensschritte (Auflösen, Kochen, Eindampfen, Filtrieren) aus dem gelb-braunen, feucht-klebrigen, für bakterielle Zersetzung anfälligen Rohzucker weißer, lagerfähiger Raffinade-Zucker hergestellt wird.

Raffiniertes Öl
ein durch Entfernen von Verunreinigungen und störenden Begleitstoffen (Farb-, Geruchs-, Geschmacksstoffe) gereinigtes und veredeltes Öl.

Rapsölmethylester (RME)
ist auch unter der Bezeichnung Biodiesel bekannt. Unter den alternativen Kraftstoffen inzwischen in Deutschland am weitesten verbreitet. Besteht aus Rapsöl, das chemisch zu Rapsmethylester (RME) umgewandelt wurde. Dadurch lässt sich Biodiesel ohne größere Zusatzeinrichtungen in nahezu allen herkömmlichen Dieselmotoren einsetzen

Raufe
Vorgang bei der Flachsernte, bei dem die reife Pflanze zusammen mit ihren Wurzeln aus der Erde gezogen wird. Würde man den Flachs nicht raufen sondern mähen, wäre ein großer Teil der Pflanze nicht nutzbar. Die Stoppeln würden zudem ein flaches Ablegen der Pflanze, somit direkten Bodenkontakt, verhindern, was nötig ist, um die Feldröste einzuleiten.

Raummeter (Rm)
In der Forst- und Holzwirtschaft übliches Maß für 1 Kubikmeter aufgesetztes oder geschichtetes Holz unter Einschluss der Luftzwischenräume. Gelegentlich wird für Industrie- und Brennholz auch die Bezeichnung "Ster" oder "Schichtraummeter" verwendet.

Regeneratcellulose
Wird die Cellulose durch chemische Veränderung in eine lösliche Form überführt und in Lösung gebracht, kann daraus in einem Spinnverfahren eine endlose Faser erzeugt werden. Regeneratcellulose entsteht, wenn während des Spinnverfahrens die chemische Veränderung rückgängig gemacht wird, so dass die Endlosfaser aus chemisch unveränderter Cellulose besteht.

Regenerative Energien
oder auch erneuerbare Energien sind Energiequellen, die nach den Zeitmaßstäben des Menschen "unendlich" lange zur Verfügung stehen.

Reisholz
Oberirdisches Holz mit weniger als 8 cm (früher 7 cm) Stärke in Rinde

Rekultivierung
Bearbeitung einer Fläche, die mit mehrjährigen Pflanzenarten wie Weiden oder Chinaschilf bebaut wurde, mit dem Ziel, die Überdauerungsorgane wie Wurzelstöcke oder Rhizome soweit zu zerstören, dass die Fläche wieder in die Bewirtschaftung mit anderen Kulturen genommen werden kann.

Restholz
Fällt in Sägewerken (Rinde, Vollholz, Sägespäne) und weiterverarbeitenden Betrieben (Sägespäne, Hobelspäne, Splitter, stückige Abfälle, Ausschuss, verunreinigte Abfälle) an.

Retention
In der Filtrations-Technik versteht man unter Retention die Zurückhaltung der dispergierten Phase im Filtermittel, bei der Papierherstellung wird von Faser- und Füllstoffretention auf dem Sieb der Papiermaschine gesprochen. Sie lässt sich durch Zugabe von Retentionsmitteln wie Stärke oder Carboxymethylcellulose verbessern.

Retrogradation
Oberhalb einer bestimmten kritischen Temperatur beginnen die Stärkekörner in Wasser zu quellen. Wird die Hitzebehandlung fortgesetzt, so entsteht eine kolloidale Lösung, die gemeinhin als Stärkepaste bezeichnet wird. Verliert diese Paste ihren kolloidalen Charakter und erstarrt zu einem Gel spricht man von "Retrogradation" oder "Nachdicken" (auch setback). Dabei erlangt die Stärke einen Teil ihrer ursprünglichen Kaltwasser-Unlöslichkeit zurück. Sie ist damit z.B. für die Herstellung von Papier wertlos. Ein wichtiges Ziel bei der Stärkemodifikation ist deshalb die Verhinderung der Retrogradation.

Rezente Biomasse
Pflanzliche und tierische Biomasse, welche nicht über geologische Prozesse verändert wurde (im Gegensatz zu fossiler Biomasse).

Rhizom
Ausdauerndes, zumeist unterirdisch wachsendes Sprossteil. Dient z. B. mehrjährigen Gräsern wie Chinaschilf oder Rohrglanzgras als Speicherogan für Nährstoffe. Aus den Rhizomen treiben im Frühjahr neue Sprosse aus.

Rinde
Ummantelung des Holzkörpers eines Baumstammes.

Rohdichte
Quotient aus der Masse eines Holzkörpers und seinem Volumen einschließlich aller Hohlräume (Poren und Gefäße), bezogen auf einen bestimmten Wassergehalt.

Rohfaser
Der in Säuren und Laugen unlösliche fett-, stickstoff- und aschefreie Rückstand einer Substanz. Die Rohfaser umfasst Zellulose, Lignin, Pentosane u.a.

Rohholz
Gefälltes, entwipfeltes und entastetes Holz mit oder ohne Rinde, das auch abgelängt und/oder gespalten sein kann, jedoch noch nicht weiter bearbeitet und behandelt ist.

Rohrzucker
Zucker (Saccharose) aus Zuckerrohr; Rohzucker: erste kristallisierbare Zuckerform bei der Verarbeitung von zuckerhaltigem Pflanzenmaterial; enthält ca. 96 % Saccharose und ca. 4% Melassereste. Dadurch erhält er eine gelb-braune Farbe und ist nicht lange lagerfähig.

Rübenzucker
Zucker (Saccharose) aus Zuckerrüben

Rugel
Stückholz mit einer Länge von 1 m.(=Spälter)

Rundholz
Holz, das sich durch Querschneiden von Stamm und Ästen ergibt.

Rückgewinnen mechanischer Energie

Nutzung von mechanischer Energie, z.B. durch Nutzbremsung oder reversibler Druckreduzierung bei hochgespannten Gasen.

Rücklieferung
Stromlieferung durch Eigenanlagen in das Netz eines EltVUs.

 

 
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