Glossar

M

Maische
Maßeinheiten für Energie
Melasse
Methan
Methanzahl
Mikroorganismen
Mineralsalze
Miscanthus
Modifizierte Stärke
Monosaccharid


Maische
Bezeichnung für die durch Verzuckerung von stärkehaltigen Rohstoffen oder durch Auspressen von zuckerhaltigen Früchten erhaltene Flüssigkeit, die das Substrat für die anschließende Vergärung darstellt.

Maßeinheiten für Energie
Nach dem Internationalen Einheitensystem (Sl) ist "Joule" (J) die Einheit für Energie, Arbeit und Wärmemenge, "Watt" (W) die Einheit für Leistung, Energiestrom und Wärmestrom. Ein J ist definiert als Arbeit, die verrichtet wird, wenn der Angriffspunkt der Kraft 1 Newton (N) in der Richtung der Kraft um den Weg 1 m verschoben wird. 1 N ist dabei diejenige Kraft, die einem Körper der Masse 1 kg die Beschleunigung 1 m je Quadratsekunde erteilt. Ein W ist definiert als Leistung, bei der während der Zeit von 1 Sekunde die Energie von 1 J umgesetzt wird. Damit ist das W identisch mit 1 J pro Sekunde (1 Joule = 1 Wattsekunde). Demzufolge stellt J diejenige Arbeit dar, die bei einer Leistung von einem W während einer Sekunde produziert und/oder verbraucht wird.

Melasse
Sirupartiger, tiefbrauner, unangenehm riechender Rückstand der Zuckerherstellung, der nicht mehr zur Kristallisation gebracht werden kann. Verwendung als Futtermittel und als Nährmedium für Fermentation.

Methan
Chemische Formel CH4. Farbloses, geruchloses, mit bläulicher Flamme brennendes Gas. Methan-Luft-Gemische mit 5,0 bis 15 Vol.-%. sind explosiv.

Methanzahl
Die Methanzahl dient zur Kennzeichnung der Klopffestigkeit von gasförmigen Brennstoffen. Die Methanzahl eines Gases bzw. Gasgemisches wird rechnerisch aus dessen chemischer Analyse ermittelt.

Mikroorganismen
Gruppe von vorwiegend einzelligen, niederen Organismen, die gewöhnlich nicht mit bloßem Auge sichtbar sind, wie Bakterien, Pilze, niedere Algen, Protozoen und Viren. In Abhängigkeit von ihren Temperaturanforderungen werden sie in psychrophile (bis 20 °C), mesophile (20 °C bis 40 °C) und thermophile Mikroorganismen (40 °C bis 70 °C) unterteilt.

Mineralsalze
Pflanzen benötigen zum Wachstum die Hauptmineralsalze Stickstoff, Phosphat und Kalium. Sind Mineralsalze für die Pflanze nicht in ausreichender Menge im Boden verfügbar, so müssen diese dem Kultursubstrat zugeführt werden.

Miscanthus
Chinaschilf. Mehrjähriges, aus Ostasien stammendes, wärmeliebendes Gras mit C4-Photosynthese und hohem Ertragspotential. Erreicht eine Höhe bis zu 4 m und hat lange, lanzettlich geformte Blätter, die wechselständig an den Trieben stehen. Kommt in Deutschland meist nicht zur Blüte.

Modifizierte Stärke
Durch Behandlung mit Säuren, Enzymen oder unter Temperatureinfluss können die physikalischen Eigenschaften von nativer Stärke gezielt verändert werden: z.B. kann die Viskosität herabgesetzt werden, indem die großen Stärkemoleküle in kleinere Bruchstücke abgebaut werden. Anspruchsvollere Verfahren der Stärkemodifizierung wie z.B. die Veresterung oder Veretherung von Stärke werden angewendet, wenn es darum geht, die Retrogradation besonders nachhaltig zu verhindern oder neue Eigenschaften einzuführen.

Monosaccarid
Lineare Polyhydroxyaldehyde (Aldosen, z.B. Glucose) bzw. -ketone (Ketosen). Sie verfügen meistens über eine Kettenlänge von fünf (Pentosen) oder sechs (Hexosen) Kohlenstoffatome.



N


Nachwachsende Rohstoffe
Nettoenergiebilanz
Nichtregenerative Energieträger
Niederkaloriges Gas
Norm DIN V 51 606
NOX
Nutzenergie
Nutzungsgrad

Nachwachsende Rohstoffe
Sammelbegriff für land- und forstwirtschaftlich erzeugte Rohstoffe wie Holz, Flachs, Raps, Zuckerstoffe und Stärke aus Rüben, Kartoffeln oder Mais, die nach der Aufbereitung einer weiteren technischen oder energetischen Anwendung zugeführt werden können. Auch tierische Rohstoffe wie Wolle und Leder lassen sich im weitesten Sinne zu dieser Kategorie zählen. Entscheidender Vorteil nachwachsender Rohstoffe im Vergleich beispielsweise zu Rohstoffen fossilen Ursprungs ist, dass sie prinzipiell unbegrenzt zur Verfügung stehen. Ein anderer Pluspunkt ist ihre CO2-Neutralität bei der Verbrennung. Dies erklärt sich dadurch, dass das bei der Verbrennung von pflanzlichen Rohstoffen freiwerdende Kohlenstoffdioxid vorher von der Pflanze gebunden wurde. Die heute populärste Anwendung von nachwachsenden Rohstoffen ist der Einsatz von Holz in Feuerungen. Aber auch die chemische Industrie zeigt sich mehr und mehr interessiert, für die Bereitstellung ihrer Grundstoffe auf nachwachsende Rohstoffe zurückzugreifen und tut dies bereits heute in ganz beachtlichem Umfang. Auch wenn gerade in den letzten Jahren neue Produkte aus Nachwachsenden Rohstoffen auf den Markt gekommen sind - man denke nur an biologisch abbaubare Folien und Verpackungen - steht diese Branche erst am Anfang ihrer Entwicklung. Sicher ist es notwendig, in jedem Einzelfall zu prüfen, ob der Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen ökologisch wie ökonomisch wirklich sinnvoll ist; nicht in jedem Fall stellt ihr Einsatz nämlich die bessere Variante dar.

Nettoenergiebilanz
Gegenüberstellung aller Energiemengen, die für den Bau, den Betrieb und die Beseitigung eines Energiesystems benötigt werden, und derjenigen Energien, die von dem System im Laufe seiner Lebensdauer bereitgestellt werden. Ein Energiewandler mit negativer Energiebilanz verbraucht mehr Energie, als er bereitstellt.

Nichtregenerative Energieträger
Energieträger, die sich nicht oder nur in erdgeschichtlichen Zeiträumen erneuern können.

Niederkaloriges Gas
Bei der Vergasung von Biomasse mit Luft als Vergasungsmittel wird ein kohlenstoffmonoxidreiches Gas erzeugt, das einen kalorischen Wert von 3 bis 5 MJ/m3 aufweist. Es wird wegen seines niedrigen Heizwertes auch als Schwachgas. Es kann nach einer Gasreinigung und ggf. Gasabkühlung in Motoren genutzt oder in Gasturbinen eingesetzt werden. Für Gasturbinen mit nachgeschalteter Dampfturbine (GuD-Anlagen) sind mittelkalorige Gase (12 bis 15 MJ/m3) günstiger. Diese sogenannten Synthesegase können durch Verwendung von Sauerstoff als Vergasungsmittel gewonnen werden.

Norm DIN V 51 606
Der Entwurf der Norm beschreibt die Eigenschaften, die der Normausschuss als Mindestqualität für die motorische Nutzung von Biodiesel festlegt.

NOX
Chemische Bezeichnung für Stickstoffoxide mit verschiedenen O-Gehalten.

Nutzenergie
Teil der Endenergie, die beim Verbraucher nach der letzten Umwandlung für den jeweiligen Nutzungszweck zur Verfügung steht und die dieser für die angestrebte Nutzung einsetzt (z. B. Licht für die Beleuchtung, mechanische Arbeit von Motoren, Wärme für die Raumheizung).

Nutzungsgrad
Verhältnis der in einem Zeitraum (z. B. Jahr) nutzbar abgegebenen Energie zur gesamten zugeführten Energie.



O

Organic Rankine Cycle
Thermodynamischer Kreisprozess, bei dem organische Stoffe als Kreisprozessmedium eingesetzt werden (anstelle von Wasser)

Organische Rückstände
fallen bei der Land- und Forstwirtschaft, der Industrie und den Haushalten an. Es zählen dazu: Abfall- und Restholz, Stroh, Gras, Laub, Dung, Klärschlamm und organischer Müll.

Organische Verbindungen
Chemische Verbindungen mit einem Kohlenstoff-Grundgerüst, aus denen die belebte Natur aufgebaut ist. Etwa 90% der organischen Verbindungen bestehen aus C, H und O in wechselnden Mengenverhältnissen; Verbindungen, die nur aus C und H bestehen, heißen Kohlenwasserstoffe. Zahlreiche organische Verbindungen enthalten auch noch N, während S, P und die Halogene wesentlich seltener anzutreffen sind. Die Vielfalt und Vielzahl der organischen Verbindungen ist auf die besondere Fähigkeit der Kohlenstoff-Atome zurückzuführen, untereinander Ketten und/oder Ringe zu bilden. Viele organische Verbindungen unterscheiden sich in ihrem Verhalten in der Umwelt und ihren Wirkungen auf Lebewesen erheblich. Besonders gefährlich sind Emissionen von solchen organischen Verbindungen, die in der Natur nicht abgebaut werden und sich im Organismus bzw. in der Umwelt anreichern.

Ozon (O3)
Dreiatomiges Sauerstoffmolekül, das in höheren Konzentrationen in der bodennahen Luft giftig wirkt. Da Ozon ein starkes Oxidationsmittel ist, werden Materialien und Pflanzen bei erhöhten Konzentrationen geschädigt. In der Stratosphäre hingegen ist Ozon ein wichtiger Filter, der als Ozonschicht die UV-Strahlung zur Erde hin mindert.

 

 
E-mailAnfahrtDiskussionsforumImpressumSucheSitemap