Feinhackgut
Feinstflug- oder Gewebeasche
Feldröste
Fermentation
Feste Brennstoffe
Festmeter (Fm)
Fettsäuren
Feuerungsanlagen
Filter
Flachsvliesstoffe
Flammpunkt
Fließpunkt
Flüchtige Bestandteile
Flugstaub und Flugasche
Flüssige Brennstoffe
Fossile Energieträger
Fossile Ressourcen
Fotoassimilat
Fotosynthese
Fraktionierung
Fruchtwechsel / Fruchtfolge
Feinhackgut
Gehäckseltes Holz, das - von wenigen Grobanteilen abgesehen - aus
Stücklängen unter 3 cm besteht.
Feinstflug- oder Gewebeasche
Die Aschefraktion, die in (den Multizyklonen meist nachgeschalteten)
Elektro- oder Gewebefiltern abgeschieden wird bzw. als Kondensatschlamm
in Rauchgaskondensationsanlagen anfällt. Bei Biomasseheizwerken
ohne entsprechende Apparate zur Feinstflugaschenabscheidung verbleibt
diese als Reststaub im Rauchgas.
Feldröste
Vorgang bei der Flachsernte, der dazu dient die Fasern natürlich
aufzuschließen. Bei der Feldröste werden durch einen Fermentationsprozess
die Pektine und Lignine, die sozusagen den Klebstoff zwischen den Fasern
und den holzigen Pflanzenteilen bilden, abgebaut und somit die Flachsfasern
aufgeschlossen und vom Holz gelöst.
Fermentation
Bezeichnet die Umsetzung biologischer Materialien durch Enzyme. Die
Umwandlung wird bei der Alkoholvergärung durch Sauerstoffentzug
und durch Wärmezufuhr beeinflusst.
Feste Brennstoffe
Kohle, Torf, feste Biomasse und brennbare feste Abfälle.
Festmeter (Fm)
In der Forst- und Holzwirtschaft übliche Maßeinheit für
die Holzmasse (Stammholz), die dem Rauminhalt eines Kubikmeters (m³)
entspricht.
Fettsäuren
Gruppenbezeichnung für aliphatische Carbonsäuren mit nahezu
ausschließlich unverzweigter Kohlenstoff-Kette. Ungesättigte
Fettsäuren haben eine oder mehrere Doppelbindungen. Haben sie nur
Einfachbindungen spricht man von gesättigten Fettsäuren.
Feuerungsanlagen
sind Einrichtungen zur Erzeugung von Wärme durch Verbrennung von
festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen. Sie dienen
zur Dampferzeugung oder Erwärmung von Wasser oder sonstigen Wärmeträgermedien
für Industrie, Gewerbe oder Gebäudeheizungen. An Reststoffen
aus Feuerungsanlagen fallen vor allem Aschen (Schlacken) und Filterstäube
an.
Filter
Technische Anlage zur Entfernung oder Verringerung von umweltrelevanten
Emissionen (insbesondere Partikel). Üblicherweise werden in der
Abluftreinigung Elektro-, Gewebe- und Keramikfilter verwendet.
Flachsvliesstoffe
Lockere Materialien, die aus Flachskurzfasern hergestellt werden, deren
Zusammenhalt im allgemeinen durch die den Fasern eigene Haftung gegeben
ist. Die Vliese können mechanisch durch Vernadeln verfestigt werden.
Flammpunkt
Die niedrigste Temperatur einer brennbaren Flüssigkeit, bei der
sich unter genormten Bedingungen ein fremdentzündbares Dampf/Luft-Gemisch
bildet. Wichtig für die Lagerungs- und Transportauflagen.
Fließpunkt
Unspezifische, nicht durch Normen abgedeckte Bezeichnung für diejenige
Temperatur, bei der ein Feststoff (Probekörper) unter gegebenen
Messbedingungen zu fließen beginnt bzw. auf ein Drittel seiner
Größe auseinandergeflossen ist.
Flüchtige Bestandteile
Gasförmige Verbindungen, die unter festgelegten Bedingungen beim
Erhitzen und Zersetzen organischer Brennstoffe entweichen.
Flugstaub und Flugasche
Bezeichnung für ein Verbrennungsprodukt vornehmlich aus Feststoffeuerungen,
das von Verbrennungsgasen mitgeführt bzw. mechanisch mitgerissen
wird oder beim Abkühlen aus dem Dampfzustand kondensiert. Hierbei
kann es sich um Asche, Staub und Schwebstoffe handeln. Mit Hilfe moderner
Filtertechniken (z. B. Elektro- oder Gewebefilter) kann Flugstaub aus
dem Abgas abgeschieden werden, er wird zur Flugasche. Die Flugasche
enthält überwiegend SiO2, Al2O3, Fe2O3, K2O, P2O5 sowie ziemlich
alle anderen Metalle einschließlich ihrer natürlich vorkommenden
radioaktiven Isotope. Je nach Filtertechnik kann mit dem Rauchgas verbliebener
Reststaub durch den Kamin ausgetragen werden.
Flüssige Brennstoffe
Erdöl, Erdölderivate, andere produzierte flüssige Kohlenwasserstoffe
und flüssige brennbare Abfälle.
Fossile Energieträger
In der erdgeschichtlichen Vergangenheit aus Pflanzen und Tieren entstandene
gasförmige, flüssige oder feste Brennstoffe (z.B: Erdgas,
Erdöl, Kohle). Durch die Verbrennung fossiler Ressourcen werden
erhebliche Mengen an CO2 freigesetzt (Treibhauseffekt).
Fossile Ressourcen
s. Fossile Energieträger
Fotoassimilat
Unter Assimilation versteht man die Aufnahme von Nahrungsstoffen in
den Organismus und deren Einbau in die lebendige Substanz oder in die
Struktur des Körpers. Fotoassimilat nennt man das Produkt, das
bei fotoautotrophen Zellen mit Hilfe von Sonnenlicht gebildet wird.
Fotosynthese
Der in den Blättern der grünen Pflanzen stattfindende biochemische
Prozess, bei dem unter Einwirkung von Licht aus Kohlenstoffdioxid und
Wasser Sauerstoff und Glucose entsteht.
Fraktionierung
Stufenweise Trennung eines Stoffgemisches in seine Bestandteile (Fraktionen)
durch verschiedene Trennverfahren (z. B. Extraktion, Sedimentation,
Siebung, Flotation, Kristallisation). Durch Siebanalysen können
feste biogene Brennstoffe (z. B. Hackschnitzel) fraktioniert (d. h.
in verschiedene Größenklassen eingeordnet) und in ihrem prozentualen
Anteil ausgewiesen werden. Der Sägerestholzhandel in Deutschland
verwendet in der Regel drei Lochsiebgrößen zur Fraktionierung:
die Grob- (> 45 mm), Mittel- (5 bis 45 mm) und Feinfraktion (<
5 mm). Zusätzlich werden 2 mm und 8 mm Spaltsiebe eingesetzt.
Fruchtwechsel / Fruchtfolge
Geregelte Aufeinanderfolge verschiedener Kulturpflanzen im Ackerbau.
Er wird einerseits durch die Saatzeit-, Bearbeitungs- und Wasseransprüche
der Pflanzen andererseits durch ihre verschiedene Selbstverträglichkeit
beziehungsweise die Gefahren der Bodenmüdigkeit bestimmt. Wichtigste
biologische Grundsätze des Fruchtwechsels sind: größtmögliche
Vielseitigkeit, Trennung des Anbaus unverträglicher Früchte
durch möglichst lange Zeiträume, Gleichgewicht zwischen Blatt-
und Halmfrüchten, kürzestmögliche Brachezeiten (Gegensatz:
Monokultur).
Geothermie (Erdwärme)
Gesamtnutzungsgrad
Gesamtwirkungsgrad
Gewebefilter
Glucose
Glühverlust
Glycerin
Grob- oder Rostasche
Grobhackgut
Großbunde
Geothermie (Erdwärme)
Bei der Geothermie wird die im Erdinnern entstehende und gespeicherte
Wärmeenergie als Energiequelle genutzt. Anlagen zur Nutzung der
Erdwärme lohnen sich vor allem in Gegenden mit besonders günstigen
geologischen Voraussetzungen wie z.B. heißen Tiefenwässern.
Bei den geothermischen Vorkommen in Deutschland handelt es sich um Thermalwasser
mit Temperaturen zwischen 40 und 100 Grad C, das aus tiefliegenden Erdschichten
(1.000 bis 1.500 m) entnommen wird. Grundsätzlich kann das heiße
Wasser zu Heizzwecken - je nach Wasserqualität auch direkt für
Bäder und Gewächshäuser - sowie Dampf bei ausreichenden
hohen Temperaturen zur Stromerzeugung eingesetzt werden.
Gesamtnutzungsgrad
Der Gesamtwirkungsgrad ist die Summe von thermischen und elektr. Wirkungsgrad.
Gesamtwirkungsgrad
Der Gesamtwirkungsgrad ist die Summe von elektrischem und thermischem
Wirkungsgrad.
Gewebefilter
sind Oberflächenfilter, die aus lose aufgeschütteten oder
fest miteinander verbundenen Faserschichten oder Körnern bestehen
und zur Entstaubung eingesetzt werden. Beim Gewebefilter sollen möglichst
wenig Staubpartikel aus dem Abgasstrom in das Filtermedium eindringen.
Auf der Filteroberfläche entsteht mit der Zeit ein Staubkuchen,
der das eigentliche, hochwirksame Filtermedium darstellt. Durch das
allmähliche Anwachsen der Filterschicht entsteht ein Druckverlust
im Abgasstrom. Deshalb muss der Staubkuchen von Zeit zu Zeit vom Filtermedium
entfernt werden, z.B. durch automatische Druckimpulse.
Glucose
Dextrose oder Traubenzucker, ist im Tier- und Pflanzenreich weit verbreitet
und stellt das wichtigste Monosaccharid des tierischen Organismus und
zugleich die häufigste natürliche organische Verbindung dar.
Glühverlust
Bezeichnung für die Gewichts-Differenz zwischen Abdampf- und Glührückstand
bzw. zwischen Trockengewicht und Gewicht des Glührückstandes,
je nachdem, ob man von flüssigen oder festen Stoffen ausgeht. Meist
wird dieser Begriff verwendet für die Massendifferenz vor und nach
der Konditionierung einer Probe während zwei Stunden bei 550 °C
bezogen auf die Ausgangsmasse. Der Glühverlust von Staub ist ein
grobes Maß für den Gehalt an organischen Stoffen und gibt
einen Hinweis auf die Vollständigkeit der Verbrennung.
Glycerin
1,2,3-Propantriol. Farblose zähe Flüssigkeit. Glycerin fällt
bei der Umesterung von Rapsöl an. In Abhängigkeit von dem
Reinheitsgrad ist Glycerin Rohstoff unter anderem für die Kosmetik-
und Waschmittelindustrie.
Grob- oder Rostasche
Im Verbrennungsteil der Feuerungsanlage anfallende Asche, die neben
der Brennstoffasche auch mineralische Verunreinigungen des Brennstoffs
(z. B. Sand, Erde, Steine) enthält. Insbesondere beim Einsatz von
Rinde und Stroh als Brennstoff kann die Grobasche gesinterte Aschenteile
und Schlackebrocken enthalten.
Grobhackgut
Holzhackgut überwiegend mit Stücklängen über 3 cm.
Großbunde
Transportfähige Bündel aus Schwarten und Spreißel vom
Sägewerk.