Glossar

E

E85, Kraftstoff aus Ethanol
EEG

Elektrofilter
Elektr. Nutzungsgrad
Elektrischer Wirkungsgrad
EltVU
Endenergie
Energetische Amotisationszeit
Energie
Energieanwendung
Energiebilanz für den Industriebetrieb
Energiebilanz für technische Systeme
Energieeinsparung
Energieeinsparverordnung
Energiehackgut
Energiehaushalten
Energiepflanzen
Energiepolitik
Energierohstoffe
Energierückgewinnung
Energiesysteme
Energietechnik
Energieträger
Energieumformung
Energieumwandlung
Energieverbrauch
Energieverluste
Energievorräte
Energiewandler
Energiewirtschaft
Emissionen
Entschleimen von gepresstem Öl
Erdgas
Erdöl
Erneuerbare Energien
Erneuerbare Energieträger
Erweichungspunkt
Escherichia coli
Ester
ETBE (tertiär- Butylethylether)
Externe Kosten
Extraktion
Extruder
EVU

E85
E85 ist ein Gemisch aus 85 % Prozent und 15 Prozent Benzin. Der Kraftstoff, der aus (Bio-)Ethanol hergestellt werden kann, eigent sich für die Verbrennung in FFV ("Flexible Fuel Vehicle")-Fahrzeugen. Diese sind in Schweden, Brasilien und den USA seit Längerem auf dem Markt und werden ab 2006 in weiteren Ländern Europas eingeführt.

EEG
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt die Abnahme und die Vergütung von ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen gewonnenen Strom durch Versorgungsunternehmen, die Netze für die allgemeine Stromversorgung betreiben (Netzbetreiber). Netzbetreiber sind nach dem EEG verpflichtet, Strom aus Erneuerbare Energien abzunehmen und nach §§ 6 bis 12 zu vergüten. Ziel des Gesetzes ist es, den Anteil an erneuerbaren Energien bis 2010 auf mindestens 12,5% zu erhöhen, bis 2020 auf mindestens 20 % zu erhöhen. Unter Erneuerbaren Energien werden genannt: Wasserkraft, Windenergie, Solare Strahlungsenergie, Geothermie, Energie aus Biomasse.

Elektrofilter
In einem Elektrofilter werden feste oder flüssige Teilchen mit Hilfe elektrischer Kräfte aus einem Gasstrom entfernt. Sie sind besonders geeignet zur Entstaubung von großen Volumenströmen bei niedrigem Druckverlust.

Elektr. Nutzungsgrad
Der elektr. Nutzungsgrad ist das Verhältnis der genutzten elektrischen Energie (Wirkleistung *Zeit) zur Wärmeenergie der zugeführten Brennstoffmenge bezogen auf HU innerhalb einer längeren Zeitdauer.

Elektrischer Wirkungsgrad
Der elektrische Wirkungsgrad ist das Verhältnis der erzeugten elektrischen Wirkleistung zur Wärmeleistung der zugeführten Brennstoffmenge bezogen auf HU.

EltVU
Elektrizitätsversorgungsunternehmen, das in einem bestimmten Gebiet zur Versorgung mit elektrischer Energie berechtigt ist.

Endenergie
Energieträger und -formen, die dem Endverbraucher zur Verfügung stehen.

Energetische Amotisationszeit
Die Betriebsdauer einer energieerzeugenden Anlage, in der die kumulierte Nettoenergieerzeugung genau so groß geworden ist wie der Energieaufwand zur Errichtung der Anlage und Herstellung ihrer

Energie
Energie ist die Fähigkeit oder Möglichkeit eines Systems, Arbeit zu verrichten. Gemessen wird die Energie in der Einheit Joule (J) als Produkt von Zeit und Leistung. Ein Joule entspricht einer Wattsekunde (Ws).
Physikalisch unterscheidet man unterschiedliche Arten und
Formen (mechanische Energie, Wärmeenergie, chemische Energie, elektrische Energie, Strahlungsenergie, Kernenergie und Fusionsenergie).

Energieanwendung
Gewinnung von Nutzenergie aus Endenergie.

Energiebilanz für den Industriebetrieb
Statistischer Nachweis von Aufkommen und Verwendung von Energieträgern innerhalb eines Betriebes für eine bestimmte Zeitspanne unter Berücksichtigung der bei der Gewinnung, Aufbereitung, Umformung, Speicherung und Fortleitung auftretender Verluste einschließlich des nicht energetischen Verbrauchs von Energieträgern.

Energiebilanz für technische Systeme
Gegenüberstellung der in ein System eintretenden bzw. austretenden Energieströme.

Energieeinsparung
Umfasst alle Maßnahmen zur Verminderung des Energieverbrauchs.

Energieeinsparverordnung (EnEV)
Die EnEV, die Anfang 2002 in Kraft treten wird, befindet sich derzeit noch in der Diskussion mit über 100 beteiligten Fachverbänden der Wirtschaft (insbesondere Bau- und Heizungswirtschaft, Eigentümer- und Verbraucherverbände, Energiewirtschaft), wissenschaftlichen Instituten und den fachlichen zuständigen Ministerien der Bundesländer.
Die Energieeinsparverordnung
-fasst die bisherige Wärmeschutzverordnung und die Heizungsanlagen-Verordnung (Gebäude, Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung) zusammen;
-erhöht das Anforderungsniveau bei Neubauten gegenüber dem bisherigem Standard um etwa 30 Prozent;
-legt die neuesten europäischen und deutschen technischen Normen zugrunde;
-passt die Anforderungen dem technischen Fortschritt an und
-erhöht des Weiteren durch Ausweitung der Anwendungsbereiche für den Energie- und Wärmebedarfsausweis die Transparenz für Gebäudeeigentümer und Mieter.

Energiehackgut
Hackgut, das zur energetischen Nutzung bestimmt ist.

Energiehaushalten
Alle Maßnahmen, um einen bestimmten Zweck unter Beachtung gegebener technischer, ökonomischer und energiepolitischer Prämissen mit dem geringsten Energieverbrauch zu erreichen, insbesondere Energieeinsparung, rationelle Energieverwendung, Verwertung der regenerativen Energievorkommen und Substitution von Energieträgern.

Energiepflanzen
werden zum Zwecke der Energiegewinnung (z. B. Verbrennung) angebaut. Als Energierohstoff können die ganzen Pflanzen, Pflanzenteile oder Pflanzenabfälle eingesetzt werden.

Energiepolitik
Teil der Wirtschaftspolitik, der sich mit der wirtschaftlichen Bereitstellung, Umsetzung, Verteilung und Anwendung von Energie unter Berücksichtigung der nationalen und globalen Möglichkeiten sowie unter dem Aspekt weitgehender Erhaltung (Schonung) besonders der nichtregenerativen Primärenergieversorgung (Ressourcen), unter Beachtung der Umweltgestaltung befasst.

Energierohstoffe
In der Natur vorkommende Stoffe aus denen Energie gewonnen werden kann.

Energierückgewinnung
Nutzen von Energie, die nach der Erfüllung des Zielprozesses aus einem System austritt: a) für den gleichen Prozess b) für andere Prozesse.

Energiesysteme
1.in der Physik: Körper oder Vorrichtungen, die Energie als ursprüngliche Eigenschaft oder aufgrund äußerer Einwirkungen besitzen
2. in der Energiewirtschaft: technisch-wirtschaftliches Gesamtsystem, das zur Deckung des Energiebedarfes dient.

Energietechnik
Teil der Technik, der die Nutzbarmachung(Gewinnung), Umsetzung, Verteilung und Anwendung von Energie zum Gegenstand hat.

Energieträger
Stoffe oder physikalische Erscheinungen, in denen Energie gespeichert ist.

Energieumformung
Gewinnung von Energie unter Wahrung der Erscheinungsform des Energieträgers.

Energieumwandlung
Änderung der chemischen und/oder physikalischen Form von Energieträgern; sie schließt auch die Energieumwandlung in Nutzenergie ein.

Energieverbrauch
spezifischer auf eine Größe (z.B. Stückzahl, Masse, Volumen, Fläche, Wert) des Zielprozesses bezogener Energieverbrauch. Die Bezugsgröße ist immer anzugeben.

Energieverluste
Der aus einem System austretende nicht im Sinne des Prozesses genutzte Teil der zugeführten Energie. Verluste sind zum Teil naturgesetzlich bedingt unvermeidbar, zum anderen Teil durch technische Mittel und/oder persönliches Verhalten vermeidbar

Energievorräte
Menge an Energierohstoffen. Grundsätzlich werden die Vorräte aufgeteilt in nachgewiesene, sichere (auch Reserven genannt) und mögliche bzw. vermutete. Die Summe aus beiden bezeichnet man als Gesamtvorrat. Die Vorräte sind nach mikro- und makroökonomischen Gegebenheiten zu werten.

Energiewandler
Geräte und Anlagen zur Energieumformung bzw. Energieumwandlung (z. B. Generatoren, Motoren, Öfen, Lampen).

Energiewirtschaft
Teil der Wirtschaft, der sich mit der Energieversorgung befasst. Aufgabe der Energiewirtschaft ist insbesondere die Analyse von Energieangebot und Energienachfrage sowie die Erforschung und der Einsatz der Mittel, mit denen die national, aber auch die internationale Energiebedarfsdeckung gesichert werden kann.

Emissionen
Als Emission bezeichnet man die von einer Anlage oder einem Produkt ausgehenden Verunreinigungen, Geräusche, Strahlen, Erschütterungen oder ähnliche Erscheinungen.

Entschleimen von gepresstem Öl
Dabei werden die Schleimstoffe, vorwiegend Phospholipide, entfernt, die zu 0,03 bis 0,3 Gew.% im gepressten Öl enthalten sind.

Erdgas
Brennbare, in der Erdkruste vorkommende, hauptsächlich aus gesättigten Kohlenwasserstoffen bestehende Gase, die je nach ihrer Herkunft unterschiedliche Zusammensetzung aufweisen. In erster Linie besteht Erdgas aus Methan (ca. 85 %). Der mittlere Heizwert (HU) liegt zwischen 32 und 38 MJ/m3. Erdgas gilt als der umweltfreundlichste fossile Brennstoff wegen der geringen Schwefeldioxid- und Kohlenstoffdioxid-Emissionen bei seiner Verbrennung.

Erdöl
ist einer der wichtigsten fossilen Rohstoffe, der zur Erzeugung von Benzinen, Dieselkraftstoffen, Heizöl und Kunststoffen verwendet wird.

Erneuerbare Energien
sind Energieträger, die "unendlich" lange zur Verfügung stehen, im Unterschied zu den fossilen Energieträgern (wie Kohle, Erdöl, Erdgas oder spaltbare Elemente), die an begrenzte Stoffvorräte gebunden sind. Zu den Erneuerbaren Energien zählen u. a. Sonnenenergie (Solarthermie, Photovoltaik), Wind- und Wasserkraft, Geothermie (Erdwärme) und die Energie aus der Verbrennung von Biomasse. In der Energieversorgung Deutschlands spielen die erneuerbaren Energien noch eine relativ geringe Rolle.

Erneuerbare Energieträger
auch regenerierbare Energieträger genannt. Darunter versteht man Energieträger oder -quellen, die sich ständig erneuern oder nachwachsen und damit - nach menschlichem Ermessen - unerschöpflich sind, z.B. Biomasse, Windenergie, Wasserkraft, Solarthermie u.a.

Erweichungspunkt
Erste Anzeichen des Erweichens der Asche bei hohen Temperaturen (Oberflächenveränderungen, Rundwerden der Kanten, Schrumpfen).

Escherichia coli
Fakultativ anaerobes, nicht sporenbildendes Bakterium; normalerweise ein harmloser Keim der Darmflora von Warmblütlern.

Ester
Bezeichnung für eine wichtige Gruppe von Carbonsäurederivaten. Ester entstehen durch Reaktion von Säuren mit Alkohol.

ETBE (tertiär- Butylethylether)
Ausgangsprodukte für die Herstellung von ETBE sind Isobutylen und Ethanol. Isobutylen kann in Raffinerien aus Erdöl gewonnen werden. ETBE eignet sich hervorragend zur Verbesserung der Kraftstoffeigenschaften von Benzin.

Externe Kosten
Kosten, die nicht auf den Verursacher umgelegt werden. Ein Beispiel: Umweltbelastungen und dadurch entstehende Kosten, die von der Allgemeinheit getragen werden müssen.

Extraktion
Bezeichnung für ein Trennverfahren durch Herauslösen von bestimmten Bestandteilen aus festen oder flüssigen Substanzgemischen mit Hilfe geeigneter Lösungsmittel, wobei zwischen dem Lösungsmittel und dem gelösten Stoff keine chemische Reaktionen stattfinden sollen.

Extruder
Maschine zur Herstellung von Formstücken aus thermoplastischem Material, das im formbaren Zustand durch Düsen gepresst wird.

EVU
Energieversorgungsunternehmen, das in einem bestimmten Gebiet zur Versorgung mit Energie berechtigt ist.

 

 
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