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Vorträge
Fachgespräch
KURZUMTRIEBSPLANTAGEN - WIE FUNKTIONIERT'S?
28. April 2011, Neustadt an der Waldnaab
Die Energiebereitstellung durch Nachwachsende Rohstoffe,
insbesondere Holz, erlebt seit Jahren einen steigenden Zuspruch. Auch
auf landwirtschaftlichen Flächen erschließen sich in diesem
Sektor interessante Möglichkeiten, im regionalen Maßstab zur
Ressourcenschonung beizutragen.
Kurzumtriebsplantagen (KUP) aus schnellwachsenden Gehölzen wie Pappel
und Weide können auf landwirtschaftlichen Flächen angebaut werden.
Diese Gehölze zeichnen sich durch hohe Massenerträge und ein
gutes Stockaustriebsvermögen aus. Sie können in Form von Holzhackschnitzeln,
Scheitholz oder sogar als Holzpellets zur Wärmegewinnung eingesetzt
werden und die starke Nachfrage nach dem Energieholzsortiment aus der
Forstwirtschaft entspannen.
Die Bewirtschaftungsform der Flächen ist extensiv. Die leistungsfähigen
Gehölze werden als Stecklinge maschinell in Reihen gepflanzt. Auch
die Ernte erfolgt maschinell. Das Fällen, Vorkonzentrieren, Rücken
und Hacken kann auf verschiedene Trägerfahrzeuge verteilt werden.
Es gibt außerdem Feldhäcksler, die über einen speziellen
Erntevorsatz verfügen und mit ihrer mähenden Fälltechnik
alle Arbeitsschritte in einem einphasigen Erntesystem durchführen
können.
Wird in der vegetationsfreien Zeit geerntet, bleibt die Vitalität
der Stockausschläge hoch und über einen Zeitraum von bis zu
20 Jahren sind gute Ernten zu erwarten. Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit
einer KUP sind Holzertrag, Produktionskosten und Holzpreis.
Rechtlich gibt es Einiges zu beachten, denn 1995 wurde im sogenannten
Gleichstellungsgesetz festgelegt, dass landwirtschaftliche Flächen
auch dann landwirtschaftliche Flächen bleiben, wenn sie als Kurzumtriebsplantagen
genutzt werden. Diese und weitere Aspekte, die bei der Anlage einer Kurzumtriebsplantage
zu beachten sind, wurden im C.A.R.M.E.N.-Fachgespräch erörtert.
Flyer
der Veranstaltung
Begrüßung
Christian Leuchtweis, C.A.R.M.E.N. e.V., Straubing
Anbau, Ernte
und Wirtschaftlichkeit von Kurzumtriebsplantagen
Dr. Frank Burger und Bettina Stoll, Bayerische Landesanstalt für
Wald und Forstwirtschaft, Freising
Baumarten- und
Sortenwahl für Energiewälder
Randolf Schirmer, Bayerisches Amt für forstliche Saat- und Pflanzenzucht,
Teisendorf
Praxiserfahrungen
im Energiewald
Wolfram Kudlich, Wald 21, Mainz
Besichtigung der Versuchsflächen
Dr. Frank Burger und Bettina Stoll
Links zum Thema:
C.A.R.M.E.N. Informationen und Bezugsquellen-Liste
zu Kurzumtriebsplantagen
Energiewald
(Bayerisches Amt für Forstliche Saat- und Pflanzenzucht)
Kurzumtriebskulturen
(Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft)
Schnellwachsende Baumarten (Technologie und Förderzentrum
im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe)
http://www.tfz.bayern.de/rohstoffpflanzen/16593/
und
http://www.tfz.bayern.de/rohstoffpflanzen/tfz_kompakt_1_g.pdf
Holz aus Kurzumtriebsplantagen (Fachagentur Nachwachsende
Rohstoffe)
http://www.energiepflanzen.info/pflanzen/anbausysteme/kurzumtrieb/
und
http://www.fnr-server.de/ftp/pdf/literatur/pdf_292-brosch_energieholzproduktion_2010_v04.pdf
Kurzumtriebsplantagen:
Chancen und Risiken (BUND)
BUND-Position "Kurzumtriebsplantagen
für die Energieholzgewinnung - Chancen und Risiken"
FastWood
(Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt)
Weidenzüchtung
(Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt) /
Sind
alte Pappelsorten für den Kurzumtrieb geeignet? (AFZ Der Wald,
22/10 www.forstpraxis.de)
Wald-Agentur
Münster GmbH
Anbauempfehlungen
für schnellwachsende Baumarten (Sächsische Landesanstalt
für Landwirtschaft, 2004)
Klon-Standort-Wechselwirkungen
bei Pappel und Weide auf landwirtschaftlichen Standorten in kurzen
Umtriebszeiten (Kompetenzzentrum HessenRohstoffe e.V.)
und
Veranstaltungshinweis: FNR-Symposium - Züchtung
und Ertragsleistung schnellwachsender Baumarten im Kurzumtrieb - Erkenntnisse
aus drei Jahren FastWOOD, ProLoc und Weidenzüchtung, 21. und 22.
September 2011, Hann. Münden (Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt
und Kompetenzzentrum HessenRohstoffe e.V.)

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