Vorträge


Fachgespräche:
Bioenergie für Kommunen - Planung, Bau und Betrieb von Biomasseheizwerken

Heizen mit Bioenergie statt mit Heizöl oder Erdgas wird zunehmend auch für Städte, Gemeinden und Landkreise interessant. Eine Möglichkeit stellt die Wärmebereitstellung durch ein Biomasseheizwerk über ein Nahwärmenetz im Eigenbetrieb oder mittels Contracting dar.
Im Rahmen der Veranstaltung „Bioenergie für Kommunen – Planung, Bau und Betrieb von Bio-masseheizwerken“ werden die Teilnehmer über wichtige Aspekte bei der Planung und Realisierung von Biomasseheizwerken informiert.
Dabei werden neben der Projektplanung, Standortwahl und Logistik auch Förder-möglichkeiten und rechtliche Rahmenbedingungen dargestellt.

Im Anschluss an die Veranstaltung besteht die Möglichkeit an einer geführten Besichtigung eines Biomasseheizwerkes vor Ort teilzunehmen.
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Vertreter aus Städten, Gemeinden und Landkreisen und wird an sieben verschiedenen Terminen zur Auswahl stattfinden.


Programm

Begrüßung und Einführung
Gilbert Krapf, C.A.R.M.E.N. e.V., Straubing

Förderung von Biomasseheizwerken
Emanuel Schlosser, Technologie- und Förderzentrum, Straubing

Qualität zahlt sich aus! Konzeption und Ausführung von Biomasseheizwerken
Gilbert Krapf, C.A.R.M.E.N. e.V., Straubing

Brennstoffpreise und Versorgungssicherheit
Sabine Hiendlmeier, C.A.R.M.E.N. e.V., Straubing

Rechtliche Rahmenbedingungen
Sabine Hiendlmeier, C.A.R.M.E.N. e.V., Straubing

Brennstoffpreise und Versorgungssicherheit
Christian Letalik, C.A.R.M.E.N. e.V., Straubing

Errichtung und Betrieb von Biomasse-Heizwerken - der Rechtsrahmen
Rechtsanwalt Uwe Erling

Möglichkeiten einer kommunalen Wärmeversorgung durch Biomasse
Bernhard Pex, , C.A.R.M.E.N. e.V., Straubing

Programm und Anmeldung

Veranstaltungsorte:

Donnerstag, 25. März 2010: Neuendettelsau
Diakonie Neuendettelsau, Besucherzentrum in der Wilhelm-Löhe-Str. 2, 91564 Neuendettelsau
Besichtigungsziel: Biomasseheizwerk Neuendettelsau

Mittwoch, 14. April 2010: Rothenfels
Burg Rothenfels, 97851 Rothenfels
Besichtigungsziel: Biomasseheizwerk Burg Rothenfels

Mittwoch, 21. April 2010: Naila
Gaststätte Frankenhalle, Finkenweg 13, 95119 Naila
Besichtigungsziel: Biomasseheizwerk Naila

Mittwoch, 28. April 2010: Landsberg am Lech
Stadtwerke Landsberg, Epfenhauser Str. 12, 86899 Landsberg am Lech
Besichtigungsziel: Biomasseheizwerk Landsberg

Donnerstag, 06. Mai 2010: Almesbach
Agrarzentrum Almesbach, Baumannplatz 1, 92637 Weiden i. d. Oberpfalz
Besichtigungsziel: Biomasseheizwerk Almesbach

Mittwoch, 19. Mai 2010: Miesbach
Berufsschule Miesbach, Am Windfeld 9, 83714 Miesbach
Besichtigungsziel: Biomasseheizwerk Miesbach

Mittwoch, 09. Juni 2010: Rottenburg
Realschule Rottenburg, Pater-Wilhelm-Fink-Str. 20, 84056 Rottenburg an der Laaber
Besichtigungsziel: Biomasseheizwerk Rottenburg


Biomasseheizwerk Diakonie Neuendettelsau

Um die Veranstaltung abzurunden wird im Anschluss an das Fachgespräch das Biomasseheizwerk der Diakonie Neuendettelsau besichtigt. Seit Oktober 2008 werden 25 Wärmeabnehmer auf dem Areal der Diakonie durch Waldhackschnitzel und Sägerestholz mit umweltfreundlicher Wärme versorgt, eine Leistung, die zuvor überwiegend auf Basis von Erdgas bereit gestellt wurde.
Die Grundlast übernimmt nun ein Biomassekessel mit einer Nennwärmeleistung von 850 kW-th, während die Gaskessel nur Spitzenlast abdecken. Lieferant für die Holzbrennstoffe ist das Sägewerk Wörlein aus der Nachbarschaft, in Großhaslach. Im Juli 2008 wurde die Heizanlage in Probebetrieb genommen, seitdem wurden zwei weitere Wärmeabnehmer in Neuendettelsau angeschlossen. Aus der Heizanlage in Neuendettelsau konnten im Jahr 2009 5.000 MWh an Wärme gewonnen werden.

Bei dem vorgestellten Heizwerk handelt es sich um die zweite Anlage der Diakonie, die aus ihrer Verantwortung gegenüber der Schöpfung am Standort in Polsingen seit 2000 ebenfalls ein Biomasseheizwerk betreibt und dort 13 veraltete Holzkessel ersetzte. Hier ist die Holzverwertungs-GmbH Treuchtlingen, eine Gesellschaft der Forstbetriebsgemeinschaft Treuchtlingen, Lieferant der Holzhackschnitzel.
Ansprechpartner: Diakonie Neuendettelsau, Georg Galsterer, 09874 822 51, Heckenstraße 10, 91564 Neuendettelsau www.diakonieneuendettelsau.de


Biomasseheizwerk Burg Rothenfels

Die Besichtigung des Biomasseheizwerks der Burg Rothenfels beschließt das Fachgespräch am 14. April. Über eine zentrale Hackschnitzelanlage wird das historische Gebäudeensemble mit Jugendherberge und Tagungshaus mit Wärme versorgt. Installiert wurden zwei Biomassekessel mit einer Nennwärmeleistung von jeweils 270 kW-th, sowie ein Pufferspeicher mit 10.000 Litern. Die Länge des Nahwärmenetzes beträgt lediglich 200 m.
Seit Oktober 2009 ist die neue Heizanlage offiziell in Betrieb, die bisherigen Ölkessel können nun nach und nach abgebaut und entsorgt werden. Da die Burg Rothenfels in einem ausgedehnten Waldgebiet liegt, wächst der Brennstoff direkt vor dem Burgtor. In der Wald- und Landschaftspflege fällt ausreichend Material als Brennstoff an, um den Gesamtwärmebedarf von rund 1.000 MWh zu erbringen. Der jährliche Brennstoffbedarf liegt bei etwa 2.000 Schüttraummetern.
Ansprechpartner: Vereinigung der Freunde der Burg Rothenfels e. V., Bettina Herbst, Tel. (09393/99999), 97851 Rothenfels, www.burg-rothenfels.de/burgseite/index.php


Biomasseheizwerk Naila

Am 21. April kann das Biomasseheizwerk Naila im Rahmen eines C.A.R.M.E.N.-Fachgespräches besichtigt werden. Als "einmalig in der Region" wurde die Kooperation des Landkreises Hof, der Stadt Naila, der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Naila und der privaten Gesellschafter bei der offiziellen Inbetriebnahme des Biomasseheizwerkes in Naila im Sommer 2007 bezeichnet. Hieraus ging die Biomasseheizwerk Naila GmbH hervor, die das ortsansässige Heizwerk betreibt. Über ein Nahwärmnetz von 1.500 Metern werden fünf Schulen sowie das Freibad,der Kindergarten und das Feuerwehrhaus versorgt, wobei der jährliche Wärmebedarf bei rund 4.800 MWh liegt. Der Biomassekessel mit einer Nennwärmeleistung von 890 kW-th wird in der Spitzen- und Schwachlast von einem Ölkessel mit einer Leistung von 2.000 kW-th unterstützt. Bis zu 2.000 Tonnen Holzhackschnitzel werden jährlich verfeuert.
Ansprechpartner: Biomasseheizwerk Naila GmbH, Wolfgang Matthes, 09282 971 21, Kalkofen 2, 95119 Naila
www.frankenpost.de/nachrichten/naila/art2443,688538

 

Biomasseheizwerk Miesbach

Am 19. Mai 2010 kann das Heizwerk Miesbach besichtigt werden. Es versorgt seit November 2005 die Gebäude des Landratsamtes, die Grund-, Haupt-, Berufs- und Landwirtschaftsschule, eine Sporthalle sowie einen Geschosswohnungsbau mit Wärme. Der Bauherr, ein Eigenbetrieb des Landkreises Miesbach, hat den Betrieb des Heizwerks an einen Contractor übergeben. Rund 1,5 Mio. Euro investierte der Bauherr in das neue Heizhaus und den Ausbau des nun sich über 1.500 Meter erstreckenden Nahwärmenetzes. Ein Biomassekessel mit der Leistung von 900 kW-th deckt die Grundlast ab. Die Spitzenlast übernehme fossil betriebene Feuerungen.
Das Biomasseheizwerk Miesbach wird mit Holzhackschnitzeln aus der Region Ebersberg, Miesbach, Bad Tölz und Münchner-Land versorgt. Mindestens 25 Prozent der Biomasse wird aus regionalen, naturbelassenen Waldhackschnitzeln bereitgestellt, der Rest aus Sägeresthölzern wie Rinde, Säummaterial oder Sägemehl.
Ansprechpartner: Eigenbetrieb des Landkreises Miesbach zur Förderung der Denkmalpflege, Gerhard de Biasio, Tel.: 08025 704-203, Rosenheimer Straße 1, 83714 Miesbach (www.energiesystemtechnik.de/biomasse/Landratsamt/Landratsamt.html)


Biomasseheizwerk Rottenburg Schulzentrum

Am 9. Juni bildet das Biomasseheizwerk "Rottenburg Schulzentrum" in Rottenburg an der Laaber den Abschluss der C.A.R.M.E.N.-Fachgesprächsreihe für Kommunen. Das Heizwerk versorgt landkreiseigene und städtische Gebäude des Schulzentrums auf Basis von Waldhackschnitzeln mit Wärme. Herzstück des Heizwerks, das seit Anfang 2009 in Betrieb ist, ist ein Biomassekessel mit 650 Kilowatt Nennwärmeleistung, der mit jährlich rund 620 Tonnen naturbelassenem Wald- und Restholz aus der Region befeuert wird. Damit werden pro Jahr 213.000 Liter Heizöl und der Umwelt rund 530 Tonnen Kohlendioxid weniger zugemutet. 770.000 € musste der Bauherr in die Hand nehmen um das Heizwerk zu realisieren, wobei das Nahwärmenetz mit einer Länge von 550 Metern bereits vorhanden war.
Ansprechpartner: Landkreis Landshut, Andreas Valenta, Tel. 0871 408-325, Veldener Str. 15, 84036 Landshut www.stmelf.bayern.de/presse/2008/32066/index.php



 
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