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Infos zur Verbandsratssitzung
Ziele: Anhand von Begleituntersuchungen wird das auf zwei Jahre ausgelegte Vorhaben klären, ob sich die kompostierbaren Stärketüten für die Sammlung von Bioabfall eignen. Auswirkungen auf die Akzeptanz der Biotonne und die Fehlwurfquote werden ermittelt. Sollten die neuartigen Tüten von der Bevölkerung angenommen werden, erhalten sie ihren festen Platz im Entsorgungssystem des ZAW-SR. Material: Die Biomülltüten, die in Straubing
eingeführt werden, bestehen aus einem thermoplastischen Stärkeblend.
Thermoplastisch bedeutet, dass der Werkstoff bei einer bestimmten Temperatur
reversibel verformbar ist. Stärkeblend heißt, es werden dafür
zwei biologisch abbaubare Werkstoffe (BAW) gemischt, wobei hier der Anteil
an Nachwachsenden Rohstoffen bei rund 50 Prozent liegt. In der Regel wird
Maisstärke für Biomülltüten verwendet. Der zweite
BAW, ein vollständig biologisch abbaubares Polymer auf Basis vor
Erdöl, ist notwendig um auch bei der geringen Materialstärke
von 0,025 mm gute Produkteigenschaften zu erhalten. Für den Einsatz
in der Biomüllsammlung muss das Material vollständig kompostierbar
sein. Die Bedingungen für biologische Abbaubarkeit und Kompostierbarkeit
sind in der DIN
V 54 900 festgelegt. Kennzeichnung: "Von zentraler Bedeutung für das Gelingen des Vorhabens ist die großflächige Kennzeichnung der Bioabfallsäcke", betont Gudrun Späth vom ZAW-SR. Die kompostierbaren Stärketüten erhalten, neben Informationen über den zugelassenen Inhalt, ein durchgehendes Rautenmuster, ein eindeutiges Logo und den Schriftzug "Ich bin kompostierbar". Damit wird Verbrauchern und Müllwerkern die einfache Unterscheidung zwischen dem Beutel auf Stärkebasis und herkömmlichen Plastiktüten ermöglicht. Vorteile der Stärketüten Vorteile der "Stärketüten" saubere Sammlung der Bio-Abfälle im Küchenbereich Es gilt zu beachten, dass die Stärketüten für
Wasser diffusionsoffen sind und somit nach außen schwitzen können.
Dies hat den Vorteil, dass bereits bei der Sammlung, insbesondere in luftigen
Behältnissen der Wassergehalt des Biomülls abnimmt. Optimale Ergebnisse mit "belüfteter" Sammlung
Als optimale Ergänzung zum Biobeutel
hat sich ein "belüfteter" Behälterständer erwiesen,
der in Kürze über den ZAW bezogen werden kann. Auch auf der
Messe "biomasse 2003", vom 26. bis 29. Juni in Straubing, sind
diese Behälterständer erhältlich. Der Biomüll kann
bei Verwendung der Biobeutel bei geschlossenem Deckel austrocknen und
verliert innerhalb von 3 Tagen bereits 15 % seines Gewichtes. Dadurch
beginnt der Biomüll wesentlich weniger stark zu schimmeln und zu
riechen. Dies haben Untersuchungen
des Institutes für Mikrobiologie der Universität Innsbruck
gezeigt.
Optimal für die Biotonne: Inlettsäcke und -Clips Zum Auskleiden der großen Biotonne gibt es kompostierbare
Inlettsäcke auf Basis von Maisstärke. Sie sind auch bei feuchtem
Inhalt sehr stabil, verhindern ein Festfrieren des Biotonneninhalts im
Winter und halten die Biotonne sauber. Wichtig ist, dass der Inlettsack vor der Tonnenleerung von
Haken und Rand gelöst und nach innen gelegt wird. Beziehen können
sie die Clips z.B. bei der biomasse
GmbH. Bildquelle: Verkauf Bei üblichen Biomüllmengen
dürfte das Starterpaket für ca. drei Monate reichen. Danach
können die Bio-Tüten bei allen Verkaufsstellen des ZAW-SR erworben
werden. BioSäcke zur Auskleidung der
großen Biotonne Beteiligte:
Weitere Informationen:
Kundenberatung des ZAW-SR, Tel.: 09421 / 99 02-28, C.A.R.M.E.N. e.V., Hubert Maierhofer, E-Mail: hm@carmen-ev.de
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