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Bio-Ethanol-Initiative
Chiemgau-Inn-Salzach
Auch
im Rahmen der Initiative in der Region Chiemgau-Inn-Salzach wurden
weitere E85-Tankstellen geplant sowie gleichzeitig der Aufbau eines
Fuhrparks von E85-Fahrzeugen vorangetrieben. Das Modell- und Demonstrationsvorhaben
lief bis Ende 2007 im Rahmen von Regionen Aktiv - Land gestaltet
Zukunft und wurde durch das Bundesministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert. Mittlerweile
ist in der Region bereits eine Vielzahl von ethanol-tauglichen Fahrzeugen
in Betrieb. Zwei Autohäuser und ein Tankstellenbetreiber planen
inzwischen, Zapfsäulen für E85 einzurichten.
Weitere Anwendungsbereiche für E85
sollten gefunden werden wie z. B. Motorroller, Rasenmäher oder
Motorboote. Hierzu wurde auf Messen und Veranstaltungen das Thema
Bio-Ethanol präsentiert. Werkstätten, Fahrzeughändler
und Mineralölhändler wurden beim Aufbau einer Fahrzeugflotte
und eines Tankstellennetzes eingebunden.
Ein
Treibstoff für die Region
Die Rohstoffe zur Produktion von Bio-Ethanol, wie Getreide, stammen
aus der Landwirtschaft. In Deutschland existieren bereits einige
Produktionsanlagen. Auch im Chiemgau entwickeln sich bereits Projektideen
zu Herstellung von Bio-Ethanol. Sie unterstützen also in jedem
Fall den ländlichen Raum.
Die Initiative sollte analog zur Bio-Ethanol-Initiative
Straubing, die erfolgreich zur Etablierung von E85 in Straubing
beigetragen hat, die Markteinführung von E85 in der Region
Chiemgau vorantreiben.
Ziel war und ist auch über
den geförderten Projektzeitlauf hinaus, die Einrichtung von
mindestens zwei E85 Tankstellen in der Region sowie gleichzeitig
der Aufbau eines Fuhrparks von E85-Fahrzeugen, um die Tankstellen
wirtschaftlich betreiben zu können. Zusätzlich sollten
und sollen auch in Zukunft weitere Anwendungsbereiche für E85
gefunden werden wie z. B. Motorroller, Rasenmäher oder Motorboote.
Hierzu wurden Informationsveranstaltungen für Landwirte/ Verbraucher/
Kfz-Betrieb/ "Sonderverbraucher", Gespräche mit Automobilhäusern,
Mineralölhandel und Tankstellen sowie landwirtschaftlichen
Organisation durchgeführt.
Auch eine Eco-Tour wurde durchgeführt, die dem sparsamsten
Fahrer einen Rasenmäher als Gewinn einbrachte (Pressemeldung).
Förderung
im Rahmen der Initiative
Um
die Ziele der Initiative, die Einrichtung von mindestens zwei E85
Tankstellen in der Region sowie gleichzeitig der Aufbau eines Fuhrparks
von E85-Fahrzeugen, zu erreichen, konnte im Rahmen der Initiative
eine Förderung für die "Kraftstoff-spezifische"
Wartung beantragt werden.
Die "Kraftstoff-spezifische"
Wartung der E85-Fahrzeuge oder Geräte (z. B. Motorroller, Rasenmäher
oder Motorboote) konnte im Projektzeitraum finanziell bis zu einem
Rechnungsbetrag von 300,- Euro unterstützt werden. Die Initiative
übernahm 70 Prozent der Kosten, der Fahrzeugbetreiber die restlichen
30. Unterstützt wurden Wartungskosten, die in einem Zusammenhang
mit dem Betrieb von E85 hatten, wie z. B. Kraftstofffilter, Zündkerzen,
Motoröl, Motorölfilter, Luftfilter, Einstellarbeiten an
Zündung und Gemischbildung. Die finanzielle Unterstützung
war an Auflagen gebunden, z. B. hatte der Fahrzeugbetreiber über
seine Erfahrungen mit Hilfe eines Fragebogens zu berichten.
Informationen über den Projektverlauf
sind bei C.A.R.M.E.N. (Hubert Maierhofer) oder
im Endbericht (Download,
715 kb) erhältlich.
Weitere Informationen zur Bio-Ethanol-Initiative
Chiemgau-Inn-Salzach:
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