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Informationen für die Presse
2009 Spitzenjahr für neue Biomasseheizwerke
in Bayern
Die Zahl von 36 neuen Biomasseheizwerken, die
nachhaltig und CO2-neutral Wärme erzeugen, ist ein Spitzenwert der
vergangenen Jahre
Straubing, 15. Februar
2010* (cs) * Der Anteil der Biomasse am
Primärenergieverbrauch in Bayern lag bereits 2007 bei 7,3%. Fast
die Hälfte davon wird aus Holz gewonnen. Damit ist Holz in Bayern
der bedeutendste regenerative Energieträger. Ein Großteil dieser
im Holz gespeicherten Sonnenenergie wird in Einzelfeuerstätten und
in Biomasseheizwerken in Wärme umgesetzt, ein Zehntel des Energieholzes
erzeugt zudem Strom, der in der Regel in größeren Anlagen gewonnen
wird.
Die Verbrennung von Holzhackschnitzeln aus dem Wald oder aus der Landschaftspflege
in Biomasseheizwerken ist eine besonders effiziente Methode, Wärme
aus Holz zu gewinnen. Seit den frühen 1990er Jahren gewährt
das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft
und Forsten im Rahmen des Gesamtkonzepts Nachwachsende Rohstoffe Investitionsförderung
für die Errichtung solcher Biomasseheizwerke.
Die Förderung erfolgt nach der Prüfung von Umsetzungskriterien,
die sich erfahrungsgemäß positiv auf den Betrieb dieser Anlagen
auswirken. C.A.R.M.E.N. e.V. bewertet Projekte im Auftrag des Freistaates
Bayern anhand dieser Kriterien auf ökonomische und ökologische
Sinnhaftigkeit sowie auf technische Machbarkeit. Dies geschieht bereits,
bevor teure bauliche Maßnahmen umgesetzt werden, womit eine Hilfestellung
geleistet wird, eventuelle Fehlinvestitionen zu vermeiden. Diese Bewertung
dient dem Technologie- und Förderzentrum (TFZ) als Entscheidungsgrundlage
für oder gegen eine Förderung des Projektes. Das TFZ ist ebenso
wie C.A.R.M.E.N. im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe
in Straubing ansässig ist und reicht als staatliche Behörde
die Förderung aus.
Seitdem sich der Preis von Heizöl unberechenbaren Schwankungen mit
zum Teil beträchtlichen Ausschlägen nach oben ausgesetzt sieht,
ist der Anreiz hoch, in die Errichtung von relativ gut kalkulierbaren
Biomasseheizwerken zu investieren.
Das wird durch die Zahl von 38 Stellungnahmen verdeutlicht, die C.A.R.M.E.N.
im Jahr 2009 erstellt hat. Zu den über 300 in Bayern bereits bestehenden
Biomasseheizwerken gehen somit 36 neue Anlagen und zwei Erweiterungen
in Betrieb. Allein durch die neuen Werke und durch die beiden Erweiterungen
bestehender Anlagen werden pro Jahr knapp 12 Mio. Liter Heizöl durch
etwa 42.500 t Hackschnitzel und Holzpellets ersetzt.
Dies bedeutet nicht nur eine hohe Reduktion des Kohlendioxidausstoßes,
sondern auch eine beträchtliche Investitionssumme von voraussichtlich
über 36 Mio. € im Jahr 2010. Damit ist gleichzeitig mit der
Drosselung des Mittelabflusses durch verminderten Heizöl- und Erdgasbezug
ein bemerkenswerter Investitionsschub in den jeweiligen Regionen zu verzeichnen.
Die Vollkosten für 10 kWh Wärme aus den begutachteten Biomasseheizwerken
- das entspricht etwa dem Energiegehalt eines Liters Heizöl - inklusive
Technik, Mannstunden, Biobrennstoff etc. betragen - unter Berücksichtigung
einer möglichen Förderung - derzeit durchschnittlich knapp 75
Cent. Damit ist die Nutzung des Bioenergieträgers Holz wirtschaftlich
interessant und gegenüber fossilen Brennstoffen konkurrenzfähig.
Zudem spart die Allgemeinheit bei einer derartig nachhaltigen Nutzungsform
zum einen die Folgekosten fortschreitender Klimaerwärmung und zum
anderen ist eine deutliche regionale Wertschöpfung zu verzeichnen.
Informationen und Programm: C.A.R.M.E.N. e.V., Schulgasse 18, 94315 Straubing,
Tel.: 09421/960-300, E-Mail: contact@carmen-ev.de
Circa 2.800 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar
erbeten.
Presseanfragen an Ursula Schulte, Tel. 09421 - 960-349
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