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Informationen für die Presse 15. C.A.R.M.E.N.-Forum in Straubing 200 Teilnehmer informierten sich zu Bayerischen
Wäldern - Klimaschutz und Wirtschaftsfaktor Laut Bayerns Forstminister Josef Miller machen sich derzeit
vier Herausforderungen mit ungeheurer Dynamik bemerkbar, der Hunger nach
Nahrung und Wasser, der Hunger nach Energie, der Erhalt der biologischen
Vielfalt und die Abmilderung der Folgen des Klimawandels. Zu allen diesen
Punkten können Land- und Forstwirtschaft wertvolle Beiträge
leisten. Neben der reinen Holzproduktion hat der Wald noch weitere wichtige
Funktionen, als Ruhe- und Erholungsraum für Menschen und Rückzugsraum
für Tiere und Pflanzen sowie die Erfüllung von Schutzfunktionen
wie Boden-, Trinkwasser- oder Hochwasserschutz. Cluster Forst und Holz in Bayern Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Forstwirtschaft in Bayern erläuterte Olaf Schmidt, Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF). Anhand sogenannter Klimahüllen verdeutlichte Schmidt, dass sich die Buche zwar weiterhin in Bayern wohlfühlen wird, für die Fichte, die etwa 44 Prozent Anteil am bayerischen Nadelholz besitzt, wird es jedoch in Zukunft zu warm werden. Eine forstliche Zukunftsaufgabe besteht darin, diesen Anteil zu senken, um die Anfälligkeit der Wälder zu mindern. Holz und Klimaschutz Biokunststoffe aus Holz Dr. Ralph Lehnen von der Uni Hamburg präsentierte Phenol-Formaldehyd-Harze auf Basis Nachwachsender Rohstoffe. Diese Harze werden in Formteilen, Lacken oder Automobilteilen eingesetzt. Etwa drei Millionen werden weltweit unter Verwendung von Rohöl produziert. Nachwachsende Rohstoffe auf Basis von Lignin oder Tannin können Rohöl hier teilweise oder auch vollständig ersetzen, dennoch ist noch ein erheblicher Forschungs- und Entwicklungsbedarf hinsichtlich der Konkurrenzfähigkeit von Klebstoffen auf Nawaros-Basis erforderlich. Holz als Brennstoff Die Brennstofflogistik war Thema von Volkmar Schäfer von der eta Energieberatung GbR. Er machte deutlich, dass es einen bundesweiten Handel mit Energieholz und Waldhackschnitzeln derzeit noch nicht gibt. Besonders im Privatwald liegen größere flächenbezogene Mengenpotenziale, bei deren Vermarktung Forstbetriebsgemeinschaften und Waldbauernvereinigungen helfen können. Über das Thema "Ressource Wald - Potenzial und langfristige Sicherung" referierte Dr. Herbert Borchert von der LWF. Auf Grundlage der Bundeswaldinventuren wurden Nutzungsszenarien für die Entwicklung des Holzaufkommens über einen Zeitraum von 30 Jahren entwickelt. Aufgrund von klimaschutzbedingten Waldumbaumaßnahmen sowie durch Trockenheit und Borkenkäferbefall könnten die Holzvorräte der Fichte abgebaut werden. Schnellwachsende Baumarten können helfen, dass Rohholzpotenzial zu erhöhen. Dr. Rudolf Freidhager von der Bayerischen Staatsforsten AöR berichtete über die Holzvermarktung. Datenerhebungen der Staatsforsten zeigen einen geringeren Zuwachs im bayerischen Staatswald als die Bundeswaldinventur angibt. Die Bayerische Staatsforsten wird auf dem Holzmarkt in den nächsten Jahren eher weniger Holz anbieten. Dabei wird sich die Vermarktungsstrategie eher in Richtung langfristige Verträge mit Groß- und Kleinkunden entwickeln. Die "Vermarktung von Biomasse am Beispiel Hackschnitzel" erläuterte Karl Oberschmid von der Planko-Bio-Net GmbH & Co. KG. Die Potenziale Erneuerbarer Energien sind in allen Sparten noch ausbaufähig. Im Heizbereich wird Biomasse eine Schlüsselrolle spielen, weshalb hier weiterhin Arbeitsplätze entstehen werden. Dabei gewinnen Hackschnitzelheizungen zunehmend an Bedeutung. Die öffentliche Hand sollte hier weiter beispielgebend vorangehen. Ein Tagungsband zur Veranstaltung für 15,95 Euro (zzgl. MwSt. und Versand) ist bei C.A.R.M.E.N. erhältlich. Infos: C.A.R.M.E.N. e.V., Tel: 09421/960-300, die
Vorträge können
im Internet bei heruntergeladen werden.
Circa 5.800 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar
erbeten.
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