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Ernst-Pelz-Preis, Förderpreis Nach-wachsende Rohstoffe und 1. Medienpreis verliehen

Herausragendes Engagement für Nachwachsende Rohstoffe gewürdigt

Straubing, 10. Juli 2008* (eh) *Zum Staatsempfang durch den Bayerischen Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten, Josef Miller, im Rahmen des 16. C.A.R.M.E.N.-Symposiums fanden sich in der Würzburger Residenz annähernd 200 Gäste ein, die die Preisverleihung miterleben wollten.
Der Ernst-Pelz-Preis und der Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe der Bayerischen Staatsregierung für Landwirtschaft und Forsten wurden bereits zum 16. Mal verliehen. Beide Preise sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert.

Ernst-Pelz-Preis 2007 geht an Agrokraft GmbH
Der Ernst-Pelz-Preis wurde von Peter Pelz zur Erinnerung an seinen Vater gestiftet. Der Preis ehrt nach der Satzung "Persönlichkeiten, die sich durch Inkaufnahme wirtschaftlicher Risiken oder durch überragendes persönliches Engagement bei der Förderung heimischer nachwachsender Rohstoffe hervortaten und sich freiheitlich-humanen Grundwerten verpflichtet fühlen."
Die Agrokraft GmbH aus Bad Neustadt an der Saale bekommt den Ernst-Pelz Preis 2007 für ihr intelligentes und überlegtes Herangehen an Bioenergieprojekte, so Staatsminister Miller in seiner Laudatio. Die Agrokraft GmbH mit ihren Gründungsmitgliedern Bayerischer Bauernverband und Maschinen- und Betriebshelferring Rhön-Grabfeld e.V. organisiert Bioenergieprojekte nach dem Leitsatz "von Bauern, mit Bauern, für Bauern". Dieses Konzept hat die Agrokraft GmbH bei ihrer Biogasanlage in Bad Königshofen umgesetzt. Die Anlage ist Eigentum der Bioenergie Bad Königshofen GmbH, bei der 37 Landwirte aus nächster Umgebung als Investoren und Rohstofflieferanten fungieren. Hauptwärmeabnehmer der Biogasanlage ist das Thermalbad des Kurortes.
Mathias Klöffel und Michael Distel, die den Preis stellvertretend für die Agrokraft GmbH entgegen nahmen, zeigten sich sehr geehrt von der Auszeichnung. Sie betonten in ihrer Dankesrede, wie wichtig es sei, den ländlichen Raum durch regionale Wertschöpfung zu stärken.
Auch Jochen Pelz, der Sohn des Stifters Peter Pelz, zeigte sich von dem Innovationspotential der Agrokraft GmbH beeindruckt und stellte die Bedeutung des Biogasprojektes für die Region heraus. Das Motto "Think global, act local" habe hier gegriffen, so Pelz.

Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe für rapsölbasierten Entschäumer
Der Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe des Bayerischen Staatsministeriums für Landwirtschaft und Forsten wurde geschaffen, um wegweisende Produkte oder Produktgruppen hervorzuheben und wird Unternehmen oder Personen verliehen, die sich um Innovationen verdient gemacht haben.
Die Rudolf Chemie GmbH in Geretsried ist ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Herstellung chemischer Produkte für die Textilindustrie spezialisiert hat. Den Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe erhielt die Rudolf Chemie für die Entwicklung eines rapsölbasierten Entschäumers, der sehr gut biologisch abbaubar ist. Entschäumer werden in der Textilverarbeitung vor allem beim Färbeprozess benötigt, um ein gleichmäßiges Farbergebnis zu gewährleisten.
"Das Produkt verbindet Ökologie und Ökonomie mit hoher technischer Perfektion", lobte Staatsminister Miller.
Rudolf Hager, Mitarbeiter der Rudolf Chemie, bedankte sich für die Auszeichnung und stellte in Aussicht, das Preisgeld zur Hälfte dem Institut für Textilchemie und Textilveredelung der FH Münchberg zur Verfügung zu stellen. Die andere Hälfte soll zur Förderung Nachwachsender Rohstoffe gespendet werden.

Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt erhält Medienpreis Nachwachsende Rohstoffe

Beim diesjährigen C.A.R.M.E.N.-Symposium wurde für herausragende journalistische Leistungen im Themengebiet Nachwachsende Rohstoffe erstmals der Medienpreis der Stiftung Nachwachsende Rohstoffe verliehen. Diese Auszeichnung soll Ansporn und Förderung für Medienschaffende sein, die sich mit den Chancen und Risiken der Nachwachsenden Rohstoffe beschäftigen und mit ihrer Berichterstattung zur Information und Meinungsbildung beitragen.
Der Preisträger wurde vom Stiftungsrat unter dem Vorsitz des Präsidenten des Bayerischen Landtages Alois Glück und dem Stiftungsvorstand ausgewählt.
Der mit 2.500 Euro dotierte Medienpreis ging an das Bayerische Landwirtschaftliche Wochenblatt. Diese Wochenzeitschrift berichtet seit fast 30 Jahren über die Thematik der Nachwachsenden Rohstoffe. Damit hat sie entscheidend zur Meinungsbildung, besonders unter den Landwirten, beigetragen. Das Bayerische Landwirtschaftliche Wochenblatt habe als eines der ersten Medien die Bedeutung der Biomassenutzung erkannt und kompetent, umfassend, aber auch kritisch darüber berichtet, stellte der Landwirtschaftsminister heraus.
Sepp Kellerer, stellvertretender Chefredakteur des Wochenblatts, nahm die Auszeichnung entgegen. Er fühle sich sehr geehrt, daran mitarbeiten zu können, die Zukunft lebenswert zu gestalten, sagte Kellerer in seiner Erwiderung auf die Laudatio. Das Landwirtschaftliche Wochenblatt habe außerdem beschlossen, das Preisgeld in der Stiftung Nachwachsende Rohstoffe zu belassen, um damit junge Wissenschaftler zu fördern, die sich mit dem Thema Nachwachsende Rohstoffe beschäftigen.
Die Stiftung Nachwachsende Rohstoffe konnte das C.A.R.M.E.N.-Mitglied Hans Fritz aus Rimsting dafür gewinnen, das Logo der Stiftung - einen Baum, der zusammen mit der Sonne den Kreislauf der Natur und Biomassenutzung darstellt - aus einer Buchenholzscheibe künstlerisch herauszuarbeiten. Dieses sichtbare Symbol des Medienpreises wurde Sepp Kellerer zusammen mit der Urkunde und dem Preisgeld überreicht.
Umrahmt wurde der Festakt durch Arien aus der Oper Carmen, die das Ensemble des Mainfranken-Theaters Würzburg zum besten gab.

Informationen: C.A.R.M.E.N. e.V., Schulgasse 18, 94315 Straubing, Tel.: 09421-960-300,
E-Mail: contact@carmen-ev.de

Circa 5.800 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar erbeten.
Presseanfragen an Ursula Schulte, Tel. 09421 - 960-349

 
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