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Zukunft sichern mit Nachwachsenden Rohstoffen

16. C.A.R.M.E.N.-Symposium in Würzburg

Straubing, 12. Juni 2008* (eh)
*Am 6. Juni verabschiedeten die Abgeordneten des Deutschen Bundestages das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das voraussichtlich am 4. Juli durch den Bundesrat bestätigt wird. Zusammen mit dem EEG wurde das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) verabschiedet. Das EEWärmeG verpflichtet Eigentümer neuer Gebäude dazu, ihren Wärmebedarf anteilig aus Erneuerbaren Energien zu decken. Beide Gesetze sollen zum 1. Januar 2009 in Kraft treten. Damit will die Bundesregierung die Voraussetzungen schaffen, um ihre Klimaschutzziele realisieren zu können.
Beim 16. C.A.R.M.E.N.-Symposium "Zukunft sichern mit Nachwachsenden Rohstoffen" am 7. und 8. Juli 2008 in der Würzburger Festung Marienberg werden diese neuen Rahmenbedingungen zur Biomassenutzung diskutiert.
Am Montag, den 7. Juli wird im 2. Fachblock "Aktuelle Förderinstrumente für Biomasse" ein Vertreter des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) über den Status Quo beim EEG, EEWärmeG, Marktanreizprogramm (MAP) und GasnetzzugangsVO referieren. MdB Helmut Lamp vom Bundesverband BioEnergie e.V. nimmt eine Einschätzung der neuen Rahmenbedingungen für die Bioenergiebranche vor und zeigt deren Perspektiven auf. Eine Bewertung der Ist-Situation und die Perspektiven speziell für die Landwirtschaft stellt der Vorsitzende des DBV-Fachausschusses Nachwachsender Rohstoffe und Bioenergie Rainer Tietböhl, dar.
Beim Fachplenum am Montagvormittag stellt Pater Christoph Gerhard, Prior der Benediktinerabtei Münsterschwarzach, die Energieprojekte seiner Abtei mit dem Vortrag "Aus der Schöpfung leben - Erneuerbare Energien nutzen" vor. Jakob Opperer, Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) geht im Anschluss daran auf die durch den Klimawandel bedingten Herausforderungen für die Landwirtschaft ein.
Im Vortragsblock "Holzfeuerungen und Feinstaub" werden die Auswirkungen von Feinstäuben auf den Menschen thematisiert und den Zuhörern Praxiserfahrungen mit Partikelfiltern für Kleinfeuerungsanlagen nahegebracht. Dr. Hans Hartmann vom Technologie- und Förderzentrum berichtet hierbei über aktuelle Forschungsergebnisse im Bereich Feinstaubemissionen aus kleinen Holzfeuerungen.
Parallel dazu referieren fünf Experten zum Thema Biokraftstoffe. Prof. Dr. Hubert Weiger vom Bund Naturschutz in Bayern (BN) diskutiert in seinem Vortrag das Pro und Contra nachhaltiger Mobilität mit Biokraftstoffen. Fahrzeugauslegung und Antriebskonzepte kommen zur Sprache, Dr. Jakob Seiler vom Verband der Automobilindustrie e.V. stellt die Kraftstoffstrategie der deutschen Automobilindustrie vor und Klaus Thuneke vom Technologie- und Förderzentrum (TFZ) berichtet über Abgasemissionen und die Anforderungen beim Einsatz von Rapsölkraftstoff. Das Bio-Ethanol-Netzwerk Bayern und die Fortsetzung der Markteinführung von E85 präsentiert Hubert Maierhofer von C.A.R.M.E.N.

Der Bayerische Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten, Josef Miller, lädt abends zum Staatsempfang in die Würzburger Residenz. Er übergibt dort den Ernst-Pelz-Preis 2007, den Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe 2007 des Bayerischen Staatsministeriums für Landwirtschaft und Forsten sowie erstmals den Medienpreis 2008 der Stiftung Nachwachsende Rohstoffe.
Am Dienstag, den 8. Juli referiert im Auftaktvortrag Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich, Leiter des Wissenschaftszentrums in Straubing und Mitglied des Sachverständigenrates für Umweltfragen der Bundesregierung über Biogas aus der Sicht dieses Gremiums.
Die Möglichkeiten der Effizienzsteigerung des Biogasprozesses werden im Folgenden näher betrachtet: Dr. Andreas Gronauer von der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) gibt Auskunft über den Stand der Forschung und Entwicklung für die Steigerung der Prozesseffizienz in Biogasfermentern und Dr. Matthias Franke vom ATZ Entwicklungszentrum stellt innovative Ansätze zur Optimierung der Biogaserzeugung aus Biomasse und Abfall dar.
Sinnvolle Wärmeverwertungswege bei Biogasanlagen stehen ebenfalls im Fokus, insbesondere wird über Wärmenutzungsoptionen für Biogasanlagen referiert und mobile Wärmespeicher (u.a. Zeolith, Wasser, Salz) verglichen.
Bei den parallel laufenden Vorträgen am zweiten Tag des C.A.R.M.E.N.-Symposiums, die sich mit der stofflichen Nutzung von Nachwachsenden Rohstoffen beschäftigen, hält Prof. Dr. Birgit Kamm vom Forschungsinstitut Bioaktive Polymersysteme e.V. der Universität Potsdam das Auftaktreferat: "Bioraffinerie - Stand der Technik und internationale Aktivitäten".
Daran schließen sich zwei Vorträge aus dem Fachbereich Plattformchemikalien für die chemische Industrie an. Zum einen spricht Rainer Schweppe vom Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie über biobasierte Plattformchemikalien, Monomere und Polymere, zum anderen referiert Dr. Doris Schieder vom Wissenschaftszentrum Straubing über die mikrobiologische Synthese von 2,3-Butandiol.
Produkte für die chemisch-technische Industrie werden den Zuhörern im nächsten Vortragsblock präsentiert. Ein pflanzliches Bindemittel für die Herstellung von farbigem Heißmischgut und Oberflächenbeschichtungen stellt Tim Puttfarcken von der Colas Bauchemie GmbH vor und Dr. Rainer Braun von der Rudolf GmbH erläutert die Eigenschaften silikonfreier Entschäumer der neuen Generation.
Am Nachmittag stehen zwei Exkursionen mit Fachdiskussionen auf dem Programm. Interessierte können zwischen einer Besichtigung der Biogasanlage in Bad Königshofen oder der Energieprojekte der Benediktinerabtei Münsterschwarzach wählen.

Weitere Informationen: C.A.R.M.E.N. e.V., Sabine Haselbeck, Schulgasse 18, 94315 Straubing, Tel.: 09421-960-300, Fax: -333, E-Mail: ha@carmen-ev.de. Das Programm und ein Anmeldeformular können heruntergeladen werden.

Circa 5.800 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar erbeten.
Presseanfragen an Ursula Schulte, Tel. 09421 - 960-349

 
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