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C.A.R.M.E.N.-Jahrbuch 2006/2007 erschienen

Branchenübersicht mit Adressverzeichnis




Straubing, Juli 2007 * (schu)
* Nach den Erfolgen der ersten beiden Ausgaben veröffentlicht C.A.R.M.E.N., mit Unterstützung durch das Bayerische Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten, nun das Jahrbuch 2006/2007 "Nachwachsende Rohstoffe - Wirtschaftsfaktor Biomasse".

Als eine der schwersten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts wird die intelligente Nut-zung und Bereitstellung von Energie angesehen. Die Bedeutung, die hierbei den erneuer-baren Energien zugute kommt, zeigt sich nicht nur in einem Anstieg der Preise für fossile Energieträger. Auch die politischen Rahmenbedingungen für regenerative Energien wur-den verbessert und die Branche verzeichnet einen wirtschaftlichen Aufschwung.

Im Vordergrund der C.A.R.M.E.N.-Neuerscheinung steht deshalb die Biomassenutzung als Wirtschaftsfaktor, sowie ihre bisherigen Erfolge und Potenziale. Aktuelle Entwicklungen und der Status Quo der industriellen und energetischen Nutzung werden von namhaften Auto-ren und C.A.R.M.E.N.-Mitarbeitern dargestellt.

Als unverzichtbares Nachschlagewerk beinhaltet das Jahrbuch eine umfassende Samm-lung von internationalen Adressen der Firmen und Einrichtungen, die sich mit dem Thema Nachwachsende Rohstoffe beschäftigen. Auch in dieser Zusammenstellung spiegelt sich der enorme Zuwachs, die Bandbreite und das Potenzial der Biomassebranche.

Bayerns Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten, Josef Miller, bewertet das C.A.R.M.E.N.-Jahrbuch als wichtiges Branchenverzeichnis, das die positive Entwicklung und zunehmende Etablierung der Nachwachsenden Rohstoffe dokumentiert und so zur Verbrei-tung von Innovationen und Standards auf dem Sektor Biomasse beiträgt.

Das Jahrbuch 2006/2007 "Nachwachsende Rohstoffe - Wirtschaftsfaktor Biomasse" ist für 19,95 Euro (zzgl. 7 % MwSt. und Versand) bei C.A.R.M.E.N. erhältlich.

Informationen: C.A.R.M.E.N. e.V., Schulgasse 18, 94315 Straubing, Tel.: 09421/960-300, Fax: 333, E-Mail: contact@carmen-ev.de (http://www.carmen-ev.de)

Circa 1.700 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar erbeten.
Presseanfragen an Ursula Schulte, Tel. 09421 - 960-349

Vorwort für das dritte Jahrbuch "Nachwachsende Rohstoffe" von C.A.R.M.E.N. e.V.
Bayerischer Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten, Josef Miller

Das vorliegende dritte C.A.R.M.E.N.-Jahrbuch 2006 / 2007 gibt wieder interessante Einblicke in die überaus dynamische Weiterentwicklung der Nachwachsenden Rohstoffe, die wir in den letzten bei-den Jahren beobachten konnten. Viel Neues hat sich dabei gerade bei der Besteuerung von Bio-kraftstoffen ergeben, aber auch im Bereich Biogas und dessen Veredelung zu Biomethan sowie bei den Festbrennstoffen, insbesondere bei Holzpellets.
Vor zehn Jahren hätte wohl niemand die Prognose gewagt, dass Holzfeuerungen, Biokraftstoffe und Biogasanlagen binnen weniger Jahre eine solche Bedeutung erlangen würden, wie sie sie heute zweifelsohne haben. Wir haben in Bayern das Thema allerdings schon länger im wahrsten Sinne des Wortes "beackert" und in den letzten 15 Jahren eine aktive und entschlossene Förderpolitik verfolgt. Von 1990 bis Ende 2006 wurden rund 220 Mio. €, davon allein 179 Mio. € Landesmittel, für die Förderung Nachwachsender Rohstoffe bereitgestellt. Die hohen Energiepreise begünstigen den Einsatz von Biomasse außerordentlich. Das schafft neue Einkommensmöglichkeiten für die Land-wirtschaft sowie die ihr vor- und nachgelagerten Bereiche.
Vor acht Jahren haben wir Neuland betreten und an der Schwelle zum neuen Jahrtausend ein da-mals einzigartiges Projekt auf die Beine gestellt: Das Kompetenzzentrum für Nachwachsende Roh-stoffe am Standort Straubing. Dafür haben wir bisher rund 34 Mio. € bereitgestellt. In Straubing ha-ben wir die Aktivitäten Bayerns im Bereich der Biomasse gebündelt. Für die anwendungsorientierte Forschung sowie die Förderung bei Nachwachsenden Rohstoffen wurden durch die Errichtung des Technologie- und Förderzentrums hervorragende Voraussetzungen geschaffen.
Eine weitere wichtige Säule des Kompetenzzentrums ist das Wissenschaftszentrum als gemeinsa-me Einrichtung der Technischen Universität München und der Fachhochschule Weihenstephan. Zwischenzeitlich sind als weitere Partner die Fachhochschule Deggendorf, die Universität Regens-burg und die Fachhochschule Regensburg hinzugekommen. Assoziierte Partner sind die Fach-hochschule Amberg-Weiden sowie das ATZ-Entwicklungszentrum in Sulzbach-Rosenberg. Dritte Säule des Kompetenzzentrums ist C.A.R.M.E.N. e.V., das wichtige Aufgaben in den Bereichen Bil-dung, Information, Beratung und Technologietransfer wahrnimmt.
Jeder, der Antworten zu Fragen bezüglich der Nachwachsenden Rohstoffe sucht, findet in Strau-bing den richtigen Ansprechpartner. Die Stadt Straubing bezeichnet sich daher seit geraumer Zeit als die "Stadt der Nachwachsenden Rohstoffe". Mittlerweile findet dieses Beispiel eifrige Nachah-mer.
Bayern hat bei der energetischen Verwertung von Biomasse in den letzten 15 Jahren viel erreicht. Biomasse einzusetzen bedeutet, aktiven Klimaschutz zu betreiben. Ausgehend von 92 Mio. t CO2 Emissionen im Jahr 1998 strebt die Bayerische Staatsregierung eine Reduktion um 12 Mio. t auf einen Wert von 80 Mio. t im Jahr 2010 an. Während im Ausgangsjahr 1998 durch die Bioenergie-nutzung schon rund 4,8 Mio. t CO2 vermieden wurden, waren es im Jahr 2003 bereits rund 6,6 Mio. t CO2. Allein durch die Steigerung der energetischen Verwertung von Biomasse konnten also innerhalb von fünf Jahren rund 1,8 Mio. t CO2 zusätzlich vermieden werden.
Dies entspricht bereits 15 % der angestrebten CO2-Emissionsminderung. Ich bin zuversichtlich, dass wir in Zukunft sogar beachtliche 20 % erreichen!
Bei der Nutzung von Nachwachsenden Rohstoffen wurde bereits ein enorm hohes Niveau erreicht. Sie kommt nicht nur der Umwelt zugute, sondern ist zugleich auch eine Chance für unsere Land- und Forstwirte und für den gesamten ländlichen Raum. Land- und Forstwirtschaft können ein inte-griertes Food-, Energie- sowie Rohstoff-Management anbieten und betreiben.
Wir werden daher auch in Zukunft die vielfältigen Möglichkeiten und Perspektiven im Bereich der Nachwachsenden Rohstoffe konsequent aufgreifen und nutzen!

Josef Miller, Bayerischer Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten



 
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