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Informationen für die Presse Über 300 Teilnehmer beim C.A.R.M.E.N.-Symposium Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, darin waren sich die über 300 Symposiumsteilnehmer einig. Die Folgerungen hieraus und der Beitrag, den Nachwachsende Rohstoffe zum Klimaschutz leisten können, standen auf dem Tagungsprogramm.
Praktische Erfahrungen aus Dänemark zum Einsatz von Stroh als Energieträger wurden in einem auf englisch gehaltenen Referat vorgestellt. Elektrizität aus Stroh ist derzeit ähnlich teuer wie konventionell produzierter Strom. In Dänemark werden überwiegend 500-kg-Ballen verarbeitet, das erleichtert die Logistik, in einem Einzelfall wird das Stroh zuvor pelletiert. Dampfturbinen zur dezentralen Versorgung mit Energie und Wärme waren Thema des abschließenden Referats dieses Fachblocks. Sie werden in Kraftwerken für fossile und Kernbrennstoffe eingesetzt. Aufgrund ihres geringen Wartungsaufwandes können sie auch weiterhin ihre Position behaupten und nach entsprechenden Umbaumaßnahmen ebenfalls zur Dampfherstellung in Hackschnitzelheizungsanlagen zum Einsatz kommen.
Schmierstoffe können ebenfalls ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Zwar stammen die in Deutschland eingesetzten Stoffe überwiegend aus der Petrochemie, jedoch gibt es vielfältige Biomassebasierte Alternativen. Deren ökologische Vor- und Nachteile wiederum hängen von den eingesetzten Biomasserohstoffen und der Verwendungsart ab. Das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt befindet sich mit einer Anbaufläche von 15.000 ha in der bayerischen Hallertau. Auch wenn Hopfen für die Bierherstellung eingesetzt wird, bleiben noch reichlich Abfälle übrig, die bisher kaum Verwertung fanden. Durch die einzigartige Struktur der Hopfenrebe, die im Querschnitt ein Röhrensystem aufweist, kann z. B. eine Verwendung als Isolationsmaterial möglich sein. Biokunststoffe, die häufig Nachwachsende Rohstoffe enthalten und kompostierbar sind, können während der gesamten Nutzungsphase durch Lebenszyklusanalysen in ihren Umweltauswirkungen beschrieben und weiter optimiert werden. Diese Daten können durch eine Umweltprodukterklärung in einer einheitlichen Form auch an den Kunden kommuniziert werden. Für viele Mater-Bi-Produkte hat die Firma Novamont diese Analysen und Beschreibungen bereits erstellt. Als weiteres erfolgreiches Produkt aus Nachwachsenden Rohstoffen wurde auch das kompostierbare T-Shirt von Trigema vorgestellt.
Die Brennstoffzelle kann ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Stromausbeute und der Ökoeffizienz leisten. Hinsichtlich der Biokraftstoffe hat in Deutschland und Europa Biodiesel große Bedeutung, Bio-Ethanol holt auf. In allen übrigen Kontinenten ist Ethanol der meistgenutzte Biokraftstoff, jedoch entstehen zunehmend auch Biodieselanlagen. Ein breiteres Pflanzenspektrum für die Produktion von Biokraftstoffen dürfte erst mittelfristig bedeutsam sein. Zum Abschluss des Symposiums nutzten jeweils gut 50 Interessierte die Gelegenheit die Biomethananlage in Pliening bei München oder die Campa-Ölmühle in Straubing auf Exkursionen zu besichtigen.
Circa 5.000 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar
erbeten.
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