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15. C.A.R.M.E.N.-Symposium:

Nachwachsende Rohstoffe - Ein nachhaltiger Beitrag zum Klimaschutz



Straubing, 26. Juni 2007 * (emh)
* Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und der Verknappung fossiler Ressourcen gewinnt die Energieerzeugung aus Nachwachsenden Rohstoffen mehr und mehr an Bedeutung. Der verstärkte Ausbau erneuerbarer Energien ist ein wichtiges Instrument von Bundes- und Staatsregierung zur Erfüllung der verbindlichen EU-Klimaschutzziele. Denn der Einsatz von Nachwachsenden Rohstoffen wirkt sich positiv auf die CO2-Bilanz aus und trägt zur Reduzierung des Treibhauseffektes bei.

Fachplenum und Vorträge zur energetischen und stofflichen Nutzung stehen dieses Jahr beim 15. C.A.R.M.E.N.-Symposium ganz im Zeichen von Klimaschutz und Klimawandel. Prof. Hartmut Graßl, Vorsitzender des Bayerischen Klimarates, eröffnet das Fachplenum mit einer Ausführung zum globalen Klimawandel und diskutiert im Anschluss die Konsequenzen der deutschen Klimapolitik mit dem Auditorium. Die Auswirkungen der Klimaveränderung auf die Landwirtschaft bilden einen weiteren Schwerpunkt seines Vortrags.

Der energetische Vortragsblock greift unter anderem die ökologischen und ökonomischen Aspekte der Treibgasemissionen bei der Nutzung von Biomasse auf. Prof. Alois Heißenhuber geht dabei auf volkswirtschaftliche und landwirtschaftliche Sichtweisen und Bedürfnisse ein.
Das Bundes-Immissionsschutzgesetz und Maßnahmen zur Minderung von Staubemissionen werden ebenfalls vorgestellt. Dabei fordert der Referent Dr. Stanev, Förderschwerpunkte in Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Abgasreinigungstechnik und der Optimierung von Feuerungsprozessen, da hier neuartige technische Lösungen zur Verbesserung des Staub-Emissionsverhalten beitragen würden.
Ein Überblick über Stirlingtechnologie, Strohheizungen und Dampfturbinen-BHKW ergänzen den ersten Block

Leitthema der Parallelveranstaltung zur stofflichen Nutzung ist der industrielle Klimaschutz. Die Referenten gehen auf Epoxydharze aus nativen Rohstoffen, den Beitrag von Schmierstoffen zum Klimaschutz und die Möglichkeiten der Hopfenrebenverwertung ein. Hopfenschäben, die herausgelösten inneren Teile der Hopfenreben, eignen sich wegen ihrer guten Isolationseigenschaften und hohen mechanischen Festigkeit als Material für Schüttisolationen und auch gebunden für Isolierplatten.
Über weitere Dämmstoffe und andere erfolgreiche Produkte aus Nachwachsenden Rohstoffen sowie Mater-Bi wird im zweiten Teil der Vortragsreihe berichtet.
Am Abend verleiht Staatsminister Josef Miller im Rahmen eines Staatsempfangs im Historischen Rathaussaal der Stadt Straubing den Ernst-Pelz-Preis 2006 und den Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe 2006 des Bayerischen Staatsministeriums für Landwirtschaft und Forsten.

Am zweiten Tag des Symposiums werden vormittags in einer Parallelveranstaltung der nachhaltige Umwelt- und Klimaschutz bei Biogasanlagen und Biokraftstoffen behandelt. Hubert Maierhofer von C.A.R.M.E.N. referiert beispielsweise über E85-Initiativen in Bayern. Bei E85 handelt es sich um ein Kraftstoffgemisch aus 85 Volumenprozent Ethanol und 15 Volumenprozent Superbenzin für FFV(Flexible-Fuel-Vehicle)-Fahrzeuge.
Am Nachmittag stehen eine Exkursion zur Biomethananlage in Pliening bei München oder die Besichtigung der Campa-Ölmühle in Straubing-Sand auf dem Programm.

Informationen und Anmeldung: C.A.R.M.E.N. e.V., Daniela Reitmeier, Schulgasse 18, 94315 Straubing, Tel.: 09421-960-300, E-Mail: dr@carmen-ev.de

Circa 3.480 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar erbeten.
Presseanfragen an Ursula Schulte, Tel. 09421 - 960-349

 
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