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Informationen für die Presse Bauen und Sanieren mit Nachwachsenden Rohstoffen 200 Teilnehmer beim
C.A.R.M.E.N.-Forum Architekten, Bauingenieure, Handwerker, Bauherren, Landwirte, Waldbesitzer und zahlreiche fachlich Interessierte, informierten sich über die vielfältigen Einsatzbereiche von Nachwachsenden Rohstoffen. "Baustoffe aus der Land- und Forstwirtschaft verbinden Tradition und High-Tech", betonte der C.A.R.M.E.N.-Vorstandsvorsitzende Reinhold Erlbeck in seiner Begrüßungsrede. Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller stellte heraus, dass in Bayern Holz der dominierende Nachwachsende Rohstoffe sei. Der Anteil an Ein- und Zweifamilienhäusern in Holzbauweise habe sich in den vergangenen 15 Jahren von 7,5 auf 15 Prozent verdoppelt. Vieles spreche für eine Fortsetzung dieses Trends, da es nirgendwo in Europa so vorratsreiche Wälder gebe wie im Freistaat Bayern. Gottfried Weiß von der Regierung von Niederbayern, stellte die "Energieeffizienz im Wohnungsbau" vor und ging auf den Energieausweis beim Bauen im Bestand ein, der z.B. Angaben über Energiemengen für Heizung, Warmwasser und Beleuchtung enthalten soll. Als IHK-Sachverständiger für Holzschutz und Holzschäden erläuterte Prof. Dr. H. Martin Illner von der Fachhochschule Rosenheim das "Bauen im Bestand mit Holz und Holzwerkstoffen". Er zeigte, wie wichtig die Entscheidungen für geeignete Materialien, Planung, sorgfältige Bauausführung und kompetente Bauleitung sind und dass positive Beispiele Impulse für weitere Aktivitäten beim Bauen mit Nachwachsenden Rohstoffen geben sollten. Prof. hon. Julius Natterer von der Bios Consult Natterer SA, demonstrierte anhand zahlreicher Holzbauprojekte, dass die Gesellschaft ökologische Herausforderungen nur dann bewältigen kann, wenn dem Wald ein wirtschaftlicher Wert zukommt, der die Kosten für eine nachhaltige Bewirtschaftung deckt. Der Gebrauch von Holz zur Energieerzeugung allein könne diese Ziele nicht finanzieren. Mit der "Späne-Forschung für die Wärmedämmung" befasste sich Dr. Klaus Vogel vom Sachverständigenbüro IDT, Pflaumdorf. Forschungsergebnisse zeigten, dass Holzspäne und Holzfasern vielfach für die Wärmedämmung eingesetzt werden könnten. Für die Auswahl eines Span- und Faserstoffgemisches seien neben physikalischen und technologischen Kenngrößen auch Fragen zur Verarbeitung, Ökologie und Ökonomie entscheidend, so Dr. Vogel. "Wärmedämmung im Schrägdach" mit Flachsdämmstoffen und Holzwolleplatten war Thema von Gerhard Gräf, Deutsche Heraklith GmbH. Dämmstoffe aus Nachwachsenden Rohstoffen wie Flachs und Holzwolle seien in der Lage, die Anforderungen an Wärme-, Schall- und Brandschutz sowie an das Raumklima bestens zu erfüllen. Wie diese "Dämmstoffe aus Nachwachsenden Rohstoffen in der Baupraxis" verarbeitet werden, zeigte Franz Reiner, Baubiologie IBN. Er präsentierte zahlreiche Beispiele, die als schöne und innovative Bauten eine Entscheidung zugunsten ökologischer Bauweise erleichtern soll. Prof. Dr. Klaus Sedlbauer vom Fraunhofer Institut für Bauphysik betonte, dass der Mensch fast 90 Prozent seiner Zeit in Innenräumen verbringe und diese Einfluss auf ihn ausüben. Gerade das Raumklima spiele durch richtiges Heizen, und Lüften eine wesentliche Rolle, unterstützt durch die richtige Materialauswahl, die an die baulichen Gegebenheiten angepasst sein sollte. Dass "Schallschutz und akustischer Komfort im Holzbau" möglich sind, machte Horst Drotleff, ebenfalls vom Fraunhofer Institut für Bauphysik, grafisch und akustisch, anhand von Hörproben, deutlich. Hier zeige der Holzbau Chancen und Herausforderungen. "Renovieren mit Nachwachsenden Rohstoffen", thematisierte Xaver Haas Geschäftsführer der Haas Fertigbau GmbH. Keine andere Bauweise sei so gut für Sanierungen geeignet wie der Holzbau, meinte Haas, auch wenn er am liebsten komplette Fertighäuser verkaufe. Der Holzbau könne durch den hohen Vorfertigungsgrad dem Bauherren viel Zeit, Nerven und Geld sparen. Infos: C.A.R.M.E.N. e.V., Schulgasse 18, 94315 Straubing,
Tel. 09421/960-300, Fax: -333,
Circa 3.500 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar
erbeten.
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