Newsletter/ nawaros®12/09

Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen Newsletters nawaros®

Inhalt

2010 wird alles anders
Stiftung Nachwachsende Rohstoffe
Brunner fordert Steuersenkung für Biokraftstoffe
Biokraftstoffe: Abgas-Mutagenität untersucht
Potential für biobasierte Kunststoffe
Deutscher Klimaschutzpreis 2009
Möhren statt Tomaten
-G-E-D-R-U-C-K-T-E-S-

FroHoHoHohe Weihnachten und einen guten Rutsch!
2010 wird alles anders

Neue Herausforderungen mit einer neuen Kooperation, neue Arbeitsabläufe und auch redaktionelle Umstellungen, bis hin zum Einsatz eines neuen Softwarepaketes stehen ins Haus.
Und das beim "nawaros"; einem kleinen Newsletter, der sich über mehr als eine Dekade seine Leserschaft bei einer monatlichen Auflage von gut 2.000 Exemplaren bewahren konnte.
Mit Beginn des kommenden Jahres wird C.A.R.M.E.N. im "joule", (Agrarenergie: Technik - Politik - Wirtschaft) herausgegeben vom Deutschen Landwirtschaftsverlag (dlv), eine Doppelseite gestalten.
Für Sie als bisherige nawaros-Leser, bedeutet das: Sie haben die Wahl! Nun können Sie entscheiden, ob Sie im zweimonatigen Rhythmus "joule" in den Händen halten möchten, zu einem etwas höheren Preis, dafür aber mit einem deutlichen Informationszugewinn gegenüber dem bisherigen "nawaros" und gleichzeitiger Information über C.A.R.M.E.N.-Themen.
Oder Sie nutzen weiterhin monatlich den ab jetzt kostenfreien nawaros-Newsletter, nun allerdings in elektronischer Form. Hierfür müssen Sie sich mit ihrer E-Mail-adresse bei uns registrieren. Selbstverständlich stehen Ihnen auch beide Optionen offen.
Wie Sie sich auch entscheiden, ich freue mich, Sie weiterhin über spannende Themen aus der Welt der Nachwachsenden Rohstoffe informieren zu dürfen und lade Sie schon heute zu folgenden Veranstaltungen ein:
- C.A.R.M.E.N.-Forum: "Landwirtschaftliche Flächen im Umbruch", 22. März 2010: Herzogschloss, Straubing.
- C.A.R.M.E.N.-Symposium: "Im Kreislauf der Natur - Naturstoffe für die moderne Gesellschaft", 05. bis 06. Juli 2010, Festung Marienberg, Würzburg.
In diesem Sinne: "Auf ein Neues", ein informatives, ein erfolgreiches und vor allen Dingen ein gesundes Jahr, für Sie und auch die Nachwachsenden Rohstoffe.
P. S. Bitte denken Sie daran, das Fax-Dokument baldmöglichst ausgefüllt an uns zurück zu senden.


Stiftung Nachwachsende Rohstoffe
Rat und Vorstand formieren sich neu

Medienpreis Nachwachsende Rohstoffe wird künftig vom Straubinger Tagblatt gestiftet
Die Stiftung Nachwachsende Rohstoffe, die von C.A.R.M.E.N. gegründet wurde, hat sich zum Ziel gesetzt, die Nutzung Nachwachsender Rohstoffe schnell und flexibel zu fördern. Bei der Stiftungsversammlung im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im November standen die Neuwahlen von Rat und Vorstand auf der Tagesordnung.
Werner Döller, ehemaliger Geschäftsführer von C.A.R.M.E.N. wechselte vom Stiftungsvorstand in den Stiftungsrat, für ihn rückte Edmund Langer, neuer Geschäftsführer von C.A.R.M.E.N. in den Vorstand nach. MdL Reinhold Perlak und Raiffeisenbankdirektor Hermann Mirtl aus Straubing wurden einstimmig als Vorstandsmitglieder wiedergewählt.
Der ehemalige Landtagspräsident Alois Glück legte sein Amt als Vorsitzender des Stiftungsrates aus Zeitgründen nieder, zu seinem Nachfolger wurde Landwirtschaftsminister a.D. Josef Miller gewählt. Miller versprach, die Stiftung Nachwachsende Rohstoffe tatkräftig zu unterstützen.
Auch MinDirig. a.D. Reinhold Erlbeck, früherer Vorstandsvorsitzender von C.A.R.M.E.N. stellte sich nicht zur Wiederwahl. Sein Posten ging an Ltd. MR Hermann Meyer, seit Oktober neuer Vorstandsvorsitzender von C.A.R.M.E.N. Die übrigen Stiftungsräte Prof. Dr. Martin Balle, MdB Josef Göppel, Marian Freiherr von Gravenreuth vom Bayerischen Waldbesitzerverband, BBV-Präsident Franz Kustner und Landrat Alfred Reisinger wurden ebenfalls einstimmig wiedergewählt.
Prof. Martin Balle, Herausgeber und Verleger des Straubinger Tagblatts erklärte, künftig den Medienpreis der Stiftung Nachwachsende Rohstoffe, der seit 2008 vergeben wird, zu stiften. Der Preis soll im zweijährigen Turnus für herausragende journalistische Leistungen im Themengebiet Nachwachsende Rohstoffe verliehen werden. Laut Satzung soll die Auszeichnung "Ansporn und Förderung für Medienschaffende sein, die sich mit den Chancen und Risiken der Nachwachsenden Rohstoffe beschäftigen, sich für eine nachhaltige Entwicklung für Mensch und Natur einsetzen und mit ihrer Berichterstattung zur Information und Meinungsbildung beitragen." Der Medienpreis ist mit 2.500 Euro dotiert.
Auch zwei Termine für 2010 wurden bereits genannt: Am 4. Februar 2010 wird der Hochschulpreis vergeben und im Juni wird der Gymnasialpreis überreicht.

Weitere Informationen: C.A.R.M.E.N. e.V., Eva-Maria Hollweck, E-Mail: eh@carmen-ev.de



Brunner fordert Steuersenkung für Biokraftstoffe

Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner hat die Bundesregierung aufgefordert, die Steuersätze für Biokraftstoffe in Reinform um zehn auf acht Cent pro Liter deutlich zu senken. Die im aktuellen Entwurf des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes vorgesehene Festschreibung des derzeitigen Steuerniveaus von 18 Cent pro Liter bis 2012 reiche für eine Belebung des Marktes nicht aus, heißt es in einem Schreiben Brunners an Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner und die Vorsitzenden der Regierungsfraktionen im Bundestag. Immerhin habe sich der Absatz bei Pflanzenölkraftstoffen von 840.000 Tonnen im Jahr 2007 auf 400.000 Tonnen im vergangenen Jahr mehr als halbiert - und 2009 zeichne sich ein weiterer dramatischer Einbruch ab.
Quelle: Auszug aus einer Pressemeldung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten vom 18.11.2009 im Internet unter http://www.stmelf.bayern.de


Biokraftstoffe: Abgas-Mutagenität untersucht

Bei Biokraftstoffen konnte kein erhöhtes Risiko von Erbgutveränderungen gegenüber fossilem Diesel- und Ottokraftstoff nachgewiesen werden. Dies ist eines der Ergebnisse eines Projektes der TU Graz, der TU Wien, der TU München und des Biomass Logistics Technology Francisco Josephinum in Österreich. Die Untersuchung war 2007 vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) beauftragt worden, um die kontroverse Diskussion um das Mutagenitätsrisiko von Biokraftstoff-Emissionen zu untersuchen.
Finanziert wurde das Projekt vom BMELV über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), die als Projektträger des BMELV das Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe" betreut.
Ein PDF des Abschlussberichtes finden Sie in Kürze unter dem Förderkennzeichen 22013906 in der Projektdatenbank auf www.fnr.de.
Hinweis: Das Handbuch - Herstellung von Rapsölkraftstoff in dezentralen Ölgewinnungsanlagen mit vielen Informationen rund um Technik, Betriebswirtschaft und Recht für dezentrale Ölmühlenbetreiber ist als Neu-Auflage 11/2009 bei der FNR erschienen. Der Download steht auf www.fnr.de - Mediathek - Literatur ab sofort zur Verfügung.

Quelle: Auszug aus einer Pressemitteilung der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe vom 26.11.09 im Internet unter http://www.fnr.de





Potential für biobasierte Kunststoffe

Der Verband European Bioplastics und das europäische Forschungsnetzwerk EPNOE haben eine gemeinsam beauftragte Studie zu biobasierten Kunststoffen veröffentlicht. Im Fokus der Untersuchungen stehen Prognosen zu Kapazitätsent-wicklungen und technischen Substitutionspotentialen. Die Autoren der Universität Utrecht halten eine Umstellung von bis zu 90 Prozent des Gesamtverbrauchs an Kunststoffen von fossile auf nachwachsende Polymere für technisch möglich. Ob und wie schnell diese Umstellung erfolgen wird, hängt von zahlreichen Faktoren ab.
Biobasierte Polymere sind seit etwa einem Jahrzehnt am Markt. Seit kurzer Zeit werden in ersten Projekten Standardkunststoffe wie Polyethylen, Polypropylen, PVC oder PET, aber auch Hochleistungspolymere wie Polyamid oder Polyester auf Nachwachsende Rohstoffe umgestellt. Dabei kann der fossile Kohlenstoff vollständig oder teilweise durch erneuerbaren Kohlenstoff substituiert werden. Als Rohstoffe werden heute in der Regel Zucker oder Stärke eingesetzt, teilweise bereits auch Reststoffe aus der Lebensmittelverarbeitung oder Holz. Die Studie rechnet vor, dass bis zu 90 Prozent des weltweiten Verbrauchs von Kunststoffen, bezogen auf das Jahr 2007, technisch betrachtet, von Öl und Gas auf erneuerbare Rohstoffe umgestellt werden kann. "Biobasierte Kunststoffe werden auch mittelfristig nicht alle fossilen Polymere ersetzen können. Vor allem die noch hohen Produktionskosten bei kleinen und mittleren Anlagen, der niedrige Ölpreis wie auch ressourcenabhängige und infrastrukturelle Faktoren werden in den kommenden Jahren das technisch mögliche Wachstum von biobasierten Polymeren einschränken", sagt Patrick Navard, Vorsitzender des Verwaltungsrats von EPNOE.
Laut Hochrechnungen jüngster Firmenankündigungen soll, so die Studie, die Produktionskapazität biobasierter Kunststoffe von 360.000 Tonnen im Jahr 2007 auf etwa 2,33 Millionen Tonnen bis zum Jahr 2013 steigen. Dies entspräche einem jährlichen Wachstum von 37 Prozent.
Quelle und Infos: European Bioplastics, Melanie Gentzik,
E-Mail: presse@european-bioplastics.org (http://www.european-bioplastics.org)





Deutscher Klimaschutzpreis 2009

Die Deutsche Umwelthilfe zeichnete Dr. Kurt Rohrig für die Entwicklung und Realisierung des Konzepts "Regeneratives Kombikraftwerk" mit dem Deutschen Klimaschutzpreis 2009 aus.
Dr. Rohring ist Leiter des Forschungs- und Entwicklungsbereichs Energiewirtschaft und Netzbetrieb am Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES). Mit dem regenerativen Kombikraftwerk hatte der Preisträger gemeinsam mit den Industriepartnern und Projektinitiatoren Enercon GmbH, Schmack Biogas AG und SolarWorld AG nachgewiesen, dass jederzeit und an jedem Ort Deutschlands eine bedarfsgerechte Vollversorgung mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern mit heute schon verfügbarer Technik möglich ist.

Infos und Quelle: http://www.kombikraftwerk.de


Möhren statt Tomaten

Und wenn schon Fleisch auf den Teller soll, dann am besten Geflügel. Diese und weitere Empfehlungen lassen sich seit Kurzem aus der Lebensmittelkennzeichnung in Schwedens Supermärkten ableiten.
Sinn und Zweck ist es, dem Endverbraucher die Freisetzung von Klimagasen zu verdeutlichen. Mit dieser Kennzeichnung geht Schweden also deutlich weiter als die meisten Länder, wo Energiesparlampen und sparsame Autos im Mittelpunkt der Klimadiskussionen stehen. Allerdings macht man sich inzwischen auch in Brüssel seine Gedanken zur Berechnung des Klimafußabdrucks bei Lebensmitteln und Getränken.

Quelle: Meldung in spiegel-online.de vom 07.11.2009





-G-E-D-R-U-C-K-T-E-S-

Epochen Wechsel
Ein "Plädoyer für einen grünen New Deal" stellten Michael Müller und Kai Niebert in ihrem Buch "Epochen Wechsel" zusammen.
"Wir haben Ozeane geplündert, die Urwälder dezimiert, die Böden ausgelaugt, die Luft verpestet", stellt Klaus Liedtke, ehemaliger Chefredakteur National Geographic und Stern, im Vorwort klar. "Die große Finanzkrise hat gezeigt, was passiert, wenn wir die Grundgesetze des Lebens einfach ausblenden, wenn wir uns im Handeln von Gier leiten lassen, wenn wir jetzt über die Maßen feiern und unseren Nachkommen die Partyrechnung präsentieren. [...] Wir brauchen ein radikal neues Denken, das von Nachhaltigkeit bestimmt ist. [...] Wir werden endliche durch Nachwachsende Rohstoffe ersetzen, fossile durch erneuerbare Energien und die Wegwerfgesellschaft durch Kreislaufwirtschaft."
Infos: Epochen Wechsel - Plädoyer für einen grünen New Deal, oekom-Verlag, München 2009, ISBN 978-3-86581-175-2, Preis: 19,90 Euro

Fachwörterbuch Agrarwissenschaft
Mit über 70.000 Einträgen aus den Bereichen Getreide-, Obst- und Gemüseanbau, Pflanzenschutz, Tierzucht und Tierhaltung, Logistik sowie Agrartechnik bildet die Neuauflage dieses Nachschlagewerks ein wichtiges Handwerkszeug zur grenzüberschreitenden Kommunikation.
Infos: Fachwörterbuch Agrarwirtschaft/Dictionary of Agribusiness, Beatrix Davies-Labeck, Deutscher Fachverlag, Frankfurt 2009, 2 Bände, ISBN 978-3-87150-995-7, Preis: 98,00 Euro

Nicht vergessen: 2010 wird alles anders: BITTE füllen Sie das beiliegende Formular aus und senden Sie es bis zum 31.12.09 an uns zurück. Vielen Dank


 

 
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