Newsletter/ nawaros®11/09

Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen Newsletters nawaros®

Inhalt

Bayerische Löwen für Biomasse-Pioniere
Biokraftstoff-Tour durch Europa macht Station in Straubing
Enviva Holzpellets bei Stiftung Warentest
BioBeton kittet Risse
ForestFinance sucht Öko-Designer
KWF Holzernte-DVD
Berichte aus dem TFZ
Ranking Palmöl nutzender Unternehmen
Heil-, Duft-, Gewürz- und Färberpflanzen

Bayerische Löwen für Biomasse-Pioniere
C.A.R.M.E.N. unter neuer Führung

Mit dem Großen Bayerischen Löwen hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner im Oktober vier scheidende Führungspersönlichkeiten von C.A.R.M.E.N e.V. ausgezeichnet: den Vorstandsvorsitzenden Reinhold Erlbeck aus Höhenkirchen (Lkr. München), den stellvertretenden Vorsitzenden Dieter Gräf aus Uffenheim (Lkr. Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim), das Vorstandsmitglied Dr. Peter Deml aus München sowie Geschäftsführer Werner Döller aus Giebelstadt (Lkr. Würzburg). Der Minister würdigte damit ihre Verdienste um die Nachwachsenden Rohstoffe in Bayern. "Mit großer Fachkompetenz, Weitblick und hohem persönlichen Einsatz haben Sie viele Jahre lang die Geschicke des Vereins bestimmt und ihn weit über die Grenzen des Freistaats hinaus bekannt gemacht", sagte der Minister in seiner Laudatio.
Erlbeck war seit 1999 C.A.R.M.E.N.-Vorstandsvorsitzender. Der Minister bezeichnete den früheren leitenden Ministerialbeamten als ständigen Impuls- und Ideengeber. Auch die Biomasse-Messen in Straubing und die Gründung der Stiftung Nachwachsende Rohstoffe sind laut Brunner entscheidend dem Engagement Erlbecks zu verdanken.
Gräf war 1992 Gründungsmitglied des Vereins und im Vorstand für biogene Kraftstoffe zuständig. 1997 wurde er stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Gräf ist laut Brunner einer der Pioniere bei den Nachwachsenden Rohstoffen, vor allem bei der energetischen Nutzung von Pflanzenölen.
Dr. Deml war seit 2002 Vorstandsmitglied bei C.A.R.M.E.N. Als Vorstands-vorsitzender der E.ON Bayern AG hat er den Aufbau des dortigen Geschäftsfelds "Energie aus Nachwachsenden Rohstoffen" maßgeblich initiiert. Dass es gelungen ist, die großen Energieversorger für die Bioenergie zu sensibilisieren, ist laut Brunner auch dem Einsatz Demls zu verdanken.
Werner Döller war seit 1992 bei C.A.R.M.E.N. 1996 wurde er stellvertretender Geschäftsführer, 1999 übernahm er die Geschäftsführung. In den Jahren 2005 und 2008 war Döller zudem Sprecher des Straubinger Kompetenzzentrums für Nachwachsende Rohstoffe. Im Lauf der Jahre hat er nach Aussage des Ministers "unzählige Gruppen aus dem In- und Ausland für das Thema Nachwachsende Rohstoffe begeistert".

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten vom 2. Oktober 2009 im Internet unter http://www.stmelf.bayern.de


Biokraftstoff-Tour durch Europa macht Station in Straubing

Im Rahmen des EU-Projektes "BioMotion - Biofuels in Motion" fand vom 13. Oktober bis 12. November 2009 eine Aufklärungskampagne rund um das Thema Biokraftstoffe statt. Auf einer Rundfahrt durch sieben europäische Länder wurden die Partnerregionen mit unterschiedlich angetriebenen Fahrzeugen angesteuert. Die Demonstration der Möglichkeiten und der Notwendigkeit der Nutzung von Biokraftstoffen standen bei dieser Tour im Mittelpunkt.
Das Landwirtschaftszentrum Haus Düsse in Nordrhein-Westfalen arbeitet im BioMotion-Projekt mit sechs Institutionen aus Frankreich, den Niederlanden, Deutschland, Ungarn, Polen und Rumänien zusammen. Durch Öffentlichkeitsarbeit, dem Know-how-Transfer zwischen den Ländern und der Initiierung und Unterstützung von sogenannten Leuchtturm-Projekten ("examples of best practice") soll die Kenntnis und somit die Akzeptanz von Biokraftstoffen in der Bevölkerung verbessert werden.
"Sieben Länder, 35 Städte, 31 Tage - Unterwegs mit nachhaltigen, erneuerbaren Kraftstoffen im Tank", lautete das ehrgeizige Motto der Veranstalter. Neben Paris, Brüssel, Den Haag, Köln, Budapest, Bukarest, Posen und Hannover machte die "BioMotion 2009" auch in Straubing Station. Am Sonntag, den 25. Oktober wurde eine Flotte von biokraftstofftauglichen Fahrzeugen am Ludwigsplatz präsentiert.
C.A.R.M.E.N. und das Technologie- und Förderzentrum informierten über ethanol- und pflanzenölbetriebene PKW und Traktoren.
Am 26. Oktober waren alle Fahrzeuge der BioMotion-Tour auf dem Gelände des Kompetenzzentrums für Nachwachsende Rohstoffe zu besichtigen.
Weitere Informationen über die europäischen Regionen und die Fahrzeuge mit Biokraftstoffen im Tank sind auf der Internetseite: http://www.biomotion-tour.eu zu finden.

Informationen zu der Veranstaltung in Straubing: C.A.R.M.E.N. e.V., Hubert Maierhofer


Enviva Holzpellets bei Stiftung Warentest

Im Mai 2009 prüfte die Stiftung Warentest Holzpellets. Alle zehn geprüften Pelletfabrikate haben mit "gut" abgeschnitten. Testsieger mit der Note 1,7 waren die "1Heiz"-Pellets von Enviva aus Straubing sowie zwei weitere Anbieter mit der gleichen Gesamtnote.
Mit sehr gutem Heizwert, sehr geringem Abrieb und damit sehr wenig Staub sowie sehr guten Umwelteigenschaften erreichte "1Heiz" dieses Spitzenergebnis. Auch in allen anderen Prüfpunkten schnitten die "1Heiz"-Pellets "gut" oder "sehr gut" ab.
Quelle: Pressemitteilung von Enviva im Internet unter http://www.1heiz-pellets.com


BioBeton kittet Risse

In spiegel-online.de stand Ende Oktober zu lesen, dass Wissenschaftler an der Uni Delft in den Niederlanden einen BioBeton entwickelt haben, der sich selbst repariert.
Wenn Beton rissig wird und Wasser eindringt, das den stabilisierenden Baustahl zum Rosten bringt, kann es im Laufe von Jahren zu ernsthaften Gefahren an Gebäuden kommen. Derartige Bauten bergen enorme Sicherheitsrisiken und müssen deshalb ständig überprüft werden.
Der in Delft entwickelte BioBeton hat der konventionellen Variante einiges voraus, denn er kann sich selber reparieren. Tut sich hier im Laufe der Zeit ein Riss auf und dringt Feuchtigkeit ein, wird eine Autoreparatur in Gang gesetzt, die den Riss mit Kalk verschließt. Möglich machen dies Bakterien, mit denen der Beton versetzt ist und die hitze- und kältetolerant bis zu 200 Jahre lebensfähig bleiben.
Sie fressen beim Eindringen von Feuchtigkeit im Beton enthaltenes Futter (Hefeextrakt und Pepton) und produzieren daraus ein Kalkstein-Kalzium-Carbonat, welches den Riss wasserdicht verschließt.
Was unter Laborbedingungen einwandfrei funktioniert, muss allerdings in der harten Praxis noch seine Tauglichkeit beweisen. Mit einer Markteinführung ist deshalb erst in fünf bis zehn Jahren zu rechnen.
Zusatzinfo: www.zdf.de





ForestFinance sucht Öko-Designer

Seit über einem Jahrzehnt bietet ForestFinance Direktinvestments in tropische ökologisch-nachhaltige Aufforstung an. So pflanzte die deutsch-panamaische ForestFinance Gruppe in diesem Jahr einen grünen Meilenstein und brachte den millionsten Tropenbaum in die Erde.
Die hierbei entstehenden Wälder bieten nachhaltigen Nutzen für die Umwelt, da biologisch hoch diverse Mischwälder auch über die Durchforstung hinaus als Biotop dauerhaft erhalten bleiben.
2010 fällt das erste Durchforstungsholz aus den ForestFinance-Wäldern in Panama an. Dabei werden 10 bis 15 Jahre alte Bäume aus dem Forst geholt, um den verbleibenden Bäumen einen stärkeren Volumenzuwachs zu ermöglichen. Von dieser Durchforstung sind vor allem die Baumarten Amarillo (Terminalia amazonia), Teak (Tectona grandis) und Zapatero (Hyeronima alchorneoides) betroffen.
Aus diesem Holz soll etwas Besonderes werden. Und so sucht ForestFinance Designer, Erfinder, Künstler oder Kreative, die gerne mit Holz arbeiten. Wer die beste Idee hat, was sich aus den edlen Harthölzern machen lässt, gewinnt nicht nur eine Reise nach Panama, sondern auch, dass in dem Land am Kanal sein Produkt produziert wird.
Bis zum 31.01.2010 können Entwürfe und Baupläne eingeschickt werden. Die Jury wird Ende März einen Gewinner oder eine Gewinnerin bestimmen. Die offizielle Preisverleihung findet dann im April auf der Messe Invest in Stuttgart statt.

Weitere Infos stehen hier: http://www.forestfinance.de/preisausschreiben.html





KWF Holzernte-DVD

Das KWF hat 2005 erstmals seine Holzernte-CD herausgebracht. Voraussichtlich Ende 2009 wird die 2. Auflage als DVD herausgegeben.
Die Holzernte-DVD beinhaltet u. a. Verfahren zur Sturmholzaufarbeitung und Energieholzgewinnung (Scheitholz, Hackschnitzel).
Außerdem enthält die Holzernte-DVD das komplette Kalkulationsschema mit der Möglichkeit, die Eingangsdaten an die eigenen betrieblichen Verhältnisse anzupassen, die vollständige Kalkulation der Maschinenkosten sowie vergleichende Übersichten auf die Holzerntekosten, den Energiebedarf, den Personalkostenanteil u.v.m.
Zielgruppen der Holzernte-DVD sind neben interessierten Forstpraktikern alle Auftraggeber und Auftragnehmer von Holzerntemaßnahmen - also Waldbesitzer, Maschineneinsatzleiter und Forstunternehmer.
Info: Die Holzernte-DVD des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. kann im KWF-Shop unter http://www.kwf-shop.de bezogen werden.


Berichte aus dem TFZ

Unter dem Titel "Prüfung der Eignung von Verfahren zur Reduktion ablagerungs- und aschebildender Elemente im Rapsölkraftstoff bei der dezentralen Erzeugung" ist im Oktober die 20. Ausgabe der TFZ-Berichte erschienen.

Infos: Die Publikation kann im Internet herunter geladen werden unter: http://www.tfz.bayern.de/sonstiges/15951/20_redasch_geschuetzt.pdf





Ranking Palmöl nutzender Unternehmen

Die Mehrheit der Palmöl nutzenden Unternehmen in Europa kauft kein zertifiziertes Palmöl aus umweltverträglichem Anbau, obwohl dieses in großen Mengen auf dem Markt erhältlich ist, so ein WWF-Bericht. Die "Palmöl Scorecards" untersuchen erstmalig die Einkaufspolitik der 59 bekanntesten Händler und Hersteller in Europa, die Palmöl kaufen und in ihren Produkten nutzen.
Sie wurden anlässlich des Treffens der weltgrößten Palmöl-Produzenten, Händler und Käufer, dem Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO) erstellt.
Zehn der 59 vom WWF befragten Unternehmen nutzen bereits nachhaltiges Palmöl, sind Mitglied im RSPO und überprüfen die Herkunft der von ihnen verwendeten Öle. "Diese Unternehmen zeigen, dass ein Umstieg auf nachhaltiges Palmöl machbar ist", erklärt Martina Fleckenstein, Leiterin Agrarpolitik des WWF Deutschland. Allerdings sei auch bei diesen Top 10 noch Verbesserungspotential vorhanden.
Zwölf der befragten Unternehmen erzielten in dem aktuellen Bericht null Punkte.
Palmöl ist einer der wichtigsten Rohstoffe für die Produktion vieler Alltagsprodukte, darunter Margarine, Schokolade, Shampoo und Fertigbackwaren wie Pizza. Für den Anbau werden jedoch meist riesige tropische Waldflächen gerodet und zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten vernichtet. Die Rodung der Regenwälder sowie die Trockenlegung der Feuchtgebiete tragen außerdem zum Klimawandel bei.
Zertifiziertes Palmöl aus umweltverträglichem Anbau ist bereits seit November 2008 auf dem Markt, insgesamt mehr als eine Million Tonnen. Davon wurden bislang rund 19 Prozent (195.000 Tonnen) verkauft. "Mit dieser ersten Bestandsaufnahme wollen wir ein Problembewusstsein schaffen und die Nachfrage nach zertifiziertem Palmöl fördern", so Martina Fleckenstein. Es gehe nicht darum, den Einsatz von Palmöl grundsätzlich zu verurteilen, da viele Länder auf die Produktion angewiesen seien.
Zur Methodik: Die "Palmöl-Scorecards" wurden mit Hilfe eines zweistufigen Verfahrens innerhalb von sechs Monaten erstellt. In der ersten Phase wurde das Verhalten der Unternehmen anhand öffentlich zugänglicher Daten, wie Nachhaltigkeitsberichten, analysiert. Auf dieser Basis wurde eine erste Bewertung an die befragten Unternehmen geschickt. In einem zweiten Schritt konnten die Unternehmen bis Ende September 2009 darlegen, welche Schritte sie außerdem in Bezug auf nachhaltiges Palmöl eingeleitet haben. Die finale Bewertung setzt sich aus beiden Datenquellen zusammen. Der Ersatz von Palmöl durch andere pflanzliche Öle wurde in diese erste Bewertung nicht einbezogen. Die Palmöl-Scorecards werden alle zwei Jahre veröffentlicht. In die zukünftigen Bewertungen werden weitere Unternehmen und Kriterien mit einbezogen.

Quelle: www.umweltjournal.de


Heil-, Duft-, Gewürz- und Färberpflanzen

Als die chemische Industrie noch nicht Hauptlieferant für Farben, Pharma- und Kosmetikprodukte war, gab es sie noch wesentlich öfter in Gärten und auch auf den Äckern von Landwirten: Heil-, Duft-, Gewürz- und Färberpflanzen.
Die Vielfalt dieser inhaltsreichen Gewächse und ihre Verwendungsmöglichkeiten, ihre Herkunft und historische Bedeutung, aber auch die Potenziale für die Zukunft zeigt ab Ende 2011 eine Wanderausstellung der Stiftung Deutsches Gartenbaumuseum Erfurt. Sie richtet sich an den interessierten Pflanzenliebhaber und Privatgärtner, aber auch an Gartenbaubetriebe oder Landwirte, die einen kommerziellen Wieder-Anbau dieser Pflanzen erwägen. Insbesondere ansprechen wollen die Ausstellungsmacher Schulklassen und deren Lehrer, die das Thema im Unterricht behandeln. Für sie werden museumspädagogische Angebote konzipiert, die unter anderem die Herstellung von Produkten aus den Pflanzen mit der großen Wirkung beinhalten.

Infos: http://www.fnr.de



 

 
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