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Newsletter/ nawaros®09/09
Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen
Newsletters nawaros®
Inhalt
"biomasse 2009" & "Holz
Erleben 09" in Straubing
C.A.R.M.E.N. ist Bioenergieberater
RENEXPO feiert 10-jähriges Jubiläum
Grüngutvergärungsanlage eingeweiht
Pflanzenstärke hilft beim Betonbau
Holzbau: 10.000 Euro Sanierungspreis
Praxistipps für Substratlieferverträge
Müllsortierspiel
GEDRUCKTES
"biomasse
2009" & "Holz Erleben 09" in Straubing
Alternative Kraftstoffe für Schlepper und PKW
Nachwachsende Rohstoffe, Solarenergie, weitere regenerative
Energien und die Nutzung von Holz sind vom 2. bis zum 4. Oktober 2009
in Straubing auf der "biomasse 2009" heiß diskutierte
und bestaunte Themen. Unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Staatsministers
für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Helmut Brunner, werden
erstmals die "biomasse 2009" und die "Holz Erleben 09"
gemeinsam veranstaltet. Hierfür kooperieren die Straubinger biomasse
gmbh und das Netzwerk Forst und Holz Bayerischer Wald aus Regen.
Für 2009 wurde das Messespektrum rund um erneuerbare Energien weiter
ausgebaut, so dass auch die Themen Photovoltaik, Solarenergie, Geothermie,
Wind- und Wasserkraft vertreten sind.
Mit John Deere, Fendt und Deutz-Fahr konnte Messemanager Walter Wallrapp
drei Schlepper namhafter Hersteller gewinnen, die werksseitig für
den Betrieb mit reinem Rapsöl freigegeben sind.
Das Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende
Rohstoffe in Straubing (TFZ) betreut den auf dem staatlichen Versuchsgut
Kringell (Lkr. Passau) eingesetzten, 155 PS starken und mit einem Eintank-System
ausgestatteten John Deere-Schlepper, um Daten über Leistung, Kraftstoffverbrauch
und Emissionen zu gewinnen.
Außerdem wird ein Fendt 820 Vario greentec vorgestellt. Die 205
PS starke Maschine ist mit einem Motor der Deutz AG und einem Ventil-gesteuerten
Zweitank-System ausgestattet. Temperatur- und leistungsabhängig wird
zwischen fossilem Kraftstoff und Pflanzenöl ausgewählt. Von
diesem Modell sind bereits gut 120 Schlepper auf dem Markt, einige davon
sind auch auf niederbayerischen Betrieben schon zahlreiche Betriebsstunden
im Einsatz.
Des Weiteren kommt der Deutz-Fahr Agrotron M Natural Power, der ebenfalls
mit dem Motor der Deutz AG ausgestattet ist. Der Agrotron NaturalPower
basiert auf der Agrotron M Baureihe (132-184 PS) und verfügt über
das patentierte Deutz Fuel Management®, bestehend aus einer in die
Motorsteuerung integrierten Kraftstoffregelung und einem Zwei-Tank-System,
das einen zuverlässigen Pflanzenölbetrieb ermöglicht.
Die Informationen rund um die "biomasse 2009" können über
die Internetseite www.biomasse-messe.de
abgerufen werden.
C.A.R.M.E.N. ist Bioenergieberater
Die Erzeugung und der Einsatz von Bioenergie im eigenen
Betrieb sind noch immer relativ neue Betriebszweige für Land- und
Forstwirte. Entsprechend groß ist hier der Informationsbedarf. Deshalb
hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz (BMELV) zum 1. September Beratungsstellen eingerichtet,
die den inhaltlichen Schwerpunkt auf die wirtschaftliche, effiziente und
umweltverträgliche Biomasseproduktion und -nutzung legen. In Bayern
koordiniert C.A.R.M.E.N. die Beratung.
Angeboten wird eine betriebsindividuelle Grundberatung mit Vor-Ort-Besuch,
Betriebsanalyse und der Erstellung eines Grobkonzeptes. Für detaillierte
Wirtschaftlichkeitsberechnungen müssen die Landwirte danach ein Ingenieurbüro
beauftragen; die BMELV-Berater benennen hierfür geeignete Ansprechpartner.
Außerdem organisieren die Beratungsstellen Exkursionen zu Demonstrationsbetrieben,
die bereits erfolgreich Bioenergie-Konzepte umsetzen.
Schließlich steht das Thema Energiepflanzen-Anbau auf der Agenda.
Die Beratungsstellen organisieren Informationsveranstaltungen und geben
kostenloses schriftliches Material aus, das auch Landwirte selbst für
ihre eigene Öffentlichkeitsarbeit bestellen können.
Quelle: http://www.fnr.de
Weitere Informationen: Die Adressen der einzelnen Beratungsstellen finden
Sie im Internet unter http://www.bioenergie-portal.info
RENEXPO feiert 10-jähriges Jubiläum
In diesem Jahr feiert die RENEXPO®,
internationale Fachmesse für regenerative Energien und energieeffizientes
Bauen & Sanieren ihr 10-jähriges Jubiläum. C.A.R.M.E.N.
e.V. wird sich in diesem Jahr mit einem eigenen Messestand zusammen mit
der Biocampus Straubing GmbH präsentieren.
Im Rahmen der Messe finden verschiedene Tagungen, angelehnt an den Messethemen,
statt. Darunter die "8. Fachtagung Kleine und Mittlere Biogasanlagen".
Es wird unter anderem über die Wirtschaftlichkeit von kleinen und
mittleren Biogasanlagen gesprochen werden. Weiterhin findet die "3.
Tagung Bio-Erdgas-Netzeinspeisung" statt. Sie greift die Zielsetzung
der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 ca. 6 Prozent des Erdgasverbrauches
in Deutschland durch Biomethan zu substituieren, auf. Außerdem werden
Strategien und Rahmenbedingungen, Methoden zur Biomethannetzeinspeisung
sowie Innovationen und Praxisbeispiele beleuchtet. Fachlich werden die
beiden Kongresse von C.A.R.M.E.N. e.V. und dem Fachverband Biogas e.V.
betreut.
Die Messe findet vom 24. - 27. September im
Messezentrum Augsburg statt.
Weitere Informationen unter http://www.renexpo.de
Grüngutvergärungsanlage eingeweiht
Am Freitag, den 17. Juli 2009 fand
in Poschetsried, Landkreis Regen die offizielle Einweihung der Ende 2007
bereits in Betrieb genommenen Grüngutvergärungsanlage des Zweckverbandes
Abfallwirtschaft (ZAW) Donau-Wald statt.
Teilnehmer an der Veranstaltung waren neben der Führungsspitze des
ZAW Landrat Heinz Wölfl, zahlreiche Bürgermeister und Kreistagsabgeordnete
der Region sowie Repräsentanten der an der Realisierung des Projektes
maßgeblich beteiligten Firmen, insbesondere der Kompogas AG aus
der Schweiz und der Sius GmbH aus Völklingen.
Vertreter der Abfall- und Energiewirtschaft aus vielen Regionen Bayerns
waren gekommen, um sich von der innovativen Technik der Anlage ein Bild
zu machen. In einem liegenden Pfropfenstromfermenter werden pro Jahr bis
zu 14.000 to Grüngut und ca. 4.000 to Biomasse aus der regionalen
Landwirtschaft gemeinsam vergoren. Dabei werden jährlich bis zu 5.000.000
kWh Strom und genügend Abwärme erzeugt, um die Betriebsanlagen
des ZAW vor Ort und ein nahe gelegenes Hotel sicher und ganzjährig
mit Wärmeenergie zu versorgen.
Ulrich Kilburg und Christian Letalik von C.A.R.M.E.N. e. V. konnten sich
von der mittlerweile störungsfreien und effizienten Betriebsweise
der Anlage vor Ort überzeugen und gratulierten dem technischen Werksleiter
Michael Buchheit zu dieser beeindruckenden Ergänzung im Abfallkonzept
des ZAW Donau-Wald.
Weitere Infos: C.A.R.M.E.N. e.V., Christian Letalik, Tel.: 09421-960-300,
E-Mail: contact@carmen-ev.de
und beim ZAW Donau-Wald unter http://www.awg.de

Pflanzenstärke
hilft beim Betonbau
Wird Beton durch
Nass- oder Trockenspritzen verarbeitet, prallt immer ein Teil des Materials
von den zu bearbeitenden Flächen ab. Ein geeignetes Additiv aus
pflanzlicher Stärke könnte diesen unerwünschten Effekt
verringern, Material und Entsorgungsaufwand sparen und ökologische
Probleme mindern. Seit Juni 2009 forscht die Südzucker AG an dieser
Aufgabenstellung. Sie hofft, 2011 eine Ergänzung zu dem ebenfalls
stärkebasierten "Amitrolit 8865" auf den Markt bringen
zu können, das sie in einem Vorläuferprojekt entwickelt hatte.
Das Amitrolit wird für den Trockenspritzbeton-Sektor angeboten,
das neue Produkt soll hingegen für den Nassspritzbereich geeignet
sein.
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
(BMELV) fördert dieses Vorhaben über seinen Projektträger,
die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR).
In Europa werden pro Jahr mehr als 3 Millionen m³ Spritzbeton verarbeitet.
Bei den beiden dominierenden Verfahren, dem Nass- und dem Trockenspritzverfahren,
kommen große Mengen an Chemikalienzusätzen zum Einsatz, so
dass der durch den Rückprall entstehende Abfall Sondermüll
ist. Darüber hinaus bedeutet der Rückprall verlorenes Material
und wirtschaftliche Verluste.
Der im Vorläuferprojekt entwickelte Stärkeether mit dem Produktnamen
Amitrolit reduziert beim Beton-Trockenspritzen nicht nur den Rückprall
um 20 Prozent der verwendeten Betonmasse, sondern auch die Staubentwicklung.
Dazu sind nur sehr geringe Einsatzmengen von 0,015 Prozent, bezogen
auf die Gesamtmenge des Baustoffs nötig.
Südzucker sucht nun zunächst nach der richtigen Stärkerezeptur
für ein Nassspritzbeton-Additiv. Dabei stehen die Forscher vor
keinen geringen Herausforderungen, denn das Additiv soll die qualitativen
Eigenschaften des Betons nur im Hinblick auf seine Rückprallneigung
verändern, diverse andere Parameter dürfen sich nicht verschlechtern
und auch mit weiteren Zusätzen muss das Additiv verträglich
sein. Zudem unterscheiden sich die Nassspritz-Anforderungen recht stark
von denen des Trockenspritzens.
Infos: http://www.fnr.de

Holzbau: 10.000
Euro Sanierungspreis
Erstmals zur Messe DACH+HOLZ International
2010 in Köln verleiht die Fachzeitschrift "BAUEN MIT HOLZ"
aus dem Bruderverlag, ein Unternehmen der Gruppe Rudolf Müller,
den "BAUEN MIT HOLZ"-Sanierungspreis. Der Gewinner erhält
10.000 Euro in bar. Teilnehmen kann jeder Zimmerer/Holzbauer, der
Mitglied in einer deutschen Innung ist.
"Mit dem "BAUEN MIT HOLZ"-Sanierungspreis unterstützen
wir unsere Leser und wollen sie ermutigen, weiterhin - gerade im immer
wichtiger werdenden Marktsegment der Sanierung - meisterliche Arbeit
abzuliefern", so Elke Herbst von der Rudolf Müller Medienholding.
Prämiert werden sollen außergewöhnlich gute handwerkliche
Zimmererarbeiten im Sanierungsbereich. Die Kriterien sind Innovation,
Entwurfsqualität, Bauqualität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit.
Der "BAUEN MIT HOLZ"-Sanierungspreis wird unterstützt
und begleitet von Velux.
Einsendeschluss für die Bewerbungsunterlagen ist der 30. Oktober
2009. Details zum Wettbewerb und Teilnahmeformular: http://www.bauenmitholz.de/sanierungspreis
Quelle: http://www.nova-institut.de

Praxistipps für
Substratlieferverträge
Der Bayerische
Bauernverband, der Fachverband Biogas e.V. und C.A.R.M.E.N. e.V.
haben im Rahmen des Biogas Forums Bayern eine Reihe von Praxistipps
für das Verfassen von Substratlieferverträgen formuliert.
Zunächst werden die verschiedenen Schnittstellen (ab Feld,
frei Silo...) vorgestellt. Ebenso werden die verschiedenen Abrechnungsmöglichkeiten,
die Definition von Qualitätskriterien, die Preisfindung inkl.
Preisgleitklausel, die Feststellung von Ernte- bzw. Liefertermin,
das Thema Zahlungsziel, die Stellung von Sicherheiten und die Gärresterücknahme
besprochen.
Info: Diese Zusammenfassung kann kostenfrei bezogen werden über:
http://www.biogas-forum-bayern.de/publikationen/Substratlieferungs-.und.
Gaerrestabnahmevertraege.pdf

Müllsortierspiel
Hier ist Ihr Wissen gefragt: Wie wird der
Abfall richtig sortiert und entsorgt? Ob junger Nachwuchssortierer,
ambitionierter Müllentsorger oder absoluter Abfallexperte - beim
Online-Müllsortierspiel der Abfallwirtschaft Vechta (AWV) kann
jeder sein Wissen rund um Abfall, seine Sortierung und Entsorgung testen.
Mit den Pfeiltasten der Computertastatur sollen die herabfallenden Müllteile
richtig zugeordnet werden. Man kann sich durch fünf Level sortieren,
darf aber pro Level nur drei Fehler machen...
Hier geht's zum Spiel: http://www.awv-online.de/awvflashgame.swf

GEDRUCKTES:
Was kostet Strom aus Erneuerbaren?
Wie setzt sich der Strompreis, insbesondere im Haushaltsbereich,
eigentlich zusammen - und welchen Anteil hieran haben die erneuerbaren
Energien (EE)? Informationen zu dieser Frage liefert die BMU-Informationsbroschüre
"Strom aus erneuerbaren Energien. Was kostet uns das?", die
jetzt bereits in ihrer 10. Auflage erschienen ist. Gegenüber ihrer
Vorläuferversion wurde sie erneut geringfügig ergänzt und
aktualisiert. Dabei wurden auch die inzwischen für das Jahr 2008
vorliegenden, vorläufigen Zahlen zum Ausbau der EE in Deutschland
berücksichtigt.
Mit einem Anteil von etwa fünf Prozent am Haushaltsstrompreis ist
der Beitrag der erneuerbaren Energien demnach weiterhin moderat. Gezeigt
wird, dass die Erneuerbaren in den vergangenen Jahren jeweils nur einen
sehr nachrangigen Einfluss auf die Entwicklung der Haushaltsstromrechnungen
hatten und keinesfalls Strompreistreiber waren. Unter der Überschrift
"Warum die EEG-Kosten nur die halbe Wahrheit sagen" geht die
Broschüre außerdem auch kurz auf die ökonomischen Vorteile
der erneuerbaren Energien ein.
Eine englische Übersetzung der 10. Auflage ist in Vorbereitung.
Bezugsquelle:
http://www.bmu.de/mediathek/veroeffentlichungen/aktuell/3972.php


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