Newsletter/ nawaros®04/09

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Inhalt

Neues C.A.R.M.E.N.-Jahrbuch 2008/2009 erscheint zum 1. Mai
Holz: Nachhaltiger Bau- und Werkstoff
Gärrückstände aus der Biogaserzeugung
-G-E-D-R-U-C-K-T-E-S- Ökologieorientiertes Management

Neues C.A.R.M.E.N.-Jahrbuch 2008/2009 erscheint zum 1. Mai

Bereits in vierter Auflage erscheint zum 1. Mai 2009 das C.A.R.M.E.N.-Jahrbuch "Nachwachsende Rohstoffe - Wirtschaftsfaktor Biomasse". Auf über 600 Seiten wird die gesamte Bandbreite der Nachwachsenden Rohstoffe präsentiert. Im Vordergrund stehen neueste Trends und aktuelle Forschungsergebnisse aus den Bereichen energetische und industrielle Nutzung von Biomasse. Zahlreiche farbige Bilder, Tabellen und Diagramme ergänzen die Ausführungen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Rahmenbedingungen: Die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das Wärmegesetz (EEWärmeG) und das Marktanreizprogramm (MAP) zur Förderung Erneuerbarer Energien werden vorgestellt und in Bezug auf ihre Effizienz bewertet.
Darüber hinaus werden Expertenmeinungen zu den Themen Heizen mit Pellets, Staubminderung bei Holzfeuerungen, Marketingstrategien für Holzenergie, Wettbewerb Bioenergie-Regionen, Betriebsdatenvergleich geförderter Biomasse-Heizwerke und thermochemische Vergasung von Biomasse im neuen C.A.R.M.E.N.-Jahrbuch publiziert.
Die Mobilität der Zukunft wird im Großkapitel "Flüssige Biobrennstoffe" skizziert, eine Stellungnahme zur Teller-Tank-Debatte abgegeben, ausgewählte Biokraft-stoffstrategien verglichen, das Mobilitätskonzept Bio-Ethanol sowie die Produktion und Nutzung von Rapsöl in der Landwirtschaft vorgestellt.

Im Kapitel "Biogas" werden die Neuerungen in der Biogastechnologie in den letzten zwei Jahren präsentiert, die Erzeugung von Erdgassubstituten aus Biogas erläutert und der Stand der Wissenschaft auf diesem Sektor beleuchtet.
Das Kapitel "Industrielle Nutzung Nachwachsender Rohstoffe" deckt vom Massivholzhausbau über die Verwendung von Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffen (WPC) bis hin zu biogenen Schmierstoffen, RapsAsphalt, Biokunststoffen, biologisch abbaubaren Mulchfolien sowie Dämmstoffe aus Nachwachsenden Rohstoffen und naturfaserverstärkten Polymerwerkstoffen ein breit gefächertes Produktportfolio ab.
Zusätzlich zu den Beiträgen aus Wirtschaft und Wissenschaft beinhaltet das C.A.R.M.E.N.-Jahrbuch zu jedem Themenschwerpunkt ein Branchenverzeichnis mit verschiedensten Bezugsquellen. Insgesamt sind rund 3.000 Adressen aus Europa, und zum Teil darüber hinaus, gelistet. Erstmals stellen sich einige Unternehmen und Institutionen mit ihrem Logo und einem Firmenportait vor.

Das C.A.R.M.E.N.-Jahrbuch 2008/2009 kann zu einem Preis von 19,95 Euro zzgl. Mehrwertsteuer und Versandkosten bei C.A.R.M.E.N., Tel.: 09421-960-300, E-Mail: contact@carmen-ev.de bestellt werden.


Holz: Nachhaltiger Bau- und Werkstoff

Am 30. März 2009 fand im Straubinger Herzogschloss das traditionelle C.A.R.M.E.N.-Forum statt. Unter dem Motto "Holz: Nachhaltiger Bau- und Werkstoff" trafen sich über 200 an der Verwendung von Holz Interessierte. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Cluster Forst und Holz in Bayern und dem Netzwerk Forst und Holz Bayerischer Wald durchgeführt.

Forstminister Brunner für verstärkte Holznutzung
Eröffnet wurde das Forum vom Bayerischen Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Helmut Brunner. Der Staatsminister ging in seiner Rede auf die bayerische Forstpolitik ein. Im Freistaat liegen rund 2,5 Millionen Hektar Wald, der auf gut 700.000 Waldbesitzer aufgeteilt ist. Auch bei Neu- und Umbauten setzt der Minister persönlich auf Holz und so lautete sein Appell an die Forumsteilnehmer: "Setzen Sie ganz bewusst auf heimisches Holz."
Wie dieser angestrebte Weg aussehen könnte, wurde anschließend von den Referenten vorgestellt. Deutlich wurde, dass Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft bedeutet, es wird nur soviel Holz entnommen, wie auch nachwächst.
Wer an stimmungsvolle Holzfeuer denkt, mag es kaum glauben, doch Holz verdient sich auch beim Brandschutz gute Noten. Seine hervorragenden Wärme-dämmungseigenschaften setzen zudem Maßstäbe beim Bau von Passivhäusern, so dass die Mehrzahl der privaten Bauherren auf den ökologischsten Bau- und Werkstoff setzt.

Holzbau in der Stadt: "Es geht doch!"

Der erste Themenblock stand unter Moderation von Alexander Schulze vom Netzwerk Forst und Holz Bayerischer Wald, Regen. Prof. Dr. Dr. habil. Gerd Wegener, Sprecher des Clusters Forst und Holz in Bayern aus Freising, thematisierte den "Klimaschutz durch Holznutzung" und ermahnte, dass allein durch Absichtserklärungen noch kein aktiver Klimaschutz geleistet würde.
"Holzbau der Zukunft - Ergebnisse nutzen", lautete der Vortrag von Matthias Krolak von der Deutschen Gesellschaft für Holzforschung e.V., München. Krolak zeigte anhand von sieben- bis neungeschossigen Holzbauten aus London, Vaxjö und auch Berlin, dass sich mit dem Holzbau in der Stadt ein Zukunftsmarkt auftut.
"Selbstwert, Stehvermögen und Dagegenhalten - anders geht es nicht", mahnte auch Alexander Kirst vom Landesbeirat Holz Bayern e.V. in seinem Referat über "Bauen mit Holz im öffentlichen Vergaberecht" an. Exkursionen zu Holzbauten wären vor einer Ausschreibung zu empfehlen und könnten wichtige Erkenntnisse vermitteln.
Der zweite Themenblock wurde von Markus Blenk von der Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern moderiert. Jochen Simon von der Bay. Landesanstalt für Landwirtschaft, München, stellt "Landwirtschaftliches Bauen mit Holz: Potentiale und Praxisbeispiele" vor. Von der Maschinenhalle über den Großviehstall bis hin zu Modulbausystemen, die auch in kurzer Zeit auf und wieder abgebaut werden können, boten seine Ausführungen für alle Erfordernisse in der Landwirtschaft eindrucksvollste Lösungen an.

"Zukunftsfähige Bürogebäude in Holzbauweise - der BioCubator als Beispiel" lautete das Thema von Christian Illner von HIW Hornberger, Illner, Weny, Gesellschaft von Architekten mbH, Straubing. Illner dokumentierte anhand von Fotos die einzelnen Bauabschnitte, die ein robustes Gebäude mit immerhin schon 50 prozentiger Mietauslastung ergaben.
Karl Moser von der Merk-Projekt GmbH, Aichach, präsentiert den Vortrag "Vom Stab zur Fläche - Flächentragwerke aus Holz". Moser machte deutlich, dass Straßentransporte heute in einem enormen Ausmaß möglich sind. Werksseitiges Vormontieren und computergesteuerte Holzbearbeitung tun ihr übriges, um "aus dem Holzweg einen Weg nach oben" zu machen, so Moser.
"Holzwerkstoffe - Stand der Technik" war das abschließende Referat von Prof. Torsten Leps von der FH Rosenheim. Prof. Leps betonte, dass moderne Holzwerkstoffe mit der Kostenschraube zu kämpfen hätten. Als Beispiel nannte er die Spanplatte, deren Preis sich zu 70 Prozent aus den Kosten für Leim und Holz berechne und somit nur über die Materialkosten zu reduzieren sei.
Eine Podiumsdiskussion zum Thema "Genug Holz für alle?", moderiert von Olaf von Löwis of Menar vom Verein für forstliche Standorterkundung im Privat- und Körperschaftswald in Bayern e.V., München rundete die Veranstaltung ab. Dabei stellte der Moderator einführend die Leistungsfähigkeit der Forst- und Holzwirtschaft heraus. Die unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten des Holzes und die damit verbundenen Preisvorstellungen wurden von den Diskussionsteilnehmern deutlich gemacht.

Infos: Der Tagungsband ist bei C.A.R.M.E.N. erhältlich.



Gärrückstände aus der Biogaserzeugung

Dass Gärrückstände aus Biogasanlagen grundsätzlich als Dünger für den Einsatz in der Pflanzenproduktion geeignet sind, ist bekannt. Wissenschaftlich hinreichend untersucht ist die stoffliche Zusammensetzung sowie die Wirkung dieser Dünger bislang aber noch nicht. Das Institut für Agrar- und Stadtökologische Projekte an der Humboldt-Universität zu Berlin (IASP) trat im Jahr 2006 gemeinsam mit dem Fachgebiet Acker- und Pflanzenbau der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin an, dies zu ändern.
In einem vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz über den Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) geförderten Projekt untersuchten die Wissenschaftler die Eigenschaften von Gärrückständen, die aus der Mono- und Kofermentation von Energiepflanzen stammen. Sowohl im Labor als auch in Freilandversuchen wurden verschiedene Gärrückstände auf ihre stofflichen Eigenschaften und im Hinblick auf ihre Wirkung auf Böden und Pflanzen getestet.
Quelle: Pressemeldung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe vom 27.03.09 im Internet unter http://www.fnr.de. Der vollständige Abschlussbericht zum Projekt kann herunter geladen werden: http://www.fnr-server.de/ftp/pdf/berichte/22012105.pdf



-G-E-D-R-U-C-K-T-E-S-

Studie: Naturfasern
Über 18 Millionen Euro Bundesmittel flossen in 90 Forschungsvorhaben über die Nutzung der heimischen Naturfasern Flachs und Hanf. Entsprechende Dämmstoffe sind bereits in vielfältiger Art am Markt präsent. Im Bereich der Faserverbundwerkstoffe konnte die Industrie außerdem überzeugt werden, dass sie vielfach bessere Eigenschaften vorweisen, als Glas- oder Kohlefasern.
Um einen Überblick über Anbau, Produktion und Märkte von Naturfasern zu erhalten und auch die verschiedenen Verarbeitungsverfahren vorzustellen, wurde eine Studie zur Markt- und Konkurrenzsituation bei Naturfasern und Naturfaser-Werkstoffen (Deutschland und EU) initiiert.
Statistische Daten zu Anbau, Produktion und Märkten von Flachs und Hanf sowie deren Nebenprodukten, der Ökonomie und Technik von Anbau und Faseraufschluss, die globale Wettbewerbssituation und Produktlinien sowie die Marktentwicklung wurden untersucht und Empfehlungen gegeben.
Infos: Gülzower Fachgespräche, Band 26, 2008, zu beziehen über die FNR (http://www.fnr.de)

Bioenergie - Schlüssel für die dezentrale Energieversorgung
Die Rolle der Bioenergie im zukünftigen Energiemix, die Ressourcenpotenziale für Bioenergie in Deutschland und Europa sollten mit einer Studie untersucht werden. Die VDMA Power Systems als Maschinen- und Anlagenbauer, die DLG für den Bereich Landwirtschaft und die für die Energiewirtschaft tätige Unternehmensberatung A.T. Kearney haben sich für dieses Ziel zusammengetan.
Die Studienergebnisse sind eindeutig und zeigen auf, dass die Bioenergie in den kommenden Jahren einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung leisten wird.
Die wesentlichen Fragestellungen der Studie waren folgende:
- Welches Ressourcenpotenzial besteht in Deutschland und Europa in der Bioenergie und welcher Anteil davon kann nachhaltig mobilisiert werden?
- Welche Wettbewerbsstellung haben die relevanten Erzeugungstechnologien und welche Investitionsschwerpunkte sind kurz oder mittelfristig zu erwarten?
- Welche Chancen bieten sich für Investoren in Bioenergie und welche Geschäftsmodelle und Erfolgsfaktoren sind relevant?
Die mit umfangreichem Datenmaterial unterlegte Studie liefert gute Orientierungshilfen für Branchenfachleute.
Info: Bioenergie und dezentrale Energieversorgung; Chancen in Deutschland und Europa; Ergebnisse der Studie vom Oktober 2008, DLG-Verlag, Jochen Hauff, Wolfgang Haag, Daniel Zywietz, 2008, ISBN 978-3-7690-0732-9, 14,90 Euro (http://www.dlg-verlag.de/shop)



 

 
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