Newsletter/ nawaros®03/09

Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen Newsletters nawaros®

Inhalt

Gewinner des Wettbewerbs Bioenergie-Regionen,
Straubing-Bogen ist dabei!

C.A.R.M.E.N.-Lager mit Pellets beheizt
Biogas vom Bauernhof
Nachhaltige Reinigungskraft
Mist macht Traktor flott
Eigenverbrauchstankstellen - Förderung gestoppt
Rat für Stoffliche Nutzung
-G-E-D-R-U-C-K-T-E-S- Ökologieorientiertes Management

Gewinner des Wettbewerbs Bioenergie-Regionen,
Straubing-Bogen ist dabei!

"Die 25 Preisträger haben mit ihren Konzepten gezeigt, wie man beispielhaft die energetische Nutzung Nachwachsender Rohstoffe voranbringen kann. Energie aus der Region für die Region ist das Grundkonzept", sagte Bundesministerin Ilse Aigner anlässlich der Juryentscheidung in Berlin. "Mit dem Anstoß für nachhaltige Bioenergie-Strukturen wird der Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten und Wirtschaftskreisläufe unterstützt."
Das BMELV unterstützt diese Regionen in den nächsten drei Jahren bei der Umsetzung ihres Bioenergie-Konzeptes mit bis zu 400.000 Euro je Region.

Insgesamt hatten sich 210 Regionen mit einer Ideenskizze am zweistufigen Auswahlverfahren des Wettbewerbs beteiligt. 50 Regionen davon erhielten bereits im vergangenen Herbst die Chance, ein regionales Entwicklungskonzept zu erstellen. Eine unabhängige Fachjury hat aus diesen die Gewinner-Regionen ausgewählt. Insbesondere war von Bedeutung, ob die Umsetzung des jeweiligen Konzeptes regionale Wertschöpfung unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien generieren kann.

Die Fördermittel des BMELV können für kommunikative Maßnahmen, wie z.B. die Einrichtung von Netzwerkbüros, Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen oder auch ergänzende Studien eingesetzt werden. Durch die Förderung von Kommunikationsstrukturen sollen regionale und überregionale Partner in die Prozesse eingebunden werden.

Die zukünftigen Bioenergie-Regionen: Bioenergie-Region Achental; AktivRegion Nordfriesland Nord; Bioenergie-Region Altmark; Bioenergie-Region Bayreuth; Bioenergie-Region Bodensee; Bioenergie-Region Burg - St. Michaelisdonn; Bioenergie-Region Eifel (Koop. NRW/RLP); Bioenergie-Region Hersfeld-Rotenburg/Schwalm-Eder; Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber; Bioenergie-Region Jena-Saale-Holzland; Bioenergie-Region Kulturland Kreis Höxter; Landkreis Cochem-Zell; Region Ludwigsfelde; Märkisch-Oderland geht den Holzweg; Region "Mecklenburgische Seenplatte"; Bioenergie-Region Mittelhessen; "Natürlich Rügen" - Voller Energie; BioEnergieDialog Oberberg-Rhein-Erft; Bioenergie-Region Oberland; Region Sächsische Schweiz-Osterzgebirge; Bioener-gie-Region Straubing-Bogen; Bioenergie-Region Südoldenburg; Bioenergie-Region Thüringer Vogtland; Region Wendland-Elbetal; Bioenergie-Region Weserbergland plus.

Auch der Projektträger des BMELV, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe steht für die Beratung weiterer interessierter Regionen zur Verfügung.

Darüber hinaus haben die Regionen die Möglichkeit, im Rahmen des Konjunkturpakets II eine Förderung von ländlichen Infrastrukturmaßnahmen, z.B. Nahwärmenetze zur verstärkten Nutzung von Biogas, zu beantragen.

Weitere Informationen: http://www.bioenergie-regionen.de, Quelle: http://www.fnr.de


C.A.R.M.E.N.-Lager mit Pellets beheizt

Der C.A.R.M.E.N. e.V. hat sich sehr gefreut, in direkter Nachbarschaft zu seinem Geschäftssitz im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe, geeignete Lagerräumlichkeiten gefunden zu haben. Dieses Lager ist erforderlich, um Infomaterialien und den Messestand sowie Versandprodukte der biomasse gmbh bevorraten zu können und jederzeit in Reichweite zu haben.

Da diese Materialien vor Feuchtigkeit und Frost geschützt werden müssen und auch Mitarbeiter im Lager gelegentlich Arbeitseinsätze verrichten, wurde eine Wärmequelle nötig.
Mit Unterstützung von niederbayerischen C.A.R.M.E.N.-Mitgliedern als Sponsoren konnte hier eine Pellet-Heizanlage installiert werden, die voll und ganz dem Themenbereich entspricht.

er C.A.R.M.E.N. e.V. ist hierfür besonders den Firmen CompacTec aus Straubing, HDG Bavaria aus Massing, Lausser aus Rattiszell und Kermi aus Plattling zu Dank verpflichtet.
Die offizielle Einweihung der Pelletheizung wurde am 3. März gefeiert. Dazu luden C.A.R.M.E.N. und die ebenfalls das Lager nutzende biomasse gmbh die Sponsoren sowie den Landrat des Landkreises Straubing-Bogen, Alfred Reisinger und Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr ein.

Gerne wird C.A.R.M.E.N. auch weitere Gelegenheiten nutzen, die sich im Betrieb befindliche Pellet-Heizung der Öffentlichkeit vorzustellen.

Weitere Informationen: C.A.R.M.E.N.-Ausstellungsmanager Walter Wallrapp, Tel.: 09421/960-375


Biogas vom Bauernhof

Die Erzeugung und Verwertung von Biogas wird für landwirtschaftliche Betriebe immer interessanter. Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner bei einer Fachtagung des Biogas-Forums Bayern in Neumarkt mitteilte, profitieren bäuerliche Anlagen zum Einen von der seit Jahresbeginn erhöhten Einspeisevergütung. Zum Anderen sorge der technische Fortschritt für eine immer bessere Gas- und Stromausbeute und verbessere so die Wirtschaftlichkeit der Biogasproduktion. Die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, die eindeutig die bayerische Handschrift trage, wird laut Brunner vor allem für einen moderaten Zubau an kleinen Anlagen sorgen, in denen Gülle eingesetzt wird.

Bereits heute wird jeder zehnte bayerische Haushalt mit Strom aus landwirtschaftlichen Biogasanlagen versorgt. Die rund 1.400 Anlagen im Freistaat speisten 2007 annähernd 2,2 Milliarden Kilowattstunden ins Stromnetz ein. Das entspricht rund drei Prozent des gesamten bayerischen Strombedarfs.

Mit der direkten Einspeisung von Biogas ins Erdgasnetz können Prognosen zufolge bis zu 16 Prozent des bayerischen Erdgasverbrauchs ersetzt werden. Zudem stehe dann Biogas auch zur Nutzung für Mobilität bereit.

Über das Biogas Forum Bayern unterstützt der Freistaat den Wissenstransfer, den Aufbau von Schulungs- und Zertifizierungssystemen und die Optimierung von Labordienstleistungen. Insgesamt stehen dafür im Zeitraum von 2008 bis 2010 mehr als eine halbe Million Euro zur Verfügung.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Internet unter http://www.stmelf.bayern.de


Nachhaltige Reinigungskraft

Im Vorwort des Nachhaltigkeitsberichts 2008 der Firma Henkel wird dargestellt, dass sich das Unternehmen seit 130 Jahren mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander setzt.
Man ist davon überzeugt, dass sich nachhaltiges Wirtschaften durch eine langfristige Wertsteigerung des Unternehmens rentiert. Deshalb sollen alle neuen Henkel-Produkte einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in mindestens einem der vom Unternehmen festgelegten Bereiche leisten. Hierzu gehören folgende Felder: Energie und Klima, Wasser und Abwasser, Materialien und Abfall, Gesundheit und Sicherheit. Diese Bereiche sind global zu sehen, denn die weltweit 55.000 Mitarbeiter verteilen sich auf Produktionsstandorte in 57 Ländern.

Diese Aspekte werden schon bei der Auswahl der Rohstoffe berücksichtigt. Beispielsweise wird der Pritt-Stift seit dem Jahr 2000, bezogen auf die Trockenmasse, zu 90 Prozent aus Nachwachsenden Rohstoffen (Stärke-basiert) produziert.

Und für die neuen Terra Activ Reiniger-Produkte hat Henkel Zertifikate für nachhaltiges Palmkernöl von United Plantations gekauft. So soll sichergestellt werden, dass für die in jedem Terra Activ Produkt eingesetzte Menge an Palmkernöl eine entsprechende Menge an nachhaltigem Palmkernöl produziert und auf den Markt gebracht wurde.

Die Marke Terra Activ besteht aus fünf Reinigungskategorien, deren Anteil an Inhaltsstoffen aus Nachwachsenden Rohstoffen im Durchschnitt bei 85 Prozent liegt. Das hier entwickelte Potenzial soll zukünftig auch auf weitere Henkel-Produkte angewendet werden.

Universalreiniger, Handgeschirrspülmittel, Badreiniger, WC-Reiniger und Glasreiniger sind von der Marke Terra Activ erhältlich.

Quelle und Informationen: Henkel Nachhaltigkeitsbericht 2008 im Internet unter http://www.henkel.de sowie http://www.pritt.de und http://www.terra-activ.de





Mist macht Traktor flott

Die Firma LuPower hat in Zusammenarbeit mit Steyr Traktoren, OÖ.Ferngas und dem Agrarressort des Landes OÖ den Prototyp eines Diesel-Traktors mit Erdgas/Bio-gas-Antrieb entwickelt. Der Treibstoff Biogas kommt dabei direkt vom Bauernhof - aus dem Mist von Schweinen, Hühnern und Rindern.

Mit einem Nachrüstkit werden moderne Dieseltraktoren auf Biogasbetrieb umgebaut. Damit können vor allem Maschinen der Land- und Forstwirtschaft sowie von Kommunen klimafreundlich und kostengünstig betrieben werden. Erstmals zu betrachten war der Prototyp des Traktors mit Erdgas/Biogas-Antrieb kürzlich auf der Energiesparmesse in Wels.

Durch das Nachrüsten eines Steyr Traktors CVT 6195 auf einen bivalenten Betrieb mit Erd- und Biogas können bis zu 40 Prozent der Dieselkosten gespart werden. Da Biogas als Treibstoff CO2-neutral ist, ist diese Entwicklung aber nicht nur kostengünstig, sondern auch klimaschonend. Durch die Umstellung auf Erd- und Biogas ergibt sich pro Fahrt eine Reduktion des C02- Ausstoßes um 20 Prozent. Die Stickoxyd-Reduktion liegt bei 17 Prozent, der Ausstoß von Feinstaubpartikel ist um 19 Prozent niedriger, Kohlenwasserstoffe werden um 87 Prozent und Kohlenmonoxid sogar um 97 Prozent weniger emittiert.

Quelle: Auszüge einer Pressemitteilung der Steyr Traktoren und OÖ. Ferngas AG im Internet unter http://www.ooeferngas.at



Eigenverbrauchstankstellen - Förderung gestoppt

Die Richtlinie des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) zur Förderung von Eigenverbrauchstankstellen für Biokraftstoffe wird zum 26. Februar 2009 ausgesetzt.

Rund 360 Eigenverbrauchstankstellen für Biokraftstoffe sind im Rahmen der Maßnahme seit dem Jahr 2000 aus Mitteln des BMELV von der FNR gefördert worden.

Die große Anzahl aktuell anstehender Forschungsprojekte im Bereich Nachwachsender Rohstoffe erfordert jedoch vor dem Hintergrund begrenzter Haushaltsmittel eine angepasste Prioritätensetzung, die eine Fortführung dieser Förderung bis auf Weiteres nicht gestattet.

Quelle: Pressemitteilung der FNR vom 03.03.09 im Internet unter http://www.fnr.de


Rat für Stoffliche Nutzung

Am 17. Dezember 2008 haben zwanzig Experten aus Industrie, Verbänden und Forschungseinrichtungen den "Rat zur Stofflichen Nutzung Nachwachsender Rohstoffe" in Hürth im Rheinland gegründet.


Seine Aufgabe ist es, die Politik über die Verwendung Nachwachsender Rohstoffe in der industriellen Produktion zu informieren und dahingehend zu beraten, wie die stoffliche Nutzung zukünftig in allen neuen Regularien der energetischen Nutzung gleichgestellt werden kann.

Infos: nova-Institut GmbH, Florian Gerlach, Tel.: 022/3348-1443, E-Mail: florian.gerlach@nova-institut.de; (http://www.nova-institut.de/nr)



-G-E-D-R-U-C-K-T-E-S-

Ökologieorientiertes Management
Das traditionelle Lehr- und Forschungsprogramm der Betriebswirtschaftslehre wurde aufgrund der gestiegenen Nachfrage um den Bereich Umweltökonomie erweitert. Das vorliegende Lehrbuch trägt dieser Entwicklung Rechnung. Den Praktikern gibt das Buch Anregungen zum umweltschonenden und dennoch profitablen Wirtschaften, auch in Form von Anwendungsbeispielen. Dem Studierenden wird ein umfassender Einblick in die betriebliche Umweltökonomie vermittelt.
Die Buchautorin Prof. Edeltraud Günther wurde für ihre wissenschaftlichen Leistungen, die sich durch starken Praxisbezug auszeichnen sowie für ihr Engagement bei der Etablierung der Betrieblichen Umweltökonomie als Studienfach mit dem B.A.U.M.-Umweltpreis 2008, Kategorie Wissenschaft, ausgezeichnet.

Infos: Ökologieorientiertes Management, Um-(weltorientiert) Denken in der BWL, Edeltraud Günther, Lucius & Lucius, UTB, Stuttgart, 2008, ISBN 978-3-8252-8383-4, 29,90 Euro

 

 
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