          |
 |
 |


Newsletter/ nawaros®01/09
Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen
Newsletters nawaros®
Inhalt
C.A.R.M.E.N.-Forum in Straubing
Feinstaubminderung für Straubing
Internationale Agentur für Erneuerbare Energien
Züchtung von Energiepflanzen
-M-U-L-T-I-M-E-D-I-A-
GEDRUCKTES
C.A.R.M.E.N.-Forum
in Straubing
Holz: Nachhaltiger Bau- und Werkstoff
Unter dem Titel "Holz: Nachhaltiger Bau- und Werkstoff"
findet am Montag, den 30. März 2009, im Straubinger Herzogschloss
das traditionelle C.A.R.M.E.N.-Forum statt.
Als Kooperationspartner konnten hierfür das Netzwerk "Forst
und Holz Bayerischer Wald" und das Cluster "Forst und Holz in
Bayern" gewonnen werden.
Das Netzwerk Forst und Holz Bayerischer Wald ist eine Gemeinschaft von
Betrieben, Personen und Institutionen, die sich für eine verstärkte
regionale Verwendung von Holz und Holzprodukten einsetzt.
Durch den weiteren Forums-Kooperationspartner, der Clusterinitiative Forst
und Holz in Bayern, bestehen beste Verbindungen zur bayerischen Landespolitik
und den bayerischen Hochschulen.
Die Forst- und Holzwirtschaft ist wirtschaftlich eine der wichtigsten
Branchen im Freistaat Bayern. Deshalb wurde auch der Sektor Forst und
Holz unter Federführung des Bayerischen Staatsministeriums für
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in die Cluster-Politik der
Bayerischen Staatsregierung aufgenommen. Ziel ist eine landesweite Vernetzung
der Potenziale aus Praxis und Wissenschaft in der Branche.
Neben seiner beachtlichen wirtschaftlichen Bedeutung, kann der Nachwachsende
Rohstoff Holz aber noch viele weitere positive Aspekte vorweisen.
Technisch raffiniert, umweltfreundlich, natürlich und dadurch mit
Wohlfühlatmosphäre ausgestattet, das sind einige der Gründe,
warum sich immer mehr Bauherren für ein Holzhaus entscheiden. Bemerkenswert
dabei ist, dass trotz steigender Nachfrage nach Holzbauten in den heimischen
Wäldern mehr Rohstoff nachwächst, als geschlagen und verbraucht
wird. Auch die Vorbereitung von Holz für Baukonstruktionen belastet
die Umwelt nur geringfügig, da hierfür weniger Energie benötigt
wird als für andere Baustoffe und sich kurze Transportwege aus den
heimischen Wäldern bezahlt machen.
Aus den Bereichen Bau- und Werkstoff wird das C.A.R.M.E.N.-Forum in Absprache
mit den Kooperationspartnern ein vielfältiges Vortragsprogramm anbieten,
dass sich an alle mit der Holz-Thematik beschäftigten Personengruppen,
sowohl von privater als auch beruflicher oder gewerblicher Seite richtet.
Programm
Feinstaubminderung für Straubing
TFZ startet Versuche an kleinen Holzfeuerungen
Mitte Dezember 2008 wurde der letzte von insgesamt zehn
elektrostatischen Staubabscheidern in Straubing und Umgebung eingebaut.
Im Rahmen des jetzt beginnenden, mehrmonatigen Feldversuchs sind zehn
Privathaushalte, die mit Holz heizen, mit einer neuartigen Abscheidetechnik
für Feinstaub ausgestattet.
Die drei unterschiedlichen Abscheidertypen sollen sich nun über die
kommende Heizperiode an Kamin- und Kachelöfen aber auch an Holzzentralheizungen
bewähren. Hierbei übernimmt das Technologie- und Förderzentrum
(TFZ) die wissenschaftliche Begleitung. Mit allen drei Abscheidertypen
werden zusätzlich Langzeitversuche am TFZ-eigenen Feuerungsprüfstand
durchgeführt.
Anhand der gewonnenen Daten und Erfahrungen sollen Rückschlüsse
auf das Betriebsverhalten (z. B. Abscheideleistung, Reinigungs- und Wartungsaufwand,
Stromverbrauch), die Bedienungsfreundlichkeit und über die Langzeiteignung
getroffen werden.
Die Projektleitung und wissenschaftliche Begleitung durch das TFZ-Sachgebiet
"Biogene Festbrennstoffe" unter der Leitung von Dr. Hans Hartmann
wird vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft
und Forsten (StMELF) gefördert. Außerdem sind noch das Bayerische
Landesamt für Umwelt (LfU) durch Übernahme von Laboranalysen
der gewonnenen Staubproben sowie die Regierung von Niederbayern und das
Umweltamt der Stadt Straubing im Rahmen eines begleitenden Ausschusses
fachlich beteiligt.
Das Projekt steht in Zusammenhang mit der in jüngster Zeit zunehmenden
Diskussion über gesundheitsschädliche Feinstäube, die nicht
nur aus Industriefeuerungen oder aus dem Kraftfahrzeugbetrieb stammen,
sondern auch bei der Verbrennung von Holz in Kleinanlagen freigesetzt
werden. Für neu installierte Feuerungen ist zukünftig mit verschärften
Umweltauflagen zu rechnen. Das sieht unter anderem auch die derzeit überarbeitete
1. Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV) vor.
Zusätzlich bereitet das TFZ umfangreiche Versuche am eigenen Feuerungsprüfstand
in Straubing vor. Dabei sind viele messtechnische Besonderheiten zu berücksichtigen,
da die Filter über die zugeführte Spülluft das Abgas verdünnen
und abkühlen, und auch die elektrischen Ladungen der Abgaspartikel
zu Störeinflüssen bei der Staubprobenahme führen. Das geeignete
Messverfahren und der Prüfaufbau für solche Elektrofilter mussten
daher am TFZ erst noch entwickelt werden. Die drei Filtertypen können
nun an jeweils einem "modernen" und einem "einfachen"
Kaminofen bzw. an einem Scheitholz-Zentralheizungskessel im Dauereinsatz
getestet werden. Hierbei werden der mögliche Staubabscheidegrad,
die notwendigen Reinigungsintervalle, der Stromverbrauch und eventuelle
Änderungen in der Staubzusammensetzung bestimmt.
Quellen und Infos: Im Internet unter http://www.tfz.bayern.de
Internationale Agentur für Erneuerbare
Energien
Am 26. Januar 2009 findet in Bonn
die Konferenz zur Gründung der internationalen Agentur für Erneuerbare
Energien (IRENA) statt. Bisher haben rund 80 Staaten ihre Teilnahme zugesagt;
viele werden hochrangige Vertreter entsenden.
Die Bundesregierung wird von den Ministern Sigmar Gabriel, Heidemarie
Wieczorek-Zeul und Dr. Frank-Walter Steinmeier vertreten sein.
Ziel der von Deutschland, Spanien und Dänemark angestoßenen
und von einer Vielzahl von Ländern aus allen Kontinenten unterstützten
Initiative ist es, den Ausbau der erneuerbaren Energien weltweit voranzubringen
und als Sprachrohr der erneuerbaren Energien sowohl Industrie- als auch
Entwicklungsländer praxisnah zu beraten und zu unterstützen.
Im Internet ist das vorläufige Programm der Konferenz, die im ehemaligen
Bundestag in Bonn, dem jetzigen World Conference Center stattfindet, eingestellt.
Infos: Im Internet unter http://www.irena.org
Züchtung von Energiepflanzen
Das Bundesministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) ruft interessierte Forschungseinrichtungen
dazu auf, Projektskizzen zu innovativen Züchtungsstrategien und Analyseverfahren
sowie zur Evaluierung von stresstoleranten, nährstoffeffizienten
Genotypen, die den Anforderungen seitens des Energiepflanzenanbaus und
der Verwertung genügen, einzureichen. Der entsprechende Förderschwerpunkt
"Züchtungsforschung und Züchtung im Bereich Energiepflanzen"
des BMELV wurde am 08.01.2009 im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Die Förderung erfolgt im Rahmen des Förderprogramms Nachwachsende
Rohstoffe, das die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) als Projektträger
des BMELV betreut.
Infos: Projektskizzen sind bis zum 30.06.2009 bei der FNR einzureichen
(http://www.fnr.de).

-M-U-L-T-I-M-E-D-I-A-
Bauer Hubert
Bauer Hubert erklärt im Dienst der Fachagentur
Nachwachsende Rohstoffe (FNR) Kindern die bunte Welt der pflanzlichen
Energie- und Rohstoffträger. Nach seinen Auftritten in einer 5-teiligen
Kinderbuchserie und in der Nawaro-Show der Band Rumpelstil gibt es den
umtriebigen Landwirt nun auch im Internet: www.bauer-hubert.info.
Kinder können hier nicht nur in einem Bauer-Hubert-Quiz ihr Wissen
testen, Rätselaufgaben lösen und Malseiten herunter laden,
es gibt auch Musik zum Reinhören und kostenlosen Bestellen. Darüber
hinaus stehen alle bereits als Kinderbuch erschienenen Geschichten zum
nochmaligen Lesen bereit.
Quelle und Informationen: Pressemitteilung der Fachagentur Nachwachsende
Rohstoffe (FNR e.V.) im Internet unter http://www.fnr.de

GEDRUCKTES:
Standortangepasste Anbausysteme für Energiepflanzen
Als eines von insgesamt über 50 Energiepflanzenprojekten
koordiniert die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL)
unter dem Titel "Entwicklung und Vergleich von optimierten Anbausystemen
für die landwirtschaftliche Produktion von Energiepflanzen unter
den verschiedenen Standortbedingungen Deutschlands", kurz EVA, ein
Verbundprojekt, dessen vorläufige Ergebnisse im Juni 2008 in einer
FNR-Publikation veröffentlicht wurden. Einige der Vorüberlegungen
zum genannten Projekt lauten: Es ist ein hoher Nettoenergieertrag je Flächeneinheit
anzustreben, ackerbauliche Konzepte sind weiter zu entwickeln (Mischfruchtanbau)
und Ertragspotenzial und Ertragssicherheit sind zu verbessern.
Die vorliegende Publikation stellt die Zwischenergebnisse von 2005 bis
2007 vor.
Projektkern bildet ein Fruchtfolgeversuch, der in sieben Bundesländern
parallel umgesetzt wurde. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Silierbarkeit
und die Ermittlung von Biogasausbeuten gelegt. Außerdem wird versucht,
das Biomasseaufkommen durch Kombination von Erst- mit Zweitkulturen zu
steigern und eine nachhaltige Wassernutzung zu erzielen.
Im Artenvergleich zeigt sich, dass Mais als ertragreichste Kulturart für
die Biogasproduktion bestätigt wird.
Zum Thema Bewirtschaftungsstrategien wurden Versuche zu Wasserbedarf und
Bewässerung von Energiepflanzen durchgeführt. Auch Pflanzenschutzmittel,
Düngung und Bodenbearbeitung wurden versuchsweise minimiert. Substratqualität
und Biogasausbeute sowie Schnittfrequenz und Erntezeitpunkt wurde ebenfalls
untersucht.
Die vollständigen Ergebnisse wurden ab Herbst 2008 zusammengestellt.
Bezug: Im Internet unter www.fnr.de
Umwelttechnik für Alpine Berg- und Schutzhütten
In den Alpen macht sich der Klimawandel bemerkbar,
abschmelzende Gletscher gehören zu den deutlichen Zeichen. Sanfter
Tourismus mit Vorbildcharakter ist in dieser sensiblen Region deshalb
besonders gefragt.
Mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) wurden
ab dem Jahr 2000 25 alpine Berg- und Schutzhütten mit umweltfreundlicher
und zukunftsweisender Ver- und Entsorgung ausgestattet. Anlagenbeschreibungen,
Checklisten und Hüttenportraits sollen anderen Hüttenbetreibern
dazu dienen, Anregungen und Informationen zur Umgestaltung der eigenen
Hüttenversorgung zu erhalten.
Die DBU fördert generell umweltentlastende Projekte, sofern sie sich
klar vom gegenwärtigen Stand der Technik abgrenzen (Innovation),
für eine breite Anwendung geeignet sind (Modellcharakter) und sich
unter marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten zeitnah umsetzen lassen. Ende
2008 lief das Förderprogramm, auf das sich dieses Handbuch bezieht,
aus. Architektur und Bauwesen sowie Klimaschutz und Energie sind aber
weitere Förderbereiche, in denen eine Antragstellung möglich
wäre.
Von der Entstehungsgeschichte der Alpen über die Projektplanung,
die Finanzierung, die Bereitstellung elektrischer und thermischer Energie,
die Wärmedämmung, die Trinkwasserbereitstellung, Abfall- und
Abwassermanagement sowie den Brandschutz bis hin zur aktiven Öffentlichkeitsarbeit
werden allgemeine Informationen, konkrete Vorschläge und Beispiele
gegeben. Für den vertiefenden Einstieg empfiehlt sich ein Besuch
der anhand von Hüttenportraits vorgestellten Berghütten.
Info: Umwelttechnik für Alpine Berg- und Schutzhütten, Hintergrundwissen,
Tipps und Beispiele aus der Praxis, Verena Menz, Hrsg.: Roland Digl, Franz-Peter
Heidenreich, Dirk Schötz, Bergverlag Rother, München, ISBN 978-3-7633-8037-4,
19,90 Euro


|
|
|