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Newsletter/ nawaros®12/08
Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen
Newsletters nawaros®
Inhalt
Hochschulpreis Nachwachsende Rohstoffe
Spritsparendes Autofahren
Öffentliche Vortragsreihe Erneuerbare Energien
Forschungsprojekt: John Deere-Pflanzenöltraktor
-M-U-L-T-I-M-E-D-I-A-
GEDRUCKTES
1. Hochschulpreis
Nachwachsende Rohstoffe
2.500 Euro Preisgeld für Agraringenieur
Am 20. November wurde im Straubinger Rathaussaal erstmals
der Hochschulpreis der Stiftung Nachwachsende Rohstoffe verliehen. 2.500
Euro gingen an den Baden-Württemberger Agraringenieur Thomas Pfeifle.
Mit seiner Diplomarbeit über die Ökonomie von Biogasanlagen
in Baden-Württemberg überzeugte er das Preiskuratorium der in
Straubing ansässigen Stiftung.
Im Frühjahr 2008 rief die Stiftung Nachwachsende Rohstoffe in Zusammenarbeit
mit der Raiffeisenbank Straubing den Hochschulpreis ins Leben. Um junge
Wissenschaftler zu fördern und auszuzeichnen, die sich mit den Thema
Nachwachsende Rohstoffe beschäftigen, stellt die Raiffeisenbank Straubing
jährlich das Preisgeld von 2.500 Euro zur Verfügung.
Unter den Einsendungen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz
wählte die Jury die Abschlussarbeit eines Studenten der Hochschule
für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen. In der mit 1,1
bewerteten Arbeit analysierte Preisträger Thomas Pfeifle verschiedene
Biogasanlagen in Bezug auf ihre Wirtschaftlichkeit. Die gewonnenen Daten
zur Technik, Ökonomie und Rentabilität können bei der Beratung
von Landwirten eingesetzt werden, die eine Biogasanlage bauen wollen.
Des Weiteren ermittelte Pfeifle Ursachen für Effizienzunterschiede
und Produktivitätsfaktoren beim Betrieb von Biogasanlagen.
Raiffeisenbankdirektor Hermann Mirtl überreichte dem ersten Hochschulpreisträger
der Stiftung Nachwachsende Rohstoffe das Preisgeld und eine Urkunde.
Stiftungsrat Ministerialdirigent a.D. Reinhold Erlbeck hob in seiner Laudatio
Pfeifles herausragendes Engagement im Bereich der Nachwachsenden Rohstoffe
hervor: "Sie tragen mit ihrer Diplomarbeit dazu bei, den wirtschaftlichen
Umgang mit Biomasse voranzutreiben. Daher hoffe ich, dass Ihr Beispiel
weitere Studenten motiviert, sich mit der Zukunftsbranche Nachwachsende
Rohstoffe auseinanderzusetzen."
Weitere Informationen:
C.A.R.M.E.N. e.V., Eva-Maria Hollweck, Tel.: 09421-960-300, E-Mail: eh(at)carmen-ev.de
Spritsparendes Autofahren
Vortrag im Straubinger Kompetenzzentrum am 08.12.2008
Der Mensch hat schon seit vielen Jahrhunderten das Verlangen,
möglichst schnell und bequem von A nach B zu reisen - sei es zu Beginn
mit Tieren, Kutschen, Eisenbahn oder seit gut einem Jahrhundert mit dem
Auto, welches mal mehr und mal weniger nach Sprit ächzt.
Wie kann jedoch nun jeder einzelne von uns selbst bares Geld beim Autofahren
sparen?
Die wohl größte und zugleich bequemste Einsparung erreicht
der Autofahrer mit der richtigen Wahl des Fahrzeuges, erklärte Prof.
Dr. Rabl von der Hochschule in Regensburg / Fakultät Maschinenbau.
Hier ist es wichtig, dass der PKW eine möglichst geringe Masse hat,
die Aerodynamik windschnittig ist und der Antriebsstrang einen hohen Wirkungsgrad
aufweist. Mit der Wahl eines Smarts ist der Autokäufer in diesem
Punkt sehr gut beraten - ein Porsche Cayenne wäre vor dem Hintergrund
des Spritsparens jedoch die völlig falsche Wahl.
Steht der Wagen erst einmal zu Hause, muss er auch gefahren werden. Wie
reicht die Tankfüllung aber nun für eine möglichst hohe
Fahrleistung? Einsparungen ergeben sich hier schon durch die richtige
Reifenwahl - je schmäler diese sind, desto niedriger ist der Verbrauch,
denn bei einem schmalen Reifen ist die Aufstandsfläche auf der Fahrbahn
wesentlich kleiner und so muss nur ein geringer Teil an Reibungsenergie
aufgebracht werden. Neben der Reifenbreite ist auch noch der richtige
Luftdruck im Reifen entscheidend - den Reifeninnendruck lieber etwas höher
wählen (+ 0,3 - 0,5 bar), auch das verringert den Reibungswiderstand,
da sich die Aufstandsfläche verkleinert.
Eine weitere Möglichkeit Sprit zu sparen, ist das niedertouring Fahren.
Darunter versteht ein Fachmann, wie Prof. Rabl, dass der Motor ständig
im unteren Drehzahlbereich betrieben wird. Dies setzt eine Fahrweise voraus,
bei der so früh wie nur möglich in den nächsten Gang geschaltet
werden muss, d.h. bei einem Dieselmotor liegt die durchschnittliche Drehzahl
bei ca.1.500 Umdrehungen pro Minute - frühe Schaltvorgänge rechnen
sich mit bis zu 15 Prozent Kraftstoff-einsparungspotential. Der Referent
wies ausdrücklich darauf hin, dass niedertouring Fahren nicht mit
einem höheren Motorverschleiß verbunden ist, viele Autofahrer
betrachteten diese drehzahlreduzierte Fahrweise nämlich äußerst
skeptisch hinsichtlich der Motorverträglichkeit.
Befindet sich ein Hindernis wie zum Beispiel eine Ampel auf der Wegstecke,
ist die Fahrweise so zu wählen, dass der Schubregler aktiviert wird.
Dieser arbeitet, wenn der Motor durch die rollenden Räder angetrieben
wird. Der Kraftstrom im Antriebsstrang des Autos fließt dann von
den Rädern in die Richtung des Motors und hält diesen am Laufen.
Würde der Fahrer auskuppeln, müsste der Motor im Leerlauf erhalten
werden, was einen Kraftstoffverbrauch von 5 mg pro Einspritzung verlangt.
Ohne Auskuppeln und fleißiges Herunterschalten der Gänge kann
eine Kraftstoffeinsparung von bis zu 6 Prozent durchaus vorstellbar sein.
Der "Bleifußfahrer" muss für seinen Fahrspaß
und eine unausgeglichene Fahrweise am kräftigsten in die Tasche greifen,
denn seine aggressive Fahrweise führt zu einem Mehrverbrauch von
bis zu 26 Prozent gegenüber dem genügsamen, langsamer beschleunigenden
Fahrer. Ziel ist es, den Fahrstil so zu verändern, dass die Beschleunigungssequenzen
auf ein Minimum reduziert werden.
Gegenstände, die im Auto nicht notwendigerweise an Bord sein müssen,
sollten vor Fahrtbeginn entladen werden. Jede zusätzlich bewegte
Masse kostet Energie in Form von Sprit und Sprit kostet Geld.
Ein Mix von verschiedenen Punkten hilft also dem Autofahrer Sprit zu sparen.
Es gibt nicht den einen Spritspar-Tipp! Der Spritverbrauch ist immer abhängig
vom ausgewählten Auto und der damit erkauften besseren oder schlechteren
Antriebstechnik, Aerodynamik und der individuellen Kunst, das Auto effizient
zu fahren. Spritsparendes Autofahren ist sowohl im ökologischen als
auch im ökonomischen Sinne vorteilhaft!
Kontakt:
Prof. Dr. Hans-Peter Rabl, Fachhochschule Regensburg,
Fakultät Maschinenbau, E-Mail: hans-peter.rabl(at)maschinenbau.fh-regensburg.de
Öffentliche Vortragsreihe Erneuerbare
Energien
12. Jan. 2009: Energieeffizienz
durch eine intelligente Kreislauf- und Abfallwirtschaft; Referent: Gangolf
Wasmeier, Zweckverband Abfallwirtschaft.
09. Feb. 2009: Strom und Wärme aus dem Kanal - Energetische Nutzung
von Abwässern in Straubing; Referentin: Dipl.-Ing. Cristina Pop,
Tiefbauamt Stadt Straubing.
09. März 2009: Energiefresser, nein danke - Tipps zur Stromeinsparung
in Haushalten; Referent Prof. Dr.-Ing. Günter Keller, Fakultät
Elektrotechnik und Medientechnik, Hochschule Deggendorf.
Zeit und Ort:
17:00 Uhr, Schulungs- und Ausstellungszentrum (SAZ), Schulgasse 18, 94315
Straubing, Tel.: 0 94 21/30 00 01 (http://www.wz-straubing.de)
Forschungsprojekt: John Deere-Pflanzenöltraktor
Ende 2005 startete John Deere seine
Untersuchungen zum Thema Pflanzenöl als Kraftstoff. Das Unternehmen
prüfte, ob die Anpassung eines Traktors auf den Pflanzenöleinsatz
nach den eigenen hohen Qualitätsansprüchen machbar ist. Technischer
Partner des weltweit führenden Landmaschinenherstellers waren die
Vereinigten Werkstätten für Pflanzenöltechnologie und der
Lehrstuhl für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren an der Universität
Rostock. Finanziell unterstützt wurde das Projekt vom Bundesministerium
für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)
über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR).
Die Ergebnisse sind sehr vielversprechend ausgefallen. Ob John Deere künftig
einen Traktor mit Pflanzenöloption ab Werk anbietet, hängt jedoch
von den noch andauernden Untersuchungen ab.
In Deutschland, Österreich, Frankreich und Polen testen Privatkunden
ab Frühjahr 2009 bis Mitte 2011 im Rahmen des europäischen Forschungsvorhabens
"2nd VegOil" die in der Zwischenzeit weiterentwickelten Traktoren
im Praxiseinsatz. Von diesen Ergebnissen sowie von der zukünftigen
Marktentwicklung hängt es ab, ob ein pflanzenöltauglicher John
Deere-Traktor in Serie gehen kann. John Deere wäre dann neben Same
Deutz-Fahr und Fendt ein weiterer Anbieter, der ein pflanzenöltaugliches
Modell ab Werk anbieten würde. Das Ein-Tank-System des John Deere-Traktors
unterscheidet diesen jedoch klar von seinen Wettbewerbern.
Bisher musste jeder, der Pflanzenöl als Kraftstoff einsetzen wollte,
sein Fahrzeug von einer geeigneten Werkstatt für einige 1.000 Euro
umrüsten lassen. Die Herstellergarantie für etwaige Motorschäden
erlosch damit. Da Pflanzenöl jedoch insbesondere in der Landwirtschaft
als Kraftstoff immer wichtiger wird, reagierte schließlich auch
die Industrie.
Bei den von John Deere angepassten Modellen handelt es sich um die mit
einem 6-Zylinder-Motor ausgerüsteten Maschinen der Baureihe 6030
Premium mit Common-Rail-Einspritzung und der Abgasstufe 3A. Beim Pflanzenölschlepper
mit einem Ein-Tank-System erübrigt sich die Unterbringung eines zusätzlichen
Tanks und das Umschalten zwischen Rapsöl- und Dieselbetrieb entfallen.
Am John Deere-Traktor wurde die Software der Motorelektronik, die Kraftstoffpumpe
und der gesamte Kraftstoffkreislauf so angepasst, dass alle Maßnahmen
zusammen den Erfordernissen des Rapsölkraftstoffs optimal entsprechen.
Der Kaltstart des Motors mit Pflanzenöl soll durch eine interne Kaltstart-Vorheizung
bis zu einer Temperatur von 0°C mit Bordmitteln sicher gestellt werden.
In Untersuchungen auf dem Motorprüfstand und bei Feldtests zeigte
sich, dass ein sicherer Betrieb in allen Lastbereichen und die Einhaltung
der Emissionsgrenz-werte nur dann möglich sind, wenn der eingesetzte
Kraftstoff nahezu kein Calcium, Magnesium und Phosphor enthält. Als
weitere Anforderung kam der Einsatz eines speziellen Additivs hinzu. Waren
diese Voraussetzungen indes gegeben, bewährte sich der angepasste
Motor bei den Tests über ausreichend lange Standzeiten erfolgreich.
Als Nebenergebnis des Projektes bleibt festzuhalten, dass die Rapsöl-Vornorm
DIN V 51605 nicht genügt, eine saubere Verbrennung zu gewährleisten.
Das John Deere-Projekt hat bestätigt, dass Inhaltsstoffe wie Calcium,
Magnesium und Phosphor im Pflanzenöl stärker berücksichtigt
werden müssen. Diese Erkenntnis fließt auch in die Ausarbeitung
der Norm für Rapsölkraftstoff mit ein.
Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR)
e.V.

-M-U-L-T-I-M-E-D-I-A-
www.fnr.de &
Co. in neuem Gewand
Neue Internetseiten der FNR veröffentlicht
Mit neuer Gestaltung und Struktur präsentiert sich die Internetplattform
der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) www.fnr.de.
Insbesondere der Menüpunkt "Basisinfo" wurde überarbeitet
und bietet jetzt noch kompaktere Einstiegsinformationen rund um Rohstoffe,
Herstellung und Anwendungen. Neu ist außerdem die Mediathek, die
das umfangreiche Angebot an Literatur, Pressematerialien, Bildern und
Filmen zusammenfasst.

GEDRUCKTES:
Alternative Kraftstoffe
Womit fahre ich am besten?
Die aktuelle Situation auf dem Energiesektor, alternative Kraftstoffe
mit ihren Vor- und Nachteilen sowie Herstellungsverfahren und Einsatzgebiete
werden dargestellt. Umrüstungsverfahren für Benzin- und Dieselfahrzeuge
ist ein breiter Bereich gewidmet.
Der Elektroantrieb ist eine wichtige Option für die Zukunft. Großer
Nachteil ist derzeit die geringe Reichweite von etwa 100 km, verbunden
mit einer sehr langen Ladezeit und die Gewichtsbeschränkung, die
für einen sinnvollen Einsatz ein gewisses Verhältnis Nutzlast
/ Gewicht nicht überschreiten sollte und somit den Einsatz in LKW,
Bussen etc. unrentabel macht. Geräuscharmes und nahezu vibrationsfreies
Fahren, verbunden mit einem guten Beschleunigungsverhalten sind aber klare
Vorteile.
Bis auf diesem Gebiet deutliche Fortschritte gemacht werden, ist der Hybridmotor
eine Alternative. Auch den Brennstoffzellen wird ein Kapitel gewidmet,
jedoch wird auf die derzeit noch nicht konkurrenzfähige Situation
verwiesen.
Info:
Alternative Kraftstoffe, Sven Geitmann, H2ydrogeit-Verlag,
ISBN 978-3-937863-12-2, 19,90 Euro
Ökologisch wohnen, bauen und sanieren
Wie man das eigene Zuhause zukunftsfähig macht
und sich Behaglichkeit und ein gutes Klima in den eigenen vier Wänden
schafft, wird in diesem Büchlein vorgestellt. Punkte, die bei der
Planung eines Passivhauses oder der Sanierung im Bestand berücksichtigt
werden sollten, werden erläutert.
Eine Energieberatung vor Ort, eventuell ergänzt durch eine Thermografieaufnahme
können in einem Energieberatungsgutachten wichtige Hinweise zu Maßnahmen
der Energieeinsparung und dem Einsatz erneuerbarer Energien geben. Finanzielle
Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
(BAFA) sind möglich. Eine Übersicht über Förderprogramme
und ein Adressverzeichnis runden den gelungenen Ratgeber ab.
Der Ratgeber für Eigentümer und Mieter entstand in Zusammenarbeit
mit dem Deutschen Energieberater-Netzwerk e.V.
Info:
Ökologisch wohnen, bauen und sanieren, Gabriele Neimke, Marco Erlenbeck,
Humboldt-Verlag, 2008, ISBN 978-3-89994-190-6, 14,90 Euro.


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