Newsletter/ nawaros®09/08

Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen Newsletters nawaros®

Inhalt

biomasse 2008 in Rosenheim
Mit C.A.R.M.E.N. zum ZLF nach München!
Fachgespräche zur Wärmeverwertung
Mein Haus spart
Jahrbuch Erneuerbare Energien 2007
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biomasse 2008 in Rosenheim
Nachwachsende Rohstoffe und Solarenergie

Vom 7. bis zum 9. November 2008 findet bereits zum vierten Mal die Fach- und Verbrauchermesse für Nachwachsende Rohstoffe und Solarenergie "biomasse 2008" im Lokschuppen und auf dem Messegelände in Rosenheim statt.
"Die ‚Holzstadt' Rosenheim, die sich als wirtschaftliches Zentrum Südostbayerns durch Forschung und Anwendung von Holztechnik einen internationalen Ruf erworben hat, bietet als Messestandort für den Bereich Biomasse ideale Voraussetzungen", weiß Walter Wallrapp, Projektmanager der biomasse gmbh.
So ist auch in diesem Jahr wieder das Thema Holz im wahrsten Sinne brandheiß. Neben den in Bayern gut verbreiteten Scheitholz-, Pellet- und Hackschnitzelheizungen, die mit modernen technischen Raffinessen das Heizen mit Holz komfortabel gestalten, werden Fachvorträge zu weiteren Rohstoffen als Energieträger in einem Kongress über "Alternative Rohstoffe für Bioenergie" behandelt. Diese kostenpflichtige Veranstaltung findet am Freitag, den 7. November, im Kultur- und Kongresszentrum (Ku'Ko) in Rosenheim statt.

Pellets attraktiv wie lange nicht
Insbesondere das Heizen mit Pellets ist im Privatbereich derzeit so interessant wie seit langem nicht mehr. Der monatlich von C.A.R.M.E.N. e.V. erhobene Pellet-Preisindex zeigt, dass sich das Preisniveau seit April 2007 nahezu konstant zwischen 170 bis 190 Euro je Tonne (frei Haus, inklusive Steuern) bewegt. Vergleichbar wäre das mit einem theoretischen Ölpreis von 34 bis 38 Cent je Liter. Tatsächlich liegt dieser schon lange deutlich darüber! Für einen durchschnittlichen Haushalt resultiert daraus eine Heizkostenersparnis gegenüber Heizöl über 200 Prozent, womit die höheren Investitionskosten in dieses moderne Heizsystem in einigen Jahren wieder erwirtschaftet werden können. Mit Holzpellets setzt man außerdem auf ein Produkt aus der heimischen Wirtschaft, denn mittlerweile produzieren in Deutschland gut 60 Pelletwerke diesen nachwachsenden und heimischen Brennstoff.

Breites Themenspektrum
Wer neben behaglicher Wärme aus Nachwachsenden Rohstoffen auch ressourcenschonend mobil sein möchte, dem sei das Thema Bio-Ethanol ans Herz gelegt. Resultierend aus einem erfolgreichen zweijährigen Projekt in der Region Chiemgau-Inn-Salzach, haben sich hier viele Akteure zusammengefunden, die neben Ethanol-tauglichen sogenannten "Flexi-Fuel"-Fahrzeugen auch ein entsprechendes Tankstellennetz für den "Sprit vom Acker" aufbauen werden. Die Besonderheiten dieses leistungsstarken, heimischen Kraftstoffs und der dafür geeigneten Fahrzeuge werden auf der Messe durch Aussteller und Fachvorträge präsentiert. Dass die Landwirtschaft ihre Produkte nicht zwangsläufig verkaufen muss, sondern diese auch sehr gut selber verwerten kann, wird mit dem Thema "Biokraftstoffe für die Landwirtschaft" aufgezeigt. Neben besonders ausgestatteten Schleppern werden alternative Kraft- und Schmierstoffe für die Feldarbeit und auch zur Erzeugung von Strom und Wärme präsentiert.
Zusätzlich zu den Messeständen werden den Besuchern bei freiem Eintritt hochaktuelle Fachthemen präsentiert. In kostenfreien C.A.R.M.E.N.-Fachgesprächen zur Kombination von Pelletöfen mit Solarkollektoren, zur Wärmegewinnung aus Erneuerbaren Energieträgen (u. a. Miscanthus) und zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren wie Photovoltaik, Festbrennstoffen und Pflanzenöl sowie Biogas kommen Fachleute der Branche zu Wort.
Infos: biomasse gmbh (http://www.biomasse-gmbh.com)


Mit C.A.R.M.E.N. zum ZLF nach München!

Auf einer Gesamtfläche von gut 120.000 m² präsentieren rund 650 Aussteller aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft, der Landtechnik und der Forstwirtschaft ihre Produkte und Leistungen. "Landwirtschaft voller Energie und Leben", so lautet das Motto des diesjährigen Zentrallandwirtschaftsfestes, das bereits zum 124. Mal stattfindet und gemeinsam mit dem Münchener Oktoberfest als Begegnungsstätte für Verbraucher und Bayerns Bäuerinnen und Bauern gilt.
Um dieses Motto mit Leben zu füllen, hat auch C.A.R.M.E.N., als Bayerische Koordinierungseinrichtung für Nachwachsende Rohstoffe einiges auf die Beine gestellt, denn den Mittelpunkt des ZLF markiert in diesem Jahr ein "Erlebnispark Erneuerbare Energien". In einem überdimensionalen, begehbaren Baumstamm und Getreidekorn hat C.A.R.M.E.N. eine Gemeinschaftspräsentation für sechs weitere Aussteller organisiert.
UFOP, Avia Mineralöle, Diermeier Mineralöle und der Flughafen München werden die Themen Kraft- und Schmierstoffe aus der heimischen Landwirtschaft vorstellen. Die Partner aus dem Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe, Wissenschaftszentrum, Technologie- und Förderzentrum und C.A.R.M.E.N. werden ihre Arbeitsschwerpunkte präsentieren. Dabei steht im Mittelpunkt der C.A.R.M.E.N.-Darstellung die aktuelle Diskussion um "Teller und Tank".

Für weitere Informationen steht C.A.R.M.E.N.-Ausstellungsleiter Walter Wallrapp gerne zur Verfügung (Tel.: 09421/960-300). Details zum ZLF finden sich auf der gleichnamigen Internetseite (http://www.zlf.de).


Fachgespräche zur Wärmeverwertung

Aufgrund neuer Förderrichtlinien veranstaltet C.A.R.M.E.N. e.V. in Kooperation mit dem BBV und der Arbeitsgemeinschaft für Wärme und Heizkraft (AGFW) drei Fachgespräche zum Thema Wärmeverwertung bei Bioenergieanlagen. Die Vortragsreihe findet im Oktober und November im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe in Straubing statt.
Seit 01.09.2008 kann bei der KfW-Bank eine Förderung für Wärmeleitungen bei Biogasanlagen beantragt werden. In Kombination mit einem zinsverbilligten Kredit sind hier Schulderlässe von 60-80 Euro pro Trassenmeter und zusätzlich 1.800 Euro pro Hausübergabestation möglich. Kürzlich wurde auch die Novellierung des EEG vom Gesetzgeber verabschiedet, worin ein höherer KWK-Bonus für bestimmte Verbraucher vorgesehen ist.
Beispiele für KWK-bonusfähige Wärmeverwertungen werden Thema des ersten C.A.R.M.E.N.-Fachgesprächs "Wärmeleitungstechnik und Wärmenutzung" am 13.10. sein. Die Referenten berichten unter anderem über Trocknung landwirtschaftlicher Güter, Wärmeversorgung im Gartenbau und Einsatz bei der Stallklimatisierung sowie Wärmeleitungstechniken.
Das zweite Fachgespräch am 27.10. wird unter dem Motto "Wärmevermarktung und Wirtschaftlichkeit" durchgeführt und befasst sich mit der Wärmenutzung bei Biogasanlagen, Pflanzenöl-BHKWs und kleinen Hackschnitzelkesseln, die bisher nicht immer in ausreichendem Maße stattfindet. Hierbei werden Möglichkeiten der Wärmevermarktung und Vertragsgestaltung erörtert sowie KfW-Fördermöglichkeiten erläutert.
Am dritten Vortragstag, dem 03.11. betrachten die Referenten die rechtliche Komponente und beschäftigen sich mit Gesellschafterformen und Vergaberecht, deren Pro und Contra ausführlich mit der Zuhörerschaft diskutiert werden soll.

Info: Programm und Anmeldeformular



Mein Haus spart

Hausbesitzer können nun auf der Seite www.mein-haus-spart.de auf ein neues Internet-Angebot der EnergieAgentur.NRW zugreifen, das die Einspareffekte einer energetischen Sanierung anschaulich illustriert. Unter der Adresse findet sich ein interaktives Einfamilienhaus, an dem Hausbesitzer verschiedene Sanierungsmaßnahmen beispielhaft durchspielen können.
Die Gemeinschaftsaktion "Mein Haus spart" wird koordiniert von der EnergieAgentur.NRW. Ziel ist es, die energetische Sanierung von Gebäuden im Bestand zu forcieren.

Infos: http://www.mein-haus-spart.de



Jahrbuch Erneuerbare Energien 2007

Frithjof Staiß vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) hat mit Unterstützung von 20 namhaften Experten umfangreiches Wissen zu allen regenerativen Energieträgern im Jahrbuch Erneuerbare Energien 2007 zusammengefasst. Anhand zahlreicher Hinter-grundinformationen und statistischer Daten behandelt es umfassend die Entwicklungen des deutschen Marktes, finanzielle Fördermöglichkeiten und politischen Rahmenbedingungen sowie die mittel- und langfristigen Perspektiven einer nachhaltigen Energieversorgung.
Da die Erneuerbaren Energien und ihre politischen Rahmenbedingungen sich mit einer sehr hohen Dynamik entwickelt haben, musste diese neue Ausgabe des Jahrbuchs mehrfach überarbeitet werden und ihr Umfang hat enorm zugenommen.
Tatsächlich handelt es sich bei dieser Ausgabe um eine Doppelausgabe aus den Jahren 04/05 und 06/07, die unter dem Titel "Jahrbuch Erneuerbare Energien 2007" erschienen ist. Unterstützt wurde die Realisierung durch die Stiftung Energieforschung Baden-Württemberg.
Die mittlerweile vierte Ausgabe des Standardwerks richtet sich an Fachleute in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Verbänden und Interessengruppen sowie an die interessierte Öffentlichkeit.

Info: Jahrbuch Erneuerbare Energien 2007 (mit CD-ROM); Preis: 24,95 Euro (32,50 Euro), Prof. Dr. Frithjof Staiß, Hrsg.: Stiftung Energieforschung Baden-Württemberg, ISBN 978-3-927656-19-2, 476 Seiten, 450 Grafiken und Tabellen.



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Internet-Datenbank
Das Bundesumweltministerium hat die Internet-Datenbank "Rechtsquellen für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien" (RES LEGAL) freigeschaltet. Sie ermöglicht es Interessierten aus Politik, Verwaltungen, Verbänden, Unternehmen und Wissenschaft, wesentliche juristische Inhalte zur Förderung und zum Netzzugang von Strom aus erneuerbaren Energien aus 25 EU-Mitgliedstaaten zu recherchieren.
Besucherinnen und Besucher der Datenbank erhalten einen schnellen und fundierten Einstieg in die komplexen Sachverhalte.
Die Datenbank RES LEGAL bietet für jedes der 25 erfassten Länder eine einheitliche Informationsarchitektur. Die Daten sind in den beiden Teilbereichen Förderung und Netzzugang jeweils in drei Ebenen unterteilt: Rechtslage im Überblick, Förderung im Überblick bzw. Netzzugang im Überblick und schließlich Förderinstrumente bzw. die Regelungen zu Netzanschluss, Netznutzung und Netzausbau im Detail.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums vom 13.08.08 (http://www.bmu.de)

Umwelt-TV gestartet
Ein neues Internet-TV-Angebot erfreut sich bereits kurz nach seinem offiziellen Start großer Beliebtheit: Die Plattform www.umwelt-heute.tv behandelt alle umweltrelevanten Themen in TV-Beiträgen. Erneuerbare Energien finden auf der Seite ebenso ihren Platz wie "exotische" Themen, etwa über Spritgewinnung aus Stroh oder Stromerzeugung aus Kunststoff.

Quelle und weitere Informationen: Umweltjournal (http://www.umweltjournal.de) und Picture Performance (http://www.picture-performance.de)

Spritverbrauch und Autokosten
Spritmonitor.de berechnet den Spritverbrauch eines Fahrzeugs und hilft bei der Verwaltung der Autokosten. Neben der Verbrauchs- und Kostenanalyse bietet Spritmonitor.de noch mehr, wie die Verbrauchsanzeige in Foren oder den Zugang für WAP-Handys.
Quelle und Informationen: http://www.spritmonitor.de

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Unglaubliche Geschichten
"Sprüche der Nachfolger Münchhausens über Klimawandel, Energie-ressourcen und Bioenergie" lautet der Untertitel einer im Juli 2008 zum 10-jährigen Bestehen des Bundesverbandes BioEnergie (BBE) herausgegebenen Schrift.
Mit dieser Schrift will Helmut Lamp, Vorstandvorsitzender des Bundesverbandes BioEnergie e. V. die "modernen Märchen" über Bioenergie und - damit zusammenhängend - die Klimaskepsis und die Verdrängung der Endlichkeit fossiler Ressourcen entzaubern. Mit dem handlichen Büchlein rückt Lamp den Klimaskeptikern auf den Leib.
Sprüche wie "...der letzte Sommer war doch eher zu kühl als zu warm... Klimaschwankungen hat es schon immer gegeben... die Vervielfachung der weltweiten Umweltschäden in wenigen Jahrzehnten entspricht den Geschehnissen des bisherigen erdgeschichtlichen Klimawandels... wenn es einen Klimawandel gibt, könnte er mehr Vorteile als Nachteile bringen... werden von ihm anhand von belastbarem Datenmaterial anschaulich widerlegt.

Infos: Helmut Lamp, Unglaubliche Geschichten, ISBN 978-3-00-025208-2, 155 Seiten, 10 Euro, Bezug: Bundesverband Bioenergie e. V. (+ 1 Euro Versand), E-Mail: info@bioenergie.de



 

 
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