Newsletter/ nawaros®08/08

Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen Newsletters nawaros®

Inhalt

Bio-Ethanol zum Schnäppchenpreis
TFZ entwickelt Biokraftstoff-Einsatz-Rechner "BERT"
Wildpflanzen für Biogas
Regenerative Energie mit Zukunft
BBE-Symposium für Bioenergie und Nachhaltigkeit
-M-U-L-T-I-M-E-D-I-A-
-G-E-D-R-U-C-K-T-E-S-
Journalistenpreis Forst & Holz 2009

Bio-Ethanol zum Schnäppchenpreis

Vom 18. bis 29. Juli führte C.A.R.M.E.N., die bayerische Koordi-nierungseinrichtung für Nachwachsende Rohstoffe, im Namen des Bio-Ethanol-Netzwerkes Bayern eine Tankaktion durch. An vier Tankstellen in Straubing, Wörth a. d. Isar, Deggendorf und Schwandorf konnten die Kunden je acht Liter Bio-Ethanol (E85) für nur fünf Euro erwerben. Gesponsert wurde die Aktion vom Straubinger Mineralölhändler Diermeier, einem der Mitglieder des bayerischen Bio-Ethanol-Netzwerkes.
Das Netzwerk hat sich mit der Kampagne zum Ziel gesetzt, Verbraucher direkt bei der Tankentscheidung über den nachwachsenden Kraftstoff zu informieren. Der aus heimischen Rohstoffen gewonnene Sprit vom Acker weist neben einem Preisvorteil von gut 25 Prozent und der Einsparung fossiler Ressourcen eine erhöhte Motorleistungsfähigkeit sowie reduzierte Schadstoffemissionen auf.
Neben den Bürgermeistern fanden sich auch Autohändler mit ihren Ethanol-tauglichen Fahrzeugen, wie Ford, Renault und Volvo an den Tankstellen ein sowie Firmen mit Umrüstsätzen für Benzinfahrzeuge. Sie standen den Besuchern Rede und Antwort.
Das günstige Tankangebot nutzten gut 80 Kunden, die Bio-Ethanol entweder dem Tankinhalt ihres herkömmlichen Benzinfahrzeugs beimischten oder als Kanisterabfüllung für den Betrieb von Kleinmotoren wie Rasenmäher oder Moped mit nach Hause nahmen.
Neben bereits als Ethanol-Nutzer bekannten Kunden konnten auch gut 20 neue Interessenten begrüßt werden. Es ist feststellbar, dass der Bekanntheitsgrad von Bio-Ethanol zunimmt, jedoch auch viele Falschinformationen kursieren. Autohäuser können vor allem in der Region von Tankstellen FFV gut verkaufen, soweit Sie diese auch bewerben. So hat sich im Jahr 2008 der Absatz von FFV-Fahrzeugen deutlich erhöht und damit auch die Anzahl der FFV-Tankkunden. Viele nutzen auch Bio-Ethanol in vorhandenen Fahrzeugen zur Beimischung zu Benzin und senken damit die Spritkosten. Einige verwenden den Kraftstoff, um damit Rasenmäher, Kleinmotore und Go-Karts zu betreiben und justieren hierfür die Gemischbildung neu. Eine Koordinierung und eine Beratung, wie Sie durch das Bio-Ethanol-Netzwerk Bayern erfolgt, ist also ein wichtiges Standbein bei der Markteinführung.
Die Teller-Tank Diskussion vor einigen Monaten hat viele Interessenten verunsichert, sie wird aber zunehmend von den immer höheren Preisen für Benzin eingeholt. Der Umstieg zu alternativen Kraftstoffen ist natürlich vor allem wirtschaftlich motiviert!
Das Bio-Ethanol-Netzwerk Bayern
Als Drehscheibe in Sachen Nachwachsende Rohstoffe hat sich C.A.R.M.E.N. zum Ziel gesetzt, die bayerischen Aktivitäten rund um den Kraftstoff Ethanol in einem "Bio-Ethanol-Netzwerk Bayern" zu koordinieren. Mit diesem Netzwerk soll die Markteinführung von Ethanol als Kraftstoff beschleunigt sowie der Aufbau einer Infrastruktur und eines Fahrzeugpools für Bio-Ethanol unterstützt werden.
Informationen: C.A.R.M.E.N. e.V., Hubert Maierhofer, E-Mail: hm@carmen-ev.de (http://www.carmen-ev.de)


TFZ entwickelt Biokraftstoff-Einsatz-Rechner "BERT"

Das Technologie- und Förderzentrum (TFZ) in Straubing präsentierte kürzlich seine neueste Entwicklung, den auf Microsoft Excel basierenden Biokraftstoff-Einsatz-Rechner "BERT".
Steigende Kraftstoffpreise führen auch in der Landwirtschaft zu immer höheren finanziellen Belastungen. Viele Landwirte stellen aus Gründen der Kostenersparnis ihren Fuhr- und Maschinenpark auf Biokraftstoff um. Dies ist momentan wegen der bis 2012 geltenden Energiesteuerentlastung für die Land- und Forstwirtschaft besonders effektiv. "BERT" soll dazu dienen, die Einsparmöglichkeiten durch die Nutzung von Biodiesel und Rapsölkraftstoff abschätzen zu können.
Informationen: Das Kalkulationsprogramm "BERT" steht unter http://www.tfz.bayern.de zum kostenlosen Download zur Verfügung.


Wildpflanzen für Biogas

Ein artenreicher Anbau für Biogasanlagen, der auch Wildpflanzen mit einbezieht, würde nicht nur aus naturschutzfachlicher Sicht Vorteile bieten, sogar wirtschaftlich wäre er möglicherweise interessant. Ob dies tatsächlich so ist, untersuchen nun die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) und weitere Projektpartner. Gefördert wird das Vorhaben durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) über dessen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR).

Bislang dominieren im Energiepflanzenanbau für Biogasanlagen die einjährigen Kulturen Mais und Getreide. Die Forscher der LWG suchen nun nach auch ökonomisch interessanten Wildpflanzenarten, die in mehrjährigen Mischungen angesät werden können und gleichzeitig Wildtieren geeignete Lebensräume bieten.

In Frage kommen zum Beispiel Rainfarn, Beifuß, Wilde Malve oder Wasserdost. Diese Arten bedecken den Boden - im Gegensatz zu Mais - auch im Winterhalbjahr, gleichzeitig liefern sie erstaunlich hohe Biomasseerträge. Dies konnten die Projektträger bereits in einem gemeinsamen Vorläuferprojekt "Lebensraum Brache" feststellen.
Ökologische und insbesondere auch ökonomische Vorteile versprechen die bis zu fünfjährigen Wildpflanzenkulturen durch ihren geringeren Bedarf an Dünger, Pflanzenschutzmitteln und Arbeit.
Schließlich wären durch angepasste Mischungen auch schwächere Ackerstandorte, z. B. trockene oder feuchte Flächen für eine rentable Biogasproduktion erschließbar.
Entscheidend für den Landwirt sind aber auch Trockensubstanzgehalt und Biogasertrag. Entsprechende Versuche stehen deshalb ebenso auf dem Programm wie Untersuchungen zu den Wechselwirkungen zwischen Wildpflanzenäckern und Wildtieren.
Info: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (http://www.fnr.de)

Regenerative Energie mit Zukunft
8. Biogas-Tagung im Rahmen der RENEXPO® 2008

Das Interesse an den erneuerbaren Energien als wichtiger Bestandteil der zukünftigen Energieversorgung ist ungebrochen. Vom 09. bis 12.10.2008 wird sich in der Augsburger Messe bereits zum 9. Mal alles um erneuerbare Energien und Energieeffizienz bei Bau und Sanierung drehen.
Biogas als Energieträger rückt immer mehr in das Interesse der Öffentlichkeit und somit ist auch die Einspeisung von Biogas ins Erdgasnetz ein zentrales Thema. Welche Möglichkeiten und Potenziale sich hier bieten und welche Hemmnisse beseitigt werden sollten, wird die "8. Biogas-Tagung - Bio-Erdgas aus Biogas. Regenerative Energie mit Zukunft" am 09.10.2008 auf der RENEXPO® 2008 in Augsburg aufzeigen.
Die Fachtagung in Augsburg thematisiert die Ziele, Strategien und Rahmenbedingungen der Biogaseinspeisung. Auch die Methoden zur Bio-Erdgasnetzeinspeisung und Praxisbeispiele werden angesprochen. So informiert René Walter vom Fachverband Biogas e.V. über die Auswirkungen der geänderten Gasnetzzugangsverordnung und des novellierten EEG auf Biogas-Projekte.
Die Tagung wird in Kooperation mit den Partnern C.A.R.M.E.N. e.V., Fachverband Biogas e.V. sowie erdgas schwaben GmbH durchgeführt. Auch wird es eine Exkursion zur Bio-Erdgas-Anlage in Graben am 10. Oktober 2008 geben. Leser dieses Newsletters können aufgrund der Zusammenarbeit profitieren: Sie erhalten bei online-Anmeldung unter http://www.renexpo.de 20 Prozent Rabatt auf die reguläre Tagungsgebühr. Bei der Registrierung folgenden Code angeben: REN08CAR45. Der Nachlass wird automatisch gewährt.
Die Leser des nawaros sind außerdem zu einem kostenlosen Besuch der Messe eingeladen! Unter folgendem Link steht eine Freikarte zum Download bereit: http://www.renexpo.de/uploads/.
Weitere Informationen zur Messe und den Kongressen gibt es unter www.renexpo.de/biogas-html.


BBE-Symposium für Bioenergie und Nachhaltigkeit

bio.net 08: 3. September 2008, von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr im Landeshaus Kiel (Landesparlament Schleswig-Holstein)
Das Symposium steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein, Peter Harry Carstensen.
Die zentralen Themen des Symposiums sind:
- Tank oder Teller? Verteuert die Bioenergie Nahrungsmittel und gefährdet damit die weltweite Nahrungsmittelversorgung?
- Wie nachhaltig ist der Anbau von Biomasse für den Bioenergiemarkt wirklich? Wo bestehen Optimierungsmöglichkeiten?
- Wie man es richtig macht - Best Practice-Beispiele einer nachhaltigen Bioenergienutzung in Schleswig-Holstein
Infos: Bundesverband BioEnergie e.V. (www.bioenergie.de)



-M-U-L-T-I-M-E-D-I-A-

organic-plastics.com

Unter organic-plastics.com werden ab sofort alle wichtigen Fragen rund um Biofolien auf einer Webseite beantwortet. Ein ausführliches Biofolien-Lexikon, aktuelle Nachrichten und Fachbeiträge machen das unabhängige Wissens- und Newsportal zur ersten Anlaufstelle für alle Branchen, die mit Biofolien in Berührung kommen.
Außerdem wird der Leser mit regelmäßigen Expertenbeiträgen über den neuesten Stand der Entwicklungen rund um Biokunststoffe informiert. Eine Linksammlung bietet zudem weiterführende Informationen über die Thematik.

Kernstück der Plattform ist das Biofolien-Lexikon, das in acht Schwerpunkte unterteilt ist: Hintergrundwissen, Rohstoffe, Produktion, gesetzliche Regelungen, Marketing, Management, öffentliche Diskussion und Entsorgung.
Betreiber der Plattform ist die Kommunikationsagentur wortsuchttext aus Düren, die sich unter anderem auf die Thematik Kunststoffe spezialisiert hat.
Infos: wortsuchttext (http://www.wortsuchttext.de)

-G-E-D-R-U-C-K-T-E-S-

Sonnige Aussichten
Wie Klimaschutz zum Gewinn für alle wird

"Öko rechnet sich" heißt es in den einleitenden Worten von Franz Alt zu seinem 2008 in 2. Auflage erschienenen Buch "Sonnige Aussichten".
"An einem Tag verfeuern wir heute was die Natur in 500.000 Tagen angesammelt hat. Das sind: 10 Millionen Tonnen Erdöl, 12,5 Millionen Tonnen Steinkohle, 7,5 Millionen Kubikmeter Erdgas..." berichtet Franz Alt in seinem 2. Kapitel. Die sich anschließende Frage lautet: Was kommt nach dem Ende all dieser Ressourcen? Und auch: Wie geht es unserem Klima dabei?
Energiewende und Klimaschutz sind möglich, dies beweist das von Franz Alt vorgestellte Beispiel der Benediktinerabtei Münsterschwarzach (auch eines der Themen des diesjährigen C.A.R.M.E.N.-Symposiums). In 10 Jahren energieautark zu sein, hat man sich 2000 hier zum Ziel gesetzt. 2007 wurde dieses bereits zu 95 Prozent erreicht. Mittel hierzu waren z. B. die Reaktivierung eines alten Wasserkraftrades, eine Photovoltaikanlage, Sonnenkollektoren, eine Holzenergiezentrale, ein Biogas-Blockheizkraftwerk und die Beteiligung an einem Windpark. Auf diese Weise wurde der Heizölverbrauch enorm reduziert und sogar ein Überschuss an Strom erzeugt, der ins öffentliche Netz gespeist wird. Als weitere Beispiele werden die energieautonome österreichische Stadt Güssing und die Gemeinde Morbach im Hunsrück genannt.
Anschaulich, lesenswert und mit stichhaltigen Zahlen belegt, ist "Sonnige Aussichten" ein besonderer Lesetipp, findet die nawaros®-Redaktion!
Info: Sonnige Aussichten - Wie Klimaschutz zum Gewinn für alle wird; 2. Auflage 2008, 240 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, Euro 19,95 ISBN-13: 978-3579069661

Journalistenpreis Forst & Holz 2009

Beim dritten "Deutschen Journalistenpreis Forst & Holz" sucht der Holzabsatzfonds unkonventionelle journalistische Beiträge, die aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel heraus die Zukunftsfähigkeit von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft für das Bauen, Wohnen und Leben thematisieren. Unterstützt wird die zentrale Marketingeinrichtung der deutschen Forst- und Holzbranche dabei wieder von der Deutschen Journalistenschule.

Der Preis ist mit jeweils 3.500 Euro dotiert und wird in den Kategorien Print, Hörfunk und TV vergeben. Noch bis zum 31. März 2009 können Journalistinnen und Journalisten ihre Beiträge einreichen. Sie müssen in den Jahren 2007 oder 2008 in Publikumsmedien gedruckt oder gesendet worden sein. Veröffentlichungen aus Fach- und Onlinemedien sind ausgeschlossen. Redaktions- und Ressortleiter sowie Programm- und Sendeverantwortliche können zudem journalistische Beiträge vorschlagen. Je Journalist werden drei Einreichungen berücksichtigt.

Kontakt: HOLZABSATZFONDS,
Pressesprecher Lars Langhans, (lars.langhans@holzabsatzfonds.de)

 

 
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