

Newsletter/ nawaros®04/08
Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen
Newsletters nawaros®
Inhalt
16. C.A.R.M.E.N.-Symposium
Erneuerbare Energien auch 2007 kräftig gewachsen
Biokraftstoffe in Straubing
Vorzeitiger Beginn im MAP möglich
Schnell wachsendes Holz vom Acker
-G-E-D-R-U-C-K-T-E-S-
-M-U-L-T-I-M-E-D-I-A-
16. C.A.R.M.E.N.-Symposium
Zukunft sichern und Preisverleihungen
Mit dem Titel "Zukunft sichern mit Nachwachsenden Rohstoffen"
findet am 7. und 8. Juli 2008 auf der Festung Marienberg in Würzburg
das 16. C.A.R.M.E.N.-Symposium statt.
Klimaschutz ist ein Thema, das heute kaum noch ignoriert werden kann.
Handeln ist gefragt, wenn es um die Reduktion von Kohlendioxid geht, dem
Bedeutsamsten unter den Treibhausgasen. Auch die Energieversorgungssicherheit
und die Bereitstellung von Ausgangsstoffen für die Chemie lassen
das Interesse an Alternativen zu fossilen, zunehmend unerschwinglichen
Rohstoffen wachsen.
Nachwachsende Rohstoffe stellen für all diese Herausforderungen vielfältige
Alternativen bereit. Getreu dem traditionellen Leitspruch des C.A.R.M.E.N.-Symposiums
"Im Kreislauf der Natur - Naturstoffe für die moderne Gesellschaft"
bieten sie moderne Möglichkeiten, die dem Klimaschutz und der Gesellschaft
ebenso dienen wie der Zukunftssicherung der heimischen Land- und Forstwirtschaft.
Im gemeinsamen Fachplenum werden ab 10 Uhr das Bewahren der Schöpfung
und die Herausforderungen für die Landwirtschaft thematisiert.
Der Fachblock Energetische Nutzung greift die Themen "Holzfeuerungen
und Feinstaub" auf. Nachmittags werden aktuelle Förderinstrumente
für Biomasse vorgestellt. Parallel dazu findet der Fachblock "Nachhaltige
Mobilität mit Biokraftstoffen" statt.
Staatsempfang mit Preisverleihung
Bei einer Abendveranstaltung mit Staatsempfang durch den Bayerischen Staatsminister
Josef Miller, werden der Ernst-Pelz-Preis 2007 und der Förderpreis
Nachwachsende Rohstoffe 2007 des Bayerischen Staatsministeriums für
Landwirtschaft und Forsten sowie erstmals der Medienpreis der Stiftung
Nachwachsende Rohstoffe vergeben.
Der Dienstag Vormittag wird von den Themen Biogassubstrate
und Wärmeverwertungswege bestimmt. Parallel dazu findet ein Fachblock
zur stofflichen Nutzung statt, der die Bereiche Bioraffinerie, Plattformchemikalien
und Produkte für die chemisch-technische Industrie präsentiert.
Am Nachmittag stehen Exkursionen auf dem Programm. Es kann zwischen der
Besichtigung der Biogasanlage in Bad Königshofen und der Benediktinerabtei
Münsterschwarzach gewählt werden.
Informationen: C.A.R.M.E.N. e.V., Sabine Haselbeck,
Schulgasse 18, 94315 Straubing, Tel.: 09421/960-300
Erneuerbare Energien auch 2007 kräftig
gewachsen
Deutschland ist auf gutem Weg, seine anspruchsvollen Ziele
für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu erreichen. Das belegen
die jüngsten Daten zur Entwicklung der erneuerbaren Energien für
das Jahr 2007, die das Bundesumweltministerium vorgelegt hat. Nach Berechnungen
der Arbeitsgruppe Erneuerbare-Energien-Statistik (AGEE-Stat) haben die
erneuerbaren Energien im Jahr 2007 bereits einen Anteil von 14,2 Prozent
am Bruttostromverbrauch erreicht. Das ist ein Fünftel mehr als im
Vorjahr. Allein der Zuwachs eines Jahres reicht also aus, eine Stadt wie
Hamburg mit Strom zu versorgen.
Obwohl sich ihr Wachstum etwas verlangsamt hat, hatte die Windenergie
bei der Strombereitstellung den mit Abstand größten Anteil
unter den erneuerbaren Energien.
Deutlich aufwärts ging es auch bei der Stromerzeugung aus Biomasse
- zusammen mit Deponie- und Klärgas sowie dem organischen Anteil
der Abfälle lag diese erstmals vor der Wasserkraft.
Die erneuerbaren Energien kommen im Jahr 2007 in den Bereichen Strom,
Wärme und Kraftstoffe zusammen auf rund 222 Terawattstunden (TWh).
Ihr Anteil am gesamten Endenergieverbrauch ist damit im vergangenen Jahr
auf 8,5 Prozent angestiegen. 2007 haben die erneuerbaren Energien insgesamt
rd. 114 Mio. Tonnen CO2 eingespart; davon rund 57 Mio. Tonnen allein durch
das EEG.
Als Wirtschaftsfaktor sind die Erneuerbaren immer wichtiger geworden.
So stiegen die Umsätze aus Installation und Betrieb von Anlagen in
Deutschland abermals um knapp 10 Prozent auf rund 24,6 Milliarden Euro.
Damit verbunden nahm auch die Zahl der Arbeitsplätze in der Branche
auf nunmehr rund 249.000 weiter zu.
Mit der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) stellt die
Bundesregierung in diesem Jahr die Weichen für den weiteren stabilen
Ausbau der erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung. Darüber
hinaus werden mit dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG)
auch die Voraussetzungen für einen schnelleren Aufschwung im Wärmemarkt
geschaffen. Deutschland wird damit seine Rolle als Vorreiter beim Ausbau
der erneuerbaren Energien festigen.
Infos im Internet unter: http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/41019/
Biokraftstoffe in Straubing
Der Einsatz von Biokraftstoffen, ob als Reinkraftstoff oder
in Beimischung zu fossilen Diesel- oder Ottokraftstoffen, ist ein interessantes,
aber auch kontrovers diskutiertes Thema. Die geplante 10-prozentige Beimischung
von Bioethanol zu Ottokraftstoff wurde kürzlich von Bundesumweltminister
Gabriel zurückgezogen. Das Scheitern der Biokraftstoffverordnung
zeigt die Konfliktsituation zwischen notwendigen Maßnahmen zur Erfüllung
nationaler und europäischer Klimaschutzziele und technischen Realisierungsmöglichkeiten.
Die Biokraftstoffe Biodiesel und Rapsölkraftstoff werden jedoch bereits
heute in größerem Umfang erfolgreich eingesetzt. Hierbei stellt
die Entwicklung und Einführung von Abgasnachbehandlungsverfahren
zur Einhaltung zukünftiger Abgasvorschriften eine zunehmende Herausforderung
dar.
Am 9. und 10. April 2008 veranstalteten der Förderkreis Abgasnachbehandlungstechnologien
für Dieselmotoren e.V. (FAD) in Dresden, und das Technologie- und
Förderzentrum (TFZ) in Straubing, einen internationalen Workshop
zum Thema "Herausforderung Biokraftstoffe". Mehr als 70 Vertreter
aus Forschung, Industrie und Politik konnten in der Wissenschaftsstadt
Straubing begrüßt werden.
In einem Übersichtsreferat stellte Dr. Edgar Remmele, Leiter des
Sachgebiets biogene Kraft-, Schmier- und Verfahrensstoffe am TFZ, die
Chancen und Risiken der Herstellung und Verwendung von Biokraftstoffen
dar. Er forderte, insbesondere die Pfade der Herstellung und Nutzung von
Biokraftstoffen ständig neu zu hinterfragen und zu bewerten. Dieter
Bockey, UFOP e.V. informierte über die Biokraftstoffziele der Bundesregierung
bzw. der Europäischen Union und zeigte den aktuellen Stand der Biomassenachhaltigkeitsverordnung
auf. Prof. Dr. Jürgen Krahl, FH Coburg und Andreas Mayer, TTM stellten
anschließend aktuelle Forschungsergebnisse zum Emissionsverhalten
von Biokraftstoffen vor. Dr. Thomas Garbe, Volkswagen AG referierte über
die Auswirkungen der "Roadmap Biokraftstoffe" auf die Motorenentwicklung,
später ging Dr. Andreas Pfeifer, VDO Automotive AG auf aktuelle Herausforderungen
für das Einspritzsystem von Motoren durch Biodieselbeimischungen
ein. Zum Abschluss stellte Reinhard Lämmermann, MAN Nutzfahrzeuge
AG die Anforderungen an Kraftstoffe für den zukünftigen Nutzfahrzeugmotor
dar.
Weitere Informationen: Technologie- und Förderzentrum
(TFZ) im Internet unter http://www.tfz.bayern.de
Vorzeitiger Beginn im MAP möglich
Da mit der EU-Notifizierung des Bundesprogramms zur Förderung
erneuerbarer Energien nach Einschätzung der Kreditanstalt für
Wiederaufbau (KFW) nicht vor Mai gerechnet werden kann, darf übergangsweise
und unter bestimmten Bedingungen nun doch schon vor Antragstellung mit
dem Bau begonnen werden.
Allerdings tragen die Investoren das Risiko, falls die EU-Kommission Teile
des durch die vom Bundesumweltministerium erlassene Förderrichtlinie
nicht akzeptiert und diese variiert wird.
Um z. B. einen Lieferungs- und Leistungsvertrag abschließen zu können,
ist bei der Hausbank ein hinreichend konkretisierter formloser Antrag
auf Förderung im KfW-Programm Erneuerbare Energien zu stellen.
Der vollständige Antrag ist dann innerhalb von drei Monaten nach
der Notifizierung und Veröffentlichung der KfW-Formulare einzureichen.
Informationen: http://www.kfw.de

Schnell wachsendes Holz
vom Acker
Schnell wachsende Baumarten wie Pappeln können vor
allem in Wasserschutzgebieten einen Beitrag zur Versorgung mit dem umweltfreundlichen
Energieträger Holz leisten. Darauf hat Landwirtschaftsminister Josef
Miller in Kaufering hingewiesen, wo in einem ersten Schritt auf 2,7 Hektar
insgesamt 30.000 Pappeln gepflanzt werden. Dieses Projekt ist Bestandteil
des Energiekonzepts der Stadt Kaufering und soll nicht nur Holz für
das Hackschnitzelheizkraftwerk liefern, sondern auch weitere Erkenntnisse
über solche "Kurzumtriebskulturen" auf landwirtschaftlichen
Flächen. Der Minister hat die Bayerische Landesanstalt für Wald
und Forstwirtschaft und das Amt für forstliche Saat- und Pflanzenzucht
beauftragt, das Modellprojekt in Kaufering wissenschaftlich zu begleiten,
das zu den Bioenergie-Leuchtturmprojekten im Rahmen des Klimaprogramms
2020 der Staatsregierung zählt.
Quelle und Informationen: http://www.stmlf.bayern.de

-G-E-D-R-U-C-K-T-E-S-
Naturwaldreservate: LWF-Broschüre
"Juwelen im Wald - Naturwaldreservate in Bayern", so lautet
der Titel einer neuen Broschüre der Bayerischen Landesanstalt für
Wald und Forstwirtschaft (LWF), die Forstminister Josef Miller in München
vorgestellt hat. Auf mehr als 60 Seiten informiert das LWF-Heft über
aktuelle Forschungsergebnisse aus Naturwaldreservaten. Diese als Schutzgebiete
ausgewiesenen Flächen werden einer ungestörten Entwicklung überlassen.
"Naturwaldreservate sind Horte der biologischen Vielfalt und Freiland-Versuchslabore
für das sinnvolle Einbeziehen natürlicher Prozesse in die praktische
Waldbewirtschaftung", so der Minister. Ein Schwerpunkt der Naturwaldreservatsforschung
sind waldökologische Untersuchungen, vor allem zum Artenschutz. Spezialisten
haben dort bereits eine Fülle waldtypischer Arten wie Schmetterlinge,
Laufkäfer und Schneckenarten erfasst und wichtige Waldstrukturparameter
erhoben. "Mit dem Heft wollen wir über Fauna und Flora in den
Naturwaldreservaten informieren, aber auch Menschen vorstellen, die sie
über Jahrzehnte begleitet haben und auf zukunftsweisende Forschungsaktivitäten
hinweisen", erklärte Miller.
Im Freistaat gibt es derzeit 154 Naturwaldreservate mit einer Gesamtfläche
von rund 6.600 Hektar. 151 davon liegen im Staatswald und drei im Körperschaftswald.
Besonders aufschlussreiche Erkenntnisse sammeln Wissenschaftler dort über
die Ansprüche einer Vielzahl von seltenen Tier- und Pflanzenarten.
Miller: "Daraus können effektive Maßnahmen abgeleitet
werden, wie sich die Artenvielfalt durch eine naturnahe Forstwirtschaft
erhöhen und der Schutz der Biodiversität sichern lässt."
Bestellung: Die Broschüre kann zum Selbstkostenpreis
von fünf Euro beim Bestellservice (Tel. 08161/71-4908) der Landesanstalt
für Wald und Forstwirtschaft, Am Hochanger 11 in 85354 Freising bezogen
werden.

-M-U-L-T-I-M-E-D-I-A-
Landwirtschaft in der Schule
CD-ROM vom aid rund um Ackerbau, Viehzucht, Bodenschutz und Ökosysteme
Neun PDF-Dateien liefern Lehrern der Klassen 7 bis 13 Hintergrundinformationen.
Für Schüler der Sekundarstufe I sind die Themen Bodenschutz,
Biogas, Fotovoltaik, Ökolandbau und Umweltschutz gedacht. Die Themen
Ökosystem Wald, BSE-Risiko und Stickstoffdüngung richten sich
an Schüler der Sekundarstufe II.
Informationen: http://www.aid.de
Die Umwelt schützen
Der Computerhersteller IBM hat ein Gratis-Online-Computerspiel veröffentlicht,
in dem mehrere Spieler die Umwelt retten müssen.
Quelle und Informationen: http://www.umweltjournal.de/fp/archiv/AFA_umweltnatur/13914.php;
Download: http://www.powerupthegame.org


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