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Newsletter/ nawaros®11/07
Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen
Newsletters nawaros®
Inhalt
biomasse 2007
Ungarn als Partnerland auf der biomasse 2007
Bayerischer Löwe für kroatischen Forstchef
Rapsölabgas weniger mutagen als Dieselabgas
Topinambur - Energiepflanze für Biogasanlagen
Gartenmöbel mit Naturfaseranteil entwickelt
Heizen mit Erneuerbarer Energie wird Pflicht
Hydrauliköl aus Sonnenblumen
biomasse 2007
Ethanol-Kongress & C.A.R.M.E.N.-Fachgespräche ergänzten
Messeangebot
Vom 19. bis 21. Oktober 2007 fanden im Rahmen der "biomasse 2007"
der C.A.R.M.E.N.-Fachkongress und die C.A.R.M.E.N.-Fachgespräche
statt. Mit ihren detaillierten Informationen boten die Veranstaltungen
die ideale Ergänzung zum Messeangebot.
Der Fachkongress "E85 - Kraftstoff vom Acker" war mit 85 Teilnehmern
sehr gut besucht. Die anwesenden Branchenexperten aus ganz Deutschland,
Österreich, Kroatien und Ungarn zeigten sich mit den gebotenen Informationen
sehr zufrieden. Der Kongress wurde als Gemeinschaftsveranstaltung von
C.A.R.M.E.N. mit zahlreichen Biomasse- und Biokraftstoffeinrichtungen
organisiert. Er beleuchtete die Schwerpunkte Bilanzierung, Herstellungspfade
und Anlagentechnik von Bio-Ethanol, die E85-Markteinführung auf nationaler
und europäischer Ebene sowie die Motortechnik flexibler Fahrzeuge.
Auch die Teilnehmer der C.A.R.M.E.N.-Fachgespräche zu den Messethemen
Heizen, Biokraftstoffe, Biogas und Bauen waren sehr interessiert und teilweise
schon gut vorinformiert, so dass die Besucherresonanz und die Qualität
der Diskussionen auch hier als sehr gut bewertet werden kann.
Der Fachblock "Heizen mit Biomasse" ging auf die Thematiken
Heizen mit Holz, Feuerungsanlagen für Agrarbrennstoffe und Kraft-Wärme-Kopplung
ein. Fördermöglichkeiten, Gesetzgebung und Empfehlungen der
Kaminkehrerinnung zu Holzheizungen stießen auf großes Interesse
beim Endverbraucher.
"Biokraftstoffe für die Landwirtschaft" und "Biokraftstoffe
- Alternative Antriebe" bildeten die fachliche Ergänzung und
Erweiterung des Fachkongresses und waren speziell auf die Informationsbedürfnisse
von Landwirten einerseits und auf umweltbewusste Autofahrer andererseits
abgestimmt.
"Biogas" war, wie auch schon in den letzten Jahren, ein sehr
gefragtes Thema. Die Referenten berichteten über neue Wege der Biogasgewinnung
und -verwertung, insbesondere Wärmeverwertung und über die Rahmenbedingungen
wie EEG und Kostensenkungen.
Die Fachgespräche "Solares Bauen" und "Bauen mit Nachwachsenden
Rohstoffen" zielten vor allem auf Eigenheimbesitzer, Mieter und Bauherren,
denen ein breites Spektrum an Alternativen zu herkömmlichen Bauweisen
und Baumaterialen geboten wurde.
Dämmen mit Naturstoffen, Farben und Lacke aus Nachwachsenden Rohstoffen
und Bauen mit Holz stehen nicht nur bei Allergikern hoch im Kurs, immer
mehr Menschen schätzen das angenehme Wohnklima, dementsprechend gut
besucht waren auch diese Fachvorträge.
Weitere Informationen und die Vorträge des C.A.R.M.E.N.-Fachkongresses
hier.
Ungarn als Partnerland auf der biomasse
2007
Osteuropa birgt ein enormes Potential an Biomasse, das größtenteils
noch nicht zur Energiegewinnung genutzt wird, da das nötige Know-how
und die Anlagen vor Ort fehlen. Es herrscht jedoch Aufbruchsstimmung.
Für die biomasse 2007 konnte Ungarn als Partnerland gewonnen werden.
Der Ungarische Forstverein beteiligte sich mit einem Messestand. Eine
Delegation der ungarischen Regierung besuchte die Eröffnung der Messe
und des C.A.R.M.E.N.-Fachkongresses, die Landwirtschaftsminister Josef
Miller vornahm. Nach dessen Eröffnungsrede zu Klimaschutz und Mobilität
sprach Zoltan Gogös, Staatssekretär im ungarischen Landwirtschaftsministerium.
Die Ungarn nutzten die biomasse 2007 auch zum Ausbau von Kontakten. Ihre
Hauptinteressen lagen in den Bereichen Holz und Biokraftstoffe. Hier konnten
wichtige Ansprechpartner gefunden werden.
Ungarn hat bereits einige große Braunkohlekraftwerke auf Holz umgestellt,
weitere sind vorgesehen. Hier sind insbesondere die 19 staatlichen Forstämter
sehr aktiv.
Die EU-Beimischungsverpflichtung bezüglich der Biokraftstoffe wird
bereits umgesetzt, zukünftig ist in Ungarn eine weitere Ausdehnung
auf ca. zehn Prozent Beimischung vorgesehen.
Mit Forschungseinrichtungen ist man gut ausgestattet, jedoch werden Netzwerke
benötigt, die dieses Wissen in die Praxis transferieren. Die biomasse
2007 hat hier eine sehr wichtige Kontakt- und Informationsbasis geboten.
Ein Koordinierungstreffen mit C.A.R.M.E.N. im kommenden Frühjahr
wurde bereits verabredet und eine ähnliche Einrichtung in der Nähe
von Budapest soll aufgebaut werden. Marktforschung und Wissenstransfer
sind einige wichtige Themen, die ebenfalls verstärkt angegangen werden
sollen.
Infos: C.A.R.M.E.N. e.V.
Bayerischer Löwe für kroatischen
Forstchef
Mit dem Bayerischen Löwen hat Landwirtschaftsminister
Josef Miller den Generaldirektor der Kroatischen Staatlichen Forstdirektion,
Josip Dundovic, ausgezeichnet. Der Minister würdigte damit Dundovics
Engagement zum Ausbau der guten Beziehungen zwischen Kroatien und Bayern.
"Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass wir seit zehn Jahren auf
dem Gebiet der Nachwachsenden Rohstoffe eine hervorragende Partnerschaft
pflegen", sagte Miller in seiner Laudatio.
Stand zu Beginn dieser Kooperation noch die Forstbewirtschaftung im Vordergrund,
liegt seit 2002 der Schwerpunkt auf der energetischen Nutzung von Waldresthölzern.
Unterstützung finden Dundovics Bemühungen beim Kompetenzzentrum
für Nachwachsende Rohstoffe in Straubing. So besuchten in den letzten
Jahren mehrmals Mitarbeiter von C.A.R.M.E.N. Kroatien, mit dem Ziel, das
Wissen zur Realisierung von Biomasseheizwerken und Biomasseheizkraftwerken
dort nutzbar zu machen. Zusätzlich finden beim C.A.R.M.E.N. e.V.
in Straubing regelmäßig Schulungen von Angestellten der kroatischen
staatlichen Forstverwaltung statt, bei denen neueste technische Errungenschaften
und bewährte Methoden zur Energiegewinnung aus Holz vermittelt werden.
Bereits während seines Studiums Anfang der sechziger Jahre war der
kroatische Forstchef mehrmals im Freistaat, um forstwissenschaftliche
Erfahrungen zu sammeln. Nach Abschluss des Studiums begann er 1964 seine
berufliche Laufbahn in der kroatischen Forstverwaltung.
Seit seiner Ernennung zum Generaldirektor der staatlichen Forstdirektion
Anfang der neunziger Jahre suchte Dundovic intensiven Kontakt zur bayerischen
Forstverwaltung. Auch als Präsident des Kroatischen Biomasseverbands
setzt sich Dundovic vor allem für den Aufbau von Biomasseheizwerken
durch die staatliche Forstverwaltung ein.
Infos: C.A.R.M.E.N. e.V.
Rapsölabgas weniger mutagen als
Dieselabgas
Die Partikelemissionen beim Einsatz von normgerechtem Rapsölkraftstoff
in pflanzenöltauglichen Motoren wirken weniger mutagen und kanzerogen
im Vergleich zu Dieselkraftstoff. Aktuelle Untersuchungen des Technologie-
und Förderzentrums (TFZ), Straubing und des bifa Umweltinstituts
in Augsburg widerlegen derzeitige Meldungen, wonach das krebserregende
Potenzial von Rapsölkraftstoffemissionen generell um ein Vielfaches
höher sei als von Dieselkraftstoffemissionen.
Die Wissenschaftler untersuchten Proben von Abgaspartikeln eines Deutz-Fahr-Traktors,
der durch ein sogenanntes Ein-Tank-Umrüstsystem auf den Betrieb mit
Rapsölkraftstoff angepasst ist. Die Partikelproben wurden am Prüfstand
des Technologie- und Förderzentrums (TFZ) unter Berücksichtigung
international gültiger Prüfvorschriften gewonnen. Als Kraftstoffe
wurden Rapsölkraftstoff nach der Vornorm DIN V 51605 sowie Dieselkraftstoff
nach DIN EN 590 eingesetzt. Die erbgutverändernde Wirkung (Mutagenität)
der Partikelproben wurde am bifa Umweltinstitut bewertet.
Die vorliegende Untersuchung weist auf eine geringere Mutagenität
der Partikelemissionen beim Einsatz von normgerechtem Rapsölkraftstoff
in pflanzenöltauglichen Motoren im Vergleich zum Einsatz von Dieselkraftstoff
hin..
Der ausführliche Forschungsbericht steht im Internet unter http://www.tfz.bayern.de
zur Verfügung.

Topinambur - Energiepflanze
für Biogasanlagen
Topinambur (Helianthus tuberosus L.) kam Anfang des 17.
Jahrhunderts aus Nordamerika nach Europa und bildet, ähnlich wie
die Kartoffel, essbare Sprossknollen. Nachdem diese als Delikatesse in
den königlichen Gärten von Versailles wuchsen und eine weite
Verbreitung als Nahrungsmittel und Viehfutter erfuhren, wurden sie später
durch den ertragreicheren Kartoffelanbau verdrängt und seitdem nur
in Notzeiten in größerem Umfang angebaut. Über 90 Prozent
der in Deutschland gerodeten Topinamburknollen, die auch als Rosskartoffeln,
Erdartischocken oder Diabetikerkartoffeln bekannt sind, werden derzeit
in Obstbrennereien zu Spirituosen veredelt.
Steigende Rohstoffpreise zwingen die Betreiber von Biogasanlagen zum Nachdenken,
wie die Substratkosten in Grenzen gehalten werden können und welche
Alternativen es zu den üblichen Substraten wie Silomais, GPS, Grassilage,
Gülle und Getreide gibt. Der Anbau von Topinambur kann hierbei eine
wirtschaftlich sinnvolle Variante sein. Als neues Kriterium kommt aktuell
noch hinzu, dass der Maiswurzelbohrer in Deutschland eingetroffen ist
und daher der Maisanbau vermutlich in manchen Regionen eingeschränkt
wird.
Für Topinambur als Energiepflanze gibt es erst seit relativ kurzer
Zeit Anbauerfahrungen. Sowohl das Kraut als auch die Knollen lassen sich
energetisch nutzen. Für die energetische Nutzung ist es möglich,
einmal zu pflanzen und dann in den nächsten Jahren in erster Linie
das Kraut zu ernten und die Knollen ab dem zweiten bis dritten Jahr nur
auszudünnen.
Die Kosten für das Pflanzgut belaufen sich auf 600 - 800 Euro/ha.
Je nach Sorte und Standort ist zum Erntezeitpunkt - von Mitte September
bis Mitte Oktober - ein Trockenmasseertrag (Kraut und Knollen) von bis
zu 30 t/ha zu erreichen. Das Topinamburkraut liefert einen Biogasertrag
von ca. 8.140 m3/ha, die Topinamburknollen erreichen ca. 2.150 m3/ha (Biogasertrag
Silomais: 8.910 m3/ha).
Setzt man die Knolle als Koferment in Biogasanlagen ein, müssen sie
gründlich gereinigt werden, da Erde und Sand im Fermenter Probleme
verursachen.
Topinambur ist aus pflanzenbaulichen Gesichtspunkten eher als extensive
Kultur zu betrachten, der Anbau ist auch in schlechteren Lagen möglich.
Quellen: http://www.tfz.bayern.de,
http://www.lap-forchheim.de,
http://www.fnr.de

Gartenmöbel
mit Naturfaseranteil entwickelt
Im Rahmen eines Projekts des österreichischen Kunststoff-Clusters
ist es dem Unternehmen PPI Plastic Products Innovation gemeinsam mit dem
Werkzeugbauer Haidlmaier und dem Transfercenter für Kunststofftechnik
in Oberösterreich gelungen, einen Naturfaserwerkstoff aus Polypropylen
mit 50 Prozent Holzfaseranteil zu entwickeln.
Damit wurde eine qualitativ hochwertige Möbelvariante realisiert,
die einerseits eine holzähnliche Optik hat, andererseits die Pflegeleichtigkeit
und Witterungsbeständigkeit eines Kunststoffs aufweist.
Dieser neu entwickelte Naturfaser-Kunststoff-Verbund (NFC - natural fiber
plastic-composites) kann im Spritzgießverfahren verarbeitet werden.
Naturfasern stellen für Kunststoffe gute Füll- und Verstärkungsstoffe
dar, die bei entsprechendem Einsatz die Produkteigenschaften sogar verbessern
können.
Im Gegensatz zu der derzeit europaweit üblichen Vorgehensweise, solche
Produkte aus Fernost zu importieren, ist es PPI gelungen, die eigene Produktpalette
in Richtung exklusiver Garten- und Freizeitmöbel auszubauen. Von
der Projektgruppe durchgeführte Studien haben ergeben, dass im Sinne
der Nachhaltigkeit der Verbraucher auch bereit ist, einen höheren
Preis für diese Innovation in der Kunststoffbranche zu bezahlen.
Die Gartenmöbelserie ist seit der Saison 2007 unter dem Seriennamen
"Compatec" für den Endkunden erhältlich.
Quelle: http://www.kunststoff-cluster.at
Heizen mit Erneuerbarer Energie wird
Pflicht
Die Bundesregierung will Hausbesitzer künftig zum Heizen
mit Erneuerbaren Energien verpflichten. Der Wärmebedarf eines Hauses
müsse in Zukunft überwiegend aus Wärmepumpen, Erdwärme
oder Biogas stammen, heißt es im Entwurf des neuen Wärmegesetzes,
das die Ministerien zur Zeit untereinander abstimmen.
Gelten soll das Gesetz laut Entwurf für Neubauten, die ab 2009 fertig
werden und für alle davor errichteten Gebäude, die grundlegend
saniert werden. Wer vorsätzlich oder grob fahrlässig gegen diese
Vorschriften verstößt, kann dem Entwurf zufolge mit einem Bußgeld
von bis zu 50.000 Euro bestraft werden.
Das Wärmegesetz ist Teil des Klima- und Energiepakets, das die Bundesregierung
im August vorgelegt hatte. Damit soll Deutschland seine CO2 -Emissionen
bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 senken. Gleichzeitig wurde
beschlossen, das Programm zur Förderung Erneuerbarer Energien bis
zu 350 Millionen Euro jährlich aufzustocken. Die Regierung soll das
Wärmegesetzt nach Wunsch des Umweltministeriums Anfang Dezember verabschieden,
noch vor der internationalen Klimakonferenz auf Bali.
Quelle: http://www.verivox.de

Hydrauliköl aus Sonnenblumen
Die Arburg GmbH, ein in Deutschland ansässiger weltweit
führender Spritzgusshersteller, erteilte der Natoil AG kürzlich
die Freigabe für das neu entwickelte Hydrauliköl SunLub UltraIndustry
32. Dieses Spezialöl wird aus der sogenannten "High Oleic Sonnenblume"
gewonnen, einer Sonnenblumenart, die das Klima in unseren Breitengraden
sehr gut verträgt. Dieses Öl eignet sich durch seine Eigenschaften
besonders gut für die Herstellung von Schmierstoffen. Sein Anteil
an einfach ungesättigten Fettsäuren liegt deutlich über
dem konventioneller Pflanzenöle und es verfügt deshalb über
eine hohe Alterungsstabilität.
Die Natoil AG veredelt das Grundöl in einem aufwändigem Verfahren
und macht es so erst für die Industrie nutzbar. Dank den außergewöhnlich
guten Schmiereigenschaften und den geringen Reibungsverlusten kann eine
substanzielle Energieeinsparung erzielt werden. Die Produktion läuft
somit wirtschaftlicher und ressourcenschonender als mit herkömmlichen
Schmiermitteln. Das Hydrauliköl wird ab sofort auf den Maschinen
der Arburg AG eingesetzt und bei weiteren Unternehmen des Maschinen- und
Anlagenbaus getestet. Die positiven Ergebnisse lassen weitere Freigaben
für das SunLub UltraIndustry 32 erwarten.
Quelle: http://www.natoil.ch


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