Newsletter/ nawaros®09/07

Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen Newsletters nawaros®

Inhalt

biomasse 2007 - Messe in Straubing
C.A.R.M.E.N.-Fachgespräche
RapsAsphalt im Landkreis Straubing-Bogen
BMELV fördert Pilotprojekt
Energie vom Acker
Anbau von Sorghum-Hirsen
GEDRUCKTES
Im Internet

biomasse 2007 - Messe in Straubing
Nachwachsende Rohstoffe und Solarenergie

Auf der "biomasse 2007", der 4. Internationalen Fach- und Verbrauchermesse für Nachwachsende Rohstoffe und Solarenergie, wird vom 19. bis 21. Oktober 2007 das gesamte Spektrum der Nachwachsenden Rohstoffe präsentiert. Messeveranstalter ist die biomasse gmbh, eine Tochtergesellschaft des C.A.R.M.E.N. e.V.
Der Eintritt zur "biomasse 2007" und zu den messebegleitenden C.A.R.M.E.N.-Fachgesprächen ist frei.
CO2-reduzierte Mobilität
In einer Sonderschau zur CO2-reduzierten Mobilität wird die Automobilbranche ihre zukunftsweisenden Beiträge präsentieren, um fossile Energieträger und Schadstoffemissionen einzusparen. Dabei werden die Themen Biokraftstoffe sowie Hybrid-, Wasserstoff-, Erdgas-, Solar- und Autogasantrieb ebenso vorgestellt wie kraftstoffsparende Maßnahmen und Umrüstungen. Ein deutschlandweit ausgerichteter, kostenpflichtiger C.A.R.M.E.N.-Fachkongress zu Bio-Ethanol wird angemeldeten Teilnehmern Fachinformationen und die Gelegenheit zur intensiven Kontaktpflege in der Branche geben.

Biokraftstoffe für die Landwirtschaft
Im Rahmen der "Informationsinitiative Biokraftstoffe Süd" wird C.A.R.M.E.N. auf der biomasse 2007 ein reichhaltiges Informationsangebot für die Landwirtschaft bereitstellen.
In einer Fachschau werden die Themen Pflanzenöl und Biodiesel für Schlepper und Mähdrescher sowie Hydrauliköle und Schmierstoffe präsentiert. C.A.R.M.E.N.-Fachgespräche bieten vertiefende Informationen an und stellen entsprechende Förderprogramme vor.

Heizen
Die rasante Marktentwicklung im Bereich der Wärmeversorgung wird mit der Fachschau "Heizen" von Ausstellern und in Vorträgen dargestellt. Themen wie Holz und Sonderbrennstoffe, Aufbereitung, Qualität und entsprechende Logistik werden von der Branche ebenso präsentiert wie Kesseltypen, Fördermöglichkeiten und Energiekonzepte.
Im Freigelände werden Holzhäcksler, mobile Sägewerke und Holzspaltmaschinen ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen

Biogas
Dem anhaltenden Boom bei der Installation von Biogasanlagen wird durch die Themen Trockenfermentation, Wärmeverwertung, Aufbereitung auf Erdgasqualität und Einspeisung ins Erdgasnetz Rechnung getragen. Weitere Themenfelder wie EEG-Novellierung, ORC-Technik, Fördermöglichkeiten, Optimierungspotenziale sowie Zukunftstechniken werden im Rahmen von Fachgesprächen vorgestellt.

Bauen
Dass sich Nachwachsende Rohstoffe hervorragend für das Bauen und Sanieren eignen, demonstriert den Messebesuchern die Fachschau "Bauen". Ob Dämmstoffe, Innenausbau oder Möblierung - in den heimischen Wäldern und auf den Feldern werden zahlreiche Pflanzen angebaut, die bereits auf eine lange Tradition in diesen Einsatzbereichen zurückblicken und höchsten technischen Ansprüchen gerecht werden.
Holzbau, Farben, Lacke und Bodenbeläge sind einige dieser Bereiche, die durch Vorträge ergänzt werden und neben Förderprogrammen auch Photovoltaik und Solarthermie berücksichtigen.
Aussteller aus der gesamten Biomassebranche sind eingeladen, sich mit ihren Produkten, Innovationen und Dienstleistungen zu präsentieren. Dazu stehen moderne Messehallen und ein großzügiges Freigelände zur Verfügung.
Ergänzende Informationen zur Messe und zum Rahmenprogramm für Aussteller und Besucher stellt die biomasse gmbh im Internet unter folgender Adresse bereit: www.biomasse-gmbh.com/messe

Informationen: biomasse gmbh, Toni Hilmer und Walter Wallrapp, Schulgasse 18, 94315 Straubing, Tel.: 09421/960-375, Fax: -329, E-Mail: info@biomasse-gmbh.com
www.biomassemesse.de


C.A.R.M.E.N.-Fachgespräche
C.A.R.M.E.N. e.V. als Bayernvertreter auf Rieder Messe

Am 20. und 21. Oktober finden im Rahmen der biomasse-Messe (s.o.) wieder zahlreiche C.A.R.M.E.N.-Fachgespräche statt. Hochkarätige Referenten aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland berichten über Heizen mit Biomasse, Solares Bauen, Bauen mit Nachwachsenden Rohstoffen, Biokraftstoffe und Biogas.

Heizen mit Biomasse
Dieser Fachblock gliedert sich in die Themenbereiche Heizen mit Holz, Feuerungen für Agrarbrennstoffe und KWK im kleinen Leistungsbereich für Biomasse. Besucher mit agrarwirtschaftlichem Hintergrund, die "Brennstofflieferanten", aber auch die Agrarbrennstoffnutzer werden durch diese Vorträge besonders angesprochen.
Es referieren unter anderem Experten aus dem niederbayerischen Raum, darunter Vertreter von HDG Bavaria, der Technische Innungswart der Kaminkehrerinnung Niederbayern und verschiedene C.A.R.M.E.N.-Mitglieder und -Mitarbeiter.

Solares Bauen & Bauen mit Nachwachsenden Rohstoffen
Zum Thema Solares Bauen berichten zwei Experten über die sich abzeichnende Wende in der Energieversorgung sowie über die Vor- und Nachteile des neu eingeführten Energiepasses und über bestehende Fördermöglichkeiten.
Die breite Palette von Baumaterialien und -techniken aus Nachwachsenden Rohstoffen, von Dämmstoffen über Farben und Lacke, Holzbau, bis hin zu Fußbodenbelägen, werden dem Auditorium im zweiten Teil vorgestellt.

Biokraftstoffe für die Landwirtschaft
Die Referenten für diesen Fachblock kommen vom Bayerischen Bauerverband, dem Technologie- und Förderzentrum in Straubing, dem Biokraftstoffhersteller Campa AG und der RMEnergy GmbH.
Sie beschäftigen sich in ihren Vorträgen mit den Potentialen der Bioenergie in Europa, der Marktentwicklung von Pflanzenölkraftstoffen und Konzepten zur dezentralen Biodieselproduktion.

Biokraftstoffe - Alternative Antriebe
Nicht nur für die Landwirtschaft werden Biokraftstoffe und Kraftstoffeffizienz immer bedeutsamer, auch die Automobilindustrie reagiert auf das Umwelt- und Preisbewusstsein ihrer Kunden.
Namhafte Hersteller präsentieren ihre Erfahrungen mit alternativen Antriebssystemen. Ein Überblick über die verschiedenen Biokraftstoffe und ihr Entwicklungspotential wird gegeben und ein C.A.R.M.E.N.-Experte berichtet über die Markteinführung von E85 in Bayern.

Biogas
Neue Wege der Biogasgewinnung und -verwertung, darunter die Hydrolyse zur Steigerung des Biogasertrags, die Wärmeverwertung, insbesondere Wärmenetze und die Rahmenbedingungen der Biogasnutzung, hier vor allem Methoden zur Senkung der Substratkosten, sind die Schwerpunkte dieses Fachblocks.

Versierte Moderatoren bieten vertiefende Hintergrundinformationen zu den Vorträgen und Referenten und leiten die Diskussionsrunden mit der Zuhörerschaft im Anschluss an die Referate.
Der Eintritt zur "biomasse 2007", der 4. Internationalen Fach- und Verbrauchermesse für Nachwachsende Rohstoffe und Solarenergie und zu den messebegleitenden C.A.R.M.E.N.-Fachgesprächen, die in den Seminarräumen der Joseph-von-Fraunhofer-Halle stattfinden, ist frei.

Weitere Infos: C.A.R.M.E.N. e.V., Eva-Maria Hollweck, Schulgasse 18, 94315 Straubing, Tel.: 09421/960-359, Fax: -333. E-Mail: eh@carmen-ev.de, www.biomassemesse.de


RapsAsphalt im Landkreis Straubing-Bogen

Auf der Kreisstraße SR 31 zwischen Haberkofen und Niederschneiding wurde vom im September RapsAsphalt aufgebracht. Auf 3,8 km Länge wurden ca. 18.500 m2 Fahrbahn mit einer kompletten Oberflächenbehandlung versehen. Hierzu wurden ca. 33 Tonnen Raps-Bitumen-Emulsion eingesetzt.
Der Landkreis Straubing-Bogen hat bereits seit einigen Jahren Erfahrungen mit dem ursprünglich aus Österreich stammenden Produkt gesammelt und konnte sich von der Qualität überzeugen. Das auf dem Nachwachsenden Rohstoff Rapsöl basierende Material ist so flexibel, dass es Risse im Straßenbelag dauerhaft überdeckt. Außerdem belastet die neuartige Bitumen-Emulsion die Atemwege der Bauarbeiter weniger, da sie keine gesundheitsschädlichen Fluxmittel (Weichmacher) enthält.

Infos: C.A.R.M.E.N. e.V., Dr. Bettina Schmidt, E-Mail: bs@carmen-ev.de
Rohstoffe aus Holz für die chemische Industrie



BMELV fördert Pilotprojekt

Holz ist nicht nur der älteste Energieträger, den der Mensch verwendet, sondern auch einer der vielseitigsten und meistgenutzten Nachwachsenden Rohstoffe überhaupt. Um die zahlreichen Anwendungsbereiche von Holz noch weiter zu vermehren, nutzen 16 namhafte Unternehmen und Forschungseinrichtungen die so genannte Bioraffinerie.
Bei der Bioraffinerie von Holz werden dessen Bestandteile zunächst isoliert und dann so aufbereitet, dass die neu entstandenen Rohstoffe von der chemischen Industrie genutzt werden können.
Unter Koordination der Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. (DECHEMA) entwickeln die Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft, das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie, die Degussa GmbH, die Bayer Technology Services GmbH, die Solvent Innovation GmbH und ihre Partner neue Verfahren zur effizienten Trennung der Holzkomponenten mit etablierten und innovativen Prozessen.
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz fördert dieses Projekt über die FNR (Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe) in den kommenden drei Jahren mit knapp 1,9 Millionen Euro.
Heute wachsen mehr als zehn Prozent aller Chemierohstoffe in Wald, Feld und Flur: Über zwei Millionen Tonnen Nachwachsende Rohstoffe verarbeitet die chemische Industrie jedes Jahr in Deutschland. Bis zum Jahr 2025 sollen 30 Prozent der benötigten Rohstoffe auf Basis von Biomasse hergestellt werden.

Quelle: http://www.fnr.de und http://www.biowerkstoffe.info


Energie vom Acker

Den Förderpreis 'Energie vom Acker' von dlz agrarmagazin und Bayer CropScience wird es wieder geben. Für das beste Konzept zu Nachwachsenden Rohstoffen gibt es folgende Gewinne: 10.000 Euro für den Sieger und 5.000 Euro für den zweiten sowie 3.000 Euro für den dritten Platz.

Infos: http://www.bayercropscience.com

Anbau von Sorghum-Hirsen

Als Folge der hohen Zahl von Biogasanlagen findet in der praktischen Landwirtschaft ein verstärkter Anbau von Pflanzen statt, die sich als Substrate für die Methanerzeugung eignen. Mais wird wegen seiner hohen Gaserträge derzeit bevorzugt als Substrat in Biogasanlagen eingesetzt. Da eine zu starke Ausrichtung auf Mais als Energiepflanze zwangsläufig zu Fruchtfolgeproblemen aber auch zu mangelnder Akzeptanz in der Öffentlichkeit führt, wird an alternativen Energiepflanzen mit ähnlich günstigen Eigenschaften erforscht. Das Straubinger Technologie- und Förderzentrum (TFZ) hat in diesem Zusammenhang gemeinsam mit der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) Versuche zu Hirsen im Feld- und Labormaßstab auf unterschiedlichen Standorten durchgeführt. Dabei stellte sich vor allem die Sorghum-Hirse, die wie Mais zu den C4-Pflanzen zählt und damit sehr effiziente Photosyntheseleistungen mit hohem Biomasseertrag erreicht, als eine sehr interessante alternative Energiepflanze heraus.
Im Handel sind derzeit ca. 25 Sorten erhältlich.
Das TFZ stellt auf seiner Internetseite (http://www.tfz.bayern.de) Hinweise zum Anbau und zur Produktionstechnik zur Verfügung, die zunächst als Orientierungshilfe für Landwirte gelten sollen.

Quelle: http://www.tfz.bayern.de/rohstoffpflanzen/16022/anbauhinweise_sorghum_hirsen.pdf


GEDRUCKTES

Nachhaltige Energiepolitik
"Herausforderungen der Zukunft" lautet der Untertitel eines Buches aus dem Honnefer Verlag, dessen Einleitung folgendermaßen beginnt: "Die Energiepolitik im 3. Jahrtausend steht vor enormen Herausforderungen, weil der Energiebedarf ungebrochen steigt, die Klimaprobleme zunehmen und neue energiesparende Technologien noch deutlich unterrepräsentiert sind."
Ein sparsamer Umgang mit vorhandenen Rohstoffen und ein ausgewogener Energiemix unter Einbeziehung aller Potenziale erneuerbarer Energien ist gefragt. Die Modernisierung der Energieversorgung wird als Schlüsselfrage für die Zukunft bezeichnet. Es wird eine politische Herausforderung in den nächsten Jahren und Jahrzehnten, den Zugang zu Rohstoffquellen für alle Wettbewerber gleichmäßig zu gewährleisten.

Info: Nachhaltige Energiepolitik - Herausforderungen der Zukunft, Honnefer Verlag, ISBN-10: 3-9810935-0-x, 34,80 Euro

Krisenfaktor Öl
"Abrüstung mit neuer Energie", lautet der Titel eines Buches aus dem oekom verlag. Mit dem Anstieg der Erdölpreise in den vergangenen Jahren nimmt auch die Verunsicherung hinsichtlich unserer Energieversorgung zu. Das Maximum der Ölförderung, der peak oil, steht bevor, wirtschaftlich aufstrebende Länder zeigen ihren Nachholbedarf an und verschärfen die Nachfrage nach fossilen Energieträgern. Energieeffizienzmaßnahmen sind eine Möglichkeit, die Nutzung regenerativer Energien wie z. B. Solarenergie insbesondere auf der südlichen Halbkugel wäre eine weitere.
Bei Waffen wie bei Energie geht es um präventive Friedenspolitik und damit um Abrüstung.

Infos: Krisenfaktor Öl, Abrüsten mit neuer Energie, oekom verlag, ISBN 978-3-86581-060-1, 19,80 Euro


Im Internet

...unter http://www.lfl.bayern.de/publikationen/daten/informationen stellt die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft zahlreiche Veröffentlichungen bereit. Aktuelles rund um Biogas findet sich u. a. unter der Rubrik "LfL-Informationen".
"Heimische Pflanzenarten und deren Eignung als Energie- und Rohstoffpflanzen" lautet eine Veröffentlichung des Technologie- und Förderzentrums. Neben zahlreichen weiteren Downloads findet sich das Dokument im Internet unter http://www.tfz.bayern.de/rohstoffpflanzen/16022.


 

 
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