Newsletter/ nawaros®08/07

Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen Newsletters nawaros®

Inhalt

Europäische Biomasse-Tage der Regionen 2007
C.A.R.M.E.N.-Stand im "ZukunftsLAND"
Schulung zu Planungssoftware "WDesign"
Mit E85 fahren und sparen: Eco-Tour
Fuhrpark mit E85-Auto aufgerüstet
Unternehmerpreis geht an Firma Baufritz
Neue VDI Richtlinie zu Biogas erschienen
Förderungen für Erneuerbare Energien steigen um 50 Prozent
Baden-Württemberg - Vorreiter beim Wärmegesetz
Deckungsbeiträge für Biogas-Mais
biomasse-Messe in Straubing

Europäische Biomasse-Tage der Regionen 2007
Zukunft mit Natur

Deutschland steckt mitten drin, in der Ferienzeit. Auch in Bayern haben urlaubsreife Schüler inzwischen frei. An den Tankstellen heißt es nun wieder etwas tiefer in die Tasche greifen, denn die Spritpreise sind hoch und das schmälert die Urlaubskasse. "Da kann man nichts machen" ist ein vielzitierter Satz, der die Resignation der Autofahrer wiedergibt. Doch stimmt das wirklich? Gibt es keine Alternativen zu Benzin und Diesel?
Spritsparende Fahrweise kann bereits zu deutlichen Einsparungen führen. Mit Biodiesel, Pflanzenöl, Bio-Ethanol oder auf Erdgasqualität aufbereitetem Biogas sind wichtige - nicht fossile - Kraftstoffalternativen vorhanden, die auf Nachwachsenden Rohstoffen basieren und an zahlreichen Tankstellen erhältlich sind. Auch bei der Wärmeerzeugung kann man sich vom fossilen Öl unabhängig machen. Holzpellets bieten einen vergleichbar hohen Komfort und auch der Umgang mit Scheitholz verliert heute durch den Einsatz moderner Technik seinen Schrecken.

Einblick in die Vielfalt der Nachwachsenden Rohstoffe
Wie vielfältig die Möglichkeiten sind, im Alltag, in der Industrie oder in kommunalen Einrichtungen, fossile durch Nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen, zeigen die Europäischen Biomasse-Tage der Regionen, die in diesem Jahr vom 30. September bis zum 7. Oktober europaweit veranstaltet werden. Gesamtkoordinator ist C.A.R.M.E.N., die bayerische Koordinierungsstelle für Nachwachsende Rohstoffe. Unterstützt wird die Aktionswoche von zahlreichen Ansprechpartnern in fast jedem Bundesland und in acht europäischen Ländern.
Institutionen, Firmen, Projekte und Privatpersonen in Europa, die Bio-masse als Energiequelle oder Rohstoff nutzen oder sich mit deren Nutzungsmöglichkeiten beschäftigen, sind aufgerufen vom 30. September bis 07. Oktober 2007 vor Ort über ihre Aktivitäten zu berichten. Anmeldungen können über das Internet erfolgen. Auf der Homepage der Biomasse-Tage sind alle Teilnehmer und Ansprechpartner gelistet.

Anmeldung und Information: http://www.biomasse-tage.org


C.A.R.M.E.N.-Stand im "ZukunftsLAND"
C.A.R.M.E.N. e.V. als Bayernvertreter auf Rieder Messe

Im Rahmen der Internationalen Landwirtschaftsmesse Ried wird in bayerisch-oberösterreichischer Kooperation dieses Jahr erstmals die Sonderausstellung "ZukunftsLAND - Energie und Grundstoffe für morgen" (05.09.-09.09.2007) präsentiert. Alternative Energieträger, Biomasseheizungen sowie Innovationen und Perspektiven aus dem Bereich Nachwachsender Rohstoffe werden auf rund 3.500 m² zur Schau gestellt.
C.A.R.M.E.N. repräsentiert das Bayerische Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten und zeigt auf einer Fläche von über 200 m² das Gesamtspektrum der Nachwachsenden Rohstoffe mit der Ausstellung "Im Kreislauf der Natur - Naturstoffe für die moderne Gesellschaft": Ausgestellt werden ein Ethanolauto, Catering-Artikel und Verpackungsmaterialen aus biologisch abbaubaren Werkstoffen, sowie eine Pflanzenölmatratze. Den Besuchern wird vor Augen geführt, dass es markttaugliche Alternativen im Treibstoff- und Industriegrundstoffbereich gibt und die Landwirtschaft hier eine breite Rohstoffgrundlage liefern kann.
Diese Sonderschau entstand in Zusammenarbeit des Österreichischen Bundesministeriums für Landwirtschaft und Forsten mit dem Bayerischen Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten, dem Land Oberösterreich, der Landwirtschaftskammer Oberösterreich und der Rieder Messe.
Einen weiteren Höhepunkt der Landwirtschaftsmesse stellt der Österreichisch-Bayerische Agrartag (06.09.2007) des Österreichischen Bauernbundes und des Bayerischen Bauernverbandes dar, zu dem über 5.000 Landwirte aus Bayern und dem gesamten österreichischen Bundesgebiet erwartet werden.

Weiterführende Informationen unter http://www.riedermesse.at


Schulung zu Planungssoftware "WDesign"

Das von der Firma Bios (Graz, Österreich) sowie dem Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung e.V. (ZAE) entwickelte und durch Mittel des Bayerischen Staatsministeriums für Landwirtschaft und Forsten geförderte Programm "WDesign", wurde am 16. Juli 2007 im Rahmen eines Praxis-Seminars im Straubinger Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe vorgestellt. Die Planungssoftware "WDesign" ist ein umfangreiches Werkzeug zur wärmetechnischen Auslegung von Bioenergieanlagen, die mit flüssigen, festen oder gasförmigen Energieträgern betrieben werden. Über 30 interessierte Planer von Bioenergieanlagen fanden den Weg von Österreich, Italien und aus vielen Regionen Deutschlands nach Straubing, um Kenntnisse über die Planungssoftware zu erlangen.
Nachdem die Resonanz der Teilnehmer sehr groß war, wird ein weiteres Praxis-Seminar "Wärmetechnische Auslegung von Bioenergieanlagen mit der Planungssoftware WDesign" am 20. September 2007 in Straubing stattfinden. Veranstalter werden wieder C.A.R.M.E.N. und der an der Entwicklung der Software maßgeblich beteiligte Verein ZAE Bayern sein. Anmeldeunterlagen zu dieser Veranstaltung (begrenzte Teilnehmerzahl)

Weiterführende Informationen zum Programm "WDesign"



Mit E85 fahren und sparen: Eco-Tour

Vom 5. bis 7. Juli fand eine Bio-Ethanol-ECO-Tour unter der Leitung von C.A.R.M.E.N. e. V. im Chiemgau statt. Der Verein ist Initiator der Bio-Ethanol-Initiative Chiemgau-Inn-Salzach, die aus Mitteln des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Bundeswettbewerbes "Region aktiv, Land gestaltet Zukunft" gefördert wird.
An sechs unterschiedlichen Anlaufstellen in der Region Chiemgau-Inn-Salzach konnten interessierte Bürger erstmals mit einem ethanolbetriebenen Ford Focus Probe fahren. Dabei wurden nicht nur die besonderen Eigenschaften des Biotreibstoffs E85 (85 Prozent Ethanol und 15 Prozent Benzin) getestet sondern auch mit Hilfe eines geschulten Begleiters eco-nomisches Fahrverhalten erprobt. Durch die konsequente Beachtung einer verbrauchssenkenden Fahrstrategie, wie vorausschauende gleichmäßige Fahrweise und Drehzahlabsenkung durch frühes Hochschalten, lassen sich der Kraftstoffverbrauch und der Schadstoffausstoß deutlich reduzieren.
Der Sieger der ECO-Tour erhielt einen Rasenmäher, der natürlich für den Betrieb mit E85 ausgerüstet ist. Der Honda Rasenmäher wurde von Josef RAMSL Forst & Gartentechnik aus Bernau umgerüstet und gesponsert.

Info: Näheres zu E85 und seiner Markteinführung

Fuhrpark mit E85-Auto aufgerüstet

Die Stadt Straubing und der Landkreis Straubing-Bogen gelten als die Region der Nachwachsenden Rohstoffe. In Ihrer Funktion als Mitglied der Bio-Ethanol-Initiative gehen beide vorbildlich voran und haben ihren Fuhrpark mit jeweils einem ethanolbetriebenem Fahrzeug aufgerüstet.

Unternehmerpreis geht an Firma Baufritz
Schwäbisches Unternehmen fördert Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder überreichte am 10. Juli im Rahmen eines Wirtschaftsempfangs in München den Unternehmerpreis der bayerischen SPD-Landesfraktion an die schwäbische Firma Baufritz. Die Erkheimer Firma, die u.a. ökologische Fertigbauhäuser herstellt, unterhält eine vom Unternehmen finanzierte Kinderkrippe mit naturnahem großzügigem Außengelände, die es den Mitarbeitern ermöglicht, Beruf und Familie miteinander zu verbinden.
Der mit 3000 Euro dotierte Unternehmerpreis 2007 "Unternehmer in Verantwortung - für Kunden, Mitarbeiter und die Region" zeichnet verantwortungsbewusste Unternehmer oder Manager aus, die sich durch ihr Handeln und ihre Ethik besonders um die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen im eigenen Land verdient gemacht haben. Großen Wert legt die Fraktion darauf, dass es sich um eine Firma handelt, die regional und standortbezogen, sozial, familienfreundlich, zukunftsfähig und wirtschaftlich erfolgreich ist.

Infos: www.baufritz.de


Neue VDI Richtlinie zu Biogas erschienen

Seit Juli 2007 liegt die VDI Richtlinie 3475 Blatt 4 als Entwurf (Gründruck) beim Beuth Verlag in Berlin vor.
Die Kommission Reinhaltung der Luft beschreibt nach den Richtlinien 3475 Blatt 1, Blatt 2 und Blatt 3 nun in der neu erschienenen Richtlinie Blatt 4 die Technik von Anlagen zur Biogaserzeugung aus Produkten der Landwirtschaft. Mit ihren Empfehlungen spricht die Kommission in der Richtlinie vor allem die Reduktion der Emissionen klimawirksamer Gase (Methan und Lachgas) an.
Seit der Umgestaltung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2004 ist im Bereich der Biogasanlagen eine deutliche Trendwende zu beobachten. Die meisten Anlagen die heute entstehen, werden zur Vergärung von Wirtschaftsdüngern (Jauche, Gülle, Festmist), Nachwachsenden Rohstoffen (Silagen, Getreide und Mais) sowie Reststoffen (Schlempen, Rapskuchen und Pflanzenreste) errichtet. Der VDI erstellt deshalb die vorliegende Richtlinie, die sich speziell diesem neuen Typ widmet und stellt einige Empfehlungen zur Emissionsminderung zur Diskussion. Darüber hinaus wird auf Möglichkeiten zur Emissionsminderung bei der Verwertung des Gärrests beispielsweise bei der Ausbringung hingewiesen.
Einsprüche können verfahrensgemäß bis zum 31.10.2007 beim VDI eingereicht werden. Bei entsprechender Bedeutung ergänzt die Arbeitsgruppe die Einsprüche in der Richtlinie.

Hinweis und Infos: Die VDI Richtlinie 3457 Blatt 4 kann für EURO 76,50 auf der Homepage des VDI (http://www.vdi.de/) bestellt werden.

Förderungen für Erneuerbare Energien steigen um 50 Prozent

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Rahmen des Marktanreizprogramms. Die entsprechende Richtlinie zur Förderung wurde im Januar 2007 geändert und trat am 2. August in Kraft. Mit Inkrafttreten werden ab sofort die förderfähigen Maßnahmen um 50 Prozent erhöht. Die Erhöhung bezieht sich auf die sogenannte Basisförderung und gilt für Anträge, die ab dem 2. August beim BAFA eingegangen sind.
Im Rahmen der Basisförderung sind Vorhaben, wie automatisch beschickte Biomasseanlagen (8 kW bis 100 kW Nennwärmeleistung), handbeschickte Scheitholzvergaserkessel (15 kW bis 30 kW Nennwärmeleistung) und Sonnenkollektoranlagen (bis 40 m²) förderfähig. Auch Vorhaben, die bereits begonnen wurden (ab 16. Oktober 2006) sind förderfähig. Ein Antrag kann aber erst dann gestellt werden, wenn die Anlage fertiggestellt wurde. Für Antragsteller, die Ihre Anlage im Zeitraum vom 16. Oktober 2006 bis 31. März 2007 betriebsbereit installiert haben, endet die Antragsfrist am 30. September 2007.
Antragsberechtigt sind Privatpersonen, freiberuflich Tätige sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Kommunen, kommunale Einrichtungen und Kirchen. Der Antragsteller ist entweder Eigentümer, Pächter oder Mieter des Grundstückes, auf dem die Anlage errichtet werden soll (Ausnahme: Kontraktoren).

Info: Nähere Informationen über die Antragstellung sind auf der Homepage des Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in Eschborn erhältlich, http://www.bafa.de

Baden-Württemberg - Vorreiter beim Wärmegesetz

Als bundesweit erstes Land hat Baden-Württemberg den Entwurf eines Wärmegesetzes beschlossen. Bei der Heizung und Warmwasserbereitung in Wohngebäuden solle damit künftig "die Nutzung Erneuerbarer Energien zum Standard werden", teilte die Landesregierung mit. Bei Neubauten soll demnach bereits ab 2008 ein Fünftel des Wärmebedarfs verpflichtend durch Erneuerbare Energien gedeckt werden. Für bestehende Wohngebäude greift nach einer über zweijährigen Übergangsfrist die gesetzliche Regelung erst bei einer notwendig werdenden Erneuerung der Heizungsanlage. Der vorgeschriebene Anteil Erneuerbarer Energien soll dabei auf 10 Prozent festgeschrieben werden.

Informationen: http://www.baden-wuerttemberg.de

Deckungsbeiträge für Biogas-Mais

Mais ist derzeit die favorisierte Energiepflanze für die Verwendung in der Biogasanlage. Der Vertragsanbau zwischen Landwirten und Anlagenbetreibern gewinnt somit zunehmend an Bedeutung. Vor dem Hintergrund der aktuellen Preisentwicklung bei Getreide und Raps stellt sich für viele potentielle Maislieferanten die Frage, ob der Anbau von Biogas-Mais als Verkaufsware in die Anbauplanung aufzunehmen ist. Das Institut für ländliche Strukturentwicklung, Betriebswirtschaft und Agrarinformatik (ILB) der Landesanstalt für Landwirtschaft hat als möglich Bewertungs- und Entscheidungshilfe das bestehende Deckungsbeitrags-Kalkulationsprogramm um das Produktionsverfahren "Biogas-Mais stehend ab Feld" erweitert. Das Programm lässt eine einzelbetriebliche Planung, indem es die Auswahl regionaler Unterschiede, die sich in allen variablen Kostenpositionen widerspiegeln, zu.

Quelle: http://www.lfl.bayern.de

biomasse-Messe in Straubing

Die größte Messe zu Nachwachsenden Rohstoffen im deutschsprachigen Raum findet vom 19. bis 21. Oktober 2007auf dem Messegelände Am Hagen in Straubing statt. Zwei zentrale Themen sind der Fachkongress "E85 Kraftstoff vom Acker" und die Sonderschau "CO2-reduzierte Mobilität". Daneben finden wieder C.A.R.M.E.N.-Fachgespräche aus den Bereichen Biogas, Biokraftstoffe für die Landwirtschaft, Holzenergie und Bauen mit Nachwachsenden Rohstoffen statt.


 

 
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