

Newsletter/ nawaros®05/07
Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen
Newsletters nawaros®
Inhalt
C.A.R.M.E.N.-Symposium: Nachwachsende
Rohstoffe
Mit C.A.R.M.E.N. nach Berlin
Bundespreis für HDG
Österreich treibt E85 voran
Bio-Erdgasanlage
Dendrom
Nachwachsende Rohstoff-Referate in Berlin
Innovationspreis Wood-Plastic-Composites
Zucker für Bio-Brennstoffzellen
Fertighausanbieter
C.A.R.M.E.N.-Symposium:
Nachwachsende Rohstoffe
Ein nachhaltiger Beitrag zum Klimaschutz
Das 15. C.A.R.M.E.N.-Symposium steht
unter dem Titel "Nachwachsende Rohstoffe - Ein nachhaltiger Beitrag
zum Klimaschutz". Die Veranstaltung findet am 2. und 3. Juli 2007
in der Joseph-von-Fraunhofer-Halle in Straubing statt.
Ein Winter, der keiner war, wurde zu Jahresbeginn unterbrochen
von einem Orkan mit Windgeschwindigkeiten bis weit über 200 km/h
und abgelöst von einem Frühling mit hochsommerlichen Temperaturen
und anhaltender Trockenheit.
Solche Wetterextreme geben dem Thema Klimaschutz eine ganz
eigene Betonung und sichtbare Aktualität. Wer auf die Bewirtschaftung
von Wald- oder Ackerflächen setzt, macht sich bei der Beseitigung
von Windbrüchen bereits ein Bild vom Klimawandel, oder setzt sich
derzeit mit Schädlingsbefall und drohenden Ernteausfällen auseinander.
Fachplenum
Nachwachsende Rohstoffe aus der Land- und Forstwirtschaft können
einen wichtigen Beitrag zur CO2-Einsparung und zur Reduzierung des Treibhauseffektes
leisten.
Welche Auswirkungen der globale Klimawandel haben kann und welche Konsequenzen
sich aus der deutschen Klimapolitik ergeben, wird im gemeinsamen Fachplenum
des Symposiums präsentiert.
Energetischer Fachblock
Das Bundes-Immissionsschutzgesetz (1. BimSchV) sowie die Minderung von
Staubemissionen und Treibhausgasen werden im ersten Teil des energetischen
Fachblocks vorgestellt. Anschließend geht es um Stirlingtechnologie,
Strohheizungen und Dampfturbinen-BHKW.
Stofflicher Fachblock
Im ersten Teil des zeitgleich veranstalteten stofflichen Fachblocks werden
Einsatzfelder von Epoxydharzen, Schmierstoffen und Hopfenreben thematisiert.
Über Mater-Bi sowie weitere erfolgreiche Produkte und Dämmstoffe
aus Nachwachsenden Rohstoffen wird im zweiten Teil referiert.
Preisverleihungen
Am Abend werden bei einem Staatsempfang im Rittersaal des Straubinger
Herzogschlosses durch Staatsminister Josef Miller der Ernst-Pelz-Preis
2006 und der Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe 2006 des Bayerischen
Staatsministeriums für Landwirtschaft und Forsten verliehen.
Exkursionen
Der Vormittag des zweiten Tages behandelt in Parallelveranstaltungen die
Bereiche Biogas und Biokraftstoffe. Am Nachmittag stehen eine Exkursion
zu einer Biomethananlage oder die Besichtigung einer Ölmühle
auf dem Programm.
Informationen
und Anmeldung: C.A.R.M.E.N. e.V., Daniela Reitmeier, Schulgasse 18,
94315 Straubing, Tel.: 09421/960-300, Fax: -333, E-Mail: dr@carmen-ev.de
Mit C.A.R.M.E.N. nach Berlin
Zur 15. Europäischen Biomassekonferenz in Berlin vom
7. bis 11. Mai 2007 hat C.A.R.M.E.N. einen Gemeinschaftsstand organisiert.
Die Möglichkeit, sich auf einer internationalen Plattform zu präsentieren,
haben zahlreiche Mitaussteller angenommen.
Die Firmen Guntamatic, Lopper, HDG Bavaria, KWB, Lindner und Sommerauer
und Wolf stellten sich und ihre Produkte vor. Mit Postern wurden das Kompetenzzentrum
für Nachwachsende Rohstoffe, Compactec, Vereinigte Werkstätten
für Pflanzenöltechnologie, Biocampus Straubing-Sand, Campa Biodiesel
und Heizomat vorgestellt.
Mit der Präsentation der Fahrzeuge Saab 9.5 und Ford Focus C-Max
FFV wird auch die Markteinführung von Bio-Ethanol als Kraftstoff
unterstützt, die in Straubing bereits sehr erfolgreich gelungen ist.
Firmen, die sich ebenfalls in der Biomasse-Branche präsentieren möchten,
haben die Möglichkeit, sich zur biomasse 2007 in Straubing (19. -
21.10.2007) bei der biomasse GmbH, Schulgasse 18, 94215 Straubing, Tel.
09421/960-374 zu melden.
Infos: C.A.R.M.E.N. und biomasse
GmbH
Bundespreis für HDG
Im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse 2007 in München
wurde das C.A.R.M.E.N.-Mitgliedsunternehmen HDG Bavaria für deren
Stückholz-Kessel "HDG Navora" mit neuer Kesselregelung
"HDG Lambda-Control 2" ausgezeichnet.
Das mittelständische Unternehmen mit 180 Mitarbeitern produziert
Stückholz-Kessel, Hackschnitzel-Feuerungen sowie Pellet-Heizanlagen
für Land- und Forstwirte, Privathaushalte, holzverarbeitende Betriebe,
Hotels, Pensionen, Kommunen, für die Industrie und für sonstige
Gewerbebetriebe.
Das ausgezeichnete Produkt, der HDG Navora, ist ein frontbeschickter Heizkessel
für Halbmeterscheite. Hergestellt werden drei Leistungsbereiche mit
20, 25 und 30 kW. Der Einsatzbereich ist der Privathaushalt sowie die
Landwirtschaft. Durch die neue Regelung HDG Lambda-Control 2 erreicht
der Kessel eine neue Dimension an Komfort in der Regelungstechnik.
Mit der exakten Nachlegeregelung wird sichergestellt, dass der Kessel
nur die Energiemengen abgibt, die vom Pufferspeicher und von direkten
Verbrauchern abgenommen werden können. Damit wird der unnötige
Verbrauch von Heizmaterial verhindert. Zudem kommt es nicht zur Überhitzung
des Kessels, was seine Lebensdauer spürbar verlängert. Dies
ermöglicht zum Beispiel Brennstoffeinsparungen von bis zu 20 Prozent.
Informationen unter: http://www.hdg-bavaria.com
Österreich treibt E85 voran
Um Ethanol als Kraftstoff zu fördern, hat das österreichische
Landwirtschaftsministerium ein 5-Punkte-Programm mit Verbänden aus
der Landwirtschaft und der Mineralöl- und Automobilindustrie unterzeichnet.
Wesentliches Ziel der Aktion ist es, ein Netz von E85-Tankstellen aufzubauen,
berichtet der österreichische Agrarinformationsdienst AIZ. Zunächst
wollen der österreichische Erdöl- und Erdgaskonzern OMV und
die Raiffeisen Ware Austria landesweit 15 Tankstellen auf E85 umstellen.
Bis zum Jahr 2010 soll die Zahl auf 100 erhöht werden
Infos: http://www.ernaehrungsdienst.de

Bio-Erdgasanlage
Anfang Mai wurde in Graben der Spatenstich für eine
Bio-Erdgasanlage gemacht. Hier haben sich die AgroEnergie GmbH und die
erdgas schwaben gmbh zusammengeschlossen, um im Industriepark eine Biogasanlage
zu errichten, die künftig auf Erdgasqualität aufbereitetes Biogas
ins Erdgasnetz einspeisen soll. Nach Angaben der erdgas schwaben können
bis zu 30 Prozent des heutigen Erdgasverbrauchs ersetzt werden.
"Bio-Erdgasanlagen machen uns unabhängig von Erdgasimporten,
wir schaffen in Schwaben Arbeitsplätze und der Einsatz von nachwachsenden
Rohstoffen garantiert, dass 89 Prozent der Wertschöpfung in der Region
bleibt", heißt es in der Presseeinladung.
Die Biogaserzeugung ist weitgehend in der Hand der Landwirte. 90 Prozent
der Anlage gehören den Substratlieferanten. Die Aufbereitung auf
Erdgasqualität übernimmt die erdgas schwaben.
Vorgesehen ist, dass jährlich 35.000 Tonnen Substrat (28.000 t Silomais,
5.000 t Grassilage, 2.000 t Getreide) vergoren werden.

Dendrom
Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF) geförderte Verbundforschungsvorhaben "Dendrom",
mit einem Gesamtvolumen von knapp 2 Mio. Euro, vereint 17 Institutionen
aus Wissenschaft und Praxis. Projektlaufzeit ist Juni 2005 bis Mai 2008.
Dabei wird mit dem Begriff "Dendromasse" in Analogie zur Biomasse
der Teil des lebenden Holzes bezeichnet, der in Wäldern und auf landwirtschaftlichen
Nutzflächen wächst und vorwiegend einer nicht-stofflichen Nutzung
zugeführt wird. Das Forschungsvorhaben geht davon aus, dass die Nachfrage
nach Dendromasse in Zukunft deutlich steigen wird. Ein Teil des Bedarfs
wird durch Aktivierung von Holzreserven aus dem Wald gedeckt werden können.
Dies wird aber nicht ausreichen.
Projektziel ist es, ganzheitliche Strategien und Handlungskonzepte zur
nachhaltigen Bereitstellung von Holz für die indirekte und direkte
energetische Nutzung zu erarbeiten.
Schwerpunktregionen in Dendrom sind die Landkreise Uckermark und Barnim
im Norden, sowie Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz im Süden der
Modellregion Brandenburg.
Quellen und Infos: http://www.dendrom.de
Nachwachsende Rohstoff-Referate in Berlin
Seit Mitte April sind die beiden Referate des Bundesministeriums
für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Referat
L5: Energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe und Energieangelegenheiten
und Referat L6: Stoffliche Nutzung und allgemeine Angelegenheiten nachwachsender
Rohstoffe), vollständig in Berlin angesiedelt. Durch Aufteilung in
zwei Referate und die Bündelung in Berlin, hat die Nutzung der Nachwachsenden
Rohstoffe und ihre Bedeutung für den Klimaschutz und die Energieversorgung
nochmals eine Aufwertung erfahren.
Leider musste wegen der Umstrukturierung auch der ehemalige C.A.R.M.E.N.-Geschäftsführer,
Dr. Gerhard Justinger, das Referat L5 verlassen.
Dr. Justinger ist durch seine langjährige Erfahrung und Arbeit in
der Branche anerkannter Experte, viele werden bedauern, dass er sich nicht
mehr direkt in das Geschehen einbringen kann.
Infos zu den Referaten im Bundesministerium: http://www.bmelv.de

Innovationspreis Wood-Plastic-Composites
Erstmals wird für die neue Werkstoffgruppe der Wood-Plastic-Composites
(WPC) ein Innovationspreis ausgeschrieben - und das gleich in zwei Kategorien:
Produkt-Innovation und Technik-/Verfahrens-Innovation. Ziel ist es, die
aktuellen Entwicklungen der noch jungen Branche hervorzuheben und so diesen
Werkstoff im Bewusstsein der Ingenieure und Entscheider zu verankern.
Die Präsentation und Preisverleihung erfolgt im Rahmen des Zweiten
Deutschen WPC-Kongresses (04. und 05. Dezember 2007) in Köln.
Infos: Die Bewerbungen sind zu richten an: nova-Institut GmbH, Stichwort:
WPC-Innovationspreis, Goldenbergstr. 2, D-50354 Hürth, E-Mail: contact@wpc-kongress.de
(http://www.wpc-kongress.de).

Zucker für Bio-Brennstoffzellen
Forscher der Universität Saint Louis haben eine Bio-Brennstoffzelle
für mobile Endgeräte entwickelt, die Zucker mithilfe von Bakterien
in Energie umwandelt und somit das Gerät mit Strom versorgt. Die
Zellen seien klein genug, um sie in Handys oder MP3-Playern einzusetzen,
so die Wissenschaftler. Zudem liefere das System genügend Energie,
um eine drei- bis vierfach längere Laufzeit als mit herkömmlichen
Lithium-Ionen-Batterien sicherzustellen.
Die Forschungsergebnisse zeigen, dass ein erneuerbarer Brennstoff direkt
in der Zelle verwendet werden kann und bei Raumtemperatur funktioniert.
Diese Technologie führt zu einer höheren Energieausbeute, als
es mit metallbasierten Ansätzen möglich ist.
Quelle: Nachrichtendienst über IT, Telekommunikation und Internet,
http://www.zdnet.de/news/hardware/0,39023109,39153502,00.htm

Fertighausanbieter
Auch die Fertighaus-Branche widmet sich den Themen Klimaschutz
und Energieeinsparung. Geht das jeweilige Angebot über das gesetzlich
geforderte Niveau der Energieeinsparverordnung hinaus? Steht eine effiziente
Wärmedämmung im Vordergrund oder soll die Haustechnik "alles
regeln"?
Eine EcoTopTen-Marktübersicht nennt diejenigen Anbieter, die in ihrem
Standardprogramm deutlich energieeffizientere Fertighäuser führen
als es die Energieeinsparverordnung erfordert.
Infos im Internet unter: http://www.ecotopten.de/prod_haus_prod.php


|