Newsletter/ nawaros®03/07

Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen Newsletters nawaros®

Inhalt

14. C.A.R.M.E.N.-Forum: Nachwachsende Rohstoffe
Landwirtschaftsminister Miller lobt vorbildliche Entscheidung
Mit Einsatz gewinnen
Energie vom Acker
Pflanzeninhaltsstoffe und Biomasseertrag
Lesenswertes
agrarheute.com - Neu im Netz
Biogasanlagen - Ökobilanz
Mit Holz einheizen
Biogas-Schulungen

14. C.A.R.M.E.N.-Forum: Nachwachsende Rohstoffe
im Spannungsfeld wachsender Märkte

"Nachwachsende Rohstoffe im Spannungsfeld wachsender Märkte" ist der Titel des 14. C.A.R.M.E.N.-Forums, das am 26. März 2007 im Straubinger Herzogschloss stattfindet. Die Veranstaltung richtet sich an Landwirte, Waldbesitzer und alle fachlich Interessierten, die sich z. B. als Produzenten von Lebensmitteln, Futtermitteln oder Industrie- und Energierohstoffen im Spannungsfeld der wachsenden Absatzmärkte für Nachwachsende Rohstoffe bewegen.
"Bereits Wochen im Vorfeld unseres Forums sind wir mit gut 250 Anmeldungen fast ausgebucht", erklärt Vorstandsvorsitzender Reinhold Erlbeck. Er belegt damit einmal mehr, dass sich die C.A.R.M.E.N.-Themen am Puls der Zeit orientieren.
"Nahrung und Energie aus der Landwirtschaft - Widerspruch oder Synergie?" lautet der Titel des Eröffnungsreferates, mit dem der bayerische Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten, Josef Miller, in das Forumsthema einführen wird.
Anschließend wird im ersten Fachblock die aktuelle "Marktsituation Nachwachsender Rohstoffe" in Deutschland beleuchtet. Dazu richtet Prof. Dr. Otmar Seibert vom Fachbereich Landwirtschaft der Fachhochschule Weihenstephan in Triesdorf, den Blick auf die internationale Agrarpolitik.
Über "Potentiale und Engpässe für Nachwachsende Rohstoffe auf dem heimischen Markt" wird Dr. Armin Vetter von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft in Dornburg referieren.
"Rohstoffproduktion - Neue Ansätze für Produzenten" ist der Leitgedanke für den zweiten Fachblock. Sven Böse von der Saaten Union GmbH, Hannover, widmet sich darin dem Thema "Getreide als Energierohstoff - Erzeugung von Bioethanol und Biogas".
Um die "Verwertung von Non-Food-Mais aus produktionstechnischer und ökonomischer Sicht" kümmert sich Dr. Joachim Eder von der Landesanstalt für Landwirtschaft aus Freising.
"Holzpotentiale und Holzstoffströme in Bayern" werden von Dr. Jürgen Bauer von der Cluster-Initiative Forst und Holz aus Freising vorgestellt.
Der dritte Fachblock widmet sich der Rohstoffsicherung als Herausforderung für Betreibermodelle. "Konzepte zur Rohstoffversorgung für die Ethanolproduktion" werden von Dr. Fred Zeller aus der Sicht der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Gesellschaft (SZVG), Ochsenfurt, präsentiert. Marion Höcht vom Maschinenring Tirschenreuth e.V. stellt die "Rohstoffflüsse eines Biomasseheizwerks" vor.
"Biogasprojekt Bad Königshofen - Rohstoffversorgung für die nächsten 20 Jahre" lautet der Referatstitel von Mathias Klöffel vom Bayerischen Bauernverband Röhn-Grabfeld.
Das Programm, ein Anmeldeformular und Auszüge aus den Vorträgen können im Internet bei C.A.R.M.E.N. (http://www.carmen-ev.de) heruntergeladen werden.

Informationen: C.A.R.M.E.N., Daniela Reitmeier, Schulgasse 18, 94315 Straubing,
Tel.: 09421/960-300, Fax: -333, E-Mail: dr@carmen-ev.de


Landwirtschaftsminister Miller lobt vorbildliche Entscheidung

Mit den Worten "Das Glück belohnt die Weitsichtigen", umschrieb der bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller den Gewinn einer Jahreslieferung Holzpellets, die er kürzlich an die Familie Müller-Prexl in Woringen übergab. Sponsor der Pellets war die BayWa AG München.
Hintergrund der Verlosung ist die "Aktion Holzpellets", die von C.A.R.M.E.N. mit Unterstützung des bayerischen Landwirtschaftsministeriums, im Rahmen der Europäischen Biomasse-Tage der Regionen, alljährlich durchgeführt wird. Dabei sind Besitzer von Pelletheizungen aufgerufen, ihren Keller während der Biomasse-Tage für Besucher zu öffnen und über ihre Erfahrungen aus der Praxis zu berichten. Als Anreiz werden unter diesen Teilnehmern Pelletlieferungen verlost, die von Sponsoren - in diesem Fall der BayWa AG, München - bereit gestellt werden.
Familie Müller-Prexl nimmt seit 2005 an den Biomasse-Tagen teil und hat über ihre Pelletzentralheizung nur Gutes zu berichten. Schon im Jahr 2000 setzten sie aus Klimaschutzgründen an ihrem ersten Wohnort auf Holzpellets. Damit gehörten sie zu den Pionieren, dieser damals noch kaum bekannten Technik. "Wir haben schon lange herumfragen müssen, bis uns jemand eine private Pelletheizung zeigen konnte, aber es war genau das, was wir für unser Haus auch wollten", so Frau Müller-Prexl. Als die Familie 2003 nach Woringen umzog und für den neu erworbenen Altbau eine Heizung angeschafft werden musste, war eines klar: Die vier Öltanks müssen Platz machen für ein Pelletlager. Aus Kostengründen wurde auf eine automatische Beschickung des Kessels verzichtet und ein sogenanntes Tageslager eingerichtet, dass im Winter alle paar Tage und im Sommer in einigen Wochen Abstand von Hand mit Pellets aus einem großen Lager befüllt wird. Als Komfortverlust sieht die Familie diese Arbeit aber nicht an und auch die Kinder engagieren sich hier gerne.
Der bayerische Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten, Josef Miller, gratulierte den Gewinnern. Er lobte ihre vorbildliche Entscheidung, beim Heizen auf Holzpellets zu setzen und betonte: "Wir tragen Verantwortung für die Welt von morgen!" Dass zwischen der Brennholzverwertung früherer Tage und dem modernen Biomasseeinsatz von heute Welten liegen, belegte der Staatsminister gleich in der Praxis und betätigte den Hebel am Pellettanklastzug, der die Holzpellets über einen Förderschlauch in den Vorratskeller einblies. Der Minister hob hervor, dass die Nutzung von Holzenergie aktiver Klimaschutz ist, die Ressourcen schont und Holzpelletheizungen sich zum "Top-Produkt" unter den Feststofffeuerungsanlagen entwickelt haben. Bayern will bis 2010 den CO2-Ausstoß um 12 Mio. Tonnen auf 80 Mio. Tonnen verringern. Allein durch Biomassenutzung wurden in fünf Jahren schon 1,8 Mio. Tonnen CO2 zusätzlich vermieden.
Die Heizanlage der Familie Müller-Prexl ist sehr übersichtlich und wird vorwiegend von der Frau des Hauses bedient. Für den Kaminkehrer und den Heizungsbauer bleibt wenig Arbeit, denn die Technik arbeitet sauber und zuverlässig. Das Engagement der Familie Müller-Prexl reicht allerdings noch weit über den eigenen Keller hinaus. Sie riefen eine Pelletbestellgemeinschaft für die Region um Memmingen ins Leben, die anfangs aus fünf Interessenten und mittlerweile schon aus 70 Teilnehmern besteht. Dass so was nicht nur zu interessanten Kontakten und Erfahrungsaustausch führt, sondern auch echten Gemeinschaftssinn erlebbar macht, zeigte sich im vergangenen Winter. Als die Pelletlieferanten Schwierigkeiten mit der Brennstoffbereitstellung hatten, wäre sicher mancher Keller leer geblieben. Doch innerhalb der Bestellgemeinschaft gab es immer jemanden, der bereit war, seine Pelletvorräte mit anderen zu teilen.

Informationen: C.A.R.M.E.N., Karl Hanglberger, E-Mail: kh@carmen-ev.de (http://www.biomasse-tage.org)

Mit Einsatz gewinnen

Röhnschaf
Die Energie-Initiative Rhön-Grabfeld e.V. vergibt erstmals den "Energiepreis Rhönschaf 2007". Prämiert wird das umweltfreundlichste, effektivste und innovativste Projekt, bei dem Strom und Wärme erzeugt werden und Erneuer-bare Energien zum Einsatz kommen. Der Gewinner erhält 10.000 Euro und ein Rhönschaf als Trophäe.
Bewerben können sich Privatpersonen ebenso wie Unternehmen oder Kommunen und Vereine/Initiativen aus ganz Deutschland. Zugelassen sind sowohl bereits fertig gestellte als auch in Planung befindliche Projekte. Bewertungskriterien sind u.a. Umweltfreundlichkeit, Nachhaltigkeit, praktische Umsetzbarkeit, Einsparpotenziale und Nutzung heimischer Ressourcen.
Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der erstmals stattfindenden REN-Messe für regenerative Energien und Baustoffe vom 4. bis 6. Mai 2007 in Bad Neustadt/Saale. Bewerbungsunterlagen können im Internet unter http://www.energie-rhoen.de heruntergeladen werden. Einsendeschluss ist der 06. April 2007.

Informationen und Bewerbung: Energie-Initiative Rhön-Grabfeld e.V.,
E-Mail: info@energie-rhoen.de (http://www.energie-rhoen.de)


Energie vom Acker

Bayer CropScience Deutschland schreibt den Förderpreis "Energie vom Acker" aus. Die Ausschreibung erfolgt in gemeinschaftlicher Kooperation mit der landwirtschaftlichen Zeitschrift dlz agrarmagazin. Stattliche 20.000 Euro beträgt das Preisgeld, das auf Sieger, Zweit- und Drittplazierte aufgeteilt wird und als Anschubfinanzierung für Bioenergie-Projekte dienen soll.
Gefragt sind die besten regionalen Konzepte zu Nachwachsenden Rohstoffen unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher und pflanzenbaulicher Gesichtspunkte. Zugelassen zur Teilnahme sind Meisteranwärter sowie Schüler und Studenten, die den Abschluss staatlich geprüfte Landwirte/Agrarbetriebswirte anstreben oder Höhere Landbau- und Technikerschulen absolvieren. Alle Teilnehmer am Förderpreis können eigene Betriebskonzepte ebenso in die Bewerbung einarbeiten wie Gruppenarbeiten mit anderen Partnern.
Interessenten können sich ab sofort bewerben. Die schriftlichen Arbeiten sind bis Ende März 2007 einzureichen. Die Preisverleihung findet im Frühsommer 2007 statt.

Info: Die Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen zum Förderpreis lassen sich im Internet unter http://www.dlz-agrarmagazin.de abrufen.

Pflanzeninhaltsstoffe und Biomasseertrag

Hinweise auf eine Methode zur effektiveren Züchtung Nachwachsender Rohstoffe wollen Forscher des Max-Planck-Instituts für molekulare Pflanzenphysiologie und der Universität Potsdam gefunden haben.
Für die Züchtung von Energiepflanzen sei es von entscheidender Bedeutung, bereits frühzeitig ihr Ertragspotential zu erkennen, erklärte die Max-Planck-Gesellschaft in einer Pressemitteilung.
Im Zuge von Untersuchungen zur Regulation von Wachstumsprozessen hätten die Wissenschaftler bei der Ackerschmalwand eine Reihe von Inhaltsstoffen identifiziert, die in einem engen Zusammenhang zum Biomasseertrag der Pflanzen stünden.
Die Ergebnisse der Arbeit wiesen darauf hin, dass die Analyse von Inhaltsstoffmustern zu Ertragsvorhersagen genutzt werden könnte. Sollte sich auch in anderen Beständen ein solcher Zusammenhang zeigen, hätte man mit dem angewandten Analyseverfahren, dem sogenannten Metabolitenprofiling, eine hochwirksame Methode gefunden, um bereits im frühen Entwicklungsstadium Voraussagen über die Biomasseproduktion zu treffen, betonten die Forscher. Eine solche Möglichkeit könne die Züchtung Nachwachsender Rohstoffe revolutionieren.

Quellen und Infos: www.agrarheute.com

Lesenswertes

Unter der Webadresse http://www.fachbuchquelle.com ist das völlig neu gestaltete und erweiterte Internetangebot des DRW-Fachbuch-Service und des Holz-Zentralblatts zu finden. Hier werden über 800 ausgewählte Fachbücher zu den Bereichen Holz, Forst, Möbel, Innenausbau, Innenarchitektur und Design vorgestellt.

agrarheute.com - Neu im Netz

Mit agrarheute.com gibt es seit Januar ein neues Nachrichtenportal für Landwirte. Im stündlichen Rhythmus wird Aktuelles aus Politik, Wirtschaft und Produktion, ergänzt um Wetter- und Marktinformationen, bereit gestellt. Dieser Dienst kommt aus dem Hause dlv. Landwirtschaftliche Zeitschriften aus diesem Verlag sind unter anderem dlz agrarmagazin, Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt, Land und Forst und Joule.
Den Kern der Plattform bilden die Meldungen aus den Fachrubriken. Dazu zählen Politik und Wirtschaft, Pflanze, Tier, Neue Märkte und Landleben.


Biogasanlagen - Ökobilanz

Viehhalter, die eine Biogasanlage in ihren Betrieb integrieren, sind ökologisch im Vorteil. So das Ergebnis der neuesten Studie des Instituts für Energetik und Umwelt gGmbH (IE). Denn wer die Gülle energetisch nutzt, statt sie vor dem Ausbringen nur zu lagern, verringert Emissionen und kann fossil erzeugten Strom sparen. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) e.V. bietet die Studie jetzt unter www.fnr.de zum Download an.
Um Richtwerte für die ökologischen Folgen der Biogasnutzung zu ermitteln, hat das IE jetzt Ökobilanzierungen nach DIN ISO 14040 bis ISO 14043 durchgeführt. Mit "ModelFarm" hatten die Wissenschaftler ein eigenes Computerprogramm an der Hand, das vielfältige Vergleiche und Auswertungen ermöglichte. Denn es ging ihnen nicht nur um die Einbindung der Biogasanlage in den Viehbetrieb, sondern auch um die Auswirkungen von Anbau und Nutzung von Energiepflanzen.
Das grundsätzliche Fazit: die Integration einer Biogasanlage in einen Viehbetrieb ist nur zu befürworten. Die Anlage liefert nicht nur Strom, der fossil erzeugten ersetzt, es entstehen außerdem weitaus weniger Treibhausgase. Auch versauernde und eutrophierende Emissionen lassen sich verringern. Denn der Gärrest verursacht diese weitaus weniger als die unvergorene Gülle.
Wenngleich die Beimischung von Nachwachsenden Rohstoffen zur Gülle den Ausstoß von Treibhausgasen wieder erhöht, ist sie in der Regel die wirtschaftlichste Variante.
Was im Durchschnitt gilt, trifft aber längst nicht immer zu. Denn viele Anlagen könnten noch effektiver und somit auch ökologischer arbeiten. Anhaltspunkte bieten der Grad der Abwärmenutzung oder die Gestaltung des Gärrestlagers. Wer die Abwärme sinnvoll zum Heizen nutzt, kann außerdem Energie und Geld sparen.

Infos: Wer die ökologischen Aspekte von Biogasanlagen verstehen und seine Anlage verbessern will, kann die Studie jetzt kostenlos unter http://www.fnr-server.de -> Literatur aufrufen.

Mit Holz einheizen

Holz ist ein klimaneutraler Brennstoff, denn bei seiner Verbrennung entsteht nur soviel Kohlendioxid, wie die Bäume vorher beim Wachstum gebunden haben.
Besonders bei nicht optimaler, unvollständiger Verbrennung und beim Einsatz falscher Brennstoffe, wie zum Beispiel lackiertem Holz, Spanplatten oder Kunststoffverpackungen, stoßen Holzheizungen große Mengen gefährlicher Luftschadstoffe aus, zu denen Feinstaub oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe gehören können.
Der Feinstaubausstoß der Millionen kleinen Holzfeuerungsanlagen in Deutschland ist ebenso hoch wie der von Pkw, Lkw und Motorrädern zusammen. Die neue kostenlose Broschüre "Heizen mit Holz - ein Ratgeber zum richtigen und sauberen Heizen" des Umweltbundesamtes (UBA) gibt Tipps, wie Bürger die Umwelt- und Gesundheitsbelastungen ihrer Holzheizungen verringern und etwas für den Klimaschutz tun können.

Bezug: Im Internet unter http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3151.pdf

Biogas-Schulungen

Mit Schulungen will der Fachverband Biogas e.V. dafür sorgen, dass Landwirte ihre Biogasanlage effektiver betreiben. Von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) e.V. finanziert, wurde ein viertägiger Lehrplan erarbeitet, der bereits in Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern eingesetzt wurde.
Veranstaltungen in den anderen Bundesländern folgen. Wer eine Biogasanlage effektiv betreiben will, muss mit der Technologie vertraut sein. Mit praxisorientierten Weiterbildungen soll interessierten Landwirten und Anlagenbetreibern der Blick für die eigene Biogasanlage geschärft werden.
Rund 3.500 Biogasanlagen waren 2006 in Deutschland im Betrieb. Während momentan noch die stationäre Verstromung über Blockheizkraftwerke dominiert, bieten langfristig auch die Einspeisung des Gases in das Erdgasnetz und die Nutzung als Kraftstoff Perspektiven.

Infos: Im Internet unter http://www.biogas-training.de nachzulesen


 

 
E-mailAnfahrtDiskussionsforumImpressumSucheSitemap