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Newsletter/ nawaros®06/06
Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen
Newsletters nawaros®
Inhalt
C.A.R.M.E.N. besucht Mitglied in Italien
Campa-Biodiesel baut in Straubing
Stiftung Nachwachsende Rohstoffe prämiert Facharbeiten
Biokraftstoff - Vom Acker zum Kraftstoff
Naturdämmstoff-Förderung bis Ende 2006
Europäische Biokunststoffkonferenz
Grundsteinlegung für Wissenschaftszentrum
biomasse 2006 in Rosenheim
TFZ mit neuem Internetauftritt
Biokunststoffe
C.A.R.M.E.N.
besucht Mitglied in Italien
Italiener präsentieren vorbildliches Müllabfuhrsystem
Auf Einladung des langjährigen italienischen C.A.R.M.E.N.-Mitglieds
Novamont reiste eine Straubinger Delegation kürzlich nach Legnano,
in die Nähe von Mailand, um sich vor Ort über das System der
Bioabfallsammlung zu informieren.
Der Geschäftsführer des C.A.R.M.E.N. e.V., Werner Döller,
sein Stellvertreter, Edmund Langer, die Leiterin der stofflichen Abteilung,
Dr. Bettina Schmidt sowie Walter Wallrapp und Toni Hilmer von der im Straubinger
Kompetenzzentrum ansässigen biomasse GmbH staunten nicht schlecht
als ihnen die Amga AG präsentiert wurde. Seit dem vergangenen Jahr
wird der Biomüll, vorwiegend Küchenabfall, in Legnano von der
Firma Amga getrennt gesammelt. Hierbei kommen die bereits auf C.A.R.M.E.N.-Initiative
in fast ganz Niederbayern eingesetzten Bioabfallbeutel und -säcke
auf Basis von Maisstärke (der Produktname ist Mater-Bi) zum Einsatz.
Ein deutlicher Vorteil dieser auf Nachwachsenden Rohstoffen basierenden
Sammelbeutel ist der geringe Anteil an Störstoffen, der sich in den
italienischen Biotonnen wiederfindet, erklärte Giovanni Bianchi und
unterstrich damit die hohe Professionalität, mit der die Biomüllsammlung
in Legnano durchgeführt wird. Vereinfacht ist dieses italienische
System dadurch, dass die Kunden gleich beim Einkauf im Geschäft die
"richtige", nämlich kompostierbare Tüte mitnehmen,
so dass daheim erst gar keine Verwirrung - kompostierbare oder doch herkömmliche
Plastiktüte? - auftritt. Sichtbarer Effekt hierbei ist eine blitzsaubere
Biotonne, in der Küchenabfall hygienisch in kompostierbaren Beuteln
verpackt, gesammelt wird.
Montags und Donnerstags wird die Biotonne in Legnano geleert. Da flächendeckend,
dass heißt ohne Ausnahme, Tüten und Säcke aus Mater-Bi
eingesetzt werden, stehen der Bevölkerung immer saubere Biotonnen
zur Sammlung bereit.
Die Firma Novamont, die im hessischen Eschborn eine deutsche Niederlassung
betreibt, kann in den 15 Jahren ihres Bestehens auch in Deutschland beachtliche
Erfolge vorweisen: 1990 gegründet, beschäftigt sie sich von
Beginn an mit der Entwicklung und Vermarktung von umweltfreundlichen,
chemischen Erzeugnissen unter Verwendung von landwirtschaftlichen Rohstoffen.
1992 produziert die Wentus GmbH in Höxter die ersten Biomüllbeutel
aus Mater-Bi in Deutschland. 1994 werden in Mailand und in Kristiansand
(Norwegen) die ersten Mater-Bi-Säcke für die getrennte Sammlung
organischer Abfälle eingesetzt.
2000 werden für die Olympischen Spiele in Sydney Cateringartikel
aus Mater-Bi und die entsprechenden Müllsäcke eingesetzt. Inzwischen
gibt es z. B. auch Windeln, Autoreifen und Hundespielzeug auf Mater-Bi
basierend.
Infos: C.A.R.M.E.N. und biomasse GmbH im Kompetenzzentrum für Nachwachsende
Rohstoffe, Tel.. 09421/960-374, Fax: -329, E-Mail: info@biomasse-gmbh.com
(http://www.biomasse-gmbh.com)
Campa-Biodiesel baut in Straubing
Die Campa Süd GmbH & Co. KG wird im Donauhafen
der Stadt Straubing eine Ölmühle und eine Biodieselanlage bauen.
Die Campa-Unternehmensgruppe, die seit mehreren Jahren in Ochsenfurt bei
Würzburg Biodiesel herstellt und vertreibt, erweitert damit ihre
Kapazitäten.
Die Firma Campa hat das Genehmigungsverfahren für den Bau einer Ölmühle
und einer Biodieselanlage in Straubing beantragt. Aufgrund langfristiger
Standortvorteile und Entwicklungsmöglichkeiten hat die Firma eine
Entscheidung zugunsten von Straubing getroffen.
Campa wird in die zukünftige Entwicklung biogener Kraftstoffe jeglicher
Art weiter investieren. Das große Hafengrundstück im Donauhafen
ermöglicht entsprechend der Marktentwicklung einen Ausbau der Anlagen
und eine flexible Anpassung an neue technologische Entwicklungen im Biokraftstoffsektor.
Straubing bietet mit dem "Kompetenzzentrum für Nachwachsende
Rohstoffe" einen wichtigen Partner am Ort, der gemeinsame Forschungen
auf dem Gebiet der Bioenergie möglich macht.
Infos und Quellen: Campa-Pressemitteilung im Internet unter http://www.campa-energie.de
und http://www.zvi-straubing.de
Stiftung Nachwachsende Rohstoffe prämiert
Facharbeiten
Die Gymnasiasten und Schüler der Fach- und Berufsoberschulen
in Straubing und der Region konnten in diesem Jahr erstmals über
die "Stiftung "Nachwachsende Rohstoffe" Preise gewinnen.
Die Volksbank Straubing stellt jährlich 1.500 Euro bereit, um die
besten Facharbeiten zum Thema "Nachwachsende Rohstoffe" zu prämieren.
Am 27. Juni 2006 um 15:00 Uhr werden im Mohrensaal der Volksbank Straubing
vier Arbeiten ausgezeichnet. Die Facharbeiten wurden in den Fächern
Chemie, Biologie und Wirtschaft vergeben.
Die von C.A.R.M.E.N. gegründete Stiftung dient der Förderung
von Wissenschaft, Forschung, Bildung, Kultur und Umweltschutz auf dem
Gebiet der Nachwachsenden Rohstoffe und hat ihren Sitz im Kompetenzzentrum
für Nachwachsende Rohstoffe in Straubing. C.A.R.M.E.N. traf die Auswahl
der Facharbeiten.
Für die Prämierung der Arbeiten war wichtig, dass neben dem
Thema Nachwachsende Rohstoffe auch ein regionaler Bezug hergestellt und
Ausblicke in die Zukunft gegeben wurden. Die prämierten Arbeiten
stellen Versuchsanordnungen vor, die Schülern hohe Anforderungen
in Theorie und Praxis abverlangten und von ihnen hervorragend bewältigt
wurden.
Den ersten Preis erhält eine Facharbeit des Gymnasiums der Ursulinen-Schulstiftung
Straubing, ausgearbeitet von Barbara Zeller. "Das blaue Wunder: Färberwaid"
überzeugte die Jury besonders durch die eigenen chemischen Untersuchungen
und die Recherchen zu den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten
der Pflanze, die in der Krebs- und Alzheimerbehandlung eingesetzt wird.
Josef Reichinger vom Burkhart-Gymnasium Mallersdorf-Pfaffenberg wird mit
dem 2. Preis aus der Stiftung Nachwachsende Rohstoffe ausgezeichnet. "Biodiesel:
Herstellung und Vergleich mit fossilem Diesel", lautet der Titel
der Facharbeit, die aufgrund der politischen Diskussionen zur Mineralölsteuerbefreiung
von Biokraftstoffen neben dem aktuellen Bezug auch deutliche regionale
Aspekte berücksichtigt.
Die Facharbeit "Polymilchsäure - ein Beispiel für biologisch
abbaubare Kunststoffe", erstellt von Maximilian Plach am Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium
Cham wird mit dem 3. Preis ausgezeichnet. Die Arbeit präsentiert
sich nicht nur in einer übersichtlichen und sehr sorgfältigen
Darstellungsweise, sondern zeigt auch auf, dass oft sehr viel Fantasie
notwendig ist, um Versuche aus der Literatur in einem Schullabor durchführen
zu können.
4. Preisträger ist David Messerer, ebenfalls vom Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium
Cham. Er bearbeitete das Thema "Zuckertenside - natürliche Wasch-
und Reinigungsmittel, am Beispiel der Alkylpolyglucoside". Dabei
untersuchte er in praktischen Versuchen die Waschkraft von Tensiden, die
aus dem modernen Alltag nicht mehr wegzudenken sind.
Informationen: C.A.R.M.E.N
Biokraftstoff - Vom Acker zum Kraftstoff
BtL-Kraftstoffe spielen in der Biokraftstoffstrategie der
Bundesregierung eine wichtige Rolle. BtL (Biomass-to-liquid)-Kraftstoffe
sind synthetische Kraftstoffe aus Biomasse. Sie zählen zu den Biokraftstoffen
der 2. Generation, die heute aber noch nicht auf dem Markt sind. Aufgrund
ihrer positiven Eigenschaften werden sie in den kommenden Jahren voraussichtlich
allmählich die Biokraftstoffe der 1. Generation, wie reines Pflanzenöl,
Biodiesel und Bioethanol, ablösen.
Noch besteht jedoch Bedarf bei Forschung und Entwicklung und dem Bau von
Versuchsanlagen. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), Projektträger
des Bundeslandwirtschaftsministeriums, ist dafür die bundesweite
Anlaufstelle.
Quelle: Pressemitteilung der FNR e.V. (http://www.fnr.de)

Naturdämmstoff-Förderung
bis Ende 2006
Zum Ende des Jahres 2006 läuft das Förderprogramm
"Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen" aus. Bis dahin
aber bietet es jedem Bauherren die Möglichkeit, sich die Entscheidung
für einen Naturdämmstoff zu erleichtern. Denn die Fachagentur
Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) bezuschusst im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums
den Kauf natürlicher Dämmstoffe mit bis zu 35 Euro pro Kubikmeter
Dämmstoff.
Diese natürlichen Produkte zeichnen sich nicht nur durch Umweltverträglichkeit
aus, sondern auch durch eine positive Beeinflussung des Raumklimas, einen
hervorragenden Wärmeschutz im Winter wie im Sommer und ein hohes
Maß an Unbedenklichkeit für die Gesundheit.
Um diese ökologischen Dämmstoffe zu etablieren, stellt das Bundesministerium
für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)
noch bis zum Ende dieses Jahres Fördermittel zur Verfügung.
Infos und Anträge im Internet unter http://www.naturdaemmstoffe.info

Europäische
Biokunststoffkonferenz
Der Verband European Bioplastics (vormalig IBAW) kündigt
die erste europäische Konferenz zu Biokunststoffen an. Sie wird vom
21. bis 22. November in Brüssel stattfinden. Die englischsprachige
Veranstaltung "First European Bioplastics Conference" präsentiert
Produktneuheiten sowie Vorträge zur aktuellen Markt- und Technologieentwicklung.
Wichtiges Ziel der Konferenz ist es, alte wie neue Geschäftsverbindungen
und den Dialog zwischen Politik und Wirtschaft zu fördern.
Info: conference@european-bioplastics.org
Grundsteinlegung für Wissenschaftszentrum
Das Wissenschaftszentrum Straubing, eine der drei Institutionen
des Kompetenzzentrums für Nachwachsende Rohstoffe, feierte am 19.06.06
die Grundsteinlegung für seinen Neubau. Das rund 17 Mio. Euro teure
Gebäude wird voraussichtlich Mitte 2008 fertig gestellt. Als Festredner
war Staatsminister Dr. Thomas Goppel zu Gast. Am Wissenschaftszentrum
Straubing werden grundlagen- und anwendungsorientierte Forschungs- und
Entwicklungsarbeiten zu Nachwachsenden Rohstoffen durchgeführt. Ab
dem Jahr 2008 ist die Etablierung eines eigenständigen Masterstudienganges
für Nachwachsende Rohstoffe gemeinsam mit der Universität für
Bodenkultur Wien geplant.
Eine Webcam, die den Fortschritt der Baumaßnahmen zeigt, kann über
folgende Internetadresse aufgerufen werden: http://www.tbr.wzw.tum.de/webcam.htm.
Quelle: http://www.regio-aktuell24.de

biomasse 2006 in Rosenheim
Vom 20. bis zum 22. Oktober 2006 findet bereits zum 3. Mal
die Fach- und Verbrauchermesse für Nachwachsende Rohstoffe und Solarenergie
"biomasse 2006" im Lokschuppen und auf dem Messegelände
in Rosenheim statt. Das Messeteam der biomasse GmbH will an die bisherigen
Messeerfolge anknüpfen und wieder zahlreiche Aussteller aus der gesamten
Branche der Erneuerbaren Energien nach Rosenheim holen.
Bei einem Vor-Ort-Termin hat sich das Team des im Straubinger Kompetenzzentrum
für Nachwachsende Rohstoffe ansässigen innovativen Unternehmens
kürzlich über die Erweiterung der Messefläche informiert.
Zusätzlich zu den Messeständen werden den Besuchern bei freiem
Eintritt brandheiße Fachthemen präsentiert. Bezugnehmend auf
die stark gestiegene Nachfrage zur Nutzung von Bioenergie sind Fachblöcke
zum Heizen mit Holz, zu Biogas, alternativen Mobilitätsformen, Biokraftstoffen
für die Landwirtschaft und vielen weiteren Themen vorgesehen. Die
Messevorbereitungen und die Akquise von Ausstellern laufen bereits auf
Hochtouren, die Anmeldung von Messeständen ist noch möglich.
Infos: biomasse GmbH, Schulgasse 18, 94315 Straubing, Tel.: 09421/960-375,
Fax: -329, E-Mail: info@biomasse-gmbh.com
(http://www.biomasse-gmbh.com)
TFZ mit neuem Internetauftritt
Das Technologie- und Förderzentrum (TFZ) im Kompetenzzentrum
für Nachwachsende Rohstoffe in Straubing hat seinen Internetauftritt
(http://www.tfz.bayern.de)
im Mai komplett überarbeitet und neu gestaltet.
Der Bereich Festbrennstoffe wurde neu aufgenommen, das Thema Biokraftstoffe,
speziell der Bereich Rapsöl, wurde aktualisiert und erweitert. Zahlreiche
Dokumente und Forschungsberichte stehen zum kostenlosen Download bereit.
Biokunststoffe
Ein neues Markt- und Informationsportal zu Biokunststoffen
kann seit kurzem über die Website http://www.biokunststoffe.com aufgerufen
werden. Das Portal soll die Öffentlichkeit über die Vorteile
und Möglichkeiten der Nutzung von Biokunststoffen informieren und
der noch jungen Branche eine professionelle Plattform zur Präsentation
ihrer Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen bieten.
Infos: http://www.biokunststoffe.com


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