Newsletter/ nawaros®05/06

Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen Newsletters nawaros®

Inhalt

Minister Miller zeichnet Biomasseprojekte aus
Bioethanol-Tankstelle in Ostbayern
biomasse 2006 in Rosenheim
IBAW wird European Bioplastics
Praxistag Biogas
Förderung Biokraftstoffe
Energie vom Feld
Befragung der EU zu biogenen Kraftstoffen
Biogas für Kreditinstitute
Für Grundschüler
Naturdämmstoffe
Für die Industrie

14. C.A.R.M.E.N.-Symposium
Minister Miller zeichnet Biomasseprojekte aus

C.A.R.M.E.N. veranstaltet unter dem Motto "Nachwachsende Rohstoffe - unendlich endlich" - gemeinsam mit dem Verband der chemischen Industrie - das diesjährigen Symposium in Würzburg. Vom 10. bis 11. Juli 2006 werden auf der Festung Marienberg Vorträge und Diskussionen zu land- und forstwirtschaftlicher Biomasse, zu Strom aus Biogas sowie zu Produktionsstrategien für biogene Kraftstoffe angeboten. In den stofflichen Fachblöcken geht es um innovative Produktion, Technologie und Vermarktung. Am Abend des 10. Juli verleiht der bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller in der Würzburger Residenz Preise für herausragende Biomasseprojekte und engagierte Personen.

Kirsten Wiegmann vom Öko-Institut aus Darmstadt beginnt mit ihrem Vortrag zu "Nachhaltige Potenziale und Flächenkonkurrenz von festen, flüssigen und gasförmigen Energieträgern". Dr. F. Gunnar Henrich von der landwirtschaftlichen Rentenbank referiert über Investitionen im Bereich erneuerbarer Energien. Nachmittags werden parallele Sitzungen zu energetischen und stofflichen Themen angeboten.
Den energetischen Fachblock "Marktentwicklung Festbrennstoffe" eröffnet Florian Zormaier, Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, Freising, mit Ergebnissen der Studie "Energieholzmarkt Bayern". Karl Kellner von der Europäischen Kommission in Brüssel berichtet über den europäischen Biomasseaktionsplan. Über "Zukunftschancen der Festbrennstoffe vom Acker" spricht Franz Vielhuber, Bayerischer Bauernverband, München.

Der energetische Block dreht sich um das Thema "Voraussetzungen für den Einsatz von Biogasstrom als Regelenergie". Clemens Dähne, Electrabel Deutschland AG aus Berlin, berichtet über Erzeugung von Mittellast-, Spitzenlast- und Regelenergie. Ulrich Schmack von der Schmack Biogas AG, Schwandorf, stellt technische und ökonomische Anforderungen an Biogasanlagen vor. Dr. Jörg Strese, STEAG Saar Energie AG, Saarbrücken, berichtet über "Erfahrungen mit einem dezentralen virtuellen Regelenergiekraftwerk".

Parallel finden die stofflichen Blöcke "Perspektiven und Visionen" statt. Markt und Verbraucherakzeptanz sind die Themen von Prof. Klaus Menrad, Wissenschaftszentrum, Straubing. Über Rahmenbedingungen und Förderung Nachwachsender Rohstoffe referiert Dr. Jürgen Ohlhoff vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Berlin. "European Technology Platform for Sustainable Chemistry - Vision und Wege zum Ziel" ist das Referat von Dr. Marian Mours, CEFIC, Brüssel. Dr. Rainer Frische von der T+T Oleochemie GmbH, Alzenau, stellt High-Oleic-Sonnenblumenöl vor. "Innovative Werkstoffe aus Nachwachsenden Rohstoffen" sind Thema von Dr. Ulrich Riedel, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Braunschweig. Über "Nachwachsende Rohstoffe im Spannungsfeld von Chemie, Technologie und Ökonomie" referiert Prof. Klaus Noweck, Lurgi AG, Frankfurt.
Beim Staatsempfang in der Würzburger Residenz verleiht Landwirtschaftsminister Josef Miller am Abend den Förderpreis für Nachwachsende Rohstoffe 2005 und den Ernst-Pelz-Preis 2005 an herausragende Biomasseprojekte und verdiente Persönlichkeiten.

Der zweite Tag startet mit dem Block "Rohstoffstrategien für biogene Kraftstoffe". Über die nationale und europäische Rohstoffsituation von Bioethanol berichtet Bernhard Dahmen, Südzucker Bioethanol GmbH, Ochsenfurt. Zukünftige Aspekte der Rohstoffversorgung auf dem Biodieselmarkt in Deutschland stellt Dieter Bockey, UFOP e.V., Berlin, vor. BTL-Kraftstoffe sind Thema von Prof. Dr. Eckhard Dinjus vom Forschungszentrum Karlsruhe. Den Abschluss bildet die Werksbesichtigung der Campa Biodiesel GmbH & Co. KG, Ochsenfurt.

Informationen und Programm: C.A.R.M.E.N., Carmen Weber, E-Mail: contact@carmen-ev.de

Bioethanol-Tankstelle in Ostbayern

Die erste Bioethanol-Tankstelle Ostbayerns hat Landwirtschaftsminister Josef Miller am 12. Mai 2006 im Straubinger Ortsteil Ittling eröffnet. Der Minister lobte die Gemeinschaftsinitiative der Koordinierungsstelle für Nachwachsende Rohstoffe in Bayern, C.A.R.M.E.N. e.V., der Stadt Straubing, der Diermeier Mineralöl KG sowie der Autohäuser Griesbeck und Reinholz als einen wichtigen Impuls, um umweltfreundlichen Sprit aus Nachwachsenden Rohstoffen weiter voran zu bringen.
Miller plädiert für eine deutliche Absenkung der von der Bundesregierung vorgeschlagenen Steuersätze für Biokraftstoffe in Reinform.
Nutzen kann die neue Tankstelle, wer über ein mit der so genannten FFV-Technik (Flexible Fuel Vehicle) ausgerüstetes Fahrzeug verfügt. Noch ist der neue Biokraftstoff weit weniger verbreitet als Biodiesel. Nach Einschätzung des Ministers wird aber auch Bioethanol künftig an Bedeutung gewinnen, etwa für Gewerbetreibende mit bislang benzinbetriebenen Fahrzeugflotten.

Infos: C.A.R.M.E.N., Hubert Maierhofer (hm@carmen-ev.de) und Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten (http://www.stmlf.bayern.de)

biomasse 2006 in Rosenheim

Vom 20. bis zum 22. Oktober 2006 findet bereits zum 3. Mal die Fach- und Verbrauchermesse für Nachwachsende Rohstoffe und Solarenergie "biomasse 2006" im Lokschuppen und auf dem Messegelände in Rosenheim statt. Das Messeteam der biomasse GmbH will an die bisherigen Messeerfolge anknüpfen und wieder zahlreiche Aussteller aus der gesamten Branche der Erneuerbaren Energien nach Rosenheim holen.

Bei einem Vor-Ort-Termin hat sich das Team des im Straubinger Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe ansässigen innovativen Unternehmens kürzlich über die Erweiterung der Messefläche informiert.
Zusätzlich zu den Messeständen werden den Besuchern bei freiem Eintritt brandheiße Fachthemen präsentiert. Bezugnehmend auf die stark gestiegene Nachfrage zur Nutzung von Bioenergie sind Fachblöcke zum Heizen mit Holz, zu Biogas, alternativen Mobilitätsformen, Biokraftstoffen für die Landwirtschaft und vielen weiteren Themen vorgesehen.

Infos: biomasse GmbH, E-Mail: info@biomasse-gmbh.com (http://www.biomasse-gmbh.com)


IBAW wird European Bioplastics

Der Industrieverband Interessengemeinschaft Biologisch Abbaubare Werkstoffe e.V. (IBAW) hat sich in European Bioplastics e.V. umbenannt. Verbunden mit dem Namenswechsel ist eine Änderung der Satzung, die von den Mitgliedern mit großer Mehrheit beschlossen wurde. Im Fokus der Verbandsaktivitäten steht die Interessensvertretung der Mitglieder auf europäischer Ebene.
Repräsentiert werden Unternehmen, welche sich mit der Herstellung, Anwendung oder Verwertung von Biokunststoffen befassen. Unter dem Begriff Biokunststoff fasst der Verband nach EN 13432 Norm geprüfte biologisch abbaubare Kunststoffe und Agrarrohstoff-basierte, nicht biologisch abbaubare Kunststoffe zusammen.
Unter den Mitgliedern sind neben führenden Herstellern und Verarbeitern von Biokunststoffen auch interessierte Anwender wie Danone, Nestlé oder Kraft Foods. Ergänzt wird das Branchenspektrum um Unternehmen der Agrarrohstoffindustrie und der Entsorgungswirtschaft, so dass die gesamte an der Wertschöpfungskette beteiligte Industrie vom Verband vertreten wird.
Die IBAW-Website wurde komplett überarbeitet und unter www.european-bioplastics.org neu publiziert. Der Verband plant noch in diesem Jahr erste öffentliche Veranstaltungen in Brüsse.

Infos: European Bioplastics e.V. (http://www.european-bioplastics.org)

Praxistag Biogas

Im Rahmen eines C.A.R.M.E.N.-Fachgespräches fand am 9. Mai 2006 gemeinsam mit dem Fachverband Biogas ein Praxistag an der Biogasanlage in Irlbach statt. Über 80 künftige Anlagenbetreiber, Landwirte und Interessenten warfen einen Blick auf die moderne Technik, die im Rahmen einer Führung mit Vortrag präsentiert wurde und nutzten die Gelegenheit für Fragen und rege Diskussionen.
Dr. Helmut Ring stellte als Betriebsleiter die Anlage der Posching Bray'schen Güterverwaltung vor, die Ende 2004 angefahren wurde und nun bald ein Jahr im vollen Betrieb läuft. Neben Maissilage werden hier Grassilage, Kartoffeln, Zuckerrüben, Roggenganzpflanzensilage und Schlempe aus der eigenen Brennerei vergoren. Mit der entstehenden Wärme werden die benachbarten Gebäude von Schloss, Verwaltung und Verkauf beheizt.
Weitere Praxistage sind: 17.07.06, 17:00 Uhr, Parschalling, Biogasanlage Maierhofer und 12.09.06, 17:00 Uhr, Mamming, Biogasanlage Winkler.

Infos: C.A.R.M.E.N. e.V., Robert Wagner, E-Mail: rw@carmen-ev.de

Förderung Biokraftstoffe

"Die Regierungsparteien haben sich im Koalitionsvertrag ausdrücklich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2010 einen Biokraftstoffanteil von 5,75 Prozent des gesamten in Deutschland verwendeten Kraftstoffs zu erreichen." Zum Erreichen dieses ehrgeizigen Ziels sieht der Koalitionsvertrag eine Beimischungspflicht für Biokraftstoffe ab 2007 vor. Gleichzeitig soll aus Gründen der notwendigen Haushaltskonsolidierung die Steuerbefreiung von Biokraftstoffen grundsätzlich entfallen.
Danach sehen die wesentlichen Punkte dieser Einigung wie folgt aus:
- Wer Kraftstoffe in den Verkehr bringt, wird ab 1.1.2007 verpflichtet, einen gesetzlich bestimmten und nach Diesel- und Ottokraftstoff getrennten Anteil Biokraftstoffe abzusetzen. Dieser Anteil beträgt bei Diesel 4,4 Prozent und bei Ottokraftstoff zunächst 2 Prozent und ab 2010 3 Prozent.
- Insgesamt soll in 2010 ein Biokraftstoffanteil von 6 Prozent erreicht werden.
- Die Biokraftstoffe zur Erfüllung der Quoten unterliegen der vollen Mineralöl-steuer.
- Bioreinkraftstoffe oberhalb der Quoten werden jedoch bis zum Jahr 2009 weiterhin steuerlich begünstigt.
- Die Verwendung von Bioreinkraftstoffen in der Landwirtschaft bleibt zunächst bis 2009 steuerfrei.
- Die Biokraftstoffe der zweiten Generation werden bis 2015 weiterhin steuerlich gefördert.
Für reines Pflanzenöl soll noch eine Lösung im Rahmen der parlamentarischen Beratungen gefunden werden, die zur steuerlichen Entlastung führt.
"Mit diesem Modell, das zwischenzeitlich auch durch den Koalitionsausschuss grundsätzlich begrüßt wurde, ist ein guter Ausgleich zwischen haushaltspolitischen Notwendigkeiten und dem Ziel einer wachsenden Biokraftstoffverwendung gelungen", sagte der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Peter Paziorek.

Quelle: Pressemitteilung Nr. 083 vom 5. Mai 2006 unter http://www.bmelv.de

Energie vom Feld

Die DLG-Feldtage finden vom 20. bis 22. Juni auf dem Baiersröderhof in Hessen statt. Im Informationszentrum "Energie vom Feld" auf den DLG-Feldtagen, organisiert von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) und der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft e.V. (DLG), präsentieren Aussteller Neuheiten rund um das Thema Anbau, Ernte und Konservierung von Energiepflanzen. Die FNR wird die Zwischenergebnisse der bundesweit laufenden Anbauversuche zu neuen Energiepflanzenfruchtfolgen vorstellen. Weitere zurzeit stark diskutierte Themen, zu denen die FNR informiert, sind die Getreideverbrennung, neue Biogastechniken wie die Trockenfermentation und Biokraftstoffe.

Infos: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR),
E-Mail: info@fnr.de, (http://www.fnr.de)

Befragung der EU zu biogenen Kraftstoffen

Die EU-Richtlinie zu biogenen Kraftstoffen aus dem Jahr 2003 hat das Ziel, die Nutzung von Biokraftstoffen zu fördern. Bis Ende 2006 muss laut Richtlinie ein Bericht von der europäischen Kommission über die Fortschritte erarbeitet werden. Die Ergebnisse des Berichtes werden zur Anpassung der Richtwerte oder zu Vorschlägen zur Erreichung einzelstaatlicher Ziele genutzt.
Die Kommission möchte bei der Erstellung des Berichtes die Meinungen von Behörden, Wirtschaft, Nicht-Regierungs-Organisationen und weiteren Interessierten durch einen Fragenkatalog einholen, der in englischer Sprache vorliegt (http://ec.europa.eu) und in allen Sprachen der Gemeinschaft beantwortet werden kann.
Annahmeschluss ist der 10. Juli 2006.

Biogas für Kreditinstitute

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat einen neuen Leitfaden erstellt, der den Entscheidern in Banken und Sparkassen dabei hilft, einen Antrag auf Finanzierung einer Biogas-Anlage zu bearbeiten. Der Leitfaden wurde im Auftrag des Wirtschaftsministeriums des Landes NRW von der Energieagentur NRW in Kooperation mit forseo erarbeitet, einer Partnerorganisation der Umweltorganisation der Vereinten Nationen zu Finanzierungsfragen im Bereich der Erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz.
Nach Erfahrung der Energieagentur NRW und forseo ist besonders in kleinen und mittleren Banken die Schwelle zur Beschäftigung mit erneuerbaren Energien hoch, sei es aus Zeitmangel für eigene Recherchen oder aus Mangel an Finanzmitteln für externe Gutachten. Mit dem Biogas-Leitfaden sowie Seminaren, die direkt auf die Finanzbranche zugeschnitten sind, sollen diese Hürden abgebaut werden.
Die Biogas-Branche verzeichnet starke Zuwächse. Die mehr als 2.700 Biogasanlagen in Deutschland erzeugen gemeinsam eine Leistung von rund 665 Megawatt. Mehr als 30.000 Beschäftigte arbeiten in diesem Bereich.

Infos: Der Biogas-Leitfaden ist unentgeltlich erhältlich bei der Energieagentur NRW, E-Mail: info@ea-nrw.de (Download: http://www.ea-nrw.de/_infopool/info_details.asp?InfoID=4128). Informationen zur Finanzierung von Effizienztechnologien und Erneuerbaren Energien gibt es auch bei forseo unter http://www.forseo.de

Für Grundschüler

Mit einem neuen Unterrichtsmaterial können Lehrer das Thema "Nachwachsende Rohstoffe" in der Grundschule aufgreifen.
"Nachwachsende Rohstoffe - Was ist das?", werden Kinder fragen, wenn sie mit diesem Begriff konfrontiert werden. Dabei haben sie mit Zahnpasta, Papier oder T-Shirts jeden Tag zu tun. Das Unterrichtsmaterial bereitet den Themenbereich "Nachwachsende Rohstoffe" facettenreich für die Klassen 3 bis 6 auf.

Die Mappe kostet 9,90 Euro und ist erhältlich unter http://www.ima-agrar.de

Naturdämmstoffe

In nur jedem zwanzigsten Haus in Deutschland sorgen Naturdämmstoffe für Wärme und Wohlbefinden. Dabei sind sie nicht nur umweltfreundlich, sondern haben teilweise auch konkrete Vorteile gegenüber mineralischen oder erdölbasierten Produkten.
Die 70seitige Broschüre zeigt die ganze Palette der Naturdämmstoffe auf. Während Platten aus Holzfasern oder Holzwolle seit Jahren Verwendung finden, werden mittlerweile auch andere Dämmstoffe eingesetzt. Genannt seien hier Flachs, Hanf sowie Dämmstoffe aus Schilf, Seegras und Wiesengras sowie Schüttdämmstoffe aus Getreide.

Weitere Informationen unter www.naturdaemmstoffe.info und www.fnr.de

Für die Industrie

Eine neue Broschüre der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) zeigt auf, welche bedeutende Rolle Agrarrohstoffe und Holz für die Industrie bereits heute spielen.

Info: Die Broschüre kann als pdf-Datei heruntergeladen werden. http://www.fnr-server.de


 

 
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